Inhalt
1. Einleitung 3
1.1 Vorgehen 4
2. Geographischer Überblick 5
2.1 Topographie 5
2.2 Geomorphologie 6
2.3 Klima 6
2.4 Böden 7
3. Gliederung Tunesiens 8
3.1 Einteilung und Abgrenzung 8
4. Hartlaubzone (mediterranes arido-humides Winterregengebiet) 10
Der nordtunesische mediterrane Landschaftsraum des Tell. 10
4.1 Abgrenzung 10
4.2 Klima. 10
4.3 Vegetation 10
5. Winterkalte Steppen und Wüsten (semiarid) 14
Die zentraltunesischen Steppenlandschaften 14
5.1 Abgrenzung 14
5.2 Klima. 15
5.3 Vegetation 15
6. Heiße Wüsten und Halbwüsten (subtropisch arides Klima) 18
Der aride Süden Tunesiens 18
6.1 Abgrenzung 18
6.2 Klima. 18
6.3 Vegetation 18
7. Zusammenfassung 20
Literatur 22
2
1. Einleitung
Zwischen den Vegetationszonen und den Klimazonen der Erde besteht eine enge Verbindung, da die Vegetation in hohem Maße von den Klimafaktoren Niederschlag, Temperatur und Luft beeinflusst wird. Da es sich bei den Vegetationszonen der Erde um theoretische Unterteilungen handelt, gibt es eine Vielzahl von unterschiedlichen Abgrenzungsmöglichkeiten. Meist wird eine Einteilung nach den klimatischen Verhältnissen vorgenommen. Tunesien erstreckt sich über mehrere geographische Großräume, die sich durch Topografie, Klima und Wasserhaushalt stark voneinander unterscheiden. Eine Einteilung Tunesiens in unterschiedliche Landschaftsräume ist so, vor allem, klimatisch bedingt, und korreliert somit stark mit der Einteilung der Erde in Vegetationszonen, wie sie beispielsweise C. Troll (1948) vorgenommen hat. Allgemein gesprochen kann so jedem, noch zu unterteilenden, Landschaftsteil Tunesiens eine zonale Vegetationsformation mit ihren klimatischen und vegetativen Eigenheiten zugeteilt werden. Anhand der vorliegenden Einteilung liegt Tunesien an einer Grenzzone, in der sich drei verschiedene Vegetationszonen finden lassen (vgl. Fischer, S. 76 ff), die ich in eine landschaftliche Gliederung Tunesiens einordnen werde.
Abb.1: Die natürliche Vegetation der Erde (Klink, S. 210/211, vom Autor überarbeitet)
Seite | 3
Der nordtunesisch mediterrane Landschaftsraum des Tell wird so der Zone der immergrünen Hartlaubgewächse (subtropisch, wechselfeucht) zugeteilt. Die zentraltunesischen Steppenlandschaften fallen vegetationsgeographisch in die Vegetationszone der winterkalten Steppen und Wüsten (kühl gemäßigt, wechselfeucht). Den ariden Süden Tunesiens möchte ich anhand der Zone der Wüsten und Halbwüsten (subtropisch, trocken) besprechen. (Vgl. Klink, S.110-112) Ich möchte hinzufügen, dass die in dieser Arbeit vorgenommenen Einteilungen keine natürlichen Grenzlinien darstellen, sondern im Gegenteil, fließende Übergänge zwischen den einzelnen Zonen herrschen.
Anhand eines Nord-Süd Profils möchte ich nun die erwähnten, für Tunesien wirksamen Vegetationszonen, anhand ihrer landschaftlichen Gliederung zunächst voneinander Abgrenzen, um diese dann im Einzelnen zu besprechen. Dies wird zeigen, wie sich der planetarische Wandel und die sich verändernde Kontinentalität in Tunesien bemerkbar macht, und wie sich die Vegetation vom Mittelmeer hin zur Wüste verändert und sich ihren ständig wechselnden Umweltbedingungen anpasst, also kurz gesagt wie sich der Wandel der Vegetation, vom Mediterran zur Wüste, vollzieht.
1.1 Vorgehen
Zunächst möchte ich einen kurzen geographischen Überblick über das Land Tunesien verschaffen, um die für die Arbeit interessanten Punkte Topographie, Geomorphologie, Klima und Böden darzulegen. Danach werde ich näher auf die bereits angesprochene Einteilung und Gliederung des Landes, in die für die Arbeit relevanten Vegetationszonen mit ihren zugehörigen Landschafträumen, eingehen, um diese dann im Hauptteil im Einzelnen vor allem bezüglich ihrer Vegetation und eines Wandels der Vegetation, zu behandeln.
Seite | 4
Abb.2:Geographischer Überblick über Tunesien (Eckert, S. 98, vom Autor überarbeitet)
2. Geographischer Überblick
2.1 Topographie
Die Republik Tunesien ist der kleinste der nordafrikanischen Maghreb-Staaten. Sie erstreckt sich zwischen dem Mittelmeer und der Sahara, zwischen 37° 20’ und 30° 10’ nördlicher Breite sowie zwischen 7° 30’ und 12° östlicher Länge. Die größte Nord-Süd-Ausdehnung beträgt rund 800 km, die mittlere Ost-West Ausdehnung rund 200 km. Im Norden und Osten wird das Land vom Mittelmeer, im Westen von Algerien, im Südosten von Libyen begrenzt. Die Mittelmeerküste
Seite | 5
hat eine ungefähre Länge von 1300 km. Mit einem Gesamtmaß von etwa 164.000 km² ist das tunesische Staatsgebiet etwa halb so groß wie Deutschland. (Vgl. Eckert, S. 98)
2.2 Geomorphologie
Der nördliche Bereich des Küstentellgebirges und der algerische Atlasbereich setzten sich in Richtung Norden, stark an Höhe abnehmend, von Algerien kommend, nach Tunesien hinein fort. Südlich der Dorsale haben sich in Zentraltunesien markante Schichtkammlandschaften herausgebildet, die Teile der Hochsteppenregion begrenzen. Die Nord-Süd streichenden langen Schichtkämme, vom Westrand des Kairouaner Beckens bis in den Raum Maknassy, begrenzen ungefähr das niedere Steppenland mit seinen weiten Flächen bis zur Sahelküste und das Steppenhochland Zentraltunesiens mit einem Anstieg auf bis 900 m. Weitere Schichtkämme in den Randgebieten ausgedehnter Antiklinalsysteme umgrenzen die südliche Ausdehnung des Steppenhochlandes und bilden eine Umrahmung des Schott Djerid. (Vgl. Mensching, S. 13)
2.3 Klima
Aufgrund der verschiedenartigen Topografie weist das Klima Tunesiens starke Unterschiede zwischen Nord und Süd bzw. zwischen West und Ost, also zwischen Küste und Binnenland auf. (Vgl. Eckert, S. 102) Hierbei kommt sowohl der planetarische Nord-Süd-Wandel klar zum Ausdruck als auch der höchst wirksam Ost-West-Wandel, der sich mit dem planetarischen Wandel überlagert. (Vgl. Mensching, S. 19) Der mildernde Einfluss des Mittelmeeres nimmt so von der Küste zum Landesinneren hin kontinuierlich ab. Die Niederschlagsmenge weist ein starkes Gefälle von Nord nach Süd auf. Dabei wirkt die Bergkette der Dorsale wie eine Klimascheide. (Vgl. Eckert, S. 102) Tunesien lässt so einen klimatischen Wandel vom, durch das Mittelmeer beeinflussten, mediterran-humiden bis zum saharisch-ariden Klima erkennen. Die winterlichen Luftmassen der atlantischen Polarfront stehen mit den Luftmassen der sommerlichen Tropenfront (Tropikfront) im Wechselspiel. Letzte bewirkt die lange sommerliche Trockenheit. Schon wenig südlich der Dorsale tritt kein humider Monat mehr auf. In Südtunesien macht sich fast das ganze Jahr der kontinental-saharische Einfluss bemerkbar. Allgemein unterscheiden sich die Küstengebiete von den
Seite | 6
Arbeit zitieren:
Benjamin Füger, 2011, Tunesien: Wandel der Vegetation - Vom Mediterran zur Wüste, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Formatvorlage (Microsoft Word) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Ha...
Für MS Word 2003 - Update 2010
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Formatvorlage (OpenOffice) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Hausar...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 35 Seiten
Formatvorlage / Vorlage zur Erstellung einer Diplomarbeit, Bachelorarb...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 15 Seiten
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit / Hausarbeit
Für MS Word 2007 - dotx
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Anleitung zum Erstellen schriftlicher Arbeiten: Der Aufbau einer wisse...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 20 Seiten
Erstellen einer schriftlichen Hausarbeit
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Hausarbeit, 14 Seiten
Grundtechniken wissenschaftlichen Arbeitens
Bibliografieren - Reden - Schr...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Skript, 46 Seiten
Ratgeber zur Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten. Diplomarbeiten - ...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 39 Seiten
Geowissenschaften / Geographie - Phys. Geogr., Geomorphologie, Umweltforschung: Tunesien: Wandel der Vegetation - Vom Mediterran zur Wüste ist nun auf dem Buchmarkt erhältlich
Geowissenschaften / Geographie - Phys. Geogr., Geomorphologie, Umweltforschung: neuer Titel erschienen: Tunesien: Wandel der Vegetation - Vom Mediterran zur Wüste
Benjamin Füger hat einen neuen Text hochgeladen
Studyguide for Foundations of Physical Education, Exercise Science and...
14th Edition Wuest &. Bucher, Cram101 Textbook Reviews
Wüsten - natürlicher und kultureller Wandel in Raum und Zeit
Leopoldina Meeting. Deutsche A...
Wolf Dieter Blümel
Outlines & Highlights for Foundations of Physical Education, Exercise ...
Cram101 Textbook Reviews
Hans Holbein und der Wandel in der Kunst des frühen 16. Jahrhunderts
Bodo Brinkmann, Wolfgang Schmid
0 Kommentare