Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung. 3
2. Hauptteil 4
2.1 Frühhöfische Rezeption der Candacis-Szenerie 4
2.2 Bedeutung der Minneszene. 5
2.2.1 Die sexual-evolutionäre Dimension 6
2.2.2 Alexandrinische Quellenherkunft als kerngedankliche
Adaption mesopotamischer Abstammung. 7
2.3 Kulturelle Analogien im Gilgamesch-Epos 9
3. Schlussbetrachtung 10
Quellen - und Literaturverzeichnis 12
Quellenverzeichnis. 12
Literaturverzeichnis 12
Literaturverzeichnis 12
2
1. Einleitung
Wir haben die Tempel der Griechen und der Arianer betreten, der Hethiter und Horiter, der Kanaaniter, Ägypter und Amoriter. Wir sind den Wegen gefolgt, die uns über Erdteile und Meere mehrere Jahrtausende rückwärts getragen haben. Und alle Gänge in 1 allen Tempeln haben uns zu einem einzigen Ursprung geführt: Sumer.
Dieses lakonische Zwischenfazit zieht die im letzten Jahr verstorbene Koryphäe typografischer Altertumsforschung Zecharia Sitchin in seinem Bestseller „The Twelth Planet“. Jenes Werk dient dieser als Ergebnis zweier schlafbefreiter Nächte unter Hinzuziehung extensiven Kaffeegenusses hervorgebrachten
Ausarbeitung als gedankliches Fundament. Zielorientiert verfolgt sie außerdem den Anspruch einer wissenschaftlichen Wertschöpfung um empirisch Neues zu initiieren statt einer bloßen, redundanten Nacherzählung monotoner Forschungsliteratur zu entsprechen. Besonders günstig stellt sich nämlich die Quellen- und Literaturlage dar - orientiert wird sich neben dem bereits angeführten Werk Sitchins selbstverständlich auch an „klassischer“ Sekundärliteratur, namentlich Hilkert Weddige mit seinem Standardwerk zur Einführung in die Germanistische Mediävistik, ebenso wie dem erst einmal deplatziert anmutenden Quellenzugriff des Engelschen Klassikers. Die entsprechende Auflistung der residualen Schriftwerke ist im Literaturverzeichnis einsehbar. Die Primärquelle 2 ist selbstredend der Alexanderroman des Pfaffen Lambrecht in seiner Straßburger Version von 1170. Die methodische Vorgehensweise gründet sich zum einen auf die üblich analytische Erörterung, welche insbesondere im ersten Teil zum Ausdruck kommt. Zum anderen basiert eine separate Erkenntnisgewinnung auf der kausaldialektischen Sprachkatalyse der Gegebenheiten hin zu einer Synthese scheinbar ambivalenter, unvereinbarer Ideologiekonstrukte. Um den auf zehn Reintextseiten beschränkten Rahmen dieser mannigfachen Thematik nicht zu überspannen, muss die Fragestellung bereits anfänglich explizit und wohlbegründet pointiert untersucht werden.
1 Sitchin, Zecharia: Der zwölfte Planet. Wann, wo, wie die ersten Astronauten eines anderen Planeten zur Erde kamen und den Homo Sapiens schufen, veränd. Neuaufl., Rottenburg 2003, S. 81.
2 Hier und im Folgenden zitiert nach: Pfaffe Lambrecht, Alexanderroman. Mittelhochdeutsch/Neuhochdeutsch. Herausgegeben, übersetzt und kommentiert von Elisabeth Lienert, Stuttgart 2007.
3
Zuvorderst wird dazu die materiell dekadente Illustration des Merovschen Hofes samt stereotyper Höfisierung hinsichtlich seiner partiellen Rolle als Avantgarde der epischen Großform des höfischen Romans herausgearbeitet. Nach einem additiv notwendigen (S-)Exkurs durch die von Morgan und Engels begründete sexual-(r)evolutionäre Ethnologie wird hierzu deren Relation zu Candacis beispielgebend ergründet, ehe die Schwerpunktsetzung der
religionsphilosophischen Kernabhandlung rund um die sogenannte „Minneszene“ mit einhergehender Untersuchung des Gilgamesch-Epos auf deren wahren Ursprung erfolgt. Im Schlussteil wird die geführte Analyse und ihre etwaig hervorgebrachten Ergebnisse mit aufkommenden, weiterführenden Fragen prägnant zusammengefasst. Schließlich soll zu einem geeigneten Zeitpunkt eine volkswirtschaftliche Exkursion in die Zinsproblematik und ihrer Adaption in der Alexanderdichtung gewagt werden.
2. Hauptteil
2.1 Frühhöfische Rezeption der Candacis-Szenerie
Alexander der Große erweitert mit seinem stets siegreichen Heer das makedonische Reich von Schlacht zu Schlacht und gelangt so zu den außergewöhnlichsten Ortschaften der ihm bekannten Welt. Als er die Stadt Meroves mit ihrer Königin Candacis erreicht, wird er zu ihr geladen. Die Erzählung vom Aufenthalt im Palast der Königin Candacis beginnt mit einer überraschend detailreichen Schilderung des Ortes. So steht ihr Palast auf dem Säulenfundament wertvollen Gesteins, dessen opulente Inneneinrichtung durch Elfenbeinschnitzereien, Edelsteinschmuck und anderen Prächtigkeiten nur vom Glanz des goldenen Palastdaches überstrahlt scheint (Vgl. V. 5880 ff.).
Hier stellt sich eingangs die Frage, weshalb eine solch koextensionale Beschreibung des räumlichen Ambientes in das Lamprechtsche Epos Einzug findet. Brummak entdeckt 3 an dieser Stelle Analogien zur mittelalterlichen Ausschmückung eines Herrschaftshofes, wodurch die anfängliche These der Vorläuferrolle des höfischen Romans eine erste Bestätigung erfährt. Dies wird
3 Vgl. Brummak, Jürgen: Die Darstellung des Orients in der deutschen Alexandergeschichte des Mittelalters, Berlin 1966, S. 126 ff.
4
Arbeit zitieren:
Tom Zeddies, 2011, Das Alexanderlied des Pfaffen Lamprecht in der Straßburger Version, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Formatvorlage (Microsoft Word) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Ha...
Für MS Word 2003 - Update 2010
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Formatvorlage (OpenOffice) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Hausar...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 35 Seiten
Formatvorlage / Vorlage zur Erstellung einer Diplomarbeit, Bachelorarb...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 15 Seiten
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit / Hausarbeit
Für MS Word 2007 - dotx
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Anleitung zum Erstellen schriftlicher Arbeiten: Der Aufbau einer wisse...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 20 Seiten
Erstellen einer schriftlichen Hausarbeit
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Hausarbeit, 14 Seiten
Grundtechniken wissenschaftlichen Arbeitens
Bibliografieren - Reden - Schr...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Skript, 46 Seiten
Ratgeber zur Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten. Diplomarbeiten - ...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 39 Seiten
Germanistik - Komparatistik, Vergleichende Literaturwissenschaft: Das Alexanderlied des Pfaffen Lamprecht in der Straßburger Version ist nun auf dem Buchmarkt erhältlich
Germanistik - Komparatistik, Vergleichende Literaturwissenschaft: neuer Titel erschienen: Das Alexanderlied des Pfaffen Lamprecht in der Straßburger Version
Tom Zeddies hat einen neuen Text hochgeladen
After Pushkin: Versions of the Poems of Alexander Sergeevich Pushkin b...
Elaine Feinstein, Alexander Sergeyevich Pushkin
Gottfried Von Strassburg and the Medieval Tristan Legend: Papers from ...
Roy Wisbey, Adrian Stevens
Lottringische Erklerung, vnd warhafftiger Bericht: Des Hochwürdigsten ...
Darinnen, gründlich zu ersehen...
Carl von Reifitz
0 Kommentare