II
INHALTSVERZEICHNIS
Inhalt
Inhalt II
I. Abbildungsverzeichnis II
1 Einleitung 1
2 Fakten zum Film 2
2.1 Allgemein 2
2.2 Inhalt 2
2.3 Figuren 4
2.4 Narration 4
3 Bildgestaltung 6
3.1 Setting und Symbolik 6
3.2 Einstellungen 7
3.3 Kamerabewegung, Zoom und Perspektiven 7
3.4 Bildmontage. 9
3.5 Farbgestaltung/ Licht 10
3.6 Analyse des Auditiven 11
4 Fazit 12
III. Literaturverzeichnis 13
I. Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Jerry schaut bedrohlich zu Stephanie 5
Abbildung 2: Jerrys breites Grinsen 5
Abbildung 3: Jerry spiegelt sich im Messer 6
Abbildung 4: Detailaufnahme Sägeblatt 7
Abbildung 5: Nahaufnahme Jerry 7
Abbildung 6: Zuschauer als heimlicher Beobachter 7
Abbildung 7: Stiefvater wird heran gezoomt 8
Abbildung 8: Obersicht 8
Abbildung 9: Froschperspektive 8
Abbildung 10: Neue Machtverhältnisse durch Zoom und Veränderung der Perspektiven 9
Abbildung 11: Zeit- und Ortswechsel 9
Abbildung 12: Arbeit mit Tiefenschärfe 10
Abbildung 13: Stiefvater entscheidet, die Familie Maine umzubringen 10
Abbildung 14: Umrandung von Jerry durch grelles Licht von hinten 11
1 Einleitung
Wer kennt ihn nicht: Alfred Hitchcock, den Urvater des Thrillers und Psychothrillers? Der Erfinder der „Suspense“. Schon beim Namen des Filmregisseurs fährt einem ein Schauer über den Rücken. Hitchcock gelingt es immer, mit einfachen Mitteln, Spannung beim Sehen seiner Filme zu erzeugen.
Der Psychothriller gilt als Subgengre des Thrillers und soll beim Zuschauer einen Nervenkitzel und Spannung erzeugen. Der Horror wird dabei nicht visualisiert, sondern mit spannungserzeugenden Mitteln in die Zuschauer verlegt. Der Zuschauer wird beim Anschauen eines Psychothrillers in ständiger Unsicherheit und Ungewissheit gelassen, so dass er den Film mit größter Spannung weiterverfolgt. Das narrative Grundmuster eines Psychothrillers besteht aus einer Mischung von Vorabinformationen, Informationsdefiziten, Vor- oder Rückblenden und Handlungsverzögerungen. Die Gefahr wird dabei im Film nicht gesucht, sondern sie nähert sich dem Helden. Es wird eine Täterfigur konstruiert, die ein Verbrechen aufgrund eines psychisch anormalen Verhaltens begeht, Die Motive des Täters stehen oft stärker im Vordergrund als das Verbrechen selbst. Dabei handelt es sich jedoch nicht um übernatürliche Figuren wie Monster oder Geister, sondern um reale Personen (vgl. GOL-DE 2002). Diese verändern sich oft mit alltäglichen, normalen und sogar freundlichem Verhalten in kaltherzige, gefühllose und unfassbar brutale Mörder. Dies verstärkt den Effekt des Terrors im Alltag, da der Wiedererkennungswert beim Rezipienten größer ist und eben auch der freundlichste Nachbar oder das nette Kindermädchen tiefe Abgründe haben könnte.
Im Folgenden wird analysiert, inwieweit es dem Regisseur Joseph Ruben gelungen ist, mit dem Film „The Stepfather“ Spannung zu erzeugen und die Elemente des Psychothrillers umzusetzen: Nach den Fakten zum Film, in dem die allgemeinen Daten, der Inhalt, die Figuren und die Narration untersucht werden, zeigt der Teil der Bildgestaltung, wie es gelingen kann, mit einfachen Mitteln Suspense zu erzeugen.
2 Fakten zum Film
2.1 Allgemein
Der Psychothriller „The Stepfather“ erschien im Jahr 1987 mit dem alternativen Titel „Kill, Daddy, Kill“. Die Tagline lautet „Who am I here? He wanted a perfect family in a perfect town. But they couldn´t measure up…” Die Worte “family” und “town” schlie- ßenauf Alltagssituationen, da wahrscheinlich viele von einer perfekten Familie in ei- nemperfekten Ort träumen. „But they couldn´t measure up…” lässt sofort auf eine bedrohliche Situation und dem Terror im Alltag schließen. Die Regie führte Joseph Ruben. (vgl. DVD „The Stepfather“)
Zudem hat der Film drei Auszeichnungen erhalten. Der Schauspieler Terry O´Quinn wurde bei den Saturn Awards 1988 als „Best Actor“ nominiert, Joseph Ruben wurde im gleichen Jahr bei den Critic Awards für die Beste Regie nominiert und gewann diesen Preis und Jill Schoelen, welche die Stieftochter Stephanie Maine spielt, wurde bei dem Catalonian International Film Festival 1987 als „Best Actress“ nominiert und gewann den Titel. Dieser filmische Erfolg spiegelt sich auch in dem Remake von 2009 wieder. Zudem wurden nach „The Stepfather“ noch „The Stepfather II“ (1989) und „The Stepfather III“ (1992) gedreht, obwohl die Figur des Stiefvaters im erstem Film am Ende eigentlich verstarb (DVD Headquarters 2010).
2.2 Inhalt
Zu Beginn des Filmes sind eine Straße in einer kleinen Vorstadt von Seattle und ein Haus zu sehen. Anschließend wird im Haus der blutverschmierte Henry Morrison gezeigt. Er reinigt sich in der Dusche und verändert anschließend komplett sein Aussehen. Anstatt der Brille trägt er Kontaktlinsen, er schneidet seine Haar kurz und rasiert seinen Bart ab. Während er im Anzug mit einem Koffer nach unten geht, werden an der Wand hängende Bilder einer Familie gezeigt. Zudem ist eine Blutspur an der Wand zu sehen. Als Henry das Erdgeschoss erreicht, ist die Familie ermordet und blutverschmiert auf dem Boden liegend zu sehen, darunter sogar ein kleines Mädchen mit einem Teddybären. Henry Morrison verlässt fröhlich pfeifend das Haus. Ein Jahr später lebt er in einer anderen US-amerikanischen Vorstadtidylle und arbeitet als Makler. Sein Name ist nun Jerry Blake. Er hat die attraktive Witwe Susan geheiratet und wohnt mit ihr und ihrer sechzehnjährigen Tochter Stephanie in einem Haus. Er ist scheinbar der perfekte Ehemann und Stiefvater. Er ist bei allen beliebt,
nur nicht bei seiner Stieftochter Stephanie. Diese leidet noch unter dem Tod ihres leiblichen Vaters. Aus diesem Grund befindet sie sich in Gesprächstherapie mit dem Psychologen Dr. Bondurant. Nachdem Stephanie ihren Stiefvater bei einem Tobsuchtsanfall im Keller sieht und in einem Zeitungsartikel liest, dass ein Stiefvater ein Jahr zuvor eine gesamte Familie umgebracht hat, verdächtigt sie ihn. Der Artikel wurde veröffentlicht, weil Jim, der Bruder von Jerrys voriger Frau, nach ihm sucht, und seinen Freund darum bat, diesen Artikel zu veröffentlichen, der leider ohne Bild erschien.
Währenddessen berichtet Stephanie ihrem Psychologen über den Verdacht. Da Jerry am Telefon nicht mit Dr. Bondurant reden will, verabredet er sich mit Jerry unter falschen Namen zur Hausbesichtigung. Er redet schlecht über Familienwerte und wiederspricht sich in seinen Aussagen. Daraufhin wird der Psychologe brutal von Jerry totgeschlagen. Jerry bringt den Ermordeten in sein Auto und lässt dieses einen Hang herunterstürzen, um es wie einen Unfall aussehen zu lassen. Die Idylle mit seiner Familie scheint wieder hergestellt zu sein und die Gefahr beseitigt, da Stephanie jetzt Schutz und Liebe bei ihm sucht anstatt beim Psychologen. Diese Situation ist jedoch nicht von langer Dauer, da Stephanie ihren ersten Kuss von einem Mitschüler bekommt. Der Stiefvater rastet daraufhin total aus und seine Meinung wird weder von seiner Frau noch von Stephanie akzeptiert. Daraufhin sieht der Zuschauer, wie Jerry beginnt, sich ein neues Leben aufzubauen: Jerry kündigt seine aktuelle Arbeitsstelle und fährt täglich mit einer Fähre in eine andere Ortschaft unter dem neuen Namen Bill Hoskins. Dort sucht er nach einem neuen Job, einem neuen Haus und nach einer neuen Familie. Nachdem er seine neue Existenz unter einem neuen Namen abgesichert hat, will er seine Frau und Stephanie umbringen. Zuerst schlägt er seine Ehefrau mit einem Telefonhörer nieder und stößt sie die Kellertreppen herunter. Währenddessen findet Jim endlich das richtige Haus und klingelt an der Tür. Der vermeintliche Retter wird brutal von Jerry niedergestochen und verliert dabei seine Pistole. Anschließend geht Jerry zum Badezimmer, um Stephanie umzubringen. Er versucht mit aller Gewalt, die Badezimmertür einzuschlagen. Dabei zerbricht der Spiegel und sie sticht eine Scherbe in den Arm des Stiefvaters und steigt auf den Dachboden. Jerry folgt ihr mit einem großen Messer und bricht durch den morschen Dachboden. Während er weiterhin versucht, Stephanie umzubringen, schießt seine verletzte Frau auf ihn. Anschließend wird er von Stephanie niederge- stochen. (vgl. DVD „The Stepfather“ USA 1987)
Arbeit zitieren:
Stefanie Tornow-Godoy, 2010, Das Böse ist immer und überall, München, GRIN Verlag GmbH
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