Theorie der Altenplanung
Inhaltsverzeichnis
1. EINLEITUNG 3
2. DEFINITION ALTENHILFEPLANUNG 4
3. DEMOGRAFISCHE ENTWICKLUNG 4
4. PLANUNGSANLÄSSE 4
5. GESCHICHTE 5
6. WELFARE-MIX 5
7. RECHTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN. 6
7.1. ALTENHILFE 6
7.2. PFLEGE 7
7.2.1. Rolle der Kommune in der Pflege 8
7.3. SGB XI AUF DEM PRÜFSTAND 9
8. INHALTE UND STANDARDS DER PLANUNG 9
9. ALLGEMEINES ZUM PLANUNGSPROZESS 10
10. PLANUNGSPROZESS 10
11. ZIELE KOMMUNALER ALTENHILFEPOLITIK 14
12. REFLEXION 15
LITERATUR 17
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1. Einleitung
Das Thema der Altenplanung gewinnt auf Grund des demografischen Wandels immer mehr an Bedeutung. In der vorliegenden Hausarbeit sollen daher, ausgehend von diesem Hintergrund, wesentliche Aspekte des Themas dargestellt werden. Dabei zunächst anzumerken, dass die Verwendung der Begriffe in der Literatur sehr unterschiedlich ist. Insbesondere in früheren Quellen kommt bei Begriffsbezeichnungen meistens der Begriff Hilfe vor - Altenhilfeplanung, Altenhilfepolitik. Neuere Dokumente dagegen verzichten auf diesen Hilfe- Begriff. 1 Die Verwendung dieser unterschiedlichen Varianten zeigt deutlich, welches Bild vom Alter und Altern vorliegt und wie die Umsetzung in der Praxis mit den Menschen aussieht. 2
Zunächst wird eine ausführliche Definition der Altenhilfeplanung vorgestellt, um einen Einstieg in das Thema und einen kurzen Überblick über den demografischen Wandel zu bieten, der aufzeigen soll, wie bedeutend das Thema Altenplanung (vor allem) in den letzten Jahren geworden ist. Der darauffolgende Abschnitt zeigt auf, dass es sich bei der Altenplanung nicht um ein Thema handelt, dass sich nur auf eine bestimmte Altersgruppe beschränkt, sondern dass es sich viel mehr durch viele Themenbereiche des öffentlichen Lebens zieht. Die Geschichte zeigt den Wandel der Altenhilfe, im Sinne von Fürsorge hin zur Selbst- und Mitverantwortlichkeit von älteren Menschen, die ihr Leben aktiv mitgestalten. Zu diesem Kapitel wird anschließend auf eine Perspektive eingegangen, die heute sehr verbreitet ist- der Welfare Mix.
Bevor es dann zur Umsetzung der Altenplanung geht, müssen die rechtlichen Rahmenbedingungen und die Zuständigkeiten der Kommunen und Ländern geklärt werden. Hier wird auf die zwei Bereiche Altenhilfe und Pflege eingegangen. Nachdem Inhalte und Standards der Altenplanung angesprochen wurden, wird im nächsten Schritt ausführlich auf den Planungsprozess eingegangen. In diesem Zusammenhang werden die Bereiche Bestandsaufnahme, Bedarfsanalyse, Zielentwicklung, Maßnahmen- und Umsetzungsplanung sowie Evaluation behandelt. Beachtet werden auch die unterschiedlichen Sichtweisen der Beteiligten.
Anschließend werden vier Ziele aufgezeigt, die durch die Altenplanung erreicht werden sollen und wie diese Ziele erreicht werden können.
1 Es wird in dieser Ausarbeitung- außer bei der Definition -der Begriff „Altenplanung“ verwendet.
2 Der Wandel in der Geschichte der Altenhilfe wird in Kapitel 5 aufgezeigt.
3
Den Abschluss der Ausarbeitung bildet eine Reflektion, in der die wesentlichen Aspekte des Themas kritisch reflektiert werden
2. Definition Altenhilfeplanung
„Die Altenhilfeplanung ist ein fester Bestandteil der kommunalen Sozialplanung und ein Instrument
zur Gestaltung kommunaler Altenpolitik. Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels zielt die
A. auf die Entwicklung einer an den Bedarfen und Bedürfnissen älterer Menschen ausgerichteten
Infrastruktur an Diensten und Einrichtungen und die altengerechte Ausgestaltung unterschiedlicher
Lebensbereiche. Vorrangige Themen der A. sind Gesundheit, Hilfe- und Pflegebedürftigkeit, Woh-
nen, Freizeit, Kommunikation usw. Kennzeichnend für die A. ist i.d.R. das Bestreben, die Beteiligung
und Mitwirkung älterer Menschen am Planungsgeschehen zu realisieren. Mit dem Pflegeversiche-
rungsgesetz ging eine Intensivierung der A. einher (…); andererseits war damit vielerorts eine Re-
duktion auf Pflegebedarfsplanung zu verzeichnen.“
(Burmeister 2002 in Bertelsmann Stiftung 2009)
3. Demografische Entwicklung
• Bedeutung der Altenplanung erschließt sich zum größten Teil aus der alternden Gesellschaft , vor allem die industrialisierten Länder
• immer mehr ältere und hochaltrige Menschen
• steigende Lebenserwartungen in mittlerem und höherem Alter
• Problem der sinkenden Geburtenrate
• steigenden Zuwanderung von jungen Fachkräften, kann der Geburtenrückgang nicht ausgleichen
Auch in der Politik und der Altenplanung stellen sich auf Grund der demografischen Entwicklung neue Herausforderungen: Wie können in der Zukunft Rentenzahlung ausreichend gewährleistet werden? Wie könne die Bedarfe an Pflege und Hilfe abgedeckt werden? Wie kann die wachsende Zahl an alten Menschen mit eingebunden werden? Welche Ressourcen und Fähigkeiten könne sie dazu beitragen? Wie entwickelt sich das Zusammenleben zwischen Jung und Alt?
4. Planungsanlässe
Da es sich bei Altenplanung um ein Querschnittsthema handelt, können die Anlässe sehr unterschiedlich sein. So kommt Altenplanung z.B. im Rahmen der Stadtentwicklung vor. Weitere Anlässe sind Konkreten Bauvorhaben (z.B. Betreutes Wohnen), Defi-
4
zite in der Kooperation von Diensten und Einrichtungen, Beschwerden der Fachwelt oder Skandale in den Medien, usw.
5. Geschichte
Die Wurzeln der Altenhilfe liegen im ausgehenden 19. Jahrhundert, das dominierende Verständnis war damals fürsorgerisch geprägt.
Nach dem 2. Weltkrieg entwickelte sich aus der Altenfürsorge die Altenhilfe. Mit der Einführung des Bundessozialhilfegesetztes trat neben die „traditionelle“ Fürsorge, die jetzt „Hilfe zum Lebensunterhalt“ genannt wurde, eine neue Hilfeart - die „Hilfen in besonderen Lebenslagen“.
Obwohl die Fürsorge jetzt Sozialhilfe hieß, blieb sie weiterhin Fürsorge. Nachdem man sich dann intensiv und kritisch mit den Defizitbildern des Alters ausei-nandergesetzt hatte, wurde die kommunale Altenhilfe einem grundlegenden Modernisierungsprozess unterworfen. Der aktive Alte wurde zum Leitbild der Arbeit mit und für ältere Menschen; gleichzeitig kam es zu einer neuen politischen Beteiligung älterer Menschen.
Aktuell wird das Paradigma der Freiheit, durch das Bild der Selbst- und Mitverantwortlichkeit ergänzt.
6. Welfare-Mix
Eine Perspektive, wie sie z.B. in Betreuungs- und Wohnformen vorkommt, ist der Welfare-Mix.
Neben dem Staat und dem Markt werden die primären Sozialnetze und der intermediäre 3 Bereich mit einbezogen. Jeder der 4 Bereiche hat unterschiedliche tragende Beweggründe (Motivationen) und unterschiedliche Vermittlungsinstanzen. (Vermerk: Eine ausführlichere Grafik befindet sich am Ende des Handouts)
3 Intermediär steht hier in Abgrenzung zum traditionellen Verständnis von Ehrenamt - da es in einem
institutionellen Rahmen stattfindet, spielen auch die anderen drei Bereiche eine mehr oder weniger große
Rolle
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Arbeit zitieren:
Julia Menzel, 2011, Theorie der Altenplanung, München, GRIN Verlag GmbH
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