Inhaltsverzeichnis
Einleitung 3
1 Begriffsklärung 4
1.1 Inklusion 4
1.2 Inklusion versus Integration 4
1.3 Diversity in der Pädagogik 5
2 Vielfältigkeit 5
2.1 Theorien Integrativer Pädagogik 6
2.2 Diversity Management 8
2.3 Inklusive Pädagogik und Diversity Management 9
3 Praktische Relevanz für die Pädagogik. 10
3.1 Theoretische Betrachtung 10
3.2 Ausblick in die Praxis 11
3.3 „Jeder ist willkommen “ 13
4 Fazit 14
Anhang 15
Literatur 16
Quellen 17
Quellen 17
Quellen 17
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Einleitung
Die Bedeutung eines bewussten Umgangs mit Heterogenität im Bereich frühkindlicher Bildung und Erziehung wächst dahingehend, dass die Kindergärten und Tagesstätten mittels zahlreichen Angeboten der menschlichen Vielfalt Rechnung tragen wollen. Unterschiedliche Dimensionen von Heterogenität werden im Konzept der Inklusion berücksichtigt. Daneben tritt die Idee des „Diversity Managements“ in den Fokus erziehungswissenschaftlicher Debatten. Die Frage hierbei ist es, ob das Facettenreichtum beider Ansätze - der Inklusiven Pädagogik und dem Diversity Management - sich miteinander verbinden lässt und ob die Idee des Diversity Managements eine Bereicherung für die Konzepte frühkindlicher Erziehung und Bildung ist. Die Unterschiede menschlicher Vielfalt und die zunehmende Heterogenität im Rahmen der gesellschaftlichen Pluralisierung spielen natürlich auch im Bereich frühkindlicher Erziehung und Bildung eine Rolle. Mädchen und Jungen unterschiedlicher Herkunft, mit verschiedenartigen Bedürfnissen, Interessen und Begabungen besuchen z.B. den gleichen Kindergarten und wachsen dennoch in differenzierten sozialen Bedingungen auf. Der Gedanke der Inklusion hat im Bereich der frühkindlichen Erziehung und Bildung dahingehend ein bedeutende Position, als dass es eine Pädagogik umzusetzen gilt, die alle Kinder als Mitglied einer heterogenen Gruppe ansieht und deren Orientierung die Bedürfnisse und Potenziale aller sind. Der Begriff Diversity tritt mehrfach in den Vordergrund erziehungswissenschaftlicher Debatten. Ursprünglich hat das Konzept des Diversity Managements seinen Verwendungszusammenhang in der nordamerikanischen Betriebswirtschaft. Auch hierbei ist die Vielfalt ein positiv bewerteter Aspekt. Strittig scheint jedoch, auf welcher Ansicht von Vielfalt das Konzept der inklusiven Pädagogik basiert und inwieweit das Vielfaltsverständnis des Diversity Managements damit verbunden werden kann. Im Zentrum dieser Arbeit steht demnach die Frage: Lassen sich die Konzepte der inklusiven Pädagogik und des Diversity Managements bezüglich frühkindlicher Erziehung miteinander verbinden? Dieser Fragestellung soll im Folgenden nachgegangen werden. Dabei werde ich zunächst Begriffsklärungen zur Inklusion und Integration sowie zu Diversity vornehmen. Zudem möchte ich erläutern, wie Vielfalt und Differenz in der inklusiven Pädagogik verstanden werden, um im Anschluss das Diversity Management näher zu erläutern. Inwiefern die Debatte um die inklusive Erziehung und Bildung für alle Kinder durch das Konzept des Diversity Managements bereichert werden kann, soll abschließend skizziert werden.
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1 Begriffsklärung
Im Folgenden werden Begriffsdefinitionen zu Inklusion bzw. der Unterscheidung von Inklusion und Integration vorgenommen. Zudem wird eine Auffassung von Diversity in der Pädagogik dargestellt.
1.1 Inklusion
Andreas Hinz definiert den Ansatz der Inklusion als "...allgemeinpädagogische[n] Ansatz, der auf der Basis von Bürgerrechten argumentiert, sich gegen jede gesellschaftliche Marginalisierung wendet und somit allen Menschen das gleiche volle Recht auf individuelle Entwicklung und soziale Teilhabe ungeachtet ihrer persönlichen Unterstützungsbedürfnisse zugesichert sehen will. Für den Bildungsbereich bedeutet dies einen uneingeschränkten Zugang und die unbedingte Zugehörigkeit zu allgemeinen Kindergärten und Schulen des sozialen Umfeldes, die vor der Aufgabe stehen, den individuellen Bedürfnissen aller zu entsprechen - und damit wird dem Verständnis der Inklusion entsprechend jeder Mensch als selbstverständliches Mitglied der Gemeinschaft anerkannt." (Hinz 2006: 97f.).
1.2 Inklusion versus Integration
Begriffliche und konzeptionelle Unterschiede bestehen zwischen der integrativen und der inklusiven Pädagogik besonders in Bezug auf die Wahrnehmung der Separation von Kindern. Sowohl die integrative, als auch die inklusive Pädagogik streben eingliedernde Verhältnisse an und das Recht, dass alle Kinder unabhängig von ihren Fähigkeiten oder Beeinträchtigungen sowie von ihrer ethnischen, kulturellen oder sozialen Herkunft gemeinsam betreut werden. Kritisch anzumerken ist, dass sich häufig in der Realität der Integrationspädagogik die Unterscheidung von Kindern „mit sonderpädagogischem Förderbedarf“ und die „ohne sonderpädagogischen Förderbedarf“ etabliert hat. Die Inklusion hingegen beruft sich auf die Menschenrechte und fordert, dass Tageseinrichtungen den Bedürfnissen der Gesamtheit gewachsen sein sollen, so dass kein Kind ausgesondert werden kann, aufgrund mangelnder Entsprechung. Dabei sollen gemeinsame Erziehungs- und Bildungsbedürfnisse, die von der Mehrheit geteilt werden Berücksichtigung finden, aber auch individuelle Bedürfnisse, für deren Befriedigung der Einsatz spezieller Mittel und Methoden sinnvoll sein kann. Den Unterschied zwischen beiden genannten Konzepten stellt Walter Krög dar : „Ist mit Integration die Eingliederung von bisher ausgesonderten Personen gemeint, so will Inklusion die Verschiedenheit im Gemeinsamen anerkennen, d.h., der Individualität und den Bedürfnissen aller Menschen Rechnung tragen. Die Menschen werden in diesem Konzept nicht mehr in Gruppen (z.B. hochbegabt, behindert, anderssprachig...) eingeteilt. Während im Begriff Integration
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noch ein vorausgegangener gesellschaftlicher Ausschluss mitschwingt, bedeutet Inklusion Mitbestimmung und Mitgestaltung für alle Menschen ohne Ausnahme. Inklusion beinhaltet die Vision einer Gesellschaft, in der alle Mitglieder in allen Bereichen selbstverständlich teilnehmen können und die Bedürfnisse aller Mitglieder ebenso selbstverständlich berücksichtigt werden. Inklusion bedeutet davon auszugehen, dass alle Menschen unterschiedlich sind und dass jede Person mitgestalten und mitbestimmen darf. Es soll nicht darum gehen, bestimmte Gruppen an die Gesellschaft anzupassen.“ (Krög 2005). In Anbetracht der vorangegangen Ausführungen soll im Verlauf der Arbeit der Inklusionsbegriff vornehmlich verwendet werden.
1.3 Diversity in der Pädagogik
Das Anerkennen von Differenzen bzw. Differenzlinien, das Finden von Gemeinsamkeiten und deren Nutzung als Ressource sind Aspekte des Diversity Ansatzes in pädagogischen Arbeitsfeldern. Ziel dieses Ansatzes ist es nicht nur auf die Vielfalt der Differenzlinien und die Heterogenität von Identitäten aufmerksam zu machen, sondern auch die Verknüpfungen mit Fragen von Macht und Abhängigkeit ins Bewusstsein zu rücken. Der Diversity Ansatz stellt zudem eine Weiterentwicklung antirassistischer und interkultureller Pädagogik dar, die es möglich macht Annahmen über die Bedeutung kultureller Zugehörigkeiten und Unterschiede kritisch zu dekonstruieren, indem auf die Mehrdimensionalität der Kontexte hingewiesen wird, in denen individuelle Identitätsbildung und Lebenspraxis situiert ist. So soll ein selbstreflexiver Umgang mit eigenen Identitätskonstruktionen, sozialen und kulturellen Einbettungen sowie deren Verschränkung mit Dominanz- und Unterordnungsstrukturen ermöglichen werden(vgl.Benbrahim 2008 URL: http://www.migrationboell.de/web/diversity/48_1578.asp [Stand: 22.02.2011] ).
2 Vielfältigkeit
Im Nachfolgenden werden Theorien der Vielfältigkeit dargestellt. Dabei wird zunächst auf die Theorien der integrativen Pädagogik Bezug genommen, da diese zum Verständnis der Theorie der inklusiven Pädagogik notwendig sind. Zudem wird auf das Konzept des Diversity Managements eingegangen und in Verbindung mit der inklusiven Pädagogik gebracht.
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Arbeit zitieren:
Julia Böhm, 2011, Inklusion und Diversity Management in der Pädagogik, München, GRIN Verlag GmbH
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