Inhaltsverzeichnis
1. Einleitendes Vorwort 2
2. Bundesministerium für Bildung und Forschung 3
3. Bundesinstitut für Berufsbildung 5
4. Analyse der Interaktion von BIBB und BMBF am Projekt JOBSTARTER
CONNECT 7
4.1 Programmstruktur JOBSTARTER CONNECT 7
4.2 Interaktion von BIBB und BMBF am Projekt JOBSTARTER CONNECT 10
5. Fazit 12
Quellenverzeichnis 14
Seite 1 Klose, Ann-Kathrin Bachelor Pädagogik Fachsemester 03
1. Einleitendes Vorwort
An der Gestaltung des deutschen Berufsbildungssystems sind sehr viele politische Akteure beteiligt. Zu diesen Akteuren zählen unter anderem, politische Parteien, Bundesregierung, Deutscher Gewerkschaftsbund, Arbeitgeberverbände, Bundesinstitut für Berufsbildung, Kultusministerien und Länderregierungen. Jeder einzelne hat bestimmte Interessen und Anforderungen an das Bildungssystem. Zur übersichtlicheren Darstellung teilt man diese politischen Akteure nach ihrer Zugehörigkeit ein, ob sie demzufolge auf Bundes- beziehungsweise auf Länderebene agieren. Ich möchte mich in dieser Hausarbeit auf zwei politische Akteure der Bundesebene konzentrieren. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (Gliederungspunkt 2) ist Teil der Bundesregierung. Deutschland besitzt insgesamt vierzehn Bundesministerien, die jeweils für die zugeteilten Aufgabenbereiche zuständig sind und mit der Kanzlerin zusammenarbeiten. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung ist die zuständige Organisation in Sachen Bildung und wird in ausführender Instanz von dem Bundesinstitut für Berufsbildung (Gliederungspunkt 3) unterstützt. Das deutsche Berufsbildungssystem, welches vor allem von der dualen Ausbildung verkörpert wird, ist bei Auszubildenden sehr beliebt. „Rund 60 Prozent eines Altersjahrgangs beginnen nach der allgemeinbildenden Schule eine Ausbildung in einem der rund 350 Ausbildungsberufe.“ 1 So positiv dies auch auf den Ausbildungsmarkt schließen lässt, so schlecht ist dessen Prognose. Einerseits verschlechtert sich die Lage auf dem Arbeitsmarkt dahingegen, dass Ausbildungsplätze fehlen, andererseits können Betriebe freie Ausbildungsplätze nicht besetzen. Die Plätze sind knapp, da sie von kulturellen Schwankungen der Wirtschaft abhängen und somit mal mehr oder weniger auf dem Mark angeboten werden können. Offene Lehrstellen, die angeboten werden, können, teilweise nicht besetzt werden, da die Unternehmen keine geeigneten Bewerber 2 finden. Auf Grund dieser Tatsache hat das Bundesbildungsministerium in Unterstützung des Bundesinstituts für Berufsbildung das Konzept JOBSTARTER COLLECT entwickelt, das als „lernendes Programm“ verstanden wird und somit auf aktuelle Entwicklungen auf dem Ausbildungsmarkt reagieren kann. Anhand dieses Projekts möchte ich die
1 Raskopp/ Meiborg, 2006, S.2
2 Anm.: Zugunsten einer flüssigeren Lesbarkeit wird im Folgenden auf eine grammatikalische Doppelbezeichnung von weiblichen und männlichen Subjektformen überwiegend verzichtet. Gebraucht wird zumeist die männliche Form zur Bezeichnung von Personen; darin eingeschlossen sind ausdrücklich weibliche Personen.
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Zuständigkeiten des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, des Bundesinstituts für Berufsbildung und dessen Interaktionen darstellen (Gliederungspunkt 4).
2. Bundesministerium für Bildung und Forschung
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gehört zur obersten Bundesbehörde und wird von Prof. Dr. Annette Schavan geleitet, welche einen Haushalt für das Jahr 2011 mit einem Gesamtvolumen von 11,6 Milliarden Euro zur Verfügung hat. 3 Die studierte Erziehungswissenschaftlerin, Philosophin und Theologin wird von zwei parlamentarischen Staatssekretären sowie zwei beamteten Staatssekretären unterstützt. 4 Der Hauptsitz des Ministeriums befindet sich, im „Zentrum der Wissenschaft“, in Bonn. Im „Zentrum der Politik“, Berlin, sind weitere Aufgabenfelder des Ministeriums untergebracht. Derzeit untergliedert sich das BMBF in acht Abteilungen, die gleichzeitig die thematischen Schwerpunkte des Ministeriums darstellen. 5 Neben der „Zentralabteilung“, die vor allem für Verwaltungsaufgaben zuständig ist, gibt es die Abteilung „Strategien und Grundsatzfragen“. Als Themenschwerpunkte bestehen hier Fragen bezüglich der Zusammenarbeit zwischen Bund und Ländern, die veränderten Bedingungen des Wissenschaftssystems oder die Chancengerechtigkeit in Bildung und Forschung. Der Bereich der „Europäischen und internationalen Zusammenarbeit in Bildung und Forschung“ beschäftigt sich mit einem immer mehr in den Vordergrund rückendem Hauptziel des BMBF, dem Ausbau der internationalen Beziehungen in Bildung und Forschung. Durch internationale Zusammenarbeit und multilaterale Gremien, wie zum Beispiel in den OECD-Strukturen, versucht das BMBF das immer wichtiger werdende Thema im Ministerium selbst, aber auch in der Bundesregierung zu diskutieren. Die Abteilungen „Berufliche Bildung“, „Lebenslanges Lernen“ oder „Wissenschaftssystem“ behandeln die Gestaltung bezüglich Ausbildung, Weiterbildung, Bildungsforschung und Entwicklung des Wissenschaftssystems, wie Hochschulen oder Forschungseinrichtungen. „Forschung für Innovation“, „Forschung für Gesundheit“ und „Forschung für Kultur, Grundlagen und Nachhaltigkeit“ beziehen sich vor allem auf die Zukunftsversorge, die
3 Vgl. BMBF, Haushalt, 2011
4 Vgl. BMBF, Leitung und Organisation, 2011
5 Vgl. Ebd.
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herausfinden soll, wer was und wie fördern soll. 6 Durch diese Schwerpunktsetzungen der verschiedenen Abteilungen soll vor allem eine Grundlage geschaffen werden, auf denen die Zukunft des Landes Deutschland aufgebaut werden kann. Aufgaben wie, Forschungsförderung, Begabtenförderung oder Förderungen des wissenschaftlichen Nachwuchses sollen helfen Bildung, Forschung und Innovation in Deutschland zu stärken und neue Impulse aus der Wissenschaft richtig einzusetzen. 7 Das BMBF als Bildungsministerium versteht sich als Helfer, die „Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland zu erhalten“. Nicht zu vernachlässigen ist die Pflicht des Bundesministeriums maßgeblich für die Gesetzgebung zu sein. Die Regierung besteht nach deutschem Grundgesetz aus dem Bundeskanzler und den zuständigen Bundesministern. Der Bundeskanzler besitzt kein direktes Weisungsrecht gegenüber den Ministern. Nach dem Ressortprinzip wird geregelt, dass jeder Minister für seinen Bereich eigenverantwortlich zuständig ist. Gesetze werden von den Ministern vorgeschlagen und nach dem Kollegialprinzip, also mehrheitlich, beschlossen. 8
Einer der Forschungsschwerpunkte des BMBF ist der Bereich der Berufsbildungsforschung. „Ziel der Berufsbildungsforschung ist es, die zentralen Herausforderungen für Innovation im deutschen Berufsbildungssystem zu identifizieren und konkrete Handlungsoptionen zur strukturellen Verbesserung der beruflichen Bildung zu erarbeiten.“ 9 Berufsbildungsforschung soll somit auf Entwicklungen im nationalen sowie internationalen Bereich der Berufsbildung achten. Sie soll dadurch neue Anforderungen ermitteln, die an die Ziele und Inhalte einer Berufsbildung gestellt werden und die Weiterentwicklungen bezüglich dessen vorbereiten. 10 Mit der Berufsbildungsforschungsinitiative (BBFI) des BMBF sollen „Informationen, Daten und Vorschläge in Form von Expertisen und empirischen Untersuchungen für bildungspolitisches Handeln generiert werden.“ 11 Da sich die bildungspolitischen Anforderungen stetig verändern und anpassen müssen, wird die Initiative flexibel behandelt. Das Modell BBFI orientiert sich an verschiedenen Schwerpunkten, die derzeit in der aktuellen Berufsbildungspolitik eine große Rolle spielen. Die unterschiedlichen Leitlinien werden aufgeteilt in „Demographischer Wandel und
6 Vgl. BMBF, Förderung in der Forschung, 2011
7 Vgl. BMBF, Ziele und Aufgaben, 2009
8 Vgl. Bundesregierung, Aufbau und Aufgaben, 2011
9 BMBF, Berufsbildungsforschung, 2011
10 Vgl. Ebd.
11 BMBF, Die Berufsbildungsforschungsinitiative (BBFI) des BMBF, 2010
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Ann-Kathrin Klose, 2011, Analyse der Interaktion von BMBF und BIBB am Beispielprojekt JOBSTARTER CONNECT, München, GRIN Verlag GmbH
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