Inhaltsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis 1
1. Einleitung 2
2. Theoretische Grundlagen 4
Solidarit ät 4
Ambivalenz 5
Bedingungen für intergenerationale Solidarität 6
Opportunit ätsstrukturen 6
Familiale Strukturen 6
Bed ürfnisstrukturen 7
Kulturell -kontextuelle Strukturen 7
Monet äre Hilfeleistungen 7
Instrumentelle Hilfeleistungen 8
3. Die Veränderung intergenerationaler Solidarität in Bezug auf
Unterst ützungsleistungen in Deutschland 9
Der Alterssurvey (DEAS) 9
Entwicklungen der Transfers 9
Entwicklungen der instrumentellen Transfers 11
Fazit 14
Literaturverzeichnis 15
Intergenerationale Solidarität in Bezug auf Unterstützungsleistungen: Veränderungen im Zeitraum 1996 bis 2008 in Deutschland
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Vergabe von Transfers an Familienmitglieder und Freundinnen und
Freunde ............................................................................................................. 10 Abbildung 2: Vergabe von instrumentellen Hilfen an Familienmitglieder und
Freundinnen und Freunde ................................................................................. 11 Abbildung 3: Wohnentfernung zum nächst wohnenden Kind ................................................ 12 Abbildung 4: Betreuung der Enkelkinder durch die Großeltern nach Alter ........................... 13
1
Intergenerationale Solidarität in Bezug auf Unterstützungsleistungen: Veränderungen im Zeitraum 1996 bis 2008 in Deutschland
1. Einleitung
Aufgrund der im Zuge des demographischen Wandels zunehmenden Veränderung der Altersstruktur in unserer heutigen Gesellschaft wird es immer wichtiger, den Fokus auf Generationenbeziehungen zu legen. Besonders ersichtlich wird dies, wenn man sich den Funktionskatalog dieser Art der persönlichen Beziehungen betrachtet. Vor allem Pflege und gegenseitige seelische Unterstützung sind grundlegende Erfordernisse, auf die eine Gesellschaft in hohem Maße angewiesen ist. Doch diese Anforderungen können stark davon abhängen, wie ausgeprägt die Solidarität zwischen den Generationen im Einzelnen ist. Aber was ist überhaupt mit Solidarität gemeint? „Eine allgemeine Theorie der familialen Generationenbeziehungen existiert bislang nicht und kann aufgrund der gegenwärtigen For- schungslagehier auch nicht entwickelt werden“ 1 . Es gibt jedoch Ansätze, welche Solidarität neben Markt und hierarchischer Organisation als eine dritte Form sozialer und gesellschaftspolitischer Steuerung ansieht 2 . Nach dieser Auffassung ist sie ein Regelmechanismus, welche als Bedingung kooperativer Verhaltensweisen gilt. Solidarische Steuerung meint nicht nur die eigene und gemeinsame Interessenverfolgung, sondern auch den Einbezug fremder Interessen in die Gestaltung von Handlungszusammenhängen. Kriterien der Handlungsbeurteilung erscheinen daraus als Balance von unterschiedlichen Normen und Interessen 3 . Um Solidarität zu operationalisieren und zu messen, werden phänomenologische Merkmale vorgeschlagen. Damit ist räumliche und soziale Nähe, Übereinstimmung, Ähnlichkeit des Denkens und Handeln gemeint 4 . Es werden bei dieser Herangehensweise jedoch unterschiedliche Kräfte der Beziehungsdynamik ausgelassen und in der Operationalisierung nicht berücksichtigt 5 . Somit wird impliziert, dass nur diese Muster auf die Gestaltung der Generationenbeziehung wirken. Generationensolidarität lässt sich daher, wie anfangs dargelegt, nicht wie eine Theorie verstehen, sondern als Versuch, das Verhältnis zwischen den Generationen zu erklären. Aus dieser Begriffseinführung wird unschwer klar, dass es einer sorgfältigen Analyse bedarf, um Generationensolidarität genauer zu skizzieren. Insofern liegt der Fokus des ersten Teils dieser Arbeit zunächst einmal darauf, was überhaupt mit Generationensolidarität im engeren Sinne gemeint ist und nach welchen Dimensionen unterschieden werden kann. Nachfolgend soll darauf eingegangen werden, wie es möglich ist,
1 Szydlik 2000: 33-34
2 Kaufmann 1984
3 Lüscher et al. 2000: 267
4 Roberts et al. 1991: 12
5 Lüscher et al. 2000: 269
2
Intergenerationale Solidarität in Bezug auf Unterstützungsleistungen: Veränderungen im Zeitraum 1996 bis 2008 in Deutschland
den Begriff zu operationalisieren und ihn empirisch messbar zu machen. Vor allem aber geht es vorrangig um die Auseinandersetzung mit der Frage, ob es in dem Zeitraum von 1996 bis 2008 einen Rückgang intergenerationaler Solidarität in Bezug auf Unterstützungsleistungen in Deutschland gegeben hat. Es wird zwischen Unterstützungsleistungen monetärer und instrumenteller Art unterschieden. Als Datenbasis wird der Alterssurvey herangezogen, welcher hauptsächlich eine detaillierte Beschreibung der Situation älterer Menschen liefert. Auch der siebte Familienbericht wird als Quelle verwendet, der 2005 von der Bundesregierung veröffentlicht wurde und einen präzisen Überblick über die allgemeine Familiensituation in Deutschland gibt.
3
Arbeit zitieren:
Gundolf Schneider, 2011, Intergenerationale Solidarität in Bezug auf Unterstützungsleistungen, München, GRIN Verlag GmbH
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