„Um offen zu sein, ich fürchte, ich bin nicht bei vollem Verstand. Mir scheint, ich sollte Euch kennen, und diesen Mann auch, doch ich bin im Zweifel; denn ich bin völlig im unklaren, was für ein Ort dies ist, und alle Kenntnis, die ich habe, erinnert sich nicht an diese Kleider; auch weiß ich nicht, wo ich letzte
Nacht gewohnt habe.“ 1
Inhaltsverzeichnis
1 Vorwort 3
2 Demenz im Allgemeinen 4
2.1 Was ist Demenz? 4
2.2 Erscheinungstypen 5
2.2.1 Primäre Demenzformen 5
2.2.2 Sekundäre Demenzformen 6
3 Díe Alzheimer-Krankheit 8
3.1 Zahlen und Statistiken 8
3.2 Krankheitsbild und deren Verlauf 8
3.3 Plaques und Fibrillenbündel 9
3.4 Der Entdecker Alois Alzheimer 11
3.4.1 Der Fall Auguste Deter 11
3.5 Geschlechtsspezifische Verteilung 13
4 Leben mit der Alzheimer-Krankheit 16
4.1 Das Leben des Erkrankten 16
4.1.1 Ein Fallbeispiel aus 3 Perspektiven 16
4.2 Umgang mit Alzheimer-Patienten 17
4.2.1 Betreuungsformen 18
5 Wissenschaft und Behandlung 20
5.1 Prävention 20
5.1.1 Präventionsansätze 20
5.1.2 Früherkennung und Diagnose 21
5.1.3 Maßnahmen im frühen Stadium 22
1
5.2 Behandlungsmethoden . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22 5.3 Perspektiven . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 23 6 Fazit 25
Abbildungsverzeichnis 27 Literaturverzeichnis 27
Hiermit erkläre ich, dass ich die vorliegende Arbeit selbständig und ohne fremde Hilfe verfasst, andere als die angegebenen Quellen nicht benutzt und die wörtlich und inhaltlich entnommenen Stellen der benutzen Quellen als solche kenntlich gemacht habe.
Wangen, den 9. Juni 2011.
Kapitel 1
Vorwort
Alzheimer ist eine der meistgefürchtetsten Alterskrankheiten. Laut einer Studie der DAK hat jeder zweite Deutsche Angst vor Alzheimer [20]. Fast jeder hat einen Betroffenen in der engeren oder weiteren Verwandtschaft, der uns die Krankheit drohend näher bringen kann. Wir sind uns bewusst, dass auch wir einmal alt werden Es ist eine weit verbreitete Meinung, dass nach der Diagnose Alzheimer das Leben nicht mehr Lebenswert ist. Für viele fällt hier die Vorstellung schwer, noch Jahre vor sich zu haben, die man Leben nennen kann. Nur wer klar denken kann, hat Freude am Leben, so ist die Meinung der meisten. Doch ist diese Krankheit wirklich so schlimm, wie sie wahrgenommen wird? Diese Frage stellte sich mir, als meine Großmutter an Demenz erkrankte. Mein Interesse, diese Krankheit besser zu verstehen, wuchs insbesondere durch das geringe Vorwissen, das ich über eine solch zentrale Krankheit hatte. Dabei stolperte ich oft über komplexe Fachliteratur, was für mich den Anschein erweckte, dass dieses Thema den Weg in die Gespräche der Allgemeinheit noch nicht gefunden hat. Daher will ich mit dieser Arbeit erreichen, dass das Wissen über diese Krankheit für Interessiertebeispielsweise Angehörige von Betroffenen - zugänglicher gemacht wird und sich ein jeder ein aussagekräftiges Bild über die Alzheimer-Krankheit machen kann.
3
Kapitel 2
Demenz im Allgemeinen
2.1 Was ist Demenz?
Der Begriff „Demenz“ kommt aus dem Lateinischen - „dementia“ (Mens = Verstand, de = abnehmend). Er bezeichnet mit einer Kombination von Symptomen eine Krankheit des Gehirns, bei der Nervenzellen geschädigt oder zerstört werden [3][S.1]. Betroffene erleiden den Verlust ihrer geistigen Leistungsfähigkeit, sowie „kognitiver, emotionaler und sozialer Fähigkeiten“ [21][S.7]. Eine Demenz ist nicht, wie häufig angenommen, nur eine Gedächtnissstörung, sondern bringt immer noch eine andere Störung mit sich. Als „dement“ wird angesehen, wer neben einer verminderten Gedächtnisleistung ein Defizit in einem folgender Bereiche entwickelt (nach [21][S.7]):
• Sprach-, Lese-, Rechen- und Lernfähigkeit,
• Ausführung motorischer Aktivitäten,
• Identifizierung und Wiedererkennung von Gegenständen,
• Orientierung und
• Exekutivfunktionen 1
Zudem ist sie nicht als eine mit dem wachsenden Alter einhergehende Begleiterscheinung, sondern als Krankheit zu bezeichnen. Sie gilt sogar als eine der „folgenschwersten Alterskrankheiten“ [7]. Demenz kann neben einer verminderten Motivation bis hin zur Veränderung der Persönlichkeit eines Betroffenen führen [7].
1 „Planen, Organisieren, Einhalten einer Reihenfolge, Abstrahieren, etc.“ [5]
4
2.2 Erscheinungstypen
Der Begriff Demenz beschreibt verschiedene Krankheitsbilder, die alle den Verlust von Gehirnleistung zur Folge haben. Eine Demenz kann auf Grund einer großen Anzahl verschiedener Demenz-Typen viele Ursachen haben. Aufgrund dieser Ursachen lässt sich die Demenz in zwei Grund-Typen einteilen - primär oder sekundär. Es folgt ein grober Überblick über einige Demenzformen neben der später ausführlich angesprochenen Alzheimer-Demenz:
2.2.1 Primäre Demenzformen
Primäre Demenzformen haben ihren Ursprung direkt im Gehirn. Es kommt zu einer Schädigung des Gehirns, ohne dass eine Ursache erkennbar ist [21][S.17]. Nach dem heutigen Stand sind die Schäden nicht reparabel [12]. Als primär bezeichnete Demenzformen sind:
Alzheimer
Alzheimer ist die häufigste Demenzform. Siehe Kapitel 3.
5
Lewy-Körperchen-Demenz
Es besteht eine große Ähnlichkeit zur Alzheimer-Demenz [12]. Allerdings treten die Symptome bei dieser Form schon früher und dabei stärker auf [23], nicht schleichend wie beim Alzheimer-Syndrom. Auslöser für die Lewy-Körperchen-Demenz sind Eiweißkörper-Ablagerungen, die das Gehirn partiell betreffen. Dies sind Lewy-Körperchen, benannt nach dem deutschen Neurologen Friedrich H. Lewy (1885-1850). Die Folgen einer Erkrankung dieser Form können „Antriebs und Initiativemangel, motorische Störungen, schwankende Aufmerksamkeit, Wahnvorstellungen, Sekundenohnmachten und ein versteifter Körper“ [21][S.17] sein.
Vaskuläre Demenz
Die „vaskuläre Demenz“, also gefäßbedingte Demenz ist „mit einem Anteil von etwa 15 bis 25 Prozent der Fälle“ [8] nach Alzheimer die zweithäufigst auftretende Form der Demenz. Der Verlauf dieser Form ist dadurch gekennzeichnet, dass die Krankheit nicht gleichmäßig fortschreitet, sich stattdessen zwischenzeitlich in Phasen stabilisert, bevor sie sich arythmisch verbreitet. Im Gegensatz zu den vorhergehenden Formen ist die VD dadurch gekennzeichnet, dass es zu einer Veränderung der Persönlichkeit des Betroffenen kommt. Somit ist die Folge nicht vordergründig eine Verschlechterung der Hirnleistung [9]. Ursache ist eine verminderte Nährstoffzufuhr, die auf Gefäßverengungen folgt [21][S.18].
Frontotemporale Demenz
Bei der „frontotemporalen Demenz“ sind Gedächtnisstörungen lediglich Spätfolgen. Charakteristisch sind Persönlichkeitsänderungen und Verhaltensstörungen. Mögliche Folgen können beispielsweise eine „emotional[e] Verflachung“ oder eine „vernachlässigte Körperpflege“ ’[21][S.18] sein. Diese Form ist schwer zu erkennen, da die Symptome eher psychischen Störungen ähneln, allem voran Manie und Schizophrenie [10]. Ursache hierbei sind absterbende Gehirnzellen im Stirn- und Schläfenbereich [21][S.18].
2.2.2 Sekundäre Demenzformen
Als Sekundär bezeichnet man Demenzen, die als Folge anderer Krankheiten entstehen [21][S.18]. Zu diesen Krankheiten können unter anderem infektiöse Erkrankungen, sowie „metabolische, toxische, und traumatische Ursachen“ [16][S.235] zählen. Zudem sollte im-
6
Arbeit zitieren:
Raphael Vogler, 2011, Das Leben mit der allgegenwärtigen Krankheit 'Alzheimer', München, GRIN Verlag GmbH
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