- III -
4 VPN-Protokolle 18
4.1 VPN der ISO/OSI-Schicht 2. 19
4.1.1 L2F: Layer-2-Forwarding Protocol 20
4.1.2 PPTP: Point-to-Point-Tunneling Protocol. 21
4.1.3 L2TP: Layer-2-Tunneling-Protokoll 22
4.1.4 L2Sec: Layer-2 Security Protocol 25
4.2 VPN der ISO/OSI-Schicht 3: Das IP-Security Protocol (IPSec) 25
4.3 VPN der höheren ISO/OSI-Schichten. 31
5 Kosten eines IP-VPN 31
6 Die Gegenwart und Zukunft von VPN-Lösungen. 34
Anhang VIII
Literaturverzeichnis XI
- IV - Abkürzungsverzeichnis
Autorisation Accounting
Abb. Abbildung EU Europäische Union
AH Authentication Header f. folgende
ATM Asynchronous Transfer FDDI Fibre Distributed Data
Mode Interface
bzw. beziehungsweise ff. fortfolgende
CHAP Challenge Handshake FR Frame Relay
Authentication Protocol
GByte Gigabyte
CN Corporate Network
CUG Closed User Group
DDV Datendirektverbindung
DFÜ Datenfernübertragung
DHCP Dynamic Host Control
Protocol
i.e.S. im engeren Sinne
DiffServ Differentiated Services
i.V.m. in Verbindung mit
DNIS Dialed Number Information
String IDEA International Data
Encryption Algorithm
DSA Digital Signature Algorithm
DSCP Differentiated Service Code
Point
IKE Internet Key Exchange
DSS Digital Signatur Standard
inkl. inklusive
DWDM Dense Wave Division
Multiplexing IP Internet Protocol
EAP Extensible Authentication IPSec Internet Protocol Security
Protocol
IPv4 Internet Protocol Version 4
engl. englisch
IPv6 Internet Protocol Version 6
ENX European Automotive
Network Exchange
- V -ISAKMP Internet Security Association o.g. oben genannt
and Key Management
ISDN Integrated Services Digital
ISO International Standards
PC Personal Computer Organization PKI Public Key Infrastructure ISP Internet Service Provider POP Point of Presence IT Informationstechnologie PPP Point-to-Point-Protocol ITSEC Information Technology
Security Evaluation Criteria
ITU-T International
Telecommunication Union
QoS Quality of Service
IuK Information und
RA Remote Access Kommunikation
kb/s Kilobit pro Sekunde
L2F Level 2 Forwarding
RFC Request for Comment
L2Sec Level 2 Security
RSA Rivest, Shamir, Adlemann
L2TP Level 2 Tunneling Protocol
RSVP Resource Reservation
Protocol LAC L2TP Access Concentrator S. Seite LAN Local Area Network s.o. siehe oben LCP Link Control Protocol SA Security Association LNS L2TP Network Server
MD4 Message Digest 4
MD5 Message Digest 5
MPPE Microsoft Point-to-Point
SigV Signaturverordnung Encryption SLA Service Level Agreements MS-CHAP Microsoft Challenge-Handshake Authentication
SPD Security Policy Database Protocol SPI Security Parameters Index NAT Network Adress Translation
- VI -SSL Secure Socket Layer
SSV Standardfestverbindung
Std. Stunden
TACACS Terminal Access Controller
Access Control System
TAN Transaktionsnummer
TCO Total Cost of Ownership
TCP Transmission Control
Protocol
TLS Transport Layer Security
TOS Type-of-Service
u.a. unter anderem
UDP User Datagram Protocol
vgl. vergleiche
VPN Virtual Privtate Network
z.B. zum Beispiel
- VII -
Abbildungsverzeichnis
Abb. 1: Verschiedene Einsatzbereiche von VPN
Abb. 2: Ein Vergleich der prognostizierten Entwicklung von Frame-Relay- und IP-VPN
(Quelle: The Yankee Group, 2001)
Abb. 3: Schema für informationstechnische Sicherheitsdienste.
Abb. 4: Dreistufige Authentifizierung mittels CHAP
Abb. 5: Die Priorität der Anforderung verschiedener Applikationen an die QoS.
Abb. 6: Die drei Tunneling-Modelle im Vergleich.
Abb. 7: L2TP-Paketaufbau.
Abb. 8: Prinzip eines L2TP-Tunnels, über den eine PPP-Verbindung vom PC-Endgerät
bis zum Gateway des Unternehmens aufgebaut wurde
Abb. 9: Paketaufbau mit IPSec
Abb. 10: Diffie-Hellmann-Schlüsselaustausch (Y H1 , Y H2 ) zwischen zwei Host-Systemen
(H1, H2) mit globalen Parametern (g, p) und geheimen Schlüsseln X H1 und X
Ermittelter Sitzungsschlüssel ist (K K H1 K H2 )
- 1 - 1Einleitung
Ohne Zweifel kann sicherlich gesagt werden, dass die Internationalisierung der Märkte stetig zunimmt. Diese Tendenz beeinflusst die Verflechtungsstärke der Unternehmen untereinander (vertikal und horizontal) als auch zwischen Unternehmensteilen. 1 Hinzu kommt der verstärkte Einsatz von verteilten Anwendungen 2 und die Bildung von Arbeitsgemeinschaften aus räumlich verteilt angesiedeltem Personal. 3 E inhergehend steigen die Anforderungen an die benötigten Kommunikationsmittel: Immer größere Datenmengen müssen in kürzerer Zeit weltweit schnell, flexibel und kostengünstig zwischen den Kommunikationspartnern ausgetauscht werden.
Um eine solche hochintegr ierte Kommunikationsstruktur zu erreichen, müssen die bislang nach außen abgeschotteten lokalen Netze der einzelnen
Kommunikationspartner, die ursprünglich zur gemeinsamen Nutzung zentraler Ressourcen und Zusammenarbeit lokaler Arbeitsgruppen angelegt wurden, miteinander verbunden werden. Einerseits stellt sich dabei die Frage der Sicherheit des Datenaustausches und andererseits die der dadurch entstehenden Kosten. 4 Eine Möglichkeit zur Optimierung der beiden Zielgrößen Sicherheit und Kosten i.V.m. den weiter oben genannten Anforderungen an Flexibilität und Performance stellt die Nutzung von so genannten VPN (Virtual Private Networks) dar.
Da es in der Literatur keine eindeutige Definition des Begriffs VPN gibt, soll an dieser Stelle als Arbeitsdefinition die Auslegung von Böhmer genutzt werden:
„Ein virtuelles privates Netz (VPN) ist ein Netz von logischen Verbindungen zur Übermittlung von privaten Daten/ Informationen bzw. Datenverkehr. Eine logische Verbindung ist eine Netzverbindung zwischen einem Sender und einem Empfänger, bei der der Weg der Informationen und die Bandbreite dynamisch zugewiesen werden.“ 5
1 Vgl. Böhmer, W. (2002), S. 3
2 Vgl. a Campo, M. (2001), S. 44
3 Vgl. Böhmer, W. (2002), S.
4 Vgl. Lienemann, G. (2002), S. 17
5 Böhmer, W. (2002), S.8
- 2 -Unter privatem Datenaustausch versteht Böhmer, dass Integrität und Vertraulichkeit der übertragenen Daten gewahrt bleiben. Nicht in die Definition aufgenommen hat Böhmer die Zugriffskontrolle und Authentifizierung als Bestandteil eines VPN, da er diese als systemimmanent ansieht. 6
Aufbauend auf der angeführten Definition werden in den nächsten Kapiteln zunächst Grundlagen und Einsatzgebiete von VPN erläutert. Daran anschließend folgen Anforderungen an die Technologie und deren Möglichkeiten zur Erfüllung. Abschließend folgen eine Kostenbetrachtung und Überlegungen zur weiteren Entwicklung von VPN.
2 VPN-Einsatzbereiche und mögliche Kommunikationsplattformen
Aus der o.g. Definition des Begriffs VPN geht hervor, dass zwei Kommunikationspartner über logische Verbindungen Daten austauschen. Die verschiedenen Kommunikationspartner und die zwischen ihnen möglichen Kombinationen sowie die daraus resultierenden spezifischen Anforderungen an das VPN werden in Kapitel 2.1 näher betrachtet. Dabei wird von der eigentlichen Kommunikationsplattform abstrahiert, da diese in Kapitel 2.2 in ihren Ausprägungsformen näher betrachtet wird.
2.1 Einsatzbereiche von VPN und ihre Anforderungen
Bereits in der Einleitung wurden die verschiedenen Einsatzbereiche für VPN angedeutet. Wie in Abb. 1 dargestellt, kann ein VPN als Intranet-VPN (z.B. zur Anbindung einer Filiale an die Firmenzentrale; auch: Site-to-Site-VPN), Extranet-VPN (z.B. zum Datenaustausch zwischen einem Unternehmen und seinem Zulieferer oder Kunden; auch: End-to-End-VPN) oder als Remote-Access-VPN (z.B. als Einwahlmöglichkeit eines reisenden Vertriebsmitarbeiters an das IKS der Firma oder die Anbindung von Heimarbeitsplätzen; auch: End-to-Site-VPN) aufgebaut werden. 7 Nicht in Abb. 1 dargestellt, aber ebenfalls möglich, ist der Aufbau eines VPN innerhalb eines lokalen Netzes, z.B. zum sicheren Austausch von sensiblen Daten zwischen den Mitgliedern der Geschäftsleitung.
6 Zu den Ausführungen dieses Absatzes vgl. Böhmer, W. (2002), S.8
7 Vgl. Lipp, M. (2001), S. 37 ff.
Kombinationen aus den oben genannten Anwendungsformen sind möglich, wodurch der Komplexitätsgrad der Installation jedoch steigt. Jede einzelne
Anwendungsmöglichkeit stellt besondere Anforderungen an das VPN.
2.1.1 Intranet-VPN
Ein Intranet-VPN dient lediglich der sicheren Übertragung von Daten zwischen zwei LAN-Standorten über ein unsicheres öffentliches Netz. Die Verschlüsselung der Daten ist also nur zwischen den VPN-Gateways/ Firewall-Systemen der beiden Standorte von Bedeutung. 9 Gleiches gilt für die Authentifizierung. Ein so aufgebautes VPN stellt also keine Anforderungen an die Clients eines jeden Standortes und bietet somit eine hohe Transparenz.
2.1.2 Extranet-VPN
Ein Extranet-VPN stellt hingegen erheblich höhere Anforderungen an die Clients. Hierzu stelle man sich die Kooperation der Forschungsabteilungen eines Automobilherstellers und seines Zulieferbetriebes vor (z.B. ENX: European Automotive Network Exchange). 10 Es reicht nicht mehr aus, die reine Datenübertragung
8 Böhmer, W. (2002), S. 212
9 Vgl. Hansen, H.R. (2001), S. 1270
10 Vgl. a Campo, M. (2001), S. 47
Arbeit zitieren:
Boris Milos, 2003, Aufbau von VPN (Virtual Private Networks) auf öffentlichen Netzen, München, GRIN Verlag GmbH
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