II
1. Erlösgenerierung durch Content als Geschäftsmodell im Internet ....1
2. Grundlagen der Untersuchung 2
2.1. Geschäftsmodellvarianten. 2
2.2. Content 3
2.3. Wirtschaftliche Erfolgsfaktoren für Content im Internet. 4
2.4. Erlösformen. 5
2.5. Web 2.0 5
3. Analyse: Free- vs. Paid-Content im Internet 6
3.1. Ziel: Erlösgenerierung mit bestehenden Inhalten 6
3.2. Erscheinungsformen von Free-Content 7
3.2.1. Spezielle Probleme von Free-Content im Internet 9
3.2.2. Lösungsansätze. 9
3.3. Erscheinungsformen von Paid-Content im Internet. 10
3.3.1. Spezielle Probleme von Paid-Content im Internet 11
3.3.2. Lösungsansätze. 12
4. Zusammenfassung und Fazit. 14
Literaturverzeichnis. 16
URL -Verzeichnis 19
1
1. Erlösgenerierung durch Content als Geschäftsmodell im Internet
Mehr als ein Jahrzehnt nach der Etablierung des Internet als ein kommer-
zielles Medium 1 stellt sich für Anbieter und Vermarkter von Inhalten nach
wie vor die Frage, wie man im Web durch die Vermarktung von Inhalten
Geld verdienen kann - sei es, um zusätzlichen Profit zu erzeugen, oder um
Verluste aus dem Wegbrechen des Analog-Geschäfts zu kompensieren.
Verschiedene Modelle der Erlösgenerierung wurden eingeführt und unter-
sucht. Hierbei gab es im zeitlichen Ablauf Trends, mit denen auf die sich
stetig verändernden Rahmenbedingungen reagiert wurde. 2
Vor diesem Hintergrund sind das Nutzerverhalten - hier vor allem die (feh-
lende) Zahlungsbereitschaft für digitale Güter, die Qualität und Relevanz
der Inhalte und die Anzahl und Qualität der Kontakte bei Online-Werbung -
Parameter , die für die Vermarktung von Inhalten große Bedeutung haben.
Die Content-Anbieter sehen sich mit einer heterogenen Käufergruppe kon-
frontiert , die es nie gewohnt war, für digitale Inhalte zu zahlen. 3 Dennoch
w ächst die Nachfrage nach hochwertigen Inhalten kontinuierlich.
Eine aktuelle Herausforderung ist die Philosophie vom Web 2.0 4 , die für die
Content -Anbieter sowohl Chancen wie auch Risiken birgt.
Die einschlägige Literatur ist unentschieden, ob sich in Zukunft eine „free
Lunch -Mentalität“ durchsetzen oder ein Bewusstsein einsetzen wird, für den
Konsum von digitalen Inhalten zu zahlen.
Diese Arbeit untersucht die Möglichkeiten der Erlöserzielung mit bestehen-
den Inhalten im Internet am Beispiel eines News-Content-Anbieters. We-
sentliche Grundlagen für das Verständnis der Thematik werden in Kapitel 2
definiert und zum Teil anschließend vertieft.
1 Vgl. Vossen/Hagemann 2007, S. 22.
2 Vgl. Chyi 2005, S. 131 Ives/Klaassen 2007, S. 25.
3 Vgl. Pauwels/Weiss 2008, S. 15.
4 Vgl URL 1
2
Kapitel 3 gibt einen Überblick über verschiedene gebräuchliche Strategien
der Erlösgenerierung. Sie werden innerhalb der zwei wesentlichen Erschei-
nungsformen für Content im Internet vorgestellt und auf ihre Chancen und
Risiken untersucht.
In Kapitel 4 wird ein Fazit gezogen und kritisch zu den Ergebnissen Stel-
lung genommen.
2. Grundlagen der Untersuchung
Die nachfolgenden Definitionen sind wichtig für das Verständnis des The-
mas und bilden die Grundlagen der anschließenden Untersuchung.
Auf den Begriff „Geschäftsmodell“ wird hier im Einzelnen nicht weiter ein-
gegangen.
2.1. Geschäftsmodellvarianten
Das Geschäftsmodell Content bildet neben Commerce, Connection und
Context das 4C-Net-Business-Model. 5
Der Geschäftsmodelltyp Content besteht dabei „ aus der Sammlung, Se-
lektion , Systematisierung, Kompilierung (Packaging) und Bereitstellung
von Inhalten auf einer eigenen Plattform.“ 6
Innerhalb von Content kann man in die drei Geschäftsmodellvarianten
E -Information, E-Entertainment und E-Education differenzieren.
Die Grenzen zwischen den drei Geschäftsmodellvarianten sind jedoch flie-
ßend. In jüngerer Zeit haben E-Information und E-Entertainment so viele
Schnittmengen , dass sich daraus eine Hybridform namens E-Infotainment
entwickelt hat. 7 Die einzelnen Geschäftsmodellvarianten können noch wei-
ter untergliedert werden. Darauf wird hier jedoch verzichtet.
5 Vgl. Wirtz/Kleineicken 2000, S. 627.
6 Wirtz/Kleineicken 2000, S. 630 f. Wirtz/Becker 2002a, S. 86.
7 Vgl Wirtz/Becker 2002a, 86
3
- E-Information fasst das Angebot sachlicher Informationen zusammen.
Der Content besteht hier im Wesentlichen aus Text und Bildinforma-
tionen.
- Bei E-Entertainment sind die Inhalte nicht informierender sondern un-
terhaltender Natur und können neben Text und Bild auch aus Spielen,
Musik oder Videos bestehen.
- E-Infotainment ist eine Mischform aus den beiden erstgenannten. Hier
haben die Inhalte sowohl Informations- wie auch Unterhaltungswert.
- Was E-Education von E-Information unterscheidet, ist erstens der An-
spruch Informationen nicht nur darzustellen, sondern auch als Wissen
zu internalisieren und zweitens die Zertifizierung des Lernerfolgs. 8
2.2. Content
Stahl definiert digitalen Content, bzw. digitale Inhaltsgüter, als
„… Produkte, die aus Informationen und Metadaten über die Information
bestehen und die über das Internet übertragen und auf Datenträgern gespei-
chert werden können. Digitale Inhaltsgüter können aufgrund der elektro-
nischen Austauschbarkeit und ihres positiven Nutzens elektronisch gehan-
delt werden.“ 9
Des Weiteren werden Inhalte von Services abgegrenzt. Demnach entstehen
digitale Services erst durch die Interaktion von Anbieter und Nachfrager,
sind nicht lagerfähig und verlieren ihren Nutzen bei der Weitergabe der
Dienstleistung. 10 Content und Services werden allerdings häufig in einem
Zusammenhang benutzt und in einigen Werken synonym verwendet.
Gegenstand dieser Arbeit ist Content.
8 Vgl. Wirtz/Becker 2002a, S. 87.
9 Stahl 2005, S. 41.
10 Vgl Stahl 2005, 44
4
2.3. Wirtschaftliche Erfolgsfaktoren für Content im Internet
- Ein wesentlicher Erfolgsfaktor für das Erzielen von Einnahmen aus
dem Angebot von Content ist die Bereitschaft der User für einen In-
halt zu zahlen (Willingness to pay) Ist diese Bereitschaft grundsätz-
lich vorhanden, so ist zu ermitteln, wie hoch die Zahlungsbereitschaft
ist, um nicht einen zu hohen Preis anzusetzen.
- Für Free-Content-Websites gilt es, soviel Traffic wie möglich auf die
Website zu ziehen. Je mehr Traffic es gibt, desto attraktiver ist das
Angebot für Werbekunden. 11
Bei Paid-Content-Websites lassen sich zusätzlich die drei Erfolgsfaktoren
Exklusivit ät, Qualität und Nutzerfreundlichkeit ausmachen. 12
- Exklusiver Content lässt sich nicht oder nur mit relativ großem Auf-
wand substituieren, da er sich gegenüber Free-Content durch Einzigar-
tigkeit (z.B. durch Zusatzinformationen wie Analysen, Bewertungen
und Kommentare) und fehlende Ubiquität (durch Zugangsbeschrän-
kungen) auszeichnet. 13
- Paid Content muss einen klar identifizierbaren Grund liefern, warum
er sich von anderen frei verfügbaren Angeboten abgrenzt und warum
dieser Mehrwert - der qualitative Unterschied - Geld kostet. Beispiele
sind die Aktualität von Aktienkursen oder die Reputation der Quelle,
aus der eine Information stammt. 14
- Die Nutzerfreundlichkeit wird neben der äußeren Gestaltung des An-
gebots (Design, Ladezeit, Übersichtlichkeit) wesentlich durch die
Zahlungsabwicklung (Einfachheit, Sicherheit, Seriosität) bestimmt. 15
11 Vgl. Nutley 2007, S. 17.
12 Vgl. Breunig 2005, S. 408 Wolk/Theysohn 2007, S. 782.
13 Vgl. Oelbermann, M./Reibnitz, A. v. 2003, S. 12.
14 Vgl. Streit 2004, S. 62 ff. Hofmann 2005, S. 158 f.
15 Vgl Oelbermann, M /Reibnitz, A v 2003, S 28 ff
Arbeit zitieren:
Stefan Poier, 2008, Möglichkeiten der Erlösgenerierung durch Content als Geschäftsmodell im Internet, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Formatvorlage (Microsoft Word) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Ha...
Für MS Word 2003 - Update 2010
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Formatvorlage (OpenOffice) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Hausar...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 35 Seiten
Formatvorlage / Vorlage zur Erstellung einer Diplomarbeit, Bachelorarb...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 15 Seiten
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit / Hausarbeit
Für MS Word 2007 - dotx
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Anleitung zum Erstellen schriftlicher Arbeiten: Der Aufbau einer wisse...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 20 Seiten
Erstellen einer schriftlichen Hausarbeit
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Hausarbeit, 14 Seiten
Grundtechniken wissenschaftlichen Arbeitens
Bibliografieren - Reden - Schr...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Skript, 46 Seiten
Ratgeber zur Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten. Diplomarbeiten - ...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 39 Seiten
BWL - Marketing, Unternehmenskommunikation, CRM, Marktforschung: Möglichkeiten der Erlösgenerierung durch Content als Geschäftsmodell im Internet ist nun auf dem Buchmarkt erhältlich
BWL - Marketing, Unternehmenskommunikation, CRM, Marktforschung: neuer Titel erschienen: Möglichkeiten der Erlösgenerierung durch Content als Geschäftsmodell im Internet
Stefan Poier hat einen neuen Text hochgeladen
User Generated Content im Social Web
Warum werden Rezipienten zu Pa...
Myrian-Natalie Altmann
Web 2.0: User-Generated Content in Online Communities
A theoretical and empirical in...
Timo Beck
Handbook of Research on Digital Media and Advertising: User Generated ...
Matthew S. Eastin, Terry Daugherty, Neal M. Burns
0 Kommentare