Inhaltsverzeichnis
1. Vorwort 1
2. Einleitung 1
3. Apples Geschichte 2
3.1. Allgemeine Geschichte 2
3.2. Geschichte des iPhones (Verschiedene Versionen) 4
3.2.1. Das erste iPhone 4
3.2.2. iPhone 3G 5
3.2.3. iPhone 3GS 5
3.2.4. iPhone 4 5
3.2.5. iPhone 4S 6
4. Definitionen 6
4.1. Markenartikel 6
4.2. Smartphone 6
5. Die 4 P’s (Marketingmix) des iPhone 4 7
5.1. Product 7
5.1.1. Hardware 7
5.1.2. Software 8
5.1.3. Produktdesign 9
5.1.4. Die Appconomy 9
5.1.5. Der Kaufgrund „Apple“ oder der Applekult 10
5.2. Price 10
5.2.1. Preisstrategie 11
5.2.2. Herstellungskosten 11
5.3. Promotion 12
5.3.1. Keynotes 12
5.3.2. Fernseh- und Kinowerbung 12
5.3.3. „Gratiswerbung“ durch Medien 13
5.4. Place 14
5.4.1. Apple Online Store 14
5.4.2. Apple Stores 14
5.4.3. Vertragshändler 15
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6. Umfrage 16
6.1. Allgemeine Informationen 16
6.2. Neutrale Fragen (Item 1-4 8-11) 16
6.3. iPhone-Besitzer (Item 5, 12, 14 15) 17
6.4. Besitzer anderer Smartphones (Item 6, 7, 16 17) 18
6.5. Andere Apple Produkte (Vergleich Item 13 18) 18
6.6. Werbung (Item 20 21) 19
6.7. Fazit aus der Umfrage 19
7. Fazit 20
8. Schlusswort 21
9. Danksagung 21
10. Literatur- und Quellenverzeichnis 22
10.1. Bücher 22
10.2. Internet 22
10.3. Videos 26
11. Erklärung zur Maturaarbeit 27
12. Anhang 28
12.1. Abbildungen 28
12.2. Umfrageergebnisse 33
13.1. Interviewanfragen 52
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1. Vorwort
Mein Interesse an der Firma Apple entstand 2007, als das iPhone der ersten Generation auf den Markt kam. Die revolutionäre Steuerung per Touchscreen faszinierte mich. Weil ich es mir aber damals noch nicht leisten konnte, erwarb ich stattdessen einen iPod Touch, welcher auch die meisten Funktionen eines iPhones aufwies, aber um einiges günstiger war. Seither verfolge ich das Geschehen rund um die Firma Apple sehr stark, seien es die sogenannten Keynotes (Ankündigungen) von Apple oder die Gerüchte rund um neue Produkte auf Blogs wie www.macrumors.com. Somit war für mich schon lange klar, dass es sich bei meiner Maturaarbeit um die Firma Apple handeln wird. Im Frühjahr 2011, während der konkreten Themensuche, wurde das iPhone 4 das meistverkaufte Smartphone. Dies bewog mich, die Gründe für diesen Erfolg zum Thema meiner Arbeit zu machen.
2. Einleitung
Die Fragestellung, deren Beantwortung ich dieser Arbeit zum Ziel gesetzt habe, lautet: „Warum ist das iPhone erfolgreicher als vergleichbare Produkte?“. Ich wollte dabei den Fokus auf das, beim Start des Arbeitsprozesses neuste iPhone, das iPhone 4 setzen. Da jedoch einige Faktoren, die den Erfolg des iPhone 4 ausmachen, ebenfalls auf alle anderen iPhones applizierbar sind, wird in den jeweiligen Faktoren vom „iPhone“ im Allgemeinen geschrieben. Auf Faktoren, welche ausschliesslich das iPhone 4 betreffen, wird konkret hingewiesen.
Der erste Teil der Arbeit bildet der geschichtliche Hintergrund der Firma Apple und die Markteinführungen der wichtigsten Produkte, im Speziellen die verschiedenen iPhone Modelle.
Im zweiten Teil werden zentrale Begriffe definiert, die für das Verständnis der Thematik essentiell sind.
Der Hauptteil wird durch den dritten Teil der Arbeit gebildet, in welchem die Erfolgsfaktoren des iPhone 4, beziehungsweise des iPhone im Allgemeinen, aufgezeigt und erläutert werden. Dieser Teil ist anhand des Modelles der 4 P’s von Jerome McCarthy gegliedert.
Im abschliessenden Teil der Arbeit werden die zuvor behandelten Erfolgsfaktoren durch eine eigens erstellte Umfrage relativiert.
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3. Apples Geschichte
„Apple hat den Ölkonzern Exxon Mobil für kurze Zeit überholt. In einem volatilen Handel an der Wall Street am Dienstag stieg der iPhone- und iPad-Konzern zum wertvollsten Unternehmen auf.“ 1 (NZZ Online, 9. August 2011)
Die Firma Apple, Ursprung und Hauptsitz in Curpertino im Silicon Valley, war also kurze Zeit das wertvollste Unternehmen und wird es angesichts der unten aufgezeigten Wachstumszahlen wohl auch kurz- bis mittelfristig wieder werden. Eindrucksvoll ist vor allem die Entwicklung der Apple Aktie in den vergangenen Jahren. Im Dezember 2003 wurde die Aktie von Apple für unter 9 Dollar verkauft, acht Jahre später, im Dezember 2011, kostet die Aktie APPL schon über 400 Dollar. Dies entspricht einer Wertsteigerung von über 4300 Prozent. 2 3 4
Der Aufstieg der Firma Apple, von einem Unternehmen unter Freunden in einer Garage im Silicon Valley 5 zu einer der grössten Firmen der heutigen Zeit, wird in diesem Abschnitt aufgezeigt. Dabei wird spezifisch auf die Markteinführung der verschiedenen iPhone Versionen eingegangen.
3.1. Allgemeine Geschichte
Apple wurde am 1. April 1976 von Steven Paul Jobs und Stephen Gary Wozniak gegründet. Gründungsort war das Elternhaus von Steve Jobs in Los Altos bei San Francisco, einer Gegend, die aufgrund der konzentrierten Computer- und Halbleiterindustrie als Silicon Valley berühmt wurde. 6 Mit dem Apple I erfuhr Apple seinen ersten kommerziellen Erfolg. 50 Exemplare dieses Computers wurden dem Computer-und Elektronikhändler „Byte Shop“ verkauft. Durch den Werbespruch des Byte Shops für den neuen Computer von Apple: „Byte in an Apple“ entstand schliesslich das weltbekannte Logo der Firma Apple. Mit dem Apple II gelang der Firma 1977 der grosse Durchbruch. In diesem Jahr wies Apple einen Umsatz von 800‘000 Dollar auf, dieser Wert verzehnfachte sich im darauffolgenden Jahr. 1978 arbeiteten 60 Leute bei Apple, zwei Jahre später waren es bereits 1000. Der Apple III wurde 1980 der erste Flop des Unternehmens, die Kühlung war mangelhaft und die eingebaute Uhr funktionierte bei vielen Exemplaren nicht. Am 12. Dezember 1980 erfolgte der Börsengang von Apple, wobei 4.6 Millionen Aktien zum Preis von je 22 Dollar verkauft wurden. Der Aktienkurs
1 http://www.nzz.ch/finanzen/nachrichten/apple_steigt_kurzzeitig_zur_nummer_eins_an_us-boerse_auf_1.11849219.html
2 http://www.wallstreet-online.de/aktien/apple-aktie#t:10y||s:lines||a:abs||v:month||l:vol 3 http://finance.yahoo.com/echarts?s=AAPL+Interactive#chart2:symbol=aapl;range=20020701,20111228;indic ator=volume;charttype=line;crosshair=on;ohlcvalues=0;logscale=on
4 http://www.google.com/finance?q=NASDAQ%3AAAPL
5 http://www.silicon-valley-story.de/sv/sv_whatIsThat.html
6 http://www.brighternaming.com/Silicon_Valley_name.html
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stieg noch am ersten Tag um über 30 Prozent auf 29 Dollar. Mit dem Apple LISA wurde 1983 der Personal Computer neu definiert. Mit einer grafischen, statt der bis dahin rein textbasierten, Benutzeroberfläche und der Computermaus als Eingabegerät wurde der Vorreiter der heutigen PC’s geschaffen. Bei dieser Neuerung wurde Apple durch das Palo Alto Research Centers (PARC) unterstützt. Am 8. April 1983 wurde der CEO von Pepsi-Cola USA,
John Sculley,
neuer Geschäftsführer von Apple. Steve Jobs überzeugte Sculley mit der Frage: „Willst du den Rest deines Lebens Zuckerwasser verkaufen, oder willst du mit mir kommen und die Welt verändern?"
7
Der Macintosh, benannt nach der
Lieblingsapfelsorte des Initianten Jef Raskin, war das Nachfolgeprojekt des LISAs und wurde im Januar 1984 der Öffentlichkeit präsentiert. Der berühmte Super-Bowl-Werbespot zeigte den Macintosh, im Gegensatz zu den grauen, eintönigen IBM-Computern, als hippes Produkt. 1985 kam es zu Meinungsverschiedenheiten zwischen Steve Jobs und John Sculley, wobei der Verwaltungsrat von Apple im Sinne von Sculley handelte und Steve Jobs entliess. Jobs gründete daraufhin die Firma NeXT, die ein Betriebssystem auf UNIX Basis produzierte. Bei seiner späteren Rückkehr wird genau dieses zur Grundlage für die meisten neuen Apple Produkte. Währenddessen verkaufte sich der Macintosh gut und wurde um den Mac II erweitert. Mit dem Mac Portable wurde der Grundstein für das erfolgreiche Notebook Segment gelegt. 1993 betrug der Jahresumsatz von Apple bereits acht Millionen Dollar und die Firma hatte sich zum führenden Computeranbieter entwickelt. Mit dem Apple Newton lancierte die Firma unter John Sculley 1993 einer der ersten Personal Digital Assistants (PDA). Der Newton wird oft als Vorreiter des iPhones bezeichnet und wies auch gewisse Ähnlichkeiten auf. Es wurde ein tragbarer Computer mit berührungsempfindlichem Display geschaffen, der klein genug war, um in der Hosentasche Platz zu finden. 8 Da sich der Newton nicht wie gewünscht verkaufte, verliess John Sculley das Unternehmen, und Steve Jobs kehrte 1997 zu Apple zurück, wo er im September dieses Jahres zum neuen CEO ernannt wurde. Zusammen mit Steve Jobs, fand auch die Arbeit seiner zweiten Firma NeXT seinen Weg zu Apple und aus dem Betriebssystem NeXTSTEP wurde das neue iMac Betriebssystem OSX. Der iMac wurde 1998 lanciert und war das erste Apple Produkt, welches massgeblich auf das Design ausgerichtet war. Statt einem grauen, eckigen Gehäuse, war der iMac von einem abgerundeten, farbigen und halbtransparenten Kunststoff umhüllt. Dank des tiefen Preises, verkaufte sich der iMac sehr gut. Monatlich wurden bis zu 250‘000 Exemplare abgesetzt. Mit dem iBook wurde ein Jahr später der tragbare iMac vorgestellt. Aus dem iBook entstand nach und nach die MacBook-Reihe, welche bis heute verkauft wird. Genau wie die iMacs, sind auch die MacBooks sehr stark auf das Design ausgerichtet. An
7 http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,790187,00.html
8 http://oldcomputers.net/apple-newton.html
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einer Pressekonferenz (Keynote) wurde am 23. Oktober 2001 der erste iPod vorgestellt. Die Reaktionen waren gemischt, doch bereits 18 Monate später wurde der einmillionste iPod verkauft und Apple wies in diesem Segment jährliche Wachstumszahlen von über 400 Prozent auf. Die iPod-Reihe wurde jährlich um mindestens ein weiteres Modell erweitert. Mit dem anhaltenden Erfolg der iPods gewann auch die Musikabspiel Software iTunes an Bedeutung. 2003 startete der iTunes Music Store, in welchem man online Musik kaufen konnte. Mit 9.99 Dollar pro Album war dies eine komfortable und preisgünstige Alternative zum CD-Kauf. Es brauchte aber viel Überzeugungsarbeit seitens Apple, um die wichtigen Organe der Musikindustrie mit ins Boot zu holen. Der iTunes Music Store feierte grosse Erfolge und entwickelte sich zum iTunes Store, indem zusätzlich zu Musik auch Hörbücher, Podcasts und Filme angeboten wurden. Apple wuchs vom reinen Computerhersteller zum Anbieter von Consumer Electronics. 9 10 11 12
3.2. Geschichte des iPhones (Verschiedene Versionen)
3.2.1. Das erste iPhone
Apples Idee in den Mobiltelefonmarkt einzusteigen entstand 2005. Apple erkannte die Gefahr, dass der Markt der MP3-Player und damit auch des iPods schrumpfen wird, weil modernere Mobiltelefone ebenfalls Musik speichern und abspielen konnten. Steve Jobs beauftragte das iPod-Team, aus dem bestehenden iPod ein Mobiltelefon zu konstruieren. Da das Navigieren mittels Click Wheel, wie zum Beispiel beim Wählen von Telefonnummern, sehr umständlich war, wurde das bis dahin geheime Projekt, welches die Machbarkeit eines Tablet-Computers prüfte, hinzugezogen. Es entstand ein Mobiltelefon mit einem verglasten 3.5 Zoll Display, welches durch Berührungen mit den Fingern bedient werden konnte. Der integrierte ARM-Chip war mit 412 Megahertz getaktet und wurde durch 128 Megabyte Arbeitsspeicher unterstützt. Das erste iPhone wurde in einer 4 bzw. 8 Gigabyte Speicherkonfiguration verkauft. Die Preise lagen bei 499 bzw. 599 Dollar inklusive einem zweijährigen Vertrag mit AT&T. Das iPhone wurde am 9. Januar 2007 an der Apple Messe MacWorld vorgestellt und ging am 29. Juni dieses Jahres in Amerika in den Verkauf. Bereits am ersten Verkaufswochenende wurden eine halbe Million Exemplare verkauft. 13 14 (siehe Abbildung 1)
9 Isaacson, Walter: „Steve Jobs“
10 Young, Jeffrey: „Steve Jobs und die Erfolgsgeschichte von Apple“ 11 http://www.macprime.ch/applehistory/geschichte/
12 http://www.videoportal.sf.tv/video?id=84dabb6a-27c0-4ef6-86d5-eee001ce040d
13 Isaacson, Walter: “Steve Jobs”, S.547-557
14 http://www.macprime.ch/applehistory/geschichte/die-geschichte-des-iphones
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3.2.2. iPhone 3G
Am 11. Juli 2008 startete der Verkauf des iPhone 3G. Die neue Version erhielt ein anderes Design und wurde für das neue 3G Netz aufgerüstet, welches dem Nutzer erlaubte mit bis zu 7 Mbps Daten aus dem Netz zu laden. 15 Zeitgleich mit dem iPhone 3G erschien auch die runderneuerte iPhone Software 2.0, die es dem Nutzer ermöglichte, Programme (Apps) aus dem App Store herunterzuladen und so das Mobiltelefon nach eigenen Wünschen mit zusätzlichen Funktionen auszustatten. 16 Der Preis sank auf 199 Dollar und 299 Dollar für die 8 bzw. 16 Gigabyte Modelle. 17 (siehe Abbildung 2)
3.2.3. iPhone 3GS
Am 8. Juni 2009 erschien das iPhone 3GS 18 , welches sich äusserlich kaum von seinem Vorgänger unterschied. Lediglich die Hardware wurde aufgerüstet. Ein 600 Megahertz Prozessor und 256 Megabyte Arbeitsspeicher wurden eingebaut. Die Kamera und die Batterielaufzeit wurden ebenfalls leicht verbessert. 19 Im Herbst 2009 hatte Apple bereits 30 Millionen iPhones in 87 Ländern verkauft und wurde bereits zwei Jahre nach dem Markteinstieg zu einem der grössten Smartphone-Hersteller der Welt. 20
3.2.4. iPhone 4
Die Ankündigung des iPhone 4 erfolgte am 7. Juni 2010 und ab dem 24. Juni wurde es verkauft. Die Preise blieben im Vergleich zum iPhone 3GS unverändert bei 199 bzw. 299 Dollar (inklusive Zweijahresvertrag), konnten aber nun mit 16 bzw. 32 Gigabyte punkten. 21 Mit dem iPhone 4 wurde das Design des iPhones komplett überarbeitet, die Rückseite bestand nun ebenfalls komplett aus Glas. 22 Weitere Neuerungen sind im Abschnitt „5.1. Product“ ersichtlich. Innerhalb von drei Tagen wurden bereits mehr als 1.7 Millionen Stück verkauft. 23 Die Absatzmenge des iPhone 4 überholte die des iPhone 3GS und das neue iPhone 4 wurde zum derzeit meist verkauften Smartphone. Eine Marktuntersuchung der NPD Group ergab, dass das iPhone 4 auch im dritten Quartal 2011 immer noch das bestverkaufte Smartphone war. 24 (siehe Abbildung 3)
15 http://searchtelecom.techtarget.com/definition/3G
16 http://www.macprime.ch/applehistory/geschichte/die-geschichte-des-iphones/P5
17 http://www.engadget.com/2008/06/09/iphone-3g-is-finally-official/
18 http://www.everymac.com/systems/apple/iphone/specs/apple-iphone-3g-s-specs.html
19 http://www.apple.com/iphone/iphone-3gs/specs.html
20 http://www.macprime.ch/applehistory/geschichte/die-geschichte-des-iphones/P5
21 http://www.engadget.com/2010/06/07/iphone-4-announced/
22 http://www.apple.com/iphone/iphone-4/specs.html
23 http://www.unwiredview.com/2010/06/28/apple-iphone-4-sales-more-than-1-7-million-in-the-first-week-end/
24 http://www.npdgroup.com/wps/portal/npd/us/news/pressreleases/pr_111114a
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3.2.5. iPhone 4S
Die Ankündigung, des bis anhin neuesten iPhones, war nicht wie erwartet im Sommer 2011, sondern erfolgte erst im Herbst 2011. Aufgrund von Lieferverzögerungen der japanischen Zulieferfirmen durch den Tsunami in Japan im März 2011 25 , konnte das iPhone 4S erst am 14. Oktober in den Verkauf gebracht werden. 26 Äusserlich liessen sich kaum Unterschiede zum iPhone 4 feststellen, aber hardwaretechnisch hat sich einiges verändert. Neu befindet sich ein Zweikernprozessor im Innern des Mobiltelefons und die Kamera wurde massiv verbessert. Eine zusätzliche Erweiterung durch das Sprachsteuerungs-Feature Siri, ermöglicht dem Nutzer durch Sprachbefehle gewisse Funktionen des iPhone 4S zu steuern. 27 Das iPhone 4S wurde drei Tage nach Verkaufsstart über vier Millionen Mal verkauft. 28
4. Definitionen
4.1. Markenartikel
Bei einer Kultmarke wirkt zusätzlich zum emotionalen Wert von Markenartikeln ein mythologischer Wert. Dieser manifestiert sich zum Beispiel in einem Lebensgefühl (Lifestyle) oder der Identifikation mit der Kultgemeinde. Weiter bestechen Kultmarken durch Tradition, Beständigkeit, besonderem Design und ausgefallener Werbung. 29 30
4.2. Smartphone
Smartphones sind Mobiltelefone mit zusätzlichen Funktionen, wie zum Beispiel dem Zugang zum mobilen Internet oder dem Versenden von E-Mails. Anders als herkömmliche Mobiltelefone besitzen Smartphones komplexere Betriebssysteme (Android, iOS etc.). 31 Üblicherweise wird ein mobiles Telefon als Smartphone bezeichnet, wenn dieses ein berührungsempfindliches Display (Touchscreen) besitzt und die Möglichkeit besteht, Programme von Drittanbietern (Apps) auf dem Gerät zu installieren.
25 http://www.huffingtonpost.com/2011/03/11/japan-earthquake-tsunami_n_834380.html
26 http://www.digitaltrends.com/mobile/japan-disaster-could-delay-iphone-5-disrupt-pc-supply-chain/
27 http://www.tipb.com/iphone-4s/
28 http://www.apple.com/pr/library/2011/10/17iPhone-4S-First-Weekend-Sales-Top-Four-Million.html
29 http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Archiv/135586/kultmarke-v3.html 30 http://www.bvm.org/user/vom_mythos_um_die_kultmarke_121004.pdf
31 http://cellphones.about.com/od/smartphonebasics/a/what_is_smart.htm
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5. Die 4 P’s (Marketingmix) des iPhone 4
Einzig ein gutes Produkt zu entwickeln bedeutet noch nicht, dass sich dieses auch gut verkauft. Die Absatzmenge eines Produktes wird durch folgende vier massgebende Faktoren beeinflusst:
• Product (Produktgestaltung)
• Price (Preisgestaltung)
• Place (Vertrieb)
• Promotion (Kommunikation / Werbung)
Im Konzept der 4 P's von Jerome McCarthy wirken diese Faktoren zusammen und ergeben den Marketingmix. 32
5.1. Product
Bei der Einführung des ersten iPhones im Jahr 2007 wurde dieses neue Produkt als Synthese aus einem iPod (MP3-Player) mit Touchscreen, einem Mobiltelefon und einem mobilen Internet-Kommunikationsgerät bezeichnet. 33 Das iPhone 4 ist aber weit mehr als das. Im Abschnitt „Product“ wird die Produktpolitik des iPhone 4 analysiert und Vergleiche zu anderen Smartphones gezogen.
5.1.1. Hardware
Während das erste iPhone noch als State of the Art 34 galt, sind die neueren Modelle hardwaretechnisch von ihrer Vorreiterrolle abgekommen. Bei Ausstattungsmerkmalen wie dem Prozessor (A4-Prozessor, 1 Ghz), dem eingebauten RAM 35 (512 MB) und der Kamera (5 Megapixel mit LED-Flash) sind die Verbesserungen hinsichtlich des iPhone 3GS vielmehr zeitgemäss als zukunftsweisend. 36 Das HTC Evo 4G, welches noch vor dem iPhone 4 auf den Markt kam, übertrifft dieses sogar in den meisten Hardwareaspekten. 37
Es gibt jedoch zwei hardwaretechnische Neuerungen, die das iPhone 4 wesentlich von den Konkurrenzprodukten distanzierten, einerseits die Antennenarchitektur und andererseits die neue Bildschirmtechnik.
Die Antennen (UMTS, GPS, WiFi und Bluetooth) waren nicht traditionell im Innern des Mobiltelefons angesiedelt, sondern bildeten als Aluminiumband das Gehäuse des
32 Diverse Autoren: „Wirtschaft und Recht - Grundlagen“, S. 169 - 178
33 http://itunes.apple.com/us/podcast/apple-keynotes/id275834665 (Keynote vom 9. Januar 2007)
34 http://dictionary.cambridge.org/dictionary/business-english/state-of-the-art
35 http://searchmobilecomputing.techtarget.com/definition/RAM
36 http://www.engadget.com/2010/06/22/iphone-4-review/
37 http://htcevoreview.com/category/specs/
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iPhones 4. Diese Neuerung erntete aber mehr Kritik als Lob, da die Empfangsleistung, je nachdem wie man das Gerät in der Hand hielt, stark beeinträchtigt wurde. 38 Apple gestand diesen Hardwarefehler später auch ein. 39
Auch beim neuen Bildschirm ging Apple seinen eigenen Weg. Während andere Hersteller auf die aufkommenden Amoled-Displays setzten, baute Apple im iPhone 4 ein LCD-Display ein, welches mit 326 dpi (Pixel pro Zoll) auflöst. Dank dieser hohen Auflösung sind einzelne Pixel mit einem üblichen Abstand zu den Augen nicht mehr zu erkennen, 40 daher auch die Namensgebung nach der Netzhaut („Retina“) des menschlichen Auges, 41 (siehe Abbildung 4). Diese Displaytechnologie war die einzige Hardwarekomponente, die das iPhone 4 massgeblich von anderen Smartphones abhob. Samsung erreichte mit den neuen Super AMOLED Plus Displays zwar nicht die hohe pro-Zoll-Auflösung des Retina Displays, jedoch bestach dieses mit einer besseren Farbdarstellung und grösserem Kontrast. 42
5.1.2. Software
Die Software eines Produktes stellt die Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine dar. Apple achtet bei der Programmierung ihrer Software immer auf eine intuitive Steuerung. Die iPhone Software iOS (früher iPhone OS 43 ) ist eine abgespeckte Version des Betriebssystem der Apple Computer „Mac OSX“. 44
Die iPhone Software ist komplett auf die Usability angesetzt. Im iOS waren zwar, verglichen mit Konkurrenzprodukten, nicht viele neue Funktionen enthalten, jedoch wurden die bekannten Funktionen hinsichtlich der Hardware optimiert. Steve Jobs beschrieb diese Wichtigkeit der Optimierung der Funktionen im iPhone wie folgt: „Wenn unsere Werkzeuge nicht funktionieren, machen wir uns selbst Vorwürfe, zu dumm oder zu ungeschickt zu sein … Wenn unsere Werkzeuge kaputt sind, fühlen wir uns hilflos. Und wenn jemand ein Werkzeug repariert, fühlen wir uns gleich ein bisschen besser.“ (Isaacson, 2011)
Der Erfolg von iOS lässt sich damit erklären, dass die Software- und Hardwareentwicklung Hand in Hand vollzogen wurde. Während zum Beispiel Android an dutzende Produktelinien und hunderte Modelle angepasst werden muss, ist das iOS auf lediglich drei Produktlinien (iPhone, iPad und iPod Touch) und nur wenigen Modellen installiert. Dadurch kann das Programmieren optimiert und bei gleichen
38 http://news.cnet.com/8301-31021_3-20008898-260.html
39 http://www.apple.com/pr/library/2010/07/02Letter-from-Apple-Regarding-iPhone-4.html
40 http://www.pcworld.com/article/198201/iphone_4s_retina_display_explained.html
41 http://www.biokurs.de/skripten/12/bs12-36.htm
42 http://www.cnet.com/8301-17918_1-20056639-85.html
43 http://www.iphonehacks.com/2010/06/iphone-os-4-now-called-ios-4-release-date-june-21.html
44 http://itunes.tugraz.at/media/items/ios_application_development_2011_pdf/1298970896-02_-_iOS.pdf
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Arbeit zitieren:
Lukas Schor, 2012, Erfolgsgeschichte iPhone: Analyse eines Kultobjekts, München, GRIN Verlag GmbH
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