Inhalt
1 Einleitung 2
2 Warum Logopädie in der beruflichen Bildung? 2
3 Grundlegendes zum Thema Stimme 5
4 Didaktische Herangehensweise aus berufspädagogischer Sicht. 9
4.1 Motivation der Schüler 10
5 Abschließende Betrachtung 11
6 Literaturverzeichnis 13
Logopädie in der beruflichen Bildung
1 Einleitung
Diese Ausarbeitung beschäftigt sich mit dem Thema „Logopädie in der Berufspädagogik“. Das erste Kapitell der Ausarbeitung beschäftigt sich mit der Frage:“ Warum Logopädie in der Berufspädagogik“. Dabei wird die Umgestaltung von Industrie und Handwerk betrachtet und versucht einen Ansatz zur Beantwortung der Frage zu geben.
Im zweiten Kapitell der Arbeit wird ein kleiner Einblick in die Theorie des Themas gewährt, der die grundlegenden Zusammenhänge zur Thematik Stimme vermitteln soll. Das dritte Kapitel beschäftigt sich mit der didaktischen Umsetzung der Thematik im Unterricht und im vierten Kapitell erfolgt eine abschließende persönliche Stellungnahme zur vorliegenden Thematik.
2 Warum Logopädie in der beruflichen Bildung?
Durch den u.a. immer größer werdenden Druck der Globalisierung ist die Industrie gezwungen worden, ihre alten Strukturen neu zu überdenken und zu modernisieren. Dabei taucht immer wieder, der durch japanische Einflüsse geprägte, Begriff „lean Production oder schlanken Produktion“ auf. Darunter ist die Verlagerung von Kompetenzen auf die wertschöpfende Ebene eines Unternehmens zu verstehen. Mit dem Satz „alle Kompetenzen der Werkstatt “ 1 kann dieses Phänomen mit deutschen Worten am besten beschrieben werden. Dieses Konzept beinhaltet die strickte Arbeitsteilung, wie sie im Taylerismus vorgesehen war, zu beenden und wieder mehrere Kompetenzen auf die produzierende ebene eines Unternehmens zu verlagern. Dadurch wird die Tätigkeit des Facharbeiters aufgewertet und gleichzeitig die Motivation der einzelnen Arbeiter gesteigert. Der Arbeiter muss, nach der Idee dieses Konzeptes, nicht nur über einen Produktionsprozess Kenntnisse besitzen, sondern im optimalen Fall soll er mit dem gesamten Produktionsprozess sowie auch mit dem Vertrieb der produzierten Waren vertraut sein.
Die Idee der „schlanken Produktion“ setzt also einen dauernden Wissenstransfer zwischen den einzelnen industriellen Arbeitern eines Produktionsprozesses voraus. Nicht die stupide
1 Vgl.: Petersen / Rauner: Evaluation und Weiterentwicklung der Rahmenlehrpläne des Landes Hessens Berufsfelder Metall- und Elektrotechnik, Abschlussbericht Dezember 1995
Von Dirk Landsiedel 2
Logopädie in der beruflichen Bildung
Verrichtung einer einzelnen Tätigkeit, sonder das Zusammenspiel von vielen speziellen Komponenten soll nun im Mittelpunkt des Arbeitsprozesses stehen.
Um den Wissenstransfer und Informationsaustausch zwischen den einzelnen Arbeitern zu gewährleisten, ist das wohl am häufigsten benutzte Medium die Sprache bzw. die Stimme Im modernen Produktionsprozess ist es also immer öfter nötig sich des Mediums Sprache und somit seiner Stimme zu bedienen. Für die Praxis des Arbeiters bedeutet dies, dass er seine Stimme effektiver und bewusster einsetzen muss.
Stellt man sich z.B. vor, dass Arbeiter in einer Werkhalle ständig gegen den Lärm der am Arbeitsprozess beteiligten Maschinen anreden müssen, so ist dies für die Stimme der Betroffenen nicht zuträglich. Gewisse Grundkenntnisse im logopädischen Bereich würden Stimmschäden vorbeugen und zu einem bewussteren Umgang mit dem Medium Stimme führen.
Der beste Ort um diese Grundkenntnisse zu vermitteln kann nur die Berufsschule sein. Deshalb kann es durchaus sinnvoll sein, für bestimmte Berufsgruppen, logopädische Inhalte in die berufliche Ausbildung aufzunehmen.
Im Bereich des Handwerks ist eine ähnliche Entwicklung im bezug auf eine schlanke Produktion zu beobachten, diese Entwicklung wird aber noch erheblich durch die Handwerksordnung erschwert 1 .
Zukünftige Entwicklungen könnten dahin gehen, dass nicht mehrere, sondern nur einer oder wenige alle Kompetenzen besitzen, die z.B. im Bereich der Haustechnik nötig sind um effizient arbeiten zu können.
Die Berufsbildung hat auf den Prozess der Aufhebung von hocharbeitsteiligen Betriebsstrukturen u.a. mit
reagiert 2 .
Von Dirk Landsiedel 3
Arbeit zitieren:
Dirk Landsiedel, 2002, Logopädie in der beruflichen Bildung, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Dirk Landsiedel hat den Text Logopädie in der beruflichen Bildung veröffentlicht
Dirk Landsiedel hat einen neuen Text hochgeladen
Welche Kosten und welchen Nutz...
Ursula Beicht, Elisabeth M. Krekel, Günter Walden
Beratung in Bildung, Beruf und Beschäftigung
Ursel Sickendiek, Frank Nestmann, Frank Engel, Vera Bamler
Professionalisierung in Österr...
Gertraud Diendorfer, Thomas Hellmuth, Patricia A. Hladschik
Berufliche Bildung - Innovation - soziale Integration / mit CD-ROM
Internationale Wettbewerbsfähi...
Georg Spöttl, Peter Kaune, Josef Rützel
Allgemeine und berufliche Bildung in Europa
Arbeitsprogramm zur Umsetzung ...
. Generaldirektion Bildung und Kultur, European Commission
Individuelle Förderplanung Berufliche Integration
Benachteiligte Jugendliche fin...
Barbara Koch, Johannes Kortenbusch
0 Kommentare