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Inhalt
1. Einleitung:
1.1 Entstehungsgrund und Standort der
Grundlegung zur Metaphysik der Sitten
1.2 Zielsetzung der Arbeit
2. Abklärung wesentlicher Begriffe:
2.1 Der gute Wille
als Voraussetzung für moralisches Handeln
2.2 Teleologische Bestimmung der Natur und in ihr:
Der Mensch als Vernunftwesen
2.3 Der Pflichtbegriff Kants
2.4 Maximen als Handlungsanweisungen der Vernunft
3. Die Imperative
3.1 Das praktische Vernunftvermögen
3.2 Hypothetische und kategorische Imperative
3.3 Die Formeln des kategorischen Imperativs
3.4 Begründung des kategorischen Imperativs
4. Literaturverzeichnis
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1. Einleitung:
Entstehungsgrund und Standort der GMS 1 1.1
Im Rahmen der kritischen Schriften Kants folgte nach seinem Werk: Kritik der reinen Vernunft (1781) eine Kritik der praktischen Vernunft (1788). Als deren Vorläufer und Fundament zugleich betrachtet Kant die Grundlegung, die er voranschickt, einmal um sie einem breiterem Publikum zugänglich zu machen, zum anderen, weil er klarstellen wollte, dass es zur Beurteilung von Moral objektiver Kriterien bedarf, die allein in der Vernunft aufzufinden seien.
Obgleich, wie Kant sagt, bereits der gesunde Menschenverstand imstande sei zu beurteilen, ob eine Handlung gut ist, bedürfe es der Philosophie, um mit Sicherheit zu entscheiden, dass die Vernunft ihre eigenen Prinzipien auch tatsächlich anwendet, da die Natur des Menschen bestrebt ist, diese zu umgehen.
Wie und in welcher Weise wird der Wille durch Vernunft bestimmt? Wenn es sich um Fragen der Moralität handelt, kann dies nur durch Gründe a priori, also vor aller Erfahrung, unabhängig von anthropologischen Voraussetzungen, ja, selbst jenseits der Motivation durch Religion geschehen, so Kant.
Vor aller Erfahrung aber ist Metaphysik. Das Anliegen Kants ist es, eine Moralphilosophie zu begründen, die die Gesetze der Sittlichkeit auf ihre metaphysischen Anfangsgründe zurückführt. Indem die Grundlegung die Bedingungen eines möglichen reinen Willens unter der Idee der Freiheit des Handelns untersucht, ist sie Wegbereiter für diese Aufgabe.
1 Grundlegung zur Metaphysik der Sitten.
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1.2 Zielsetzung der Arbeit
In einem vorbereitenden Teil wurde der Standort der Grundlegung im Rahmen der kritischen Schriften Kants benannt. Im Folgenden sollen zunächst wesentliche Begriffe der Ethik Kants besprochen werden, bevor im Hauptteil ausführlich auf die Imperative eingegangen wird, die Formeln des kategorischen Imperativs entwickelt und seine logischen Voraussetzungen erörtert werden.
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2. Abklärung wesentlicher Begriffe 2.1 Der gute Wille als Voraussetzung für moralisches Handeln „Es ist überall nichts in der Welt, ja überhaupt auch außerhalb derselben zu denken möglich, was ohne Einschränkung für gut gehalten werden könnte, als allein ein guter Wille.“ 2 Mit diesem etwas pathetischen Ausspruch beginnt Kant seine Ausführungen zur Grundlegung einer Metaphysik der Sitten. Der Wille, der als frei gedacht wird, ist die Voraussetzung von Sittlichkeit, wie Kant sie in seiner deontologischen Ethik entwickelt. Wie kommt Kant zu der Bestimmung des Willens als eines freien Willens? In welchem Verhältnis stehen die Freiheit des Menschen und seine Abhängigkeit von Naturgesetzen? Welche Voraussetzungen sind erforderlich, damit der Wille sich zu moralischem Handeln bestimmt, ist doch die Schwäche des Menschen, gegen seine moralischen Prinzipien zu „vernünfteln“ 3 nur allzu bekannt? Wie kann man sich die Grundsätze vorstellen, die Kant kategorische Imperative nennt, und die nach seiner Meinung genuin im Menschen als Vernunftwesen verankert sind?
2.1 Teleologische Bestimmung der Natur und in ihr:
Der Mensch als Vernunftwesen
Kant geht von einer teleologischen Bestimmung der Natur, auch der des Menschen aus. Das bedeutet, dass diese nach optimalen Bedingungen organisiert ist. Ebenso hält er für unbestritten, dass das oberste Ziel aller Menschen das Streben nach Glückseligkeit ist. 4 Vernunft aber ist das, was uns im Reiche der Natur von den Tieren unterscheidet, was uns über unse- 2 Kant:GMS, S. 28.
3 Ebd., S. 45.
4 Vgl. Kant: Kritik der praktischen Vernunft, S. 45.
Arbeit zitieren:
Dr. Anne Meinberg, 2003, Der kategorische Imperativ in Kants „Grundlegung zur Metaphysik der Sitten“, München, GRIN Verlag GmbH
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