Die Kosten- und Leistungsrechnung in Niedersachsen Seite I
Inhaltsverzeichnis
ABBILDUNGSVERZEICHNIS II
1 EINLEITUNG 1
1.1 ZIELSETZUNG 1
1.2 GANG DER UNTERSUCHUNG 1
2 BUCHUNGSSYSTEMATIK 2
3 METHODEN UND STANDARDS 7
3.1 METHODENSTANDARDS 7
3.1.1 Verursacherprinzip 7
3.1.2 Leistungs- bzw. Erlösrechnung 7
3.1.3 Ressourcenverbrauchskonzept 7
3.1.4 Produktorientierte Budgetermittlung 7
3.2 KOSTENARTENRECHNUNG 8
3.2.1 Kontenplan und Kontenklassen 8
3.2.2 Kalkulatorische Erlöse und Kosten 8
3.2.3 Personalkosten 9
3.2.4 Anlagen und Abschreibungen - Bestände und Bewertung 9
3.3 KOSTENSTELLENRECHNUNG 11
3.3.1 Verrechnung von Mitarbeitern 11
3.3.2 Zentrale Kostenstellen 12
3.4 INTERNE LEISTUNGSVERRECHNUNG 12
3.4.1 Datenarten 12
3.4.2 Erfassen von Zeiten und Leistungen 13
3.5 KOSTENTRÄGERRECHNUNG 14
3.5.1 Kalkulationsverfahren 14
3.5.2 Kostenträgerstückrechnung 15
3.5.3 Kostenträgerzeitrechnung 15
4 SCHLUSSBETRACHTUNG 16
LITERATURVERZEICHNIS 17
Die Kosten- und Leistungsrechnung in Niedersachsen Seite
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 2.1 - Unterscheidungsmerkmale von Kostenrechnungssystemen
Abbildung 2.2 - Einführung der Prozesskostenrechnung
Abbildung 2.3 - Buchungssystematik - Basismodell
Abbildung 3.1 - Inhalt des Bestandsverzeichnisses
Abbildung 3.2 - Verrechnungsmodell
Abbildung 3.3 - Datenarten
Abbildung 3.4 - Schema Arbeitszeiterfassung
Abbildung 3 5 - Produktionsstrukturen und Kalkulationsverfahren
Die Kosten- und Leistungsrechnung in Niedersachsen Seite 1 von 20
1 Einleitung
Im Rahmen der Modernisierung der Landesverwaltung werden durch die Leistungsorientierte Haushaltswirtschaft Niedersachsen 1 neue Steuerungsinstrumente eingeführt. Das Ziel der umfassenden Veränderungen ist die leistungs- und ergebnisorientierte Steuerung sowie produktbezogene Aufgabenkritik einschließlich Kostenstrukturanalyse. Ein grundlegendes Element dafür ist die Erweiterung des kameralen Systems um kalkulatorische Größen.
1.1 Zielsetzung
In Anlehnung an die Ausführungen zur Leistungsorientierten Haushaltswirtschaft Niedersachsen soll nunmehr speziell das Konzept zur Kosten- und Leistungsrechnung näher vorgestellt werden.
1.2 Gang der Untersuchung
Im Wesentlichen werden die Veröffentlichungen des Niedersächsischen Finanzministeriums verwendet und deren Inhalt in komprimierter Form wiedergegeben. Erforderliche Begriffsbestimmungen erfolgen unter Rückgriff auf Literatur zur Kosten- und Leistungsrechnung.
1 Projekt LoHN.
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2 Buchungssystematik
In der Kosten- und Leistungsrechnung sind je nach Aufgabe und Funktion unterschiedliche Kostenrechnungssysteme bekannt. 2 Die Unterscheidung kann dabei auf dem Umfang der verrechneten Gemeinkosten, dem zeitlichen Bezug oder der Reaktion bei Veränderung der Ausbringungsmenge basieren. 3
Die Vollkostenrechnung unterscheidet sich von der Teilkostenrechnung dadurch, dass die gesamten Kosten vollständig auf die Kostenträger 5 verrechnet werden. 6 Die Vollkostenrechnung weist die Einzelkosten direkt und die
2 Vgl. Niedersächsisches Finanzministerium: KLR-Methodenkonzept, Version 3.0, Hannover, 2005, Online im Internet, Abgerufen am 01.09.2011, Von: http://www.mf.niedersachsen.de/download/1504, S. 23.
3 Vgl. Niedersächsisches Finanzministerium, a. a. O., S. 23.
4 Eigene Darstellung in Anlehnung an Niedersächsisches Finanzministerium, a. a. O., S. 23.
5 Die Bestimmung des Begriffs Kostenträger erfolgt im Rahmen der Ausführungen zur Kostenträgerrechnung unter Punkt 3.5.1 auf Seite 14 dieser Abhandlung.
6 Vgl. Kaesler, Clemens: Kosten- und Leistungsrechnung der Bilanzbuchhalter, 4. Auflage, Wiesbaden, 2011, Gabler Verlag / Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH, S. 14.
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zunächst auf Kostenstellen 7 gesammelten Gemeinkosten nach einem leistungsbezogenen oder pauschalen Verfahren den Kostenträgern zu. 8 Dagegen bleiben bei der Teilkostenrechnung Teile der Gemeinkosten als Reste der Kostenstelle bestehen. 9
Für die landesweite Budgetierung und Steuerung durch Produkte 10 ist es von besonderer Bedeutung, dass sämtliche Kosten und Leistungsbeziehungen - auchinterne und solche zwischen Behörden - abgebildet werden. 11 Daher wird die Anwendung der Vollkostenrechnung grundsätzlich empfohlen. 12 Die Anwendung der Teilkostenrechnung empfiehlt sich jedoch dann zur internen Steuerung einzelner Verwaltungsbereiche, wenn die Optimierung der Verwaltungsleistungen anhand von Deckungsbeiträgen 13 erfolgen soll. 14 Eine Kostenrechnung, die sich ausschließlich auf Istkosten 15 beschränkt, ist nur sehr eingeschränkt für Steuerungszwecke geeignet und dient eher der Nachkalkulation von Preisen. 16 Mit der Erweiterung um eine Plankostenrechnung werden dagegen die Analyse von Abweichungen zwischen Plankosten 17 und Istwerten sowie die Darstellung von Sollkosten 18 möglich. 19 Es werden Planverrechnungspreise kalkuliert, die als Sollkosten in der Istkostenrechnung ausgewiesen werden. 20 Für die Ermittlung von Leistungs-und Produktpreisen für jede Leistung 21 entlang der Wertschöpfungskette
7 Ist der Ort der Kostenentstehung (Vgl. Gabler Verlag: Gabler Wirtschaftslexikon, Stichwort: Kostenstelle, Online im Internet, Abgerufen am 03.09.2011, Von:
http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Archiv/634/kostenstelle-v5.html).
8 Vgl. Niedersächsisches Finanzministerium, a. a. O., S. 26.
9 Vgl. Niedersächsisches Finanzministerium, a. a. O., S. 24.
10 Unter Produkten versteht man ein Bündel von Leistungen (Vgl. Niedersächsisches Finanzministerium, a. a. O., S. 51 und 52).
11 Vgl. Niedersächsisches Finanzministerium, a. a. O., S. 24.
12 Vgl. Niedersächsisches Finanzministerium, a. a. O., S. 24.
13 Ist die Differenz zwischen Verkaufspreis und variablen Kosten (Vgl. Raupach, Björn/Stangenberg, Katrin: Doppik in der öffentlichen Verwaltung - Grundlagen Verfahrensweisen Einsatzgebiete, 2. Auflage, Wiesbaden, 2009, Gabler / GWV Fachverlage GmbH, S. 117).
14 Vgl. Niedersächsisches Finanzministerium, a. a. O., S. 24.
15 Die Grundlage dieser Kosten bilden der tatsächliche Verbrauch und der tatsächliche Preis (Vgl. Kaesler, a. a. O., S. 13).
16 Vgl. Niedersächsisches Finanzministerium, a. a. O., S. 25.
17 Sind die im Voraus geplanten Kosten (Vgl. Kaesler, a. a. O., S. 13).
18 Sind die an die Istbeschäftigung angepassten Kosten (Vgl. Kaesler, a. a. O., S. 146).
19 Vgl. Niedersächsisches Finanzministerium, a. a. O., S. 25.
20 Vgl. Niedersächsisches Finanzministerium, a. a. O., S. 25.
21 Leistungen sind das Ergebnis eines Prozesses (Vgl. Niedersächsisches Finanzministerium, a. a. O., S. 51 und 52).
Arbeit zitieren:
Diplom-Finanzwirt (FH) Michael Graf, 2011, Die Kosten- und Leistungsrechnung in Niedersachsen, München, GRIN Verlag GmbH
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