VORWORT
Die Suche nach einem zu mir passenden Thema der Abschlussarbeit zur Psychologischen Beraterin begann bereits im Sommer 2009, bald nach Beginn des Fernstudienlehrgangs. Mein bestehendes Interesse an den Spiegelneuronen, bereits 2007 durch das Buch von Joachim Bauer „Warum ich fühle, was du fühlst“ geweckt, stellte sich bald in den Mittelpunkt dieses Findungsprozesses, wobei das erste Vorhaben, ihre Funktion aus der Sicht zwischenmenschlicher Beziehungen zu beschreiben, im Bestreben, das Thema einzugrenzen, mehr und mehr Kontur verlor. Die Fülle der Sichtweisen auf die Vielzahl menschlicher Beziehungsformen (z. B. Mutter-Kind / männlich-weiblich) bewirkte in mir eine Art Leerlauf.
Die Anregung, die Spiegelneuronen aus dem Blickwinkel des Lernens zu untersuchen, brachte Spannung und Motivation ins Geschehen. Wobei die Komik gelang! War doch gerade der Studienbrief Nummer 6 zum Thema Lernen derjenige, durch den ich mich während des Studiums mehr schlecht als recht und mit wenig Erfolg und wahrem Verstehen hindurchgebissen hatte.
Nun bot ich mir anhand meines Interesses an den Spiegelneuronen selbst eine neue Herangehensweise an das Thema Lernen. Und siehe da, es begeisterte mich. Um Lernen im Zusammenhang mit der beruflichen Zukunft als Psychologische Beraterin neu betrachten zu können, bot sich die Entdeckung der Spiegelneuronen und deren Folgen geradezu an. Das wurde während der Ausarbeitung immer deutlicher. Die Entdeckungen der Plastizität des Gehirns, des damit einhergehenden lebenslangen Lernens, der Untrennbarkeit von Kognition und Emotion und der daraus folgernden Erkenntnisse bezüglich Lernen bieten fundamentale Orientierung im Umgang mit Menschen, sowohl jungen als auch älter werdenden, die ihr Wissen von der Welt und von sich selbst ausbilden wollen.
Lernen auf die Sicht der Spiegelneuronen zu beschränken fördert natürlicherweise eine einseitige Perspektive auf das weite Spektrum Lernen. Meiner Ausarbeitung liegt diese Beschränkung zugrunde und lässt andere Lernbereiche bewusst außen vor. Die Vielzahl und Unterschiedlichkeit der Medien, die ich für diese Arbeit fand und
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nutzte, bot außer den gesuchten Inhalten die für mich passende Motivation. Ausgehend von oben genanntem Buch des Neurologen, Psychotherapeuten und Mediziners Joachim Bauer und dessen Literaturangaben begann sich in mir und um mich herum ein Netz von Fakten, Wissen und Bildern zu weben, das immer dichter wurde.
Spannende Vorträge von Hirnforschern auf DVD und CD, Internetartikel und unterschiedliche Bücher säumten bereits den Entwicklungsweg der Fragestellungen und der vorläufigen Gliederung bis hin zur Ausarbeitung. Diese Vielfalt bot mir reichlich Nahrung für den Blick auf das Wunder Gehirn. Dabei habe ich mir entgegen den Vorgaben erlaubt, die Nennung der DVD- und Internet-Quellen im laufenden Text kürzer zu halten und weise bereits hier auf die vollständige Literaturangaben im DVD-und www.-Anhang hin. Die teilweise unglaubliche Länge der Angaben hätten den Lesefluss deutlich gestört.
Meine Recherchen ergaben, dass für die Pluralbildung des Substantivs „Spiegelneuron“ sowohl Spiegelneurone als auch Spiegelneuronen zulässig ist. Ich bediene mich der letzteren, Spiegelneuronen.
Ich verwende in dieser wissenschaftlich orientierten Arbeit, wo immer es mir möglich ist, eine bilderreiche und verständliche Sprache. Die Kapitel sind in kurze Unterkapitel geteilt, die sowohl die Übersichtlichkeit als auch die leichte Lesbarkeit der Texte fördert. Aufgrund dessen ist das Inhaltsverzeichnis umfangreich. Nach dem Abkürzungsverzeichnis füge ich ein Namensverzeichnis ein von Vertretern der Hirnforschung, die mir bei meinen Recherchen begegnet sind. Die Ausführungen des 2. Kapitels lehnen sich an den Studienbrief 6 des Fernstudiums zur Psychologischen Beraterin an, das als türöffnender Einstieg dem gewählten Thema dient und nur ein kurzer und damit oberflächlich bleibender Überblick einiger Lerntheorien darstellt. Auch Inhalte des Kapitels Lernen und Gedächtnis stammen aus dem 6. Studienbrief dieses Fernstudiums. Ähnlich fragmentarisch fällt Kapitel 7 „Wenn Spiegelungen nicht (mehr) stattfinden“ aus. Es dient als Hinweis, da mich diese Blickrichtung sehr beschäftigte.
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Die Fülle des Materials wob in mir eine sehr spezielle Welt. Die Ausarbeitung der Inhalte eröffnete mir Räume, in denen ich mich über viele Monate immer häufiger aufhielt und die mich eintauchen ließen in vorhandenes Wissen, modernes und über die Jahrhunderte gewachsenes. Meine Lust an Sprache und Schreiben kam voll auf ihre Kosten und es war sehr spannend, dieses bereits alles Gedachte und Erforschte zu sammeln, zu durchforsten und dem so Gefundenen eigenes Leben einzuhauchen. Auch jetzt, am Ende der Arbeit, begeistert mich mein Tun und das Gelingen. Vor Kurzem hörte ich in einer Weiterbildung Worte von dem französischen Philosophen Jean-Luc Nancy, die er 2005 gesagt haben soll: „Dekonstruieren bedeutet, … eine Zusammenfügung lockern, ihr Spielraum geben, um zwischen den Teilen dieser Zusammenfügung eine Möglichkeit spielen zu lassen, von der sie herkommt, die sie als Zusammenfügung jedoch zudeckt.“ In diesem Sinne erarbeitete ich mir das vorliegende Thema: Faszination Lernen - die Rolle der Spiegelneuronen.
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ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS i. d. R. = in der Regel s. A. = siehe Anhang u. a. = unter anderem / und andere usw. = und so weiter z. B. = zum Beispiel
NAMENSVERZEICHNIS
Bauer, Joachim - Mediziner, Neurobiologe, Psychotherapeut, Universität Freiburg Gallese, Vittorio - Professor für Neurophysiologie an der Universität Parma Giacomo, Rizzolatti - Professor für Physiologie an der Universität Parma. Hüther, Gerald - Professor für Neurobiologe, Leiter der Zentralstelle für Neurobiologische Präventionsforschung - Univ. Göttingen, Mannheim, Heidelberg Iacoboni, Marco - Neurologe, Professor für biologische Verhaltenswissenschaften an der University of California in Los Angeles
Kandel, Eric - amerikanischer Neurowissenschaftler, Nobelpreis für Physiologie oder Medizin 2000
Kast, Bas - Wissenschaftsjournalist, Studium der Psychologie und Biologie Roth, Gerhard - Biologe und Hirnforscher, Professor für Verhaltensphysiologie an der Universität Bremen
Spitzer, Manfred - Psychiater, Psychologe, ärztlicher Direktor der Psychiatrischen Universitätsklinik in Ulm
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INHALTSVERZEICHNIS
VORWORT 2
ABB ÜRZUNGSVERZEICHNIS 5
NAMENSVERZEICHNIS 5
INHALTSVERZEICHNIS 6
1 EINLEITUNG 9
2 LERNEN 10
2.1 Definition 10
2.2 Kurze Übersicht über verschiedene Lerntheorien 10
2.2.1 Klassisches Konditionieren 10
2.2.2 Operantes Konditionieren 11
2.2.3 Soziale Lerntheorien - Lernen durch Nachahmung 12
2.2.4 Zusammenfassung 12
3 DIE SPIEGELNEURONEN 13
3.1 Entdeckung 14
3.2 Was war vor der Entdeckung der Spiegelneuronen? 16
3.2.1 Die Neurobiologie des Handelns 16
3.2.2 Feuer im Gehirn 18
3.2.3 Entwicklung des Spiegelneuronensystems 19
3.2.4 Hemmung 20
4 ANNÄHERUNG: SPIEGELNEURONEN UND LERNEN 21
6
4.1 Drei Ebenen des Lernens 22
4.2 Wahrnehmung, die Informationsquelle des Gehirns 23
4.3 Lernbibliothek Gedächtnis 24
5 SPIEGELWELTEN-KOMPONENTEN 26
5.1 Resonanz 26
5.2 Empathie - Verstehen und Verständnis 27
5.3 Verstand contra Gefühl? 27
5.4 Der Lehrwert des Zuschauens 29
5.5 Der Lehrwert der Vorstellung 29
5.6 Unerlässlichkeit von sozialen Interaktionen 30
5.7 Gespiegelte Kommunikation - Hören und Sprache 31
6 WIE FUNKTIONIERT LERNEN? 33
6.1 Was ist Lernen aus neurobiologischer Sicht? 34
6.2 Lernförderndes 35
6.3 Lernhemmendes 36
6.4 Spiegelneuronale Lernformen 38
7 WENN SPIEGELUNGEN NICHT (MEHR) STATTFINDEN 40
7.1 Mobbing 41
7.2 Schlaganfall - Unfall 41
7.3 Videotherapie 42
7.4 Autismus 43
7
8 LERNEN UND ZUNEHMENDES ALTER 43
9 KRITISCHER BLICK AUF DIE SPIEGELNEURONEN 45
10 FAZIT 46
11 ANHANG 48
11.1 Anmerkungen zur Videotherapie 48
11.2 Das Gehirn 49
11.2.1 Aufbau des menschlichen Gehirns 50
11.2.2 Prinzip der Gehirnfunktionen 51
11.2.3 Aufbau eines Neuron 52
11.2.4 Prinzip der Neuronen 52
11.2.5 Aufbau und Aufgabe einer Synapse 53
11.2.6 Prinzip der Synapsen 53
12 LITERATURVERZEICHNIS 57
12.1 Bücher 57
12.2 Artikel 58
12.3 DVD's 58
12.4 CD 60
12.5 www.Artikel 60
12.6 www.wikipedia 61
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1. EINLEITUNG
Der seit zwei Jahrzehnten mögliche Blick ins Gehirn und das Entdecken und Verstehen der neurobiologischen Vorgänge in demselben stellte die bis dahin definierten Annahmen zur menschlichen Entwicklung und die daraus resultierenden Lerntheorien buchstäblich auf den Kopf.
Ging Pawlow bei der Klassischen Konditionierung noch von der logischen Reiz-Reaktionstheorie aus, vertrat Bandura mit seiner sozialen Lerntheorie bereits die dem Menschen implizite Fähigkeit des nachahmenden Lernens.
Den Hirnforschern eröffneten sich, seit Lernen neurobiologisch betrachtet werden kann und sie dem Gehirn beim Lernen zuschauen konnten, ganz neue Fragestellungen. Der Mensch wurde plötzlich als innerhalb seiner gesamten Lebenszeit Lernender erkannt und der Blick der Forschenden orientierte sich von nun an an Fragen zu differenzierten Lern-Qualitäten in unterschiedlichen Lebensaltern und Lebensphasen. Mit der Entdeckung der Spiegelneuronen Anfang der 90er Jahre öffnete sich die Perspektive zum Verständnis Mensch erneut. Diesen Nervenzellen im Gehirn wurde die Basis für Mitgefühl und Intuition zugeordnet. Die damit einhergehende revolutionäre Entdeckung war, dass Lernen ohne Gefühl, ohne Subjektivität, nicht möglich ist. Die bis dahin strenge wissenschaftliche Trennung von Verstand und Gefühl, von Beweis und Weisheit, geriet ins Wanken.
Lernvorgänge aus der Sicht der Spiegelneuronen zu betrachten, diesbezüglich einem Fenster gleich ins menschliche Gehirn zu schauen, um die Vorgänge nachzuzeichnen, ist die Aufgabe dieser Arbeit. Bisherige Lerntheorien voranzustellen, über sie hinaus den Lernort Gehirn zu bereisen und am Ende spiegelneuronale Lernformen zu benennen, bilden den Rahmen. Innerhalb desselben stellt sich sowohl die Kommunikation als motorische Spiegelaktivität als auch die Unerlässlichkeit von sozialen Interaktionen in den Fokus dieser Lern-Betrachtung.
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2. LERNEN
Lernen ermöglicht Menschen die Anpassung an die Umstände des Lebens und ein sinnvolles Agieren innerhalb der sozialen Umwelt. Die Fähigkeit zu lernen ist eine Voraussetzung für Bildung. Ergebnisse von Lernprozessen sind häufig implizit und nicht alles Gelernte ist in Worten fass- oder messbar.
2.1. Definition
Menschliche Wesen besitzen die natürliche Gabe zu lernen. Lernen ist ein lebenslanger Prozess, innerhalb dessen Wissen und Fähigkeiten erworben werden, die sowohl Verhaltens- als auch Erlebensweisen, Einstellungen und Werte verändern. „Der Kernpunkt des Lernens ist Veränderung“ (ALH Studienbrief 6, Psychologische Beraterin, S. 12). Lernen beinhaltet das Aufnehmen, Verarbeiten und Umsetzen von Informationen (Schilling, Johannes, Soziale Arbeit Berlin: Luchterhand, 1997, S.159) … und sozialen Erfahrungen.
2.2. Kurze Übersicht über verschiedene Lerntheorien
Lerntheorien beschäftigen sich mit den Bedingungen menschlichen Lernens und menschlicher Entwicklung und untersuchen Veränderungen menschlichen Verhaltens und Denkens, unabhängig von Reifung oder angeborenen Reaktionen. Behavoristische Theorien gehen davon aus, dass Lernprozesse von außen gesteuert werden. Daher steht die Beobachtung des Verhaltens im Vordergrund. Bewusstseinsprozesse werden dabei nicht beachtet.
2.2.1. Klassisches Konditionieren
Der Kernpunkt des Lernens bedeutet Veränderung. Diese wird beim klassischen Konditionieren im Hinblick auf Veränderung des Verhaltens dadurch erreicht, dass zwei
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zeitlich nahe verschiedene Reize, die dem Verhalten voraus gehen, zusammengefügt werden. Lernen geschieht hier durch die zeitliche Nähe (Kontiguität) der Verbindung von Reiz und Reaktion. Beim klassischen Konditionieren wird kein neues Verhalten gelernt, sondern ein bereits vorhandener, angeborener Auslöser wird mit einem neuen Reiz verbunden (z. B. Hundefütterung: Glockenton bei Futtergabe = Speichelfluss, als natürliche Reaktion bei der Fütterung, tritt nach einer gewissen Zeit allein schon beim Glockenton auf). Dieses konditionierte neue Verhalten braucht zum Erhalt desselben von Zeit zu Zeit Wiederholung. Klassisches Konditionieren beachtet die Folgen von Verhaltensweisen nicht. Vertreter dieser Lerntheorie waren Pawlow und Watson.
2.2.2. Operantes Konditionieren
Veränderungen geschehen beim operanten Konditionieren durch Lernen am Effekt (Kontingenz). Die amerikanischen Psychologen Thorndike und Skinner setzten Lernen in Bezug zu Verhalten und dessen Konsequenzen. Auch sie, ebenso vom Behaviorismus überzeugt wie Pawlow und Watson, sahen Lernen im Zusammenhang von Reiz und Reaktion, doch sie erkannten in den dem Lernen nachfolgenden Bedingungen, den Konsequenzen, entscheidende Einflussgrößen. Sie definierten: Lernen am Effekt führt durch Versuch und Irrtum zum Erfolg. Die Möglichkeit eigener Einflussnahme hat wesentliche Bedeutung für menschliches Verhalten. Thorndike ging innerhalb des operanten Konditionieren noch einen Schritt weiter hin zum instrumentellen Lernen, indem er der Situation, in der Verhalten stattfand, Beachtung schenkte. Er erkannte, dass Verbindung von Reiz und Reaktion dann am Wahrscheinlichsten geschieht, wenn auf die Reaktion eine befriedigende Konsequenz folgt. So wird Verhalten ein Mittel zur Erreichung befriedigender Konsequenz (Mittel = „Instrument“ = instrumentelles Lernen). Lernen hängt so von den Folgen des Verhaltens ab. Beide Konditionierungsformen benötigen zum Erhalt derselben kontinuierliche oder intermittierende Verstärkung.
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2.2.3. Soziale Lerntheorien - Lernen durch Nachahmung
Soziale Lerntheorien weisen sowohl auf die zwischenmenschlichen Beziehungen als auch auf die aktive und zielgerichtete Rolle des Individuums beim Lernen hin. Ebenso werden dessen zielgerichtetes, komplexes und ganzheitliches Verhalten und seine Möglichkeit der Selbstregulation zur eigenen Verhaltensbeeinflussung mit eingeschlossen. Der Psychologe Albert Bandura ging davon aus, dass Menschen erst lernen, wenn sie erkennen, das die Ereignisse miteinander korrelieren (ALH Studienbrief 6, Psychologische Beraterin, S. 41). Er bezog in jeden Lernprozess die zugehörigen sozialen Bedingungen wie z. B. Aufmerksamkeit, sprachliche Äußerungen, die Beobachtung des Verhaltens anderer und die beobachtbaren Verhaltenskonsequenzen mit ein.
Der wesentliche Unterschied zu den Reiz-Reaktionstheorien liegt bei den sozialen Lerntheorien in der speziellen Beachtung der individuellen Kondition des jeweiligen Menschen. Aufmerksamkeitsprozesse, das Behalten, Erinnern, Reproduzieren und motivierende Prozesse führen zur Nachahmung und bilden die Basis für das Beobachtungslernen (ALH Studienbrief 6, Psychologische Beraterin, S. 43). Vom heutigen Stand der Wissenschaft aus ist dieses Imitationslernen das wichtigste Lernen für den Menschen.
2.2.4. Zusammenfassung
Impulsiert von der behavioristischen Forderung nach objektiver empirischer Psychologie entwickelten sich Lerntheorien, die sich auf das Verhalten und auf verhaltensauslösende Bedingungen konzentrierten. Empirisch erfassbar waren Lernprozesse nach den Grundregeln von Kontiguität und Kontingenz des klassischen und operanten Konditionierens und erfüllten so den objektiven naturwissenschaftlichen Anspruch. Lernen wurde als reaktiver Prozess zum externen Stimulus gesehen. Die sozialen Lerntheorien, die im Gegensatz dazu nur mit und am Menschen erforscht wurden und sich aus dieser wissenschaftlichen Arbeit heraus entwickelten, legten
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Arbeit zitieren:
Yshouk Ursula Kirsch, 2011, Faszination Lernen - Die Rolle der Spiegelneuronen, München, GRIN Verlag GmbH
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