Inhaltsverzeichnis
Abk ürzungsverzeichnis. II
Abbildungsverzeichnis. II
Tabellenverzeichnis II
1 Aktuelle Vorgehensweise bei der Web-Site-Entwicklung. 1
2 Web Site Engineering als neue Disziplin in der Entwicklung webbasierter Systeme 1
2.1 Charakteristik webbasierter Systeme. 1
2.2 Die Disziplin des Web Site Engineering 2
2.2.1 Definition und Ziele. 2
2.2.2 Wesentliche Eigenschaften 2
3 Software-Engineering-Modelle und deren Anwendbarkeit im Web 3
3.1 Prüfung der Anwendbarkeit ausgewählter klassischer Vorgehensmodelle. 3
3.1.1 Das „klassische“ Wasserfallmodell 3
3.1.2 Das Spiralmodell. 4
3.1.3 Prototyping. 5
3.2 Anforderungen an Modelle für das Web Site Engineering 5
4 Der Overall Development Process als Vorgehensweise für erfolgreiches Web Site
Engineering. 6
4.1 Überblick über den Overall Development Process. 6
4.2 Die einzelnen Phasen und Tätigkeiten im Entwicklungsprozess 7
4.2.1 Kontextanalyse. 7
4.2.2 Produktmodell. 7
4.2.3 Prozeßmodell 8
4.2.3.1 Die Grundidee des WebComposition Process Model. 9
4.2.3.2 Das veränderte Wasserfallmodell 9
4.2.3.3 Spiralmodell und Prototyping. 10
4.2.4 Projektplan 10
4.2.5 Produktion/Entwicklung 10
4.2.6 Wartung und Pflege der Website 11
4.2.7 Projektmanagement, Dokumentation, Qualitätskontrolle und -sicherung 11
4.2.7.1 Projektmanagement 11
4.2.7.2 Dokumentation. 12
4.2.7.3 Qualitätskontrolle und -sicherung. 12
4.3 Bewertung. 13
5 Praxisbeispiele für erfolgreiche Website Entwicklung. 13
6 Fazit. 14
Literaturverzeichnis 15
I
Abkürzungsverzeichnis
c´t CGI HTML SGML SoftwareE SQL WCPM Web WebE Web Site Engineering
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Das Wasserfallmodell………………………………………………………… 3 Abbildung 2: Das Spiralmodell……………………………………………………………… 4 Abbildung 3: Der Overall Development Process……………………………………………. 6 Abbildung 4: Beispiel eines Produktmodells einer Website………………………………… 8 Abbildung 5: WebComposition Process Model………………………………....................... 9 Abbildung 6: Verändertes Wasserfallmodell……………………………………………….. 10
Tabellenverzeichnis
Tabelle 1: Beispielhafte Kosteneinflußgrößen für die Wartung einer Website........................11 Tabelle 2: Merkmale für die Qualität des Prozesses und des Produkts im WebE....................12
II
1 Aktuelle Vorgehensweise bei der Web-Site-Entwicklung
Zuerst wird implementiert, danach werden die Fragen gestellt. So chaotisch und unsystematisch, zumeist von einer einzigen Person durchgeführt, wurden in der Vergangenheit viele Projekte für die Entwicklung von Websites begonnen (Powell 1998, 33) 1 . Dies mag zu Beginn des Webs noch kein Problem gewesen sein. Heute verlagern sich aber immer mehr Transaktionen und Systeme von Unternehmen ins Web, so daß wir uns zunehmend auf diese Systeme verlassen, und daher sind die mit dieser Vorgehensweise verbundenen Sorgen über die Langzeit-Qualität und die Sicherheit solcher chaotisch und schlecht entwickelten Websites durchaus berechtigt (Murugesan et al. 1999, 1). Problematisch ist dies vor allem auch aufgrund der schnell wachsenden Komplexität und Größe webbasierter Systeme, die dadurch schnell nicht mehr zu managen sind (Powell 1998, 1). Aufgrund des rasanten Wachstums des Webs wird es in Zukunft immer wichtiger werden, qualitativ hochwertige Websites zu entwickeln, da mit zunehmender Anzahl an Websites die Konkurrenz steigt, und damit die Zahl der Ausweichmöglichkeiten für die User (Schweibenz/Thissen 2003, 15). Aus diesen Gründen wird in der Zukunft eine systematische Vorgehensweise, die nicht nur die Langzeitqualität von webbasierten Systemen sichert, sondern auch auf die Besonderheiten des neuen Mediums des Webs eingeht, immer wichtiger (Ginige/Murugesan 2001a, 1).
2 Web Site Engineering als neue Disziplin in der Entwicklung webbasierter Systeme
2.1 Charakteristik webbasierter Systeme
Die Eigenschaften webbasierter Systeme 2 begründen, warum sie so schwierig zu entwickeln sind, und warum sie sich von traditioneller Software unterscheiden. „In the Web environment the only constant is change“ (Murugesan 2000, 17). Veränderung ist eines der wichtigsten Merkmale einer Website. Sowohl der Inhalt, wie auch die Funktionalität webbasierter Systeme ändern sich über die Zeit. Dies bedeutet, daß das Management der Aktualisierung von Informationen und die Skalierbarkeit 3 besonders wichtig sind (Ginige, 1). Desweiteren hat ein webbasiertes System nicht nur unterstützende Funktion wie traditionelle Software, sondern ist teilweise das „virtuelle Unternehmen“ selbst, d. h. es präsentiert das Unternehmen nach außen (Schwickert 1997, 6). Das wichtigste Qualitätsmerkmal 4 einer Website ist die Usability 5 . Bevor die Benutzer über eine Website zu Kunden werden, machen sie Erfahrung mit der Usability der Website. Ist die Usability schlecht, finden sie die von ihnen gesuchten Informationen nicht und weichen auf eine andere Website aus (Schweibenz/Thissen 2003, 13 ff.). Zusätzlich ist die Gruppe der Benutzer im Web sehr heterogen, und meistens kaum vorhersehbar. Dies ergibt sich daraus, daß es im Web viele Nutzungsmöglichkeiten gibt, was aus
1 Die Gründe für diese auch heute noch häufig praktizierte Vorgehensweise, sind vor allem in dem Konkurrenzdruck und der damit verbundenen Eile, unbedingt im Web (World Wide Web) sein zu müssen, zu suchen. 2 Eine Website wird definiert als eine Software, deren Benutzungsoberfläche in einem Web Browser angezeigt wird (Balzert 2000, 546).
3 Skalierbarkeit ist die Möglichkeit, Funktionen- oder Benutzeranzahl in der Größe variieren zu können. 4 Weitere Qualitätsmerkmale einer Web Site sind Korrektheit, Testbarkeit, Wartbarkeit, sie muß portabel und skalierbar, wiederverwendbar, robust, zuverlässig und effizient sein (Powell 1998, 29). 5 Nach Schweibenz/Thissen (2003, 34) ist Usability das Ausmaß eines Produktes, in dem es von einem bestimmten Benutzer verwendet werden kann, um bestimmte Ziele in einem bestimmten Kontext effektiv, effizient und zufrieden stellend zu erreichen.
1
den vielen unterschiedlichen Funktionen einer Website resultiert. (Murugesan 2000, 10; Schweibenz/Thissen 2003, 63). Websites werden nicht nur von IT-Spezialisten erstellt, sondern von ganz verschiedenen Individuen mit unterschiedlichem Wissen und Fähigkeiten, die sich dazu befähigt fühlen (Murugesan 2000, 10; Schweibenz/Thissen 2003, 64) 6 . Der Inhalt und die Präsentation einer Website spielen eine besondere Rolle, da viele Websites bspw. Marketing-Funktionen erfüllen, bei denen diese Aspekte besonders wichtig sind. Dabei ist aber zu beachten, daß Websites die Brücke schlagen müssen, zwischen den kreativen Erfordernissen und der Robustheit und Funktionalität von Software. Denn wer interessiert sich z. B. für das Design von etwas, das gar nicht funktioniert? (Powell 1998, 22). Aus den hier aufgezeigten wichtigsten Merkmalen webbasierter Systeme, lassen sich die Unterschiede zu traditioneller Software erkennen. Daraus läßt sich ableiten, daß für das Website Engineering (WebE) neue Vorgehensweisen gefunden werden müssen, die am Software Engineering (SoftwareE) anknüpfen, und den genannten Charakteristiken einer Website Rechnung tragen.
2.2 Die Disziplin des Web Site Engineering
2.2.1 Definition und Ziele
Die aktuellen Probleme in der Website-Entwicklung, daß Systeme nicht die gewünschte Per-formance und Qualität liefern, die Entwicklung immer komplexer und schwerer zu managen wird, und Projekte im Zeitplan hinterher sind, werden sich langfristig, ohne eine systematische Vorgehensweise, immer mehr verstärken. Die sich neu entwickelnde Disziplin des WebE befaßt sich hiermit. WebE beschäftigt sich mit der Anwendung von grundlegenden wissenschaftlichen Entwicklungs- und Management-Prinzipien, um eine Annäherung an eine erfolgreiche Entwicklung, Einsatz, Verwendung und Wartung von qualitativ hochwertigen webbasierten Systemen und Anwendungen zu erreichen (Murugesan et al. 1999, 3). Das Ziel dabei ist es, das bestehende Chaos und die Probleme in der Entwicklung webbasierter Systeme unter Kontrolle zu bringen, die Risiken zu minimieren, die Wartung und Pflege zu vereinfachen, sowie die Qualität dieser Systeme langfristig zu sichern und zu verbessern.
2.2.2 Wesentliche Eigenschaften
Aufgrund der Charakteristik webbasierter Systeme 7 , hat die Disziplin des WebE zwangsläufig einen multidisziplinären Charakter. Früher konnten die Aufgaben des heutigen WebE vielleicht noch von der Person des Webmasters übernommen werden aber aufgrund der steigenden Komplexität der Systeme und der zunehmend erforderlichen Multidisziplinarität, wird es zunehmend nicht mehr möglich, sämtliche Aufgaben auf eine Person zu übertragen. Die Person des Webmasters übernimmt heute eher die Funktion des Managers des Teams, das die Website entwickelt (Powell 1998, 11). Außer den Aspekten aus der Informatik und Wirtschaftsinformatik, gehen weitere Aspekte aus verschiedenen Disziplinen ein. Dies können bspw. Erkenntnisse und Aspekte aus den Bereichen Marketing, Kommunikations- und Graphikdesign, Multimediaforschung, Software Engineering 8 (SoftwareE), Testen und Mo-
6 Wennman diese aber danach fragen würde, ob sie auch Software entwickeln, würden die meisten davon niemals ja sagen. 7 Vgl. Kapitel 2.1.
8 Software Engineering ist die ingenieurmäßige Vorgehensweise zur Entwicklung und Implementierung von Software und die ingenieurwissenschaftliche Disziplin, die sich mit Methoden und Verfahren zur Lösung mit den damit verbundenen Problemen befaßt (Balzert 2000, 35).
2
Arbeit zitieren:
Claudia Frommann, 2003, Web Site Engineering, München, GRIN Verlag GmbH
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