Inhalt
1. Einleitung
2. Referenz
2.1. Referenz in der Bedeutungstheorie
2.2. Der behavioristische Ansatz
2.3. Die „Unerforschbarkeit“ der Referenz
2.4. Theorie der kausalen Referenz
2.5. Referenz in der Wahrheitstheorie
3. Schluß
4. Literatur
1. Einleitung
In seinem Essay „Reality without Reference“ schreibt Davidson, daß in einer Wahrheits- bzw. Bedeutungstheorie Referenz herausfällt, ihr wird keine wichtige Funktion zugewiesen. 1
So hat die Bedeutung einzelner Wörter bei behavioristischen Ansätzen keine Relevanz mehr. Einzelne Wörter werden unter anderem als ganze Sätze interpretiert. Davidson zitiert dafür Quines Beispiel „Gavagai“.
Aber das „Konzept Referenz“ wird nicht ganz aufgegeben, analog zu Naturwissenschaften, wie Physik, schlägt Davidson vor, sie eine als eine Mikrostruktur in die Theorie aufzunehmen. In der Physik werden Makro- Phänomene durch eine postulierte Mikro- Struktur beschrieben. Z. B. ein elektrisches Feld kann Beobachtet werden, durch Beobachtungen in dem elektrischen Feld. Die Mikro-Struktur, in diesem Fall Elektronen, wird vorausgesetzt, ist aber nicht beobachtbar. Auf die Gleiche Art wird im Fall der Sprache eine postulierte Mikro- Struktur vorausgesetzt, Referenz und Erfüllung bleiben erhalten, aber das empirisch beobachtbare Phänomen sind ganze Sätze. 2
Davidson wird von anderen kritisiert, weil er in der Bedeutungstheorie die Referenz nicht weiter berücksichtigt. Eine Gegenposition zu Davidsons Theorie würde eine stärkere Berücksichtigung der Referenz in einer funktionierenden Wahrheitstheorie verlangen. 3
Thema dieser Hausarbeit soll die Rolle der kausalen Referenz bei Davidson sein. Welche Bedeutung schreibt Davidson ihr zu? Im folgenden werde ich einige Aufsätze in Davidsons „ Inquieries into Truth and Interpretation “ danach Interpretieren, wie Davidson Referenz darstellt.
1 Davidson, David, Reality without Reference. In: Davidson, Donald, Inquieries into Truth & Interpretation, S. 215- 225, S 215.
2 a.a.O. S221f.
3 LePore, Ernest, Truth in Meaning, In: LePore, Ernset. Perspektives on the Philosophy pf Donald Davidson, Oxfort 1986, S. 15
2. Referenz
2.1. Referenz in der Bedeutungstheorie
Davidson definiert Referenz als ein Verhältnis zwischen Eigennamen, und der Entität, die benannt wird, als das Verhältnis zwischen komplexen Termen und den Entitäten, die sie bezeichnen.
Die Wahrheitsbedingungen eines Satzes, wie ` Sokrates flies ´ sind, dass der Satz `Sokrates flies ´ war ist, g. d. w. ` Sokrates ´ zu dem Predikat ` flies ´ referiert. 4 Davidson sieht zwei Ansätze in Bedeutungstheorien, die building bloc Theorie und den holistischen Ansatz.
Die building bloc Theorie beginnt damit einfache Namen und Prädikate zu erklären. Davon geht sie weiter zu komplexen Prädikaten und Sätzen. Daraus versucht man Erfüllung und schließlich Wahrheit zu erklären. Es gibt viele Versuche mit der building bloc Theorie, die alle gescheitert sind. 5 Könnte man eine nicht linguistische Erklärung von Referenz geben, würde diese Methode funktionieren. 6 Davidsons Beispiel ist der Name `Kilimanjaro´, der bezieht sich auf den Berg Kilimanjaro. Es wird nicht bestritten, daß es ein Verhältnis zwischen dem Sprecher, dem Wort und dem Berg gibt. Das Problem ist, daß man diese Beziehung zwischen dem Berg und dem Wort nicht erklären kann, ohne die Rolle des Wortes in dem Satz zu erklären. 7 D. h. man muß den Satz zu erklären, um das Wort zu erklären
Die Bedeutung der Wörter verliert in den behavioristischen Ansätzen ihre Bedeutung. In der radikalen Interpretation wird die Bedeutung des Satzes als ganzes aufgefaßt, die building bloc Theorie wird fallen gelassen. Wörter treten in den Hintergrund, weil sie auch keine Rolle dabei spielen, wie Personen ihre Intentionen zu verdeutlichen oder ihre Ziele zu erreichen.
4 A.a. O., S. 216
5 A. a. O. S, 219f.
6 A. a. O. S, 221
7 A. a. O. S, 220
Arbeit zitieren:
Martin Gloger, 2003, Kausale Referenz bei Donald Davisdon, München, GRIN Verlag GmbH
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