Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung. 3
1.1 Einführung und Problemstellung. 3
1.2 Aufbau der Arbeit. 3
2 Die Friedrich-Schiller-Universität Jena. 4
2.1 Überblick: Jena und Universität. 4
2.2 Die Friedrich-Schiller-Universität als regionaler Wirtschaftsfaktor. 6
2.3 Die Friedrich-Schiller-Universität als regionaler Kulturfaktor. 8
3 Ein Städtevergleich mit Gera 10
3.1 Kurzüberblick: Gera. 10
3.2 Vergleich: Jena - Gera. 11
4 Zusammenfassung. 13
5 Literaturverzeichnis. 15
Anhang. 16-20
2
1 Einleitung
1.1 Einführung und Problemstellung
Welche Bedeutung hat die Friedrich-Schiller-Universität für die Stadt Jena ? Eine Universität hat nicht nur die Aufgabe, Wissen zu produzieren. Sie ist zudem Arbeitsplatzgarant und fördert den Zuwachs wissenschaftlicher Hochqualifizierter aus anderen Landesteilen. Aus diesem Grund siedeln sich Forschungsunternehmen und Firmen vornehmlich in Universitätsstädten an, weil Anbindungen und Kooperationen mit der Hochschule gegeben sind. Je mehr Unternehmen sich dadurch in der Stadt etablieren, desto größer wird ihre regionale Attraktivität.
Aufgrund solcher Entwicklungstendenzen stellt sich für mich die Frage, ob und wie es sich für die Stadt Jena lohnt, Universitätsstadt zu sein. Im Rahmen meiner Hausarbeit möchte ich erörtern, welche Relevanz die Universität Jena als Wirtschafts- und Kulturfaktor für die Stadt selbst hat.
1.2 Aufbau der Arbeit
Die Hausarbeit gliedert sich in drei Kapitel. Der zweite Abschnitt, der den Schwerpunkt meiner Untersuchung darstellt, analysiert, ausgehend von einem Stadtüberblick, die Friedrich-Schiller-Universität (FSU) Jena als Wirtschafts- und Kulturfaktor. Dabei werde ich Quartalsberichte des Jahres 2010 von Jena als Grundlage der statistischen Zahlen und Erhebungen verwenden.
Im Anschluss erfolgt ein Städtevergleich mit Gera hinsichtlich der wirtschaftlichen- und kulturellen Faktoren. In diesem Kapitel soll am Beispiel einer vergleichsweise ähnlich großen Stadt aufgezeigt werden, was es für Disparitäten ausmachen kann, ein bzw. kein Universitätsstandort zu sein. Die Zusammenfassung im letzten Abschnitt resümiert die wichtigsten Aspekte der Arbeit und bewertet diese.
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2 Die Friedrich-Schiller-Universität Jena
2.1 Überblick: Jena und Universität
Jena ist eine kreisfreie Stadt, welche an der Saale liegt und mit einer Einwohnerzahl von 104.232 1 Einwohnern die zweitgrößte Stadt Thüringens hinter Erfurt steht. Sie ist demzufolge eine Großstadt und zugleich Universitätsstadt.
Schon seit Ende des 19. Jahrhunderts wurde Jena durch die Zeiss- und Schottwerke mit der feinmechanisch - optischen Industrie international bekannt. Gerade die Zusammenarbeit von Carl Zeiss, Ernst Abbe und Otto Schott führten zu einer bis dahin nicht gekannten Verbindung von Wissenschaft, Forschung und Produktion.
Jena ist bedeutungsvolles Zentrum der Optik -und Glasindustrie der Firma Carl Zeiss bis heute. Die Industriestadt modifizierte sich nach der deutschen Wiedervereinigung zu einer Wissenschafts- und Bildungspromenade. Die Stadt Jena wurde im Jahr 2008, dem Jahr des 450-jährigen Bestehens der Universität, als „Stadt der Wissenschaft“ 2 gekürt. Im Laufe der Zeit haben sich in der Universitätsstadt viele Forschungsinstitute niedergelassen. Der JenTower - ein 159 Meter hoher Turm mit Spiegelglasfassade ist das höchste Bürohochhaus in den Neuen Bundesländern und Zentrale zugleich, in dem sich sämtliche Firmen und Organisationen (u.a. Intershop Communications AG, ePages GmbH, jena.tv) befinden. Kulturell hat Jena Vieles zu bieten, u.a. die Kulturarena, die Jenaer Philharmonie, der Botanischen Garten, das Theaterhaus , das Zeiss-Planetarium, die Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek, die Volkshochschule und das Volksbad Jena. Die Wagnergasse als Mittelpunkt des Jenaer Nachtlebens, wo viele Kneipen und Cafés ansässig sind, ist für viele Studenten und Touristen immer eine beliebte Promenade.
1 Bevölkerungszahl Jenas (Stand: 30.6.2010 / Thüringer Landesamt für Statistik) s. Tab. T4
2 s. Artikel der Homepage von Jena:
http://www.jena.de/sixcms/detail.php?id=122587&_nav_id1=8371&_lang=de [Stand: 14.03.2011]
4
Die Friedrich-Schiller-Universität, im Jahr 1558 gegründet, stellt mit etwa 20.744 3 Studierenden die größte Hochschule Thüringens 4 dar. Sie besteht aus zehn Fakultäten (u.a. Sozial - und Verhaltenswissenschaften, Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät, Medizinische Fakultät) und ist prädestiniert für ihre forschungs- und praxisbezogenen, gut organisierten Studiengänge, ihre hervorragenden Rahmenbedingungen für die Lehre (CHE-Ranking) sowie die effektive Verknüpfung von Wissenschaft und Wirtschaft. Literarische Geistesgrößen wie Johann Wolfgang von Goethe, Friedrich Schiller 5 und Philosophen wie Georg Wilhelm Friedrich Hegel lehrten in Jena, was der Universität ein besonderes historisches Gepräge verleiht.
Die Universität Jena ist einer der größten Arbeitgeber der Stadt bzw. der Umgebung. Im Jahr 2009 sind an der Hochschule über 6.252 6 Beschäftigte angestellt, von denen etwa 3000 Wissenschaftler an der Universität, an der Fachhochschule bzw. an den Universitätskliniken forschen. Die FSU kooperiert zudem mit über 250 Universitäten und Forschungsinstituten weltweit. Sie ist deshalb Mitglied der Coimbra-Gruppe 7 . Durch die Universität hat sich Jena zu einer der innovativsten Städte Deutschlands entwickelt.
3 Studierendenzahl für das Wintersemester 2010/11 (s. Anhang: Tab. T3); laut einem Bericht vom 18.10.2010 des „idw - Informationsdienst Wissenschaft“ beträgt die aktuelle Zahl derzeit 21.378 Studenten -> http://idw-online.de/de/news392113 [Stand: 14.3.2011]
4 s. Anhang: Tab. T10
5 Namensgeber der Universität, der hier ab 1789 als Professor für Geschichte wirkte
6 s. Anhang: Tab. T9
7 Coimbra-Gruppe ist ein Verband europäischer Universitäten, welcher das Ziel hat, kulturelle und wissenschaftliche Verknüpfungen zum Nutzen aller Mitglieder zu schaffen -> http://www.coimbragroup.eu/
5
2.2 Die Friedrich-Schiller-Universität als regionaler Wirtschaftsfaktor
Nachdem ein kurzer Überblick über Jena und die Friedrich-Schiller-Universität gegeben wurde, möchte ich im Folgenden anhand von mehreren Teilaspekten analysieren, welche Bedeutung die Universität als regionaler Wirtschaftsfaktor für die Stadt hat.
Eine wichtige Basis sind die Studenten in Jena. Ein Blick auf die steigenden Studierendenzahlen (siehe Tabelle Tx) verdeutlicht, dass die Zahl der Studenten in den letzten Jahren gestiegen bzw. konstant geblieben ist. Was bedeutet das für die Stadt ?
Tx: Studierendenzahlen der Universität Jena im Wintersemester von
In Jena leben etwa über 100.000 Menschen, von denen rund ein Viertel Studenten (aus Hochschulen und Fachhochschulen) sind. Aufgrund der immensen Einwohnerzahlen erhält die Stadt Jena den sogenannten „Großstadtstatus“ 8 , der sie deshalb mit finanziellen Zuschüssen vom Land vergütet. Diese Gelder sind für Jena enorm wichtig für die wirtschaftliche Stadtentwicklung. Dadurch kann die Stadt an der Saale sämtliche Sanierungen, Kulturprojekte, Bau- und Investitionsausgaben finanzieren.
8 Großstadtstatus ist Zustand, dass Großstädte nach einer Begriffsbestimmung der Internationalen Statistikkonferenz von 1887 alle Städte mit mindestens 100.000 Einwohnern sind
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Arbeit zitieren:
Justus Hasler, 2011, Die Friedrich-Schiller-Universität als regionaler Wirtschafts- und Kulturfaktor, München, GRIN Verlag GmbH
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