Inhaltsverzeichnis
1) Vorbemerkung 3
2) Die öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten 4
3) Organigramm des WDR 5
4) Die ARD 5
5) Die 20.00 Uhr-tagesschau der ARD 6
6) Kosten der tagesschau 6
7) Tagesablauf in der Redaktion 7
8) Aufbau der tagesschau 8
9) Mündlichkeit und Schriftlichkeit 9
10) Text und Bild in der tagesschau 12
11) Wodurch zeichnet sich die tagesschau aus? 16
12) Bibliographie 18
Die folgende Hausarbeit untersucht das Verhältnis von Schriftlichkeit zu Mündlichkeit, von Text zu Bild in der Nachrichtensendung „tagesschau“ 1 , die jeden Abend um 20.00 Uhr in der ARD ausgestrahlt wird.
Text soll hier verstanden werden nicht nur als schriftliches, kohärentes Sinnkonstrukt, sondern auch als mündlich artikulierte Informationskumulation.
Der Fokus liegt darauf, wie die verschiedenen Möglichkeiten der oben genannten Medien in der tagesschau genutzt und wie sie miteinander kombiniert werden.
Daneben soll die tagesschau definiert und als Nachrichtenmagazin in Entstehung und Aufbau und im Kontext einer Informationsgesellschaft betrachtet werden.
1 Als Eigenname kleingeschrieben.
Die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten sollen für die „Grundversorgung“ der Bevölkerung sorgen. Dieser Begriff umfasst im Einzelnen:
• Bereitstellung eines vielfältigen und umfassenden Angebots an Information, Bildung, Beratung und Unterhaltung für alle Teile der Bevölkerung.
• Das Bemühen um eine wahrheitsgemäße, umfassende und freie Berichterstattung (Meinungsvielfalt, Objektivität, Seriosität) und das Setzen professioneller Standards. • Die besondere Berücksichtigung von Minderheiten- und Teilinteressen, die ggf. von privaten Sendern nicht offeriert werden (können).
• Bei Nachrichten und Information die schwerpunktartige Berücksichtigung von gesellschaftlich-relevanten Themen und die Mitwirkung an der freien Willens- und Meinungsbildung der Bevölkerung. 2
Verantwortlich für das Programm ist bei den öffentlich-rechtlichen Sendern der Intendant 3 .
„Ihn kontrollieren Rundfunk- und Verwaltungsräte sowie in einigen Fällen Programmbeiräte. Die Aufsichtsgremien, in denen von den Parteien über die Gewerkschaften und Kirchen, die Arbeitgeberorganisationen und die kulturellen Institutionen die sogenannten gesellschaftlich relevanten Gruppen vertreten sein sollen, haben sich häufig von einer Interessenvertretung für die Gesellschaft zu einer Gesellschaft von Interessenvertretern entwickelt. Das vom Bundesverfassungsgericht, von den Rundfunkgesetzen und Staatsverträgen geforderte Eintreten für die Interessen der Allgemeinheit wird in der Praxis häufig von parteipolitischen Präferenzen überlagert.“ 4
2 Vgl. Kliment, Tibor/Brunner, Wolfram: Fernsehen in Deutschland o. O. 1998. In: Hamm, Ingrid (Hrsg.): Die Zukunft des dualen Systems, Gütersloh 1998, S. 231-322.
3 Intendant des WDR ist Fritz Pleitgen, der alle vierzehn Tage sonntags den „Presseclub“ moderiert.
4 Meyn, Hermann: Massenmedien in Deutschland, überarb. Neuaufl., Berlin 1996, S. 122.
5
Organigramm des WDR als größte Anstalt der ARD
5
Verwaltungsrat
Fernseh- und Hörfunkdirektion, Verwaltungsdirektion, Justitiariat
Die öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten finanzieren sich zu einem großen Teil aus den Rundfunkgebühren, die über die Gebühreneinzugszentrale (GEZ) zentral koordiniert werden, aber auch aus anderen Erträgen wie Rechteverwertung o. Ä. Anfangs durften sie keine Werbung senden 7 , heute finanzieren sich die öffentlich-rechtlichen Anstalten aber z. T. auch dadurch. Die Rundfunkgebührenerträge der ARD lagen 1998 bei 8,4 Milliarden DM., die Werbefunkumsätze bei 352 DM (für alle Rundfunkanstalten der ARD gemeinsam, einschließlich Hörfunk). Das entspricht rund vier Prozent der Gebührenerträge. 8
Die ARD
Die ARD ist die „Arbeitsgemeinschaft der Rundfunkanstalten Deutschlands“. Die ARD koordiniert und gestaltet das Erste Deutsche Fernsehen (seit 1.02.1954). Die Landesrundfunkanstalten betreiben daneben die dritten Fernsehprogramme sowie Hörfunk. „Die gemeinsamen Nachrichtensendungen der ARDaktuell-Redaktion (Sitz beim NDR in Hamburg-Lokstedt) sind u. a. die verschiedenen Ausgaben der Tagesschau (sic!), die Tagesthemen und der Wochenspiegel.“ 9
5 © Ausbildung im WDR, HG WDR Köln, 10. Auflage, Köln 1998.
6 ARD-Vorsitzender ist seit 2003 der NDR-Intendant Prof. Jobst Plog.
7 Auch heute ist es nach 20.00 Uhr noch nicht erlaubt, Werbung einzublenden.
8 Vgl. Media Perspektiven Basisdaten: Daten zur Mediensituation in Deutschland 1999, S. 10/11.
9 Monaco, James: Film und Neue Medien, Reinbek bei Hamburg 2000, S. 15.
Arbeit zitieren:
Alexander Linden, 2003, Textualität in der "tagesschau", München, GRIN Verlag GmbH
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Sylke Tempel, Tobias Kaufmann
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