Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis
1.EINLEITUNG 1
2.AKTUELLE UND ALLGEMEINE SCHULDENSITUATION 2
3.HISTORISCHE GRÜNDE FÜR DIE ARMUT AFRIKAS 3
4.ENTWICKLUNGSHILFE UND GÜNSTIGE KREDITE - EIN SEGEN? 4
5.KORRUPTION IN ENTWICKLUNGSLÄNDERN AM BEISPIEL MOSAMBIKS 7
6.IST EIN SCHULDENERLASS ÜBERHAUPT ZU BEFÜRWORTEN? 9
7.GRAFIKEN 12
8.QUELLENVERZEICHNIS 13
Abkürzungsverzeichnis
IWF Internationaler Währungsfond
Subsahara-Afrika Die Staaten südlich der Sahara Wüste bis zum Äquator
BIP Bruttoinlandsprodukt
1.Einleitung
Wenn man an Afrika denkt, gehen einem direkt Bilder von verhungerten Kinder, Bürgerkriegen, Aids-Erkrankten Menschen und generell Armut durch den Kopf. Doch ist Afrika wirklich so „arm“ wie man denkt, sieht und hört? Und falls das so ist, stellt sich die Frage, wieso das eigentlich so ist. Wie haben diese Länder sich die ganze Zeit finanziert? Durch den IWF und die Weltbank? Wenn ja, wo ist das ganze Geld hin?
"Für mich entscheidet sich die Menschlichkeit unserer Welt am Schicksal Afrikas. Ist es nicht eine Frage der Selbstachtung Europas, sich - mit Blick auf unsere eigenen Fundamente, unsere Werte und Geschichte - in Afrika ehrlich und großzügig zu engagieren - ist das nicht eine Frage der Selbstachtung Europas?" Horst Köhler 1
Ist es nicht eine Frage der Selbstachtung Europas? Oder sind es doch Schuldgefühle? Fühlt man sich als Europäer schuldig für das jahrelange Leiden der Afrikaner? Nein, natürlich nicht! Aber genau diese Frage sollte man noch einmal überdenken.
Es gibt kaum einen Staat Subsahara-Afrikas der nicht verschuldet ist und an den Kreditzinsen untergeht. Wohin sind die vielen Kredite und Entwicklungshilfegelder geflossen? In dieser Seminararbeit gehe ich nur auf Afrika, insbesondere Zentralafrika, ein und versuche viele dieser Fragen zu beantworten. Dabei beachte ich auch religiöse und sozialethische Blickwinkel.
1 Reimer, Jule: „Köhler, Afrika und der Welthandel“, unter: http://www.radio.de/aktuell/1193945/ (abgerufen am
05. Juni 2011) 1
2.Aktuelle und allgemeine Schuldensituation
Bevor man über die Ursachen, Konsequenzen und eventuellen Lösungsansätze spricht, muss man sich erst einmal ein Bild von der momentanen Schuldensituation machen. In Afrika sind sehr viele Staaten hoch verschuldet. Anhand von vielen Statistiken kann man feststellen, dass drei afrikanische Länder zu den am meisten verschuldeten Ländern der Welt gehören. Momentan wird die Liste von Japan, aufgrund der schwierigen Lage, geführt. Nummer 2 dieser Statistik ist Simbabwe mit einer Staatsverschuldung von etwa 150% in Bezug auf den BIP. 1 In diesem Kapitel verwende ich bewusst nicht die bloße Menge an Schulden in Dollar, denn diese hat nicht viel zu sagen. Die USA beispielsweise haben auch einen riesigen Schuldenberg. 2 Der Unterschied zu einem afrikanischen Land besteht aber darin, dass die USA die größte Wirtschaftsmacht der Welt sind, also auch riesige Einnahmen haben, und, dass dort nicht einmal annähernd so viele Menschen in Armut leben wie in Afrika. 3 Genau deshalb benutzt man um Schulden zu zeigen, diese in Relation zum Bruttoinlandsprodukt oder zum Einkommen aus Exportgütern und Diensten.
Wenn man sich die Grafik 1 anschaut, sieht man die Länder mit dem geringsten Volkseinkommen pro Kopf. Man kann leicht erkennen, dass sehr viele afrikanische Länder dabei sind. Genauer gesagt sind es 18 von insgesamt 19 Ländern in der Statistik. Das ist natürlich eine erschreckende Zahl. Zum Vergleich verdient ein Mensch in Luxemburg im Durchschnitt etwa 43.940$ und in Deutschland 25.250$ pro Jahr. Ein Deutscher verdient also etwa 310 mal so viel wie ein Äthiopier im Jahr. Eine Person aus Luxemburg sogar etwa 530 mal soviel. Es ist fast unmöglich ist einen geeigneten Maßstab für das Diagramm zu finden und sowohl die afrikanischen Länder als auch Luxemburg und Deutschland zusammen auf ein Diagramm zu bekommen. Deshalb habe ich versucht diese Zahlen anhand von Brötchen, die sich der jeweilige Landsmann am Tag kaufen kann, darzustellen. Während ein Äthiopier sich pro Tag zwei 10 Cent teure Brötchen leisten kann, kann sich der Deutsche 620 Stück leisten. (Vgl. Grafik 2)
1 Central Intelligence Agency: The World Factbook”, unter: http://www.dradio.de/aktuell/1193945/ (abgerufen
am 28. Mai 2011)
2 Dönch, Uli: “Spiegel-In sechs Tagen sind die USA pleite”, unter:
http://www.focus.de/finanzen/doenchkolumne/staatsverschuldung-in-sechs-tagen-sind-die-usa-pleite_aid_625738.html (abgerufen am 29. Mai 2011)
3 “Arm und Reich”, unter: http://www.spiritaner.de/guf/armut.html (abgerufen am 29. Mai 2011)
2
Arbeit zitieren:
Caner Acikkol, 2011, Schuldenerlass für die Dritte Welt, München, GRIN Verlag GmbH
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