Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung 2
1.1 Probleme und Begriffsdefinition. 5
1.2 Vorgehensweise 7
1.3 Literatur, Quellen und Forschungsstand 10
2 Zusammenbruch und Neubeginn - Deutschland
1945 bis 1949 13
2.1 Deutschland 1945: Die Regierung Dönitz. 14
2.2 Deutschland und der Alliierte Kontrollrat 19
2.3 Erste Schritte deutscher Nachkriegsaußenpolitik - das Deutsche
B üro für Friedensfragen. 25
2.4 Auf dem Weg zur Bundesrepublik 29
2.5 Der Marshallplan. 39
2.6 Die Gründung der Bundesrepublik Deutschland 41
2.7 Resümee: Deutschland: ein Mündel der Westalliierten? 45
3 Die Bundesrepublik Deutschland - ein Staat ohne
Souver änität. 47
3.1 Das Ruhrstatut und das Petersberger Abkommen 52
3.2 Koreakrieg, EVG und deutsche Wiederbewaffnung. 61
3.2.1 Die Amerikanische Initiative und die Reaktionen der deutschen
Bundesregierung sowie Stellungnahmen und Reaktionen der
übrigen Besatzungsmächte. 64
3.2.2 Die Deutsche Wiederbewaffnung - EVG oder NATO-Beitritt? 70
3.3 Resümee: Westbindung und Deutsche Einheit - ein Widerspruch? 72
4 Die Bundesrepublik und die sowjetische Option -
Die Stalin-Noten. 77
4.1 Das Verhältnis zwischen der Sowjetunion und der Bundesrepublik
Deutschland 81
4.2 Mögliche Leistungen und Gegenleistungen in den Beziehungen
zwischen der Sowjetunion und der Bundesrepublik Deutschland 83
4.3 Resümee: Die Stalinnoten - eine verpasste Chance? 86
5 Fazit. 89
6 Literatur. 94
7 Quellen: 98
8 Zeittafel: 102
1
1 Einleitung
„Wir sind einstweilen Objekt und weiter nichts. [...] Wir können verschachert werden von den Amerikanern an die Russen. Es kann auch sein, dass die Amerikaner uns brauchen als Stein in dem Spiel mit den Russen, aber wir haben außenpolitisch zur Zeit noch ganz außerordentlich wenig Bedeutung.“ 1 (Konrad Adenauer im Januar 1949)
„Americas Germany“ - diesen Titel trug das Buch des amerikanischen Historikers Thomas A. Schwartz im Original. Als es jedoch Anfang der 1990er Jahre auch in Deutschland erscheinen sollte, bestand der deutsche Verleger darauf, den Titel in „Die Atlantik-Brücke“ zu ändern. 2 War der Inhalt auch derselbe, so sind es doch zwei grundverschiedene Sichtweisen auf die Ereignisse des Kalten Krieges, die hier zugrunde gelegt werden. Auf der einen Seite steht „Deutschland als Satellit und Mündel der Vereinigten Staaten“ 3 , auf der anderen Seite als gleichberechtigter Partner, zumindest aber als wichtiger Pfeiler der transatlantischen Beziehungen.
Diese beiden unterschiedlichen Buchtitel drücken zweierlei aus: Da ist zum einen die unterschiedliche Bewertung der Rolle, welche die Deutschen in der Nachkriegszeit im Hinblick auf den Kalten Krieg spielten, zum anderen spiegeln die beiden Titel den Wandel des Verhältnisses zwischen Deutschen und Besatzern, wie er sich innerhalb von knapp 50 Jahren vollzog, prägnant wieder. Doch wie kann es zu zwei so unterschiedlichen Sichtweisen kommen? Sicher, der Weg vom „besiegten Feindstaat“ 4 zum wichtigen Partner und Verbündeten in
1 Adenauer; Konrad, in: Schwarz, Hans-Peter, Die Ära Adenauer, Gründerjahre der Republik
1949 - 1957, Stuttgart 1981, S. 56, in: Bracher, Karl Dietrich, e.a. (Hrsg.), Geschichte der
Bundesrepublik Deutschland, Band 2, Dieser Quelle ist auch das Bild auf dem Deckblatt
entnommen, die berühmte Teppichszene, S. 47
1 Adenauer; Konrad, in: Schwarz, Hans-Peter, Die Ära Adenauer, Gründerjahre der Republik
1949 - 1957, Stuttgart 1981, S. 56, in: Bracher, Karl Dietrich, e.a. (Hrsg.), Geschichte der
Bundesrepublik Deutschland, Band 2
2 Vgl.: Schwartz Thomas A., “No harder Enterprise”: Politik und Prinzipien in den deutsch-
amerikanischen Beziehungen 1945 - 1968, in: Junker, Detlef (Hrsg.): Die USA und
Deutschland im Zeitalter des Kalten Krieges, Ein Handbuch, Band 1: 1945 - 1968, S. 59
3 Schwartz Thomas A., “No harder Enterprise”: Politik und Prinzipien in den deutsch-
amerikanischen Beziehungen 1945 - 1968, a.a.O., S. 59
4 Direktive für die amerikanische Militärregierung JCS 1067 vom April 1945, in: Kleßmann,
Christoph, Die doppelte Staatsgründung, Deutsche Geschichte 1945 - 1955, Bonn 5 1995,
S. 352 f.
2
Europa ist deutlich nachzuvollziehen, gründlich erforscht und dokumentiert. Auch die Ursachen für die Wandlung des Verhältnisses der ehemaligen Kriegsgegner zueinander sind gut dokumentiert und untersucht worden. Doch wer oder was waren die treibenden Kräfte dieser Wandlung? Waren es die Westalliierten unter Führung der USA, die nach eigenem Gutdünken Entscheidungen über die Zukunft der westlichen Besatzungszonen fällten? Oder aber war das nach 1945 politisch wie wirtschaftlich darniederliegende Deutschland in der Lage, entscheidenden Einfluss auf sein Schicksal auszuüben? Diese Frage, der in der Literatur bisher kaum Beachtung geschenkt wurde, scheint nur auf den ersten Blick leicht be-antwortbar zusein. Wie ein roter Faden zieht sich die Analyse der politischen Großwetterlage durch die Werke der Historiker. Intensiv wurde und wird nach Antworten auf die Fragen gesucht, ob die Alliierten die Teilung Deutschlands von Anfang an beabsichtigten, wie die Frage der Internationalisierung des Ruhrgebietes zwischen den Westmächten verhandelt wurde, ob die Stalinnoten eine wirkliche Chance zur Wiedervereinigung boten oder nicht. Viel zu wenig - wenn überhaupt - wird jedoch der Frage Beachtung geschenkt, ob und wie die Deutschen diese Ereignisse für ihre Interessen zu nutzen wussten.
Bereits seit der Konferenz von Casablanca 1943 war die bedingungslose Kapitulation des Deutschen Reiches das erklärte Ziel der Alliierten. Diese erfolgte am 8. beziehungsweise 9. Mai 1945. Am 23. Mai schließlich wurde auch die Regierung unter Großadmiral Karl Dönitz, den Hitler in seinem politischen Testament zu seinem Nachfolger bestimmt hatte, durch die Alliierten aufgelöst und „ihre Mitglieder zu Kriegsgefangenen“ 5 gemacht. „Nach dieser Farce gab es keine Instanz in Deutschland mehr, die im Namen des Deutschen Reiches sprechen oder gar handeln konnte. [...] In den nächsten Jahren gab es überhaupt keine von Deutschen bestellte Spitze für die Reste des Deutschen Reiches mehr, ja es stellte sich die Frage, ob Deutschland als Staat überhaupt existierte.“ 6 Die Deutschen waren nicht mehr Subjekt ihres staatlichen Handelns, sondern Objekt der Verfügungen des Alliierten Kontrollrates, der sich aus den Oberbefehlshabern der vier Besatzungszonen zusammensetzte. Diese waren nur der jeweils eigenen Regierung rechenschaftspflichtig. Dem Alliierten Kontrollrat war
5 Benz, Wolfgang, Potsdam 1945, Besatzungsherrschaft und Neuaufbau im Vier-Zonen-
Deutschland, München 3 1994, S. 66
6 Benz, Wolfgang, Potsdam 1945, a.a.O., S. 66 f.
3
- bis 1990 - die Verantwortung für alle Fragen, die Deutschland als Ganzes betrafen, übertragen.
Dennoch existierte kaum zehn Jahre nach Ende des Weltkrieges wieder eine von Deutschen geführte Regierung mit eigenen, wenn auch eingeschränkten, Hoheitsrechten. Diese Tatsache ist vor allem dem Auseinanderbrechen der Anti-Hitler-Koalition und dem offenen Ausbruch des Ost-West-Konfliktes zu verdanken. Ende Oktober 1945 schrieb Konrad Adenauer an den Duisburger Bürgermeister Heinrich Weitz: „Russland entzieht sich immer mehr der Zusammenarbeit mit den anderen Großmächten und schaltet in den von ihm beherrschten Gebieten völlig nach eigenem Gutdünken. In den von ihm beherrschten Ländern herrschen schon jetzt ganz andere wirtschaftliche und politische Grundsätze als in dem übrigen Teil Europas. Damit ist eine Trennung in Osteuropa, das russische Gebiet, und Westeuropa eine Tatsache.“ 7
Bereits im Mai des Jahres 1946 stoppte der amerikanische Oberkommandierende in Deutschland, General Lucius D. Clay, die Entnahme von Reparationsgütern aus der amerikanischen Zone. Im September des gleichen Jahres hielt der amerikanische A ußenminister James F. Byrnes seine viel beachtete Rede in Stuttgart. Ludwig Erhard fasste bereits einen Tag später den Eindruck, den die Rede in der deutschen Öffentlichkeit gemacht hatte, wie folgt zusammen: „Seit dem Zusammenbruch wurde keine Tat so befreiend empfunden wie die durch die Rede des amerikanischen Außenministers proklamierte Absicht, dem deutschen Volk die Möglichkeit zu eröffnen, sein eigenes Schicksal zu gestalten.“ 8 Diese Einschätzung belegt: Zum einen hatte man in den westlichen Besatzungszonen bisher nicht das Gefühl gehabt, in irgendeiner Weise Einfluss auf die Zukunft Deutschlands nehmen zu können, zum anderen schien sich nun aber mit der Rede von Außenminister Byrnes genau diese Möglichkeit zu eröffnen. „Sowohl Clays Maßnahmen wie auch die Rede von Byrnes waren frühe Anzeichen für die amerikanische Überzeugung, dass die Auseinandersetzung um Deutschland die aktive Unterstützung durch die Deutschen selbst erforderte.“ 9 Für eine solche aktive Unterstützung durch die Deutschen mussten jedoch zunächst einmal die Voraussetzungen geschaffen werden. Es galt, Deutschland
7 Adenauer, Konrad, Brief an Heinrich Weitz, Duisburg, vom 31. Oktober 1945, in: Adenauer,
Konrad, Briefe über Deutschland 1945-1955, Berlin 1999, S. 31
8 Kleßmann, Christoph, Die doppelte Staatsgründung, a. a. O., S. 101
9 Van Dijk, Ruud, Den Frieden gewinnen, in: Junker, Detlef (Hrsg.), Die USA und Deutschland
im Zeitalter des Kalten Krieges, a., a. O., S. 135
4
wieder in die Völkergemeinschaft zu integrieren. Nur so würde Deutschland in der Lage sein, seinen Beitrag für ein freies und demokratisches Westeuropa zu leisten.
Dieser Wunsch der Amerikaner und der übrigen Westalliierten aber, die Deutschen in westliche Strukturen und Bündnisse zu integrieren, eröffnete den Deutschen eine Vielzahl an Möglichkeiten, national wie international wieder an Gewicht zu gewinnen.
Ob und wie diese Möglichkeiten das eigene Schicksal nach dem Kriege mitzubestimmen, durch die Deutschen genutzt wurden, ist Thema dieser Arbeit. Sie sucht die Antwort auf die beiden gegenläufigen Thesen, dass Deutschland nach dem Krieg „zum willenlosen Objekt der alliierten Politik“ 10 geworden sei, beziehungsweise, dass Deutschland aufgrund seiner politischen wie wirtschaftlichen Bedeutung in Europa sehr wohl Einfluss auf die alliierte Besatzungspolitik besaß und diesen auch nutzte.
1.1 Probleme und Begriffsdefinition
Unter „Optionen deutscher Außenpolitik“ sind in dieser Arbeit in erster Linie die realen Möglichkeiten westdeutscher Außenpolitik zu verstehen. Dennoch werden selbstverständlich auch Ideen wie Jakob Kaisers Brückentheorie oder die Magnettheorie Schumachers berücksichtig. Auch sie bildeten - zumindest zeitweise - Optionen deutscher Außenpolitik.
Was ist unter Außenpolitik zu verstehen? „Außenpolitik ist die Gesamtheit aller über die eigenen Hoheitsgrenzen hinausgreifenden Aktivitäten, mit denen Staaten - o der andere im internationalen Kräftespiel handlungsfähige Organisationenihre Interessen wahren und ihre Ziele verfolgen, mit denen sie ihre territoriale Integrität und ihre politische Unabhängigkeit schützen, ihre wirtschaftliche Existenz sichern und i hren Wohlstand mehren, ihre Ideale und ihren geistigen und
10 Schwarz, Hans-Peter, Vom Reich zur Bundesrepublik, Deutschland im Widerstreit der
außenpolitischen Konzeptionen in den Jahren der Besatzungsherrschaft 1945 - 1949,
Stuttgart 2 1980, S. 602
5
kulturellen Rang fördern. [...] Subjekt der Außenpolitik sind in erster Linie die Staaten [...].“ 11
Diese Definition von Außenpolitik erscheint plausibel und selbstverständlich. Wie anders als auf der Basis von „territorialer Integrität“ und „politischer Unabhängigkeit“ sollte ein Staat auch außenpolitisch handlungsfähig sein? Doch für das Deutschland der ersten Nachkriegsjahre waren diese Bedingungen nicht gegeben. Seit Februar 1947 konnte ein Beobachter an den Küsten Deutschlands und auf seinen Wasserstraßen Schiffe mit einer ausgezackten blau-weiß-rot-weiß-blauen Flagge sehen. Diese Flagge bezeichnet im internationalen Signalbuch den Buchstaben „C“ und bedeutet „Zustimmung“. Nach dem Kontrollgesetzt Nr. 39 vom 12. November 1946 hatten „sämtliche deutsche[n] oder ehemals deutsche[n] Schiffe, die der Alliierten Kontrollbehörde unterstehen, [...] jederzeit“ 12 diese „Erkennungsflagge der Alliierten Kontrollbehörde“ 13 zu führen. Dieser Flagge waren „keine Ehrenbezeugungen zu erweisen“ und sie war „nicht zum Gruß von Kriegs- oder Handessschiffen irgendeiner Nation zu dippen.“ 14 Eigene deutsche Hoheitszeichen hingegen gab es nicht mehr. „Die deutschen Schiffe trugen kein Symbol, nur ein Erkennungszeichen für die Konkursmasse Deutschland, ein viergeteiltes Reich ohne selbstbestimmte Staatsgewalt.“ 15 Zwischen 1945 und 1949 existierte keine deutsche Regierung, die in irgendeiner Weise die deutschen Interessen gegenüber anderen Nationen hätte vertreten können. Und auch die frühe Bundesrepublik war nicht souverän. Doch alleine durch die Tatsache der Besatzungsherrschaft war Deutschland in nahezu allen Angelegenheiten auf die Zusammenarbeit mit dem Ausland, insbesondere mit den Siegermächten, angewiesen. 16
Deutsche Außenpolitik für diesen Zeitraum zu definieren ist mithin also keine leichte Sache. Unter der Vielzahl außenpolitischer Betätigungsfelder konzentriert sich diese Arbeit daher vorzugsweise auf das Feld der Sicherheitspolitik. Dies
11 Grewe, Wilhelm G., Außenpolitik, in: Staatslexikon, S. 439, Freiburg i. B. 7 1995
12 Gesetz Nr. 39 des Alliierten Kontrollrates in Deutschland, „Erkennungsflagge, welche alle
deutschen und ehemaligen deutschen Schiffe zu führen haben, die der Alliierten
Kontrollbehörde unterstehen“ vom 12. November 1946, Amtsblatt der Britischen
Militärregierung, Nr. 15, S. 338f., im Internet abgerufen am 27. Juni 2003 unter: www.rrz.uni-
hamburg.de/sport/infodoc/digitalepublikationen/ tiedemann/AlliierteRechtsdokumente44-
50.pdf
13 Gesetz Nr. 39 des Alliierten Kontrollrates in Deutschland, a.a.O., S. 338 f.
14 Gesetz Nr. 39 des Alliierten Kontrollrates in Deutschland, a.a.O., S. 338 f.
15 Eschenburg, Theodor, Jahre der Besatzung 1945-1949, Stuttgart 1983, S. 21 Reihe:
Geschichte der Bundesrepublik Deutschland, Band 1
16 vgl.: Adenauer, Konrad, Erinnerungen 1945 - 1953, Stuttgart 3 1976, S. 237
6
schließt sowohl das Sicherheitsbedürfnis der westlichen Nachbarn der späteren Bundesrepublik, wie auch eigene Sicherheitsbedürfnisse des neugegründeten westdeutschen Teilstaates mit ein.
Diese Eingrenzung des Begriffs Außenpolitik ermöglicht es, die Entwicklung von drei westalliierten Besatzungszonen zu einem teilsouveränen Staat nachzuzeichnen, ohne sich dabei allzu sehr in anderen, die Zusammenarbeit zwischen Alliierten und Deutschen betreffenden Feldern, zu verlieren. Naturgemäß wird insbesondere dieser Teil der Arbeit qualitativ wie quantitativ von der Darstellung der westalliierten, insbesondere der amerikanischen, Vorstellungen Deutschland betreffend beherrscht sein. Das deutsche Gewicht war nun einmal während dieser Zeit äußerst gering. Erst mit der Festigung der Blöcke wuchsen die Möglichkeiten der Deutschen.
Dies zeigte sich wiederum an den sicherheitspolitischen Interessen der Alliierten wie auch der Bundesrepublik selbst. So hatten die alliierten Siegermächte Großbritannien und die USA, sowie insbesondere Frankreich und die Sowjetunion, zum einen ein starkes Interesse daran, dass Deutschland nie mehr in der Lage sein würde, einen weiteren Angriffskrieg gegen seine Nachbarn zu führen, zum anderen führte der Ost-West-Konflikt zu einer Situation, in der Deutschland auch als Partner gegen die ehemaligen Kriegsverbündeten an Gewicht gewann. Die außenpolitischen Ziele Deutschlands waren vor allem die Erhaltung der deutschen Einheit und die Rückgewinnung der Souveränität für ein freies und gleichberechtigtes Deutschland. Beide Ziele - Einheit und Rückgewinnung der Souveränität - gerieten aber immer mehr in Widerspruch zu einander.
1.2 Vorgehensweise
Trotz der Diskussion, ob es eine „Stunde Null“ überhaupt gegeben habe oder ob nicht eher von einem fließenden Übergang, wie er etwa seinen Ausdruck in dem von Martin Broszat herausgegebenen Werk „Von Stalingrad zur Währungsre-form“ 17 fand, zu sprechen sei, gliedert sich diese Arbeit in zwei klar getrennte Teile.
17 Broszat, Martin (Hrsg.), Von Stalingrad zur Währungsreform, Zur Sozialgeschichte des
Umbruchs in Deutschland, München 3 1990
7
Im ersten Teil der Arbeit soll die Entwicklung Deutschlands vom b esetzten Feindstaat des Jahres 1945 unter der Regierung Dönitz hin zu einem Verbündeten der Westalliierten nachgezeichnet werden. Diese bemerkenswerte Entwicklung, die sich in nur vier Jahren vollzog, soll dabei ganz unter dem Aspekt des deutschen Einflusses auf diesen Wandel betrachtet werden. Unabhängig von der Bewertung des deutschen Einflusses auf diese Entwicklung steht jedoch das Ergebnis bereits fest: die Gründung der Bundesrepublik Deutschland. Sie bildet das Ende des ersten Teils dieser Arbeit und zugleich den Anfang des zweiten Teils.
Mit der Schaffung eines eigenen deutschen Weststaates war eine grundlegend neue Situation entstanden. Mit der Gründung hatten die Westalliierten einen Teil der Verantwortlichkeiten wieder in deutsche Hände gelegt. Nun konnten sich deutsche Interessen wieder auf der Basis eines völkerrechtlich anerkannten Staates artikulieren. Dennoch war dieser Staat keineswegs ein souveräner Staat. Doch wieder dauerte es kaum sechs Jahre, bis dieser westdeutsche Staat die (eingeschränkte) Souveränität erhielt. Auch im zweiten Teil der Arbeit soll untersucht werden, ob und wie die Deutschen Einfluss auf diese Entwicklung nahmen. Zu den Folgen des Zweiten Weltkriegs gehört der Verlust an Macht, den Briten und Franzosen hinnehmen mussten, sowie der endgültige Aufstieg der USA wie auch der Sowjetunion zu Weltmächten. Unterdessen begrenzte sich der Machtanstieg der Sowjetunion in erster Linie auf militärische Stärke, entstanden durch die Hochrüstung im Laufe des „Großen Vaterländischen Krieges“, wohingegen die USA auch politisch wie wirtschaftlich gestärkt aus dem Konflikt hervorgingen. „Im Zeitalter des Kalten Krieges haben die USA den größten Einfluss auf die Politik, Sicherheit, Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft der Bundesrepublik ausgeübt. [...] Aus amerikanischer Perspektive darf die Aussage gewagt werden, dass kein Land der Welt soviel zum Aufstieg der USA zur Supermacht und zur Globalisierung ihrer Interessen beigetragen hat wie Deutschland.“ 18 Die wechselseitige Bedeutung der beiden Mächte füreinander ist aus heutiger Sicht unverkennbar.
Dies zeigte sich 1945 so deutlich noch nicht. So misst Adenauer in einem Brief an den Oberbürgermeister Duisburgs den in Europa „führenden Großmächten Eng- 18 Junker, Detlef (Hrsg.): Die USA und Deutschland im Zeitalter des Kalten Krieges, a.a.O.,
Klappentext
8
land und Frankreich“ 19 eine deutlich größere Rolle bei der von ihm angestrebten Integration Deutschlands in den Westen bei.
Doch Deutschland war fester Bestandteil der US-amerikanischen Strategie im Zeitalter des Kalten Krieges. „Diese Strategie war vor allem deshalb so erfolgreich, weil die deutsche Frage für die amerikanische Außenpolitik einen hervorragenden Stellenwert hatte und Westdeutschland im amerikanischen Kalkül ähnlich wie nach dem ersten Weltkrieg zum Kernstück der Washingtoner Stabilisierungspolitik in Europa wurde.“ 20
Die französische aber auch die britische Besatzungspolitik ist sicherlich in ihrer Bedeutung für die Entwicklung der Bundesrepublik Deutschland nicht zu vernachlässigen. Besonderes Gewicht erhielt etwa die britische Besatzungsmacht alleine durch die Tatsache, dass sich das Ruhrgebiet - und damit das Kohle- und Stahlrevier des westlichen Deutschland - unter ihrer Verwaltung befand. „Ihre Manövrierfähigkeit war allerdings stark beschränkt durch amerikanische Kredite (1946 allein 4,4 Milliarden Dollar), die sie zum A usgleich der britischen Kriegsverluste benötigte.“ 21 Auch die Franzosen, die ja schließlich als Besatzungsmacht erst spät hinzugetreten waren, waren in ihrem Einfluss nicht mit den Vereinigten Staaten zu vergleichen.
Es ist somit nur folgerichtig, wenn in dieser Arbeit der Besatzungsmacht Amerika und ihrer Beziehungen zu den Deutschen „ihrer“ Besatzungszone ein besonderer Stellenwert beigemessen wird.
Ein besonderes Augenmerk soll in dieser Arbeit auch auf dem Wandel der deutschen Sichtweise auf diese Ereignisse liegen. Es wird zu zeigen sein, dass sich die Bewertung des deutschen Einflusses im Verlaufe von etwa 50 Jahren bundesdeutscher Geschichte nach dem Zusammenbruch und in der frühen Bundesrepublik verändert hat.
19 Adenauer, Konrad, Brief an Heinrich Weitz, Duisburg, vom 31. Oktober 1945, in: Adenauer,
Konrad, Briefe über Deutschland 1945 - 1955, Berlin 1999, S. 30
20 Schröder, Hans-Jürgen, USA und deutscher Wiederaufstieg (1945 - 1952), in: Larres, Klaus,
Oppeland Torsten (Hrsg.), Deutschland und die USA im 20. Jahrhundert, Geschichte der
politischen Beziehungen, Darmstadt 1997, S. 95
21 Noack, Paul, Die Außenpolitik der Bundesrepublik Deutschland, Mainz 2 1972, S. 17
9
1.3 Literatur, Quellen und Forschungsstand
[Eugen Roth, „(Hoffentlich nur) Erinnerungen 1933 - 1948“] 22
Ähnlich wie über die Geschehnisse des Zweiten Weltkrieges ist auch über die Zeit seit 1945 eine Fülle an Literatur und Quellenmaterial vorhanden. Doch die intensive Beschäftigung mit diesem Zeitraum hat keineswegs eindeutige Ergebnisse der verschiedenen Forschungsfragen geliefert. Oft unterscheiden sich persönliche Erinnerungen, amtliche Dokumente und Forschungsergebnisse anerkannter Historiker voneinander. Im Laufe der Zeit sind die historischen Ereignisse unterschiedlichst bewertet worden. „Die Forschung zur Geschichte der Bundesrepublik ist nahezu unüberschaubar. Ein gewichtiges Problem stellt nach einhelliger Meinung die `Halbwertzeit´ von Veröffentlichungen dar.“ 23 Zu nennende Autoren sind vor allem Herman Graml, Wilfried Loth, Wolfgang Benz, Christoph Kleßmann und Hans-Peter Schwarz, die hier stellvertretend für eine Reihe ausgezeichneter Historiker stehen sollen.
Vermeintlich neuen Schwung bekam die Forschung mit dem Zusammenbruch des Ostblocks und der Öffnung der Archive der ehemaligen Warschauer Pakt Staaten.
22 Roth, Eugen, Sämtliche Menschen, München/Wien 1983, S. 129
23 Stöver, Bernd, Die Bundesrepublik Deutschland, in: Bauerkämper, Arnd, e.a., (Hrsg.),
Kontroversen um die Geschichte, Darmstadt 2002, S. 14
10
Dies hat insbesondere der Kontroverse über die Stalin-Noten vom März 1952 neue Nahrung gegeben. Außerordentlich kontrovers wird nach wie vor die Frage diskutiert, ob Moskau eine Sowjetisierung eines Wiedervereinigten Deutschlands zum Ziel gehabt habe „oder aber bei Zugeständnissen wie insbesondere einer Neutralisierung des vereinigten Landes zumindest zeitweilig bereit gewesen wäre, demokratische Verhältnisse zu akzeptieren.“ 24
Vertreter der These, Stalin habe immer eine Sowjetisierung Deutschlands beabsichtigt, sind vor allem der Historiker Hermann Graml, der seine Thesen ausführlich in dem Werk „Die Legende von der Verpassten Gelegenheit“ 25 ausführt. Des weiteren wäre als Vertreter dieser These Peter März zu nennen. 26 Anderer Auffassung sind hingegen Rolf Steiniger und Jürgen Foschepoth, die ihrerseits die Sichtweise vertreten, dass es zumindest einigen Verhandlungsspielraum gegeben habe, „wenn nur die westliche Seite daran interessiert gewesen wäre.“ 27
Der Ansicht, Stalin habe tatsächlich ein blockfreies und demokratisches Deutsch-land haben wollen, verleiht Wilfried Loth in seinem Werk „Stalins ungeliebtes Kind“ 28 deutlich Ausdruck.
Die Bedeutung, welche diese Kontroverse noch immer im Bewusstsein der Öffentlichkeit hat, spiegelt eine Reihe von Veröffentlichungen genau fünfzig Jahre nach Eingang der Noten in den Botschaften der Westmächte wieder. Besonders zu nennen ist hier ein Werk, welches die auf der Auswertung neuer Quellen beruhenden Ansichten von Herman Graml, Gerhard Wettig und Wilfried Loth noch einmal wiedergeben. 29
Ergaben sich in einigen Fällen tatsächlich neue Perspektiven und damit auch Beurteilungsmöglichkeiten, so war in der Regel „ein komplettes Umschreiben der
24 Wettig, Gehrard, Die Noten vom 10. März 1952 im Kontext von Stalins Deutschland-Politik
seit dem Zweiten Weltkrieg, in: Zarusky, Jürgen (Hrsg.), Die Stalin-Note vom 10. März 1952,
Neue Quellen und Analysen, München 2002, S. 139
25 Graml, Hermann, Die Legende von der verpassten Gelegenheit, in: Vierteljahreshefte für
Zeitgeschichte 29 1981, S. 307 - 341
26 Peter März, Die Bundesrepublik zwischen Westintegration und Stalin-Noten. Zur
deutschlandpolitischen Diskussion 1952 in der Bundesrepublik vor dem Hintergrund der
westlichen und sowjetischen Deutschlandpolitik, Frankfurt a.M. 1982, S. 127 - 170, vgl.
auch: Wettig, Gerhard, a.a.O., S. 139
27 Wettig, Gerhard, Die Noten vom 10. März 1952 im Kontext von Stalins Deutschland-Politik
seit dem Zweiten Weltkrieg, a.a.O., S. 139
28 Loth, Wilfried, Stalins ungeliebtes Kind, Warum Moskau die DDR nicht wollte, Berlin 1944
29 Zarusky, Jürgen (Hrsg.), Die Stalin-Note vom 10. März 1952, Neue Quellen und Analysen,
München 2002
11
Geschichte aufgrund dieser Funde [...] allerdings doch nicht notwendig.“ 30 Generell ist festzuhalten, dass, wie immer wieder betont wird, eher zu viele als zu wenig Quellen zur Verfügung stehen, die Aufschluss über die politisch-historische Situation jener Jahre geben.
Als zentrale Quellen für diese Arbeit seien hier vor allem die Akten des Auswärtigen Amtes sowie die Akten des State Department der USA, FRUS (Foreign Relations of the United States) 31 , genannt. Letzteres findet seine Begründung in der Bedeutung, welche die Vereinigten Staaten für die Außenpolitik der Bundesrepublik hatten - wie auch die Bundesrepublik von großem Gewicht in den europapolitischen Planungen der USA waren.
Zur Vorgeschichte des Auswärtigen Amtes gehört d ie Geschichte des Deutschen Büros für Friedensfragen (DBfF). Leider beschäftigen sich nur wenige Publikationen mit diesem Objekt der jüngeren deutschen Vergangenheit. Dennoch lässt sich auf eine Reihe von Akten, die jedoch zum Teil noch unveröffentlicht s ind, zurückgreifen, welche die Bedeutung dieser Institution nachzeichnen. Dazu gehören vornehmlich Akten aus dem Bundesarchiv Koblenz sowie dem Staatsarchiv Bremen. 32
Die Erinnerungen und Briefe Konrad Adenauers bilden für weite Teile dieser Arbeit eine wichtige Quelle. Sicher sind Erinnerungen immer mit Vorsicht zu genießen, weiß man doch, dass in der Rückschau sich manches anders darstellt, als es vielleicht tatsächlich gewesen ist. Doch im Falle Adenauers wird die oft erstaunliche Weitsicht dieses Mannes auch durch zeitnahe Dokumente, etwa seine Briefe, aber auch Interviews, bestätigt. Die Bedeutung, die der Person Adenauers zukommt, wird an späterer Stelle darzulegen sein. Die Außenpolitik der Bundesrepublik Deutschland findet ebenfalls Raum in vielen Einzelpublikationen. Hierbei ist allerdings festzustellen, dass sich die Mehrzahl dieser Publikationen auf die Zeit seit 1949, dem Gründungsdatum der Bundesrepublik, beschränkt. Eben durch dieses Ereignis, die Gründung des westdeutschen Staates, scheint diese von der Forschung vorgenommene Beschränkung
30 Stöver, Bernd, Die Bundesrepublik Deutschland, in: Bauerkämper, Arnd, e.a., (Hrsg.),
Kontroversen um die Geschichte, Darmstadt 2002, S. 14
31 FRUS (Foreign Relations of the United States), Diplomatic Papers, hrsg. vom Department of
State, Washington 1955 ff
32 Bundesarchiv Koblenz: Bestand Deutsches Büro für Friedensfragen (Z 35), Staatsarchiv
Bremen: Bestand Deutsches Büro für Friedensfragen (R Im Nr. 240/2/-52/)
12
gerechtfertigt, wenn auch anzumerken bleibt, dass das Auswärtige Amt erst im März 1951 offiziell neu eingerichtete wurde.
Bei dieser Einschränkung wird aber zudem übersehen, dass es sehr wohl erste Ansätze deutscher Außenpolitik schon bald nach dem Ende des Weltkrieges gegeben hat. Diese finden ihren Wiederhall jedoch zumeist lediglich in Werken zu ganz speziellen Themen, etwa der Geschichte des Deutschen Büros für Friedensfragen.
Die Person Großadmiral Dönitz betreffend ist erstaunlicher Weise kaum aktuelle Literatur vorhanden. Zu den aktuellsten Werken über Karl Dönitz zählt ein Beitrag des Historikers Guido Knopp für das ZDF aus der Reihe „Hitlers Helfer“.
2 Zusammenbruch und Neubeginn -
Deutschland 1945 bis 1949
Am Anfang war das Chaos. Doch aus den Trümmern des Deutschen Reiches erwuchs schon bald ein neuer demokratischer Staat. Eine Entwicklung, wie sie sich 1945 kaum ein Mensch vorstellen konnte. Ursache waren die weltpolitischen Konstellationen, die alle Beteiligten in der Deutschlandfrage zum Umdenken zwangen. Deutsche wie Siegermächte mussten ihre Vorstellungen über die Zukunft des ehemaligen Deutschen Reiches den Gegebenheiten der Zeit anpassen. Der erste Teil dieser Arbeit zeichnet zum einen den Prozess der Staatswerdung der Bundesrepublik vom Zusammenbruch des Deutschen Reiches ausgehend nach und soll zum anderen die Optionen und Einflussmöglichkeiten, die Deutsche für die Gestaltung des politischen Schicksales ihres Landes sahen, wiedergeben.
13
2.1 Deutschland 1945: Die Regierung Dönitz
„Lieber Wilhelm steig hernieder und regiere du uns wieder. Lass in diesen miesen Zeiten doch den Adolph oben reiten!“ 33 So war auf einem Schild zu lesen, welches dem Reiterstandbild Wilhelms I. an der Kölner Hohenzollernbrücke nach einem schweren Bombardement der Alliierten um den Hals hing. Etwas bescheidener waren die deutschen Soldaten: Sie wünschten sich „die Kleidung des Russen, die Ernährung des Engländers, als Gegner den Italiener und - dass Hitler der unbekannte Gefreite des Ersten Weltkrieges geblieben wäre! Gelegentlich sagte man auch, nach dem Kriege sollten alle Gefreiten erschossen werden. Warum? Die Schweinerei mit dem unbekannten Gefreiten soll uns nicht noch einmal passieren!“ 34
Doch all diese Wünsche blieben unerfüllt. Stattdessen endeten die kürzesten tausend Jahre der Weltgeschichte im Desaster und der Mann, der die Welt in einen erneuten Weltkrieg gestürzt hatte, hatte sich seiner Verantwortung durch Selbstmord entzogen. Zu seinem Nachfolger hatte er Großadmiral Karl Dönitz bestimmt. Dieser hätte Hitlers politischem Testament entsprechend den Krieg bis zum absehbaren, bitteren Ende fortführen sollen. Doch anders als von seiner Umgebung erwartet, schien der Großadmiral, von der Person Hitlers befreit und damit auch seines Eides ledig, sich nun nur noch dem eigenen „Wissen und Gewissen“ 35 verantwortlich zu fühlen.
Der Spielraum, der dem neuen Reichspräsidenten verblieben war, war jedoch sehr klein. Als Dönitz der Funkspruch aus dem Bunker der Reichskanzlei mit dem Auftrag, eine neue Regierung zu bilden, am 30. April 1945 in Plön bei Flensburg erreichte, war der endgültige, militärische Zusammenbruch „nur noch eine Frage von Tagen.“ 36 Es gab schon längst keinen zusammenhängenden Kriegsschauplatz mehr, und wenn auch der Berliner sarkastisch dazu bemerkte „Ick jlobe am deutschen Sieg, solange ick noch forn Jroschen von der Westfront an die Ostfront
33 persönliches Gespräch mit einer Zeitzeugin
34 Gamm, Hans-Jochen, Der Flüsterwitz im Dritten Reich, München 1963, S. 166, Hitler
bezeichnete sich oft selber als den „unbekannten Gefreiten“
35 Lüdde-Neurath, Walter, Regierung Dönitz. Die letzten Tage des Dritten Reiches. Göttingen
3 1964, S. 54
36 Hansen, Reimer, Die Kapitulation und die Regierung Dönitz, in: Becker, Winfried, Die
Kapitulation von 1945 und der Neubeginn in Deutschland: Symposion an der Universität
Passau, 30. - 31.10.1985, Köln/Wien/Böhlau, 1987, 32
14
fahren kann!“ 37 , so war doch absehbar, wann auch der letzte Vorrat an Material und Verpflegung zur Neige gehen würde.
Des weiteren hatten die Alliierten mit ihrer auf der Konferenz von Casablanca erhobenen Forderung nach der bedingungslosen militärischen und staatlichpolitischen Kapitulation der Bewegungsfreiheit einer deutschen Reichsregierung enge Grenzen gesetzt. „Die drei Großmächte hatten überdies in einer interalliierten Absprache vereinbart, grundsätzlich nur zwei Formen einer bedingungslosen Kapitulation zu akzeptieren:
1. die bedingungslose Gesamtkapitulation der deutschen Regierung und des Oberkommandos der Wehrmacht (OKW); sie müsse an allen Fronten und vor allen drei Großmächten gleichzeitig erfolgen und dürfe nur von den USA, der UdSSR und Großbritannien gemeinsam angenommen werden; 2. die lokal begrenzte, rein militärische Teilkapitulation einzelner Wehrmachtsverbände; sie müsse von dem Kommandeur einer deutschen Wehrmachteinheit angeboten und dürfe von dem entsprechenden alliierten Befehlshaber entgegengenommen werden. Sie könne Einheiten bis zu einer ganzen Front umfassen und fordere keine gemeinsame Aktion aller Großmächte.“ 38
Das Ziel der Regierung Dönitz war angesichts der auswegslosen Situation eine möglichst rasche Kapitulation der deutschen Wehrmacht, um weiteres Blutvergießen zu verhindern. Diese musste jedoch schrittweise erfolgen, wollte Dönitz seine Ziele verwirklicht sehen: Zunächst sollte die Westfront die Waffen strecken, wohingegen die Verbände der Wehrmacht im Osten weiterhin die Evakuierung der deutschen Zivilbevölkerung aus den Ostgebieten des Reiches decken sollten. Ferner sollte es einem möglichst großen Teil der Heeresverbände an der Ostfront ermöglicht werden, der sowjetischen Kriegsgefangenschaft zu entgehen und sich stattdessen in britische oder amerikanische Gefangenschaft zu begeben. Die von alliierter Seite geforderte bedingungslose Gesamtkapitulation widersprach somit den Absichten des Großadmirals. 39 Aus diesem Grunde suchte Dönitz eine Vereinbarung mit Feldmarschall Montgomery zu treffen, die es ihm
37 Gamm, Hans-Jochen, Der Flüsterwitz im Dritten Reich, a.a.O., S. 179
38 Hansen, Reimer, Die Kapitulation und die Regierung Dönitz, a.a.O., S. 33 f.
39 vgl.: Hansen, Reimer, Die Kapitulation und die Regierung Dönitz, a.a.O., S. 35
15
erlaubte, die bedingungslose Kapitulation aller Wehrmachtseinheiten in Nord-westdeutschland, den Niederlanden und Dänemark ohne die gleichzeitige bedingungslose Kapitulation der Wehrmachtsverbände im Osten herbeizuführen. Entgegen den alliierten Vereinbarungen war Montgomery mit Einschränkungen zu dieser Vereinbarung bereit.
Anders als Hitler hing Dönitz zwar nicht der Hoffnung an, der Tod des amerikanischen Präsidenten Franklin Delano Roosevelt am 12. April 1945 könnte zu einem Bruch der alliierten Kriegskoalition führen 40 , dennoch ließen ihn der Einfluss seiner Ratgeber sowie einige weitere Ereignisse „eine solche Perspektive als eine mögliche Entwicklung mit einbeziehen.“ 41 Zu diesen Ereignissen zählte neben dem Verhalten Montgomerys, das stillschweigende Akzeptieren der Enklave Flensburg durch die englische Armee auch über den 8. Mai hinaus, die Bezeichnung Dönitz` als designiertes „Oberhaupt des deutschen Staates“ 42 durch Churchill aber auch die auf deutscher Seite registrierte zunehmende Verstimmung zwischen den alliierten Kriegspartnern, etwa über die Polenfrage. Auch weite Teile der deutschen Bevölkerung und der Soldaten rechnete mit einer baldigen Wiederaufnahme der Kampfhandlungen gegen das bolschewistische Russland. 43 Schließlich hatten auch einige hochrangige amerikanische Offiziere nicht verschwiegen, dass ihrer Meinung nach der Krieg gegen die Sowjetunion weitergeführt werden solle, so etwa der amerikanische General George S. Patton. 44
Doch die Reaktion General Eisenhowers auf Dönitz Ansinnen sah völlig anders aus als die des Feldmarschalls Montgomery: Eisenhower drohte damit, den Bombenkrieg wieder aufzunehmen, sollte Dönitz sich weigern, die bedingungslose Gesamtkapitulation zu unterzeichnen. 45 Zudem zogen die Amerikaner noch einen sowjetischen Bevollmächtigten hinzu, um auf diese Weise den Eindruck der Ei- 40 Hitler hoffte auf eine Wiederholung der Ereignisse aus dem Sieben-Jährigen-Krieg 1756 -
1763. Preußen stand damals am Rande des Zusammenbruchs. Der plötzliche Tod der Zarin
Elisabeth Petrowna brachte deren Neffen, Peter III, auf den russischen Zarenthron. Dieser war
ein glühender Verehrer Friedrichs des Großen, weshalb er das Militärbündnis mit Österreich
zu Gunsten der Preußen für beendet erklärte. (vgl.: Krockow, Chris tian Graf von, Friedrich
der Große, Ein Lebensbild, München 5 1998, S. 89 f.)
41 Steinert, Marlies G., Die 23 Tage der Regierung Dönitz, Düsseldorf/Wien 1 1967, S. 293
42 Churchill, Winston, Reden 1945, Endsieg, Gesammelt von Charles Eade, Zürich 1950, S. 206
43 vgl.: Steinert, Marlies G., Die 23 Tage der Regierung Dönitz, a.a.O., S. 294
44 vgl.: Höfner, Karlheinz, Die Wiederaufrüstung Deutschlands, Willensbildung,
Entscheidungsprozesse und Spielräume westdeutscher Politik 1945 bis 1950, München 1990,
S. 95
45 vgl.: Hansen, Reimer, Die Kapitulation und die Regierung Dönitz, a.a.O., S. 36
16
genmächtigkeit zu verhindern. 46 Somit blieb Dönitz keine andere Wahl: Am 8. Mai 1945 erfolgte die bedingungslose militärische Kapitulation. Am 5 Juni schließlich - die Regierung Dönitz war bereits am 23 Mai verhaftet worden - trat auch die staatlich-politische Kapitulation in Kraft.
Mit dem Begriff „staatlich-politische Kapitulation“, der sowohl dem Völkerrecht 47 als auch dem Historiker unbekannt ist, wird zum Ausdruck gebracht, dass die gesamte Regierungsgewalt in die Hände der Alliierten übergegangen war. Es handelt sich hierbei dennoch mehr um einen juristischen, als um einen der historischen Fachterminologie entstammenden Begriff. „Die vorherrschende deutsche Staats- und Völkerrechtslehre vertritt nach wie vor die These, dass der deutsche Staat in Gestalt d es Deutschen Reiches im Jahre 1945 rechtsfähig geblieben sei, seine Willens- und Handlungsfähigkeit jedoch eingebüßt habe.“ 48 Diese Unterscheidung ist in sofern von Bedeutung, als dass später noch von der juristischen Stellung der Bundesrepublik Deutschland als Rechtsnachfolgerin des Deutschen Reiches zu sprechen sein wird.
Historiker und Politikwissenschaftler tun sich mit einer solchen Unterscheidung schwer. Für sie stellt sich in erster Linie die Frage des faktischen, durch empirische Vorgehensweise begründeten Zustandes. Dennoch kommen auch hier die Historiker zu unterschiedlichen Schlüssen, was das Ende des Dritten Reiches angeht. Sowohl der 8. Mai als auch der 23. Mai oder der 5. Juni 1945 werden genannt. 49
Die an dieser Stelle entscheidende Tatsache besteht darin, dass das Reich „de facto seine politische Handlungsfähigkeit bereits mit der bedingungslosen militärischen Gesamtkapitulation am 8. Mai 1945 verloren [hatte], de jure verlor es sie mit der Deklaration der bedingungslosen militärischen und staatlich-politischen Totalkapitulation am 5. Juni 1945.“ 50 Mit der militärischen Kapitulation am 8. Mai durch Feldmarschall Keitel und Generaloberst Stumpf in Berlin-Karlshorst (und zuvor, am 7. Mai in Reims durch Generaloberst Jodl) hatten die Alliierten von vornherein das Aufkommen einer neuen Dolchstoßlegende verhindert. Mit
46 Birke, Adolf M., Nation ohne Haus, Deutschland 1945 - 1961, Berlin 1998 3 , S. 13
47 vgl.: Dahm, Georg, Völkerrecht, Bd. I, Stuttgart 1958, in: Hansen, Reimer, Die Kapitulation
und die Regierung Dönitz, a.a.O., S. 39
48 Hansen, Reimer, Die Kapitulation und die Regierung Dönitz, a.a.O., S. 38
49 vgl.: Steinert, Marlies G., Die 23 Tage der Regierung Dönitz, a.a.O., S. 319 f.
50 Hansen, Reimer, Die Kapitulation und die Regierung Dönitz, a.a.O., S. 39
17
der staatlich-politischen Kapitulation vom 5. Juni hatten sie dann auch formell und offiziell die Regierungs- und Verwaltungsmacht in Deutschland übernommen.
Der Erfolg der Regierung Dönitz liegt in der nicht geringen Zahl deutscher Flüchtlinge aus den deutschen Ostgebieten und deutscher Soldaten, denen es das Verhandlungsgeschick des Hitler-Nachfolgers ermöglichte, sich Richtung Westen vor den heranrückenden Sowjettruppen zu retten. Die Schätzungen belaufen sich auf etwa 2 ½ bis 3 Millionen Soldaten und Zivilisten, denen die Flucht vor den russischen Truppen gelang. 51
Unabhängig von seiner Rolle während des Krieges findet diese Leistung unter Historikern durchweg positive Anerkennung. „Da die Alliierten grundsätzlich nicht von ihrer Unconditional-Surrender-Forderung abließen, hatte Dönitz zwar keinerlei Einfluss auf das „Dass“ oder „Ob“ der bedingungslosen Kapitulation, aber er nutzte die geringe, ihm als deutschem Staatsoberhaupt noch verbliebene Handlungsfreiheit, um das „Wie“ und „Wann“ in der für seine Pläne günstigsten Weise mitzubestimmen.“ 52 , so etwa Reimer Hansen in seinem Aufsatz „Die Kapitulation und die Regierung Dönitz“ aus dem Jahre 1985. Auch Herbert Michaelis bescheinigt Dönitz „ein geschicktes Vorgehen“ 53 und Karl Dietrich Erdmann schreibt, „dass unter der Verantwortung von Dönitz die Kapitulations-verhandlungen in dieser Endphase des Krieges mit großem Geschick geleitet worden sind und dass er das Bestmögliche aus dieser Situation herausholte.“ 54 Marlies G. Steinert, die ausdrücklich in ihrem Werk auf die Nähe Dönitz´ zum Nationalsozialismus verweist, urteilt: „Seit der Übernahme der Ämter des Staatsoberhauptes und des Oberbefehlshabers der Wehrmacht hat Karl Dönitz eine Haltung bewiesen, die Achtung verdient. Er ist in dieser kurzen Zeit zwar nicht, wie eine Zeitschrift schrieb, zu „antiker Größe“ emporgewachsen, hat aber den Mut gehabt, seine eigenen bedingungslosen Kampfparolen Lügen zu strafen und nur nach den Erfordernissen der Lage und seinem Gewissen zu handeln. 55
51 vgl.: Hansen, Reimer, Die Kapitulation und die Regierung Dönitz, a.a.O., S. 40
52 Hansen, Reimer, Die Kapitulation und die Regierung Dönitz, a.a.O., S. 41
53 Michaelis, Herbert, Der Zweite Weltkrieg 1939 - 1945, Frankfurt/M. 1972, in: Hansen,
Reimer, Die Kapitulation und die Regierung Dönitz, a.a.O., S. 41
54 Erdmann, Karl Dietrich, Die Regierung Dönitz. Über den Umgang mit Ereignissen der
jüngsten deutschen Geschichte, in: Geschichte in Wissenschaft und Unterricht 14 (1963), in:
Hansen, Reimer, Die Kapitulation und die Regierung Dönitz, a.a.O., S. 41
55 Steinert, Marlies G., Die 23 Tage der Regierung Dönitz, a.a.O. S. 342
18
2.2 Deutschland und der Alliierte Kontrollrat
Wer Außenpolitik betreibt, das heißt, seine Nation gegenüber anderen Nationen repräsentiert und ihre Meinung vertritt, muss auf gesicherter, staatsrechtlicher Basis stehen. „Es gehört zu einer der vielen Besonderheiten, mit denen die deutsche Außenpolitik nach 1945 konfrontiert wurde, dass diejenigen, die sie zu führen haben, sich zuerst vergewissern müssen, von welcher Qualität der Staat ist, den sie repräsentieren.“ 56 Gab es überhaupt noch einen Staat namens Deutsch-land? Und wenn ja, in welcher Beziehung stand er zum Deutschen Reich?
Diese Fragen beschäftigten jedoch die Mehrzahl der Deutschen in der unmittelbaren Nachkriegszeit kaum. Mit Kriegsende war die Zeit der Leiden noch lange nicht vorbei. „Erlöst und vernichtet in einem“ 57 kämpfte man noch immer ums Überleben. Sorgenvoll blickten die Deutschen in ihre Zukunft. In den letzten Kriegstagen scherzte man: „Genießt den Krieg, der Frieden wird schrecklich!“ 58 Der Feind waren nicht mehr die Amerikaner, Briten, Franzosen oder Russen - er hieß nunmehr „Hunger“. Der Beschaffung von Lebensmitteln war alles andere untergeordnet. Danach folgte die Sorge um ein Dach über den Kopf und genügend Heizmaterial, um den strengen Winter zu überleben. Die Sorge um das bloße Überleben der deutschen Bevölkerung genoss auch unter jenen Deutschen, die sich noch in Führungspositionen befanden, höchste Priorität. Der Wirtschaftsfachmann Gustav Stolper hatte auf Grundlage sämtlicher zur Verfügung stehender amtlicher Informationen den Zeitraum, den das deutsche Volk zur Beseitigung der Kriegsschäden benötigen würde, auf 30 Jahre geschätzt. 59
Dies spiegelt sich auch in den deutschen Karikaturen jener Zeit wieder. Kaum eine, die nicht das Elend der deutschen Bevölkerung aufgreift. Die politische Situation spielt - wenn überhaupt - nur ganz am Rande eine Rolle. Im Vordergrund steht viel mehr der Kampf um das Existenzminimum. In schlichter Klarheit bringt
56 Noack, Paul, Die Außenpolitik der Bundesrepublik Deutschland, Mainz 2 1972, S. 11
57 Heuss, Theodor, in: Hildebrand, Klaus, Integration und Souveränität. Die Außenpolitik der
Bundesrepublik Deutschland 1949 - 1982, Bonn 1991, S. 6
58 persönliches Gespräch
59 vgl.: Schwarz, Hans-Peter, Vom Reich zur Bundesrepublik, Deutschland im Widerstreit der
außenpolitischen Konzeptionen in den Jahren der Besatzungsherrschaft 1945 - 1949,
Stuttgart 2 1980, S. 596
19
dies eine Karikatur aus dem Jahre 1947 zum Ausdruck. Unter dem Titel „Kalorienwaage“ bildete der Karikaturist Henry Meyer-Brockmann lediglich eine Waage ab, deren Messanzeige in einen Totenkopf mündet. Eindringlicher ist die Hungersituation der ersten Nachkriegsjahre nicht darstellbar.
Die „große Politik“ spielte für die Deutschen zu diesem Zeitpunkt keine Rolle. Das Schicksal Deutschlands lag nach Ansicht der meisten Deutschen ohnehin völlig in der Hand der Sieger. „Diese waren nicht als Befreier, sondern als Besatzer eines besiegten Feindstaates gekommen.“ 61 Die von 1945 bis 1947 gültige amerikanische Direktive der Joint Chiefs of Staff (JCS) 1067, welche „Richtlinien für die in der ersten Zeit nach der Niederlage gegenüber Deutschland einzuschlagenden Politik“ 62 vorgab, machte unmissverständlich deutlich, dass jegliche „Verbrüderung mit deutschen Beamten und der Bevölkerung“ 63 zu unterbleiben habe. Weiter heißt es: „Hauptziel der Alliierten ist es, Deutschland daran zu hindern, je wieder eine Bedrohung des Weltfriedens zu werden. Wichtige Schritte zur Erreichung dieses Zieles sind die Ausschaltung des Nazismus und des Militarismus in jeder Form, die sofortige Verhaftung der Kriegsverbrecher zum Zwecke
60 Henry Meyer-Brockmann mit einer Anmerkung des Herausgebers, in: Pötzsch, Horst,
Deutsche Geschichte nach 1945 im Spiegel der Karikatur, München 1997, S. 12
61 Funke, Manfred, 1945: Ein Fragment namens Deutschland, Prägekräfte im Grenzraum
zwischen Katastrophe und Neubeginn, in: Aus Politik und Zeitgeschichte, Beilage zur
Wochenzeitschrift Das Parlament, B 1-2/95, 6. Januar 1995, S. 11
62 Direktive JCS 1067, in: Kleßmann, Christoph, Die Doppelte Staatsgründung, a.a.O., S. 352
63 Direktive JCS 1067, a.a.O. S. 353
20
Arbeit zitieren:
Christoph Riederer, 2003, Westdeutsche Besatzungszonen und Bundesrepublik Deutschland 1945-1955 - Optionen deutscher Außenpolitik, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Geschichte Europa - Deutschland - Nachkriegszeit, Kalter Krieg
Referat / Aufsatz (Schule), 56 Seiten
Ehre, Ehrlosigkeit und soziale Ausgrenzung in der Frühen Neuzeit. Scha...
Geschichte Europa - and. Länder - Mittelalter, Frühe Neuzeit
Seminararbeit, 19 Seiten
Gegenüberstellung BRD-DDR von 1945-1990
Geschichte Europa - Deutschland - Nachkriegszeit, Kalter Krieg
Referat / Aufsatz (Schule), 4 Seiten
Europarisierung als Weg zu Separatstaatlichkeit
Geschichte Europa - Deutschland - Nachkriegszeit, Kalter Krieg
Ausarbeitung, 8 Seiten
Neue Medien im Englischunterricht
Englisch - Pädagogik, Didaktik, Sprachwissenschaft
Hausarbeit (Hauptseminar), 28 Seiten
Deutsche Geschichte, Kalter Krieg und Ost-West-Konflikt 1945-1961
Geschichte Europa - Deutschland - Nachkriegszeit, Kalter Krieg
Referat / Aufsatz (Schule), 8 Seiten
Geschichte - Weltgeschichte - Allgemeines / Vergleiche
Hausarbeit (Hauptseminar), 25 Seiten
L'Italia e la Germania dopo la seconda guerra mondiale
Romanistik - Italienische u. Sardische Sprache, Literatur, Landeskunde
Seminararbeit, 41 Seiten
Content and language integrated learning - CLIL
Englisch - Pädagogik, Didaktik, Sprachwissenschaft
Diplomarbeit, 114 Seiten
Frankreich und das Problem eines westdeutschen Verteidigungsbeitrages ...
Politik - Internationale Politik - Region: Westeuropa
Seminararbeit, 20 Seiten
Geschichte Europa - Deutschland - Nachkriegszeit, Kalter Krieg
Referat / Aufsatz (Schule), 7 Seiten
Geschichte Europa - and. Länder - Mittelalter, Frühe Neuzeit
Hausarbeit, 27 Seiten
Der erste Versuch einer militä...
Geschichte Europa - Deutschland - Nachkriegszeit, Kalter Krieg
Examensarbeit, 91 Seiten
Konrad Adenauer - Die deutsche Politik von 1949 bis 1963 in Bezug auf ...
Geschichte Europa - Deutschland - Nachkriegszeit, Kalter Krieg
Referat / Aufsatz (Schule), 9 Seiten
Aufgaben und Möglichkeiten ein...
Geschichte Europa - and. Länder - Mittelalter, Frühe Neuzeit
Seminararbeit, 21 Seiten
Die Sicherheits- und Wehrpolit...
Geschichte Europa - Deutschland - Nachkriegszeit, Kalter Krieg
Wissenschaftliche Studie, 313 Seiten
Die Westpolitik Konrad Adenauers
Politik - Internationale Politik - Thema: Deutsche Außenpolitik
Seminararbeit, 13 Seiten
Christoph Riederer hat den Text Westdeutsche Besatzungszonen und Bundesrepublik Deutschland 1945-1955 - Optionen deutscher Außenpolitik veröffentlicht
Christoph Riederer hat einen neuen Text hochgeladen
Designpreis der Bundesrepublik Deutschland 2009 / Design Award of the ...
Rat für Formgebung
Literaturgeschichte der Bundesrepublik Deutschland
Von 1945 bis zur Gegenwart
Dirk von Petersdorff
Jahrbuch der historischen Forschung in der Bundesrepublik Deutschland....
Hans-Martin Hinz, Helmut Zedelmaier
Die Energiesicherheit der Bundesrepublik Deutschland
Nationale Interessen im geopol...
Sebastian Glatz, Gerd Langguth, Tilman Mayer
0 Kommentare