Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 3
2. Besonderheiten Romanischer Buchmalerei 4
2.1 Thematik 4
2.2 Merkmale und Symbolik 4
2.3 Farbgebung 5
3. Die Stadt der Träumenden Bücher 6
3.1 Bedeutung der Literaturauswahl 6
3.2 Illustrationen Walter Moers’ 6
4. Anwendung romanischer Buchmalerei auf Walter Moers 7
4.1 Inhalt und Bildaufteilung 7
4.2 Materialien und Technik 7
4.3 Interpretation und Intention 8
5. Fazit 9
6. Praktischer Teil 10
7. Literaturverzeichnis 11
8. Anhang
7.1 Bildverzeichnis
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1. Einleitung
„Eins noch, Junge, was du dir merken musst: Es kommt nicht drauf an, wie eine Geschichte anfängt. Auch nicht darauf wie sie aufhört. Sondern auf das, was
dazwischen passiert.“ 1 , so der weise Rat Danzelots, der Dichtpate des Protagonistens aus „Die Stadt der Träumenden Bücher“ von Walter Moers. Tatsächlich spielt das, was zwischen den Buchdeckeln liegt, viel wichtiger noch das was zwischen den Zeilen zu lesen ist, eine große Rolle. Das gilt nicht nur für Moers’ zamonische Literatur, sondern galt schon zu Zeiten der Romanik um das 12. Jahrhundert herum. Vielleicht sogar besonders damals, denn die Mehrzahl der deutschen Bevölkerung war nicht des Lesens und Schreibens mächtig. Daher konnten die wenigsten Menschen etwas mit in Klöstern handschriftlich angefertigten Bibeltexten und sonstigem Schriftmaterial auf Latein anfangen. Die einzige Möglichkeit, die den Analphabeten blieb, war die Buchmalerei, denn Bilder verstand auch das einfache Volk ohne Probleme.Die Intention der Mönche, die Texte illustrierten war damals aber sicher nicht die bloße Verzierung. Im Vergleich zu heute ging es vordergründig darum Inhalte zu vermitteln sowie Herrschaftsstrukturen und Weltordnung. Im krassen Gegensatz dazu steht die moderne Literatur des 21. Jahrhunderts, vor allen Dingen Science Fiction, Fantasy und Belletristik. Der Kontrast wird dabei hauptsächlich durch den Unterhaltungswert hervorgerufen, der in der Neuzeit die wichtigere Rolle spielt, während Lehrinhalte zurücktreten. Illustrationen kennt man inzwischen überwiegend aus Kinderbüchern, aber auch vereinzelt von Jugend- und Erwachsenenautoren. Die Rolle der Illustration hat sich jedoch stark verändert und von dem Hauptmedium zur Ergänzung gewandelt. Heute beträgt der Anteil der erwachsenen Analphabeten in Deutschland lediglich noch ein Prozent (vgl. Anhang), was die schwindende Bedeutung der Buchmalerei, bzw. der Illustration erklärt. Kann nun ein moderner Roman romanisch illustriert werden? Oder viel mehr: kann romanische Buchmalerei eine tiefergehende Bedeutung haben, wenn sie auf Unterhaltungsliteratur angewandt wird?
Im Folgenden werde ich, nach kurzer Darstellung der Besonderheiten der romanischen Buchmalerei als auch der Präsentation der Literaturauswahl, diese eben erwähnte praktische Anwendung analysieren und interpretieren. Schließlich werde ich zu einem Ergebnis kommen, dass für mich persönlich die Frage klärt, ob romanische Buchmalerei auf moderne Literatur anwendbar ist und welche Probleme sich konkret in der Übertragung ergeben.
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2. Besonderheiten Romanischer Buchmalerei 2.1 Thematik
Den Buchmalern der Romanik ging es vor allem darum „[…]Illustration, Verzierung
und Text miteinander zu verknüpfen“ 2 Die Themen waren überwiegend religiöser Art, was darauf zurückzuführen ist, dass der Großteil romanischer Buchmalerei in Klöstern entstand. Auftraggeber für ‚die große illustrierte Bibel’ oder einzelne Evangelistenbilder waren dabei meist Äbte, Bischöfe sowie andere wohlhabende Kleriker. Adlige und Herrscher, wie zum Beispiel Heinrich der Löwe, waren ebenfalls Förderer der Buchmalerei, nahmen jedoch in der romanischen Epoche weniger Einfluss auf deren
Thematik ( 3 vgl. Lexikon des Mittelalters). Bestimmend war der Wunsch das Weltbild der Menschen zu formen und zu prägen, so unter anderem durch die Anwendung von Dedikationsbildern von Herrschern, bzw. deren bildhaften Verherrlichung und Selbstdarstellung. Das Volk wurde dadurch kirchentreu ‚erzogen’, dass Mönche in der romanischen Buchmalerei biblische Szenen in alltägliche Bilder übertrugen, um sie auf diese Weise zu veranschaulichen und verständlich zu machen. Auch das Bildschema der Majestas Domini, der Herrlichkeit Gottes, findet sich in der Romanik wieder, denn sehr oft wurde Jesus als Herrscher auf dem Thron dargestellt. Die Intention, vor allem der kirchlichen Auftraggeber, war es also, durch die Buchmalerei Texte auf eine verherrlichende Art zu illustrieren und dabei die Größe Gottes (bzw. eines Herrschers) hervorzuheben. Solche Darstellungen wurden dann auf die Tympana der Kirchenportale als auch als Bildgeschichten auf Wände und Fenster der Kathedralen übertragen. Die romanischen Auftraggeber arbeiteten dabei getreu dem Motto: „Je prunkvoller die Bilder, umso beeindruckter und überzeugter die Bevölkerung, dass das dargestellte Thema Relevanz hat.“. Nachprüfen inwiefern nun die (Selbst-)Darstellung des Auftraggebers stimmte konnte keiner der Analphabeten. Aber dafür gab es ja die Buchmalerei, die mit ihrer Einfachheit sofort schlüssig schien und jedem zugängig war.
2.2 Merkmale und Symbolik
Um die Herrschaftsstrukturen mittels Buchmalerei zu verdeutlichen und auf diese Weise zu festigen, nutzte man in der Romanik Wege der Darstellung, die wenig Raum für Interpretation ließen. „Klare Umrisslinien, eindeutige Gewichtsverteilung der
Figuren und ornamentale Symmetrie“ 4 trugen ihren Teil dazu bei, ‚klare’ Verhältnisse zu schaffen. Besieht man sich so zum Beispiel Werke wie die Verkündigung an die
Arbeit zitieren:
Franca König, 2009, Romanische Buchmalerei im Kontext moderner Literatur, München, GRIN Verlag GmbH
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