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Inhaltsverzeichnis
Seite :
1. Einleitung 3
2. Der Kontinent Afrika 4
3. Menschenrechte 5
3.1. Menschenrechte in Afrika 6
3.2. Maßnahmen zum Schutz der Menschenrechte in Afrika 6
3.2.1. Politische Konditionalisierung 7
3.2.2. Die „Wiener Weltmenschenrechtskonferenz“ 1993 9
4. Die Menschenrechtsorganisation „amnesty international“ 10
4.1. Gründung und Arbeit 10
4.2. Erfolge von amnesty international 10
5. Schlußbetrachtung 12
6. Verwendete Literatur 13
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1. Einleitung
Die Mißachtung der Menschenrechte ist in Afrika ein Auslöser für Konflikte und eine Ursache der afrikanischen Krise. Bei einer Untersuchung der Entwicklung Afrikas fallen häufig Menschenrechtsverletzungen in den Blick der Betrachtung, da sie in Afrika zu einem Massenphänomen geworden sind. Für dauerhaften Frieden, Entwicklung und Stabilität ist die Achtung der Menschenrechte und die Wahrung der Rechtsstaatlichkeit eine Grundvoraussetzung.
In der vorliegenden Seminararbeit soll die Bedeutung der Menschenrechte in und für Afrika untersucht werden. Zur Eingrenzung des großen Themenkomplexes soll die Einführung der Menschenrechte in Afrika Kern der Ausarbeitung sein. Dabei soll untersucht werden, welchen Einfluß Entwicklungspolitik auf die Achtung der Menschenrechte in Afrika hat.
Zum besseren Verständnis der afrikanischen Krise wird ein kurzer Einblick in ihre Ursachen erfolgen. Im Anschluß soll herausgestellt werden, mit welchen Maßnahmen die Achtung der Menschenrechte in Afrika schrittweise eingefordert wurde.
Mit der Vorstellung der bekanntesten Menschenrechtsorganisation „amnesty international“ soll verdeutlicht werden, daß die Achtung der Menschenrechte in Afrika keine Selbstverständlichkeit ist.
In einer kurzen Schlußbetrachtung wird das Ergebnis der Untersuchungen im Hinblick auf eine zukünftige Entwicklung zusammengefaßt werden.
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2. Der Kontinent Afrika
Der heterogene Kontinent Afrika wird mit einer Gesamtfläche von 30,3 Millionen Quadratkilometern häufig grob in die Teile Nordafrika und Afrika südlich der Sahara gegliedert. In den 51 zu einem großen Teil künstlichen Staaten Afrikas leben je nach Klassifikation 1.000 bis 1.500 unterschiedliche Völker, die mehr als 1. 000 Sprachen sprechen. Afrika hat verglichen mit anderen Erdteilen das höchste Bevölkerungswachstum. In der ersten Hälfte der 90er Jahre nahm die Zahl der Afrikaner jährlich um 2,7 Prozent zu. 1 Selbst bei sinkender Kinderzahl pro Familie wird die afrikanische Bevölkerung in den nächsten Jahren ein hohes Wachstum verzeichnen, da jedes Jahr eine größere Zahl Jugendlicher in das fortpflanzungs- und heiratsfähige Alter kommt. Dieser Effekt läßt erst nach, wenn sich die geringeren Geburtenzahlen der letzten Jahre auf die Zahl potentieller Eltern auswirken. 2 Krisen, zu denen Hungerkatastrophen, Bildungsnotstand und vor allem
Menschenrechtsverletzungen zählen, werden in Afrika zum einen durch das stetige Wachstum der Bevölkerung in Ermangelung ausreichender Lebensmittel bedingt, aber auch durch die hohe Zahl langandauernder Bürgerkriege. In der Mehrzahl der Fälle handelt es sich um „vergessene Kriege“, die außerhalb Afrikas nur ganz am Rande zur Kenntnis genommen werden. Dadurch besteht zunehmend die Gefahr „eines völligen äußeren Desinteresses an rein internen afrikanischen Kriegen und des „Sich-selbst-Überlassens“ der lokalen Konfliktparteien.“ 3 Als Folge zahlreicher Bürgerkriege gilt Afrika im internationalen Vergleich als „Kontinent der Flüchtlinge“. Die Kriege, in erster Linie Bürgerkriege, stellen ein wichtiges Element der wesentlich komplexeren allgemeinen Entwicklungskrise Afrikas dar, auf die hier jedoch unter Berücksichtigung des Themas nicht näher eingegangen werden kann.
1 Aktuellen Schätzungen zufolge verringerte sich dieses Tempo bereits seit Ende der 80er Jahre. Als Ursache werden gesunkene Geburtenziffern in Nordafrika und im subsaharischen Afrika genannt.
2 Vgl. OPITZ, Peter J. (Hrsg.): Grundprobleme der Entwicklungsregionen. Der Süden an der Schwelle zum 21. Jahrhundert. München, 1997, Seite 121.
3 HOFMEIER, Rolf und MATTHIES, Volker (Hrsg.): Vergessene Kriege in Afrika. Göttingen, 1992, S. 12.
Arbeit zitieren:
Sonja Heinen, 1999, Afrika und Menschenrechte, München, GRIN Verlag GmbH
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