Inhaltsverzeichnis:
1. Zusammenfassung (3)
2. Einleitung (3)
3. These Bowers und Bekerian Zusammenfassung Loftus et al. (3 - 5)
3.1 Methodik Experiment (6 - 7)
3.2 Ergebnisse Experiment (7 - 8)
3.3 Diskussion Experiment (8 - 10)
4. Fazit (10)
5. Literaturverzeichnis (11)
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1. Zusammenfassung
In einem Experiment von Bowers und Bekerian (1984) wurde überprüft, ob Post Event Information (PEI), also Informationen, welche Zeugen nach einem Ereignis erhält, Zeugenaussagen verfälschen können. Hierzu bekamen 124 Studenten Dias von einem Verkehrsunfall gezeigt, gefolgt von einem Fragebogen mit zutreffender oder nicht zutreffender Information den Unfall betreffend. Die Fragen waren entweder der Reihenfolge der Dia-Präsentation entsprechend oder zufällig angeordnet. Danach sollten die Versuchspersonen die Dias in einem Rekognitionstest wieder erkennen, in dem die Testfragen entweder in korrekter oder zufälliger Reihenfolge präsentiert wurden. Die ursprüngliche Erinnerung wurde hierbei grundsätzlich von der PEI verfälscht. Ausnahmen gab es unter der Bedingung der zufälligen Reihenfolge der Fragebögen bei korrekter Testfragenreihenfolge. Im Folgenden wird dieses Experiment beschrieben, diskutiert und am Ende ein Fazit gezogen.
2. Einleitung
Diese schriftliche Ausarbeitung beschäftigt sich mit der Fragestellung, inwiefern Zeugenaussagen reliabel sind, da in den meisten Fällen einige Zeit zwischen dem Ereignis und der Befragung liegen und Zeugen in diesem Zeitraum häufig mit einer Fülle von neuen oder falschen Informationen konfrontiert sind. Zur Klärung dieser Frage wird auf ein Experiment von J. M. Bowers und D. A. Bekerian, (1984) zurückgegriffen, anhand dessen dargelegt werden konnte, dass Post Event Information (PEI) Zeugenaussagen beeinflussen und sogar verfälschen kann. In ihrem Experiment ging es darum, wann genau falsche Information das Gedächtnis eines Zeugen in Bezug auf das zu bezeugende Ereignis beeinflusst. Die Psychologen beschäftigten sich mit dieser Problematik, die sich generell bei Zeugenaussagen und Verhören ergeben kann. Ergebnis war, dass bewusste oder unbewusste Veränderungen der Informationen zwischen Ereignis und dem Zeitpunkt des Abrufs der Erinnerung eintreten können, welche dann die Aussage verfälschen.
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3. Zusammenfassung Loftus et al. (1978) und Thesen Bowers und
Bekerian (1984)
In der Zeit zwischen der Beobachtung eines Verbrechens und der Zeugenaussage kann ein Zeuge einer Reihe von für das Ereignis relevanten Informationen ausgesetzt sein. Hierzu wurde von den Psychologen Loftus, Miller und Burns (1978) ein Experiment durchgeführt, welches nahe legt, dass die Erinnerung von Zeugen drastisch von PEI beeinflusst sein kann. Das Experiment von 1978 bestand aus 3 Phasen. In der ersten Phase bekamen die Versuchspersonen eine Diaserie gezeigt, in denen ein Verkehrsunfalls wiedergegeben war. Im Anschluss wurden sie in der zweiten Phase schriftlich zu den Details des Vorfalls befragt, eine der Fragen diente dabei dem Zweck der Einführung von PEI in Form einer Leitfrage zu einem bestimmten Detail auf dem Dia. Für die Hälfte der Versuchspersonen war die PEI stimmig mit den auf den Dias gezeigten Informationen der ersten Phase des Experiments, für die andere Hälfte wurde die Information verändert. In der dritten und letzten Phase des Experiments wurde abschließend ein Forced-Choice Test (richtig|falsch) durchgeführt. Den Versuchspersonen wurden dabei Diapaare gezeigt und sie mussten entscheiden, welches Dia alt oder bereits in Phase 1 zu sehen war. Entscheidend in dieser Phase war, dass eines der Diapaare die PEI enthielt: Während auf dem einen der Dias die verfälschte Information zu sehen war, zeigte das Andere die Originalszenerie. Die Ergebnisse zeigten, dass beim Forced-Choice-Test 75% der Versuchspersonen, welche die stimmige PEI erhielten, das Originaldia aussuchten. Hingegen wählten 55% der Versuchspersonen, welche die verfälschte PEI erhalten hatten, das Dia, welches zur verfälschten Information passte. Diese Ergebnisse wurden von Bekerian und Bowers (1983) und Loftus (1979) repliziert und erweitert, wobei sich zwei unterschiedliche Positionen ergaben, wie sich die PEI genau auswirkt. Auf der einen Seite meinte Loftus, dass die PEI nicht übergangen werden kann (Loftus, 1979), da falsche PEI die Originalinformation ersetzt. Entweder muss die PEI verhindert werden oder der Zeuge muss im Vorfeld davor gewarnt werden. Bekerian und Bowers demgegenüber vertraten die Position, dass die PEI mit der Originalinformation koexistiert (Bekerian & Bowers, 1983). Alle Erinnerungen bleiben intakt, aber die PEI schafft eine neue Erinnerung neben der alten, es entstehen somit zwei verschiedene Erinnerungen.
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Arbeit zitieren:
Christian Schneider, 2011, When Will Postevent Information Distort Eyewitness Testimony?, München, GRIN Verlag GmbH
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