Gliederung:
1. Vorwort
2. Autismus - Bild einer Störung
2.1. Krankheitsbild
2.2. Entstehungsursachen für Autismus
2.3. Erscheinungsbild
2.4. Verhaltensstörungen
2.4.1. Hyperaktivität und Aufmerksamkeitsstörungen
2.4.2. Angststörungen
2.4.3. Zwangsstörungen
2.4.4. Tics
2.4.5. Schlafstörungen
2.4.6. Aggression und Autoaggression
3. Förderung autistischer Menschen
3.1. Personenzentriertes Arbeiten
3.2. TEACCH
3.2.1. Strukturierung
3.3. Gestützte Kommunikation
4. Autismus und Schule
5. Möglichkeiten der personalen und sozialen Integration
6. Der förderliche Umgang mit autistischen Kindern und Jugendlichen
6.1. Beziehungen
6.2. Kommunikation
6.3. Eltern
6.4. Strukturierung
6.5. Therapie
7. Quellenverzeichnis
3
autismus ist einn gefängnis schlimmer als im planmäßigen strafvollzug es gibt kinder die versuchen auszubrechen therapeuten stellen leitern an die mauern damit flucht aber fliehen mmüssen wir selbst und wir wissen niht was draßen ist habe angst schutzlos zu sein und in welt zu sein die fremd ist ich beobachte planmenschen und will sein wie sie aber unter uns die gefängnismauern lassen gute kinder nicht raus und zum überfliss gibt es auch keine begnadigung kinder haben träume und pläne und möchten traurig und fröhlich sein und ernst genommen werden und manchmal aus dem gefängnisfreigang haben und wenn ttausende sich entscheiden richtig zukunft zu inbibb
1. Vorwort
Bis vor wenigen Jahren noch relativ unbekannt, verbinden heute mehr Menschen eine konkrete Vorstellung mit dem Begriff „Autismus“. Neben diversen Beiträgen in den Medien trug sicherlich auch der Film „Rain Man“ mit Dustin Hoffmann in der Hauptrolle wesentlich dazu bei. Meisterhaft wird hier e i n e Erscheinungsform des Autismus dargestellt. Ein einheitliches Bild, das alle Betroffenen gleichermaßen charakterisiert, gibt es aber nicht. Dazu ist einfach die Bandbreite der möglichen Symptome zu groß. Im November 2000 wurde in der Ortschaft G. die erste Wohngruppe für autistische Kinder und Jugendliche in Niedersachsen eröffnet. In zwei Gruppen zu je sechs, werden hier Kinder im Alter zwischen 3 und 18 Jahren in familienähnlichen Strukturen ganzheitlich betreut und gefördert. Wie ihre Altersgenossen auch, gehen diese Kinder und Jugendlichen tagsüber aus dem Haus, um eine ihren individuellen Fähigkeiten und Bedürfnissen entsprechende Schule zu besuchen. Ein Team von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern verschiedener Berufsfelder wie Erzieher, Sozialpädagogen und Heilerziehungspflegern gestalten den Tagesablauf und halten Kontakt zum Elternhaus, zu Ärzten und den Schulen. Im Dachgeschoss des Hauses ist auch ein 5-Tage-Internat untergebracht.
Ich arbeite dort seit Eröffnung der Einrichtung, anfangs im Internat, nun in den Wohngruppen für autistische Kinder und Jugendliche.
Mit der vorliegenden Arbeit möchte ich, wie schon dem Titel zu entnehmen ist, die Erkrankung Autismus ansatzweise beschreiben. Bedingt durch Vorgaben des Umfanges einer Prüfungsleistung ist jedoch lediglich ein oberflächlicher Streifzug möglich. Versucht werden soll jedoch das Krankheitsbild ausführlich zu beschreiben und ein kleines Spektrum
4
an Fördermöglichkeiten für Menschen mit einer autistischen Störung aufzuzeigen. Die vorliegende Arbeit erhebt dabei keineswegs den Anspruch der Vollständigkeit. Ergänzt und aufgelockert werden soll sie durch Gedanken von Kindern und Jugendlichen die Wohngruppen und Internat unserer Einrichtung besuchen und mit Hilfe der Gestützten Kommunikation mitgeteilt worden.
2. Autismus - Bild einer Störung
Das Wort Autismus entstammt dem Griechischem und bedeutet „selbst“. Selbstbezogenheit oder Ich-Zentriertheit im Sinne einer Abkapselung von der Umwelt sind hier jedoch unzureichende Beschreibungen dieser Erkrankung denn Autismus definiert sich als „tiefgreifende Entwicklungsstörung, die zu schwerer Mehrfachbehinderung führt“, so die International Classification of Diseases, ICD-10 Nr. F84.0. Diese Erkrankung wird auch als frühkindlicher Autismus oder infantiler Autismus bezeichnet. Sie gilt bis zum gegenwärtigen Zeitpunkt als nicht heilbar, auch wenn immer wieder von einzelnen Heilerfolgen berichtet wird. Durch spezifische individuelle Förderung und angemessene Lebensbedingungen können die betroffenen Menschen jedoch bis in das dritte Lebensjahrzehnt in ihrer Persönlichkeitsentwicklung erhebliche positive Fortschritte erzielen. Offenkundig ist hierbei, dass das Syndrom „in seinen verschiedenen Äußerungsformen kein abgrenzbares Krankheitsbild ist, sondern eine veränderte Lebens- und Entwicklungsform des Menschen darstellt, die auf verschiedene Ursachenkonstellationen begründet sein kann“. (Lempp, 95)
Schon die Erstbeschreiber autistischer Störungen, Asperger und Kanner haben erkannt, dass die Störungen als angeboren beziehungsweise in allerfrühester Kindheit entstanden angesehen werden müsse. Heute rechnet man autistische Störungen zu den tiefgreifenden Entwicklungsstörungen, die in der 10. Fassung der von der Weltgesundheitsorganisation herausgegebenen Klassifikation psychischer Störungen wie folgt definiert wird: „Eine Gruppe von Störungen, die durch qualitative Beeinträchtigungen in gegenseitigen Interaktionen und Kommunikationsmustern, sowie durch ein eingeschränktes, stereotypes,
5
sich wiederholendes Repertoire von Interessen und Aktivitäten charakterisiert sind. Diese qualitativen Abweichungen sind in allen Situationen ein grundlegendes Funktionsmerkmal der betreffenden Person, variieren jedoch im Ausprägungsgrad. In den meisten Fällen besteht von frühester Kindheit an eine auffällige Entwicklung. Mit nur wenigen Ausnahmen sind die Störungen seit den ersten fünf Lebensjahren manifestiert. Meist besteht eine gewisse allgemeine kognitive Beeinträchtigung, die Störungen sind jedoch durch das Verhalten definiert, das nicht dem Intelligenzniveau des Individuums entspricht, sei dieses nun altersentsprechend oder nicht“.(ICD-10 265)
Autismus offenbart sich in unterschiedlichen Schweregraden und Erscheinungsformen, es ist eine lebenslange Störung, die in der frühen Kindheit sichtbar wird und durch Defizite auf drei Gebieten gekennzeichnet ist, nämlich durch:
• soziale Defizite im Sinne qualitativer Auffälligkeit der gegenseitigen sozialen Interaktion;
• abnormale Kommunikation, nämlich qualitativer Auffälligkeiten in der Kommunikation und Sprache und
• stereotypes, repetitives Verhalten.(Prouska 136)
2.1. Krankheitsbild
Nach international festgelegten Kriterien ist die „Autistische Störung“ (Autistisches Syndrom, Asperger Syndrom, Kanner Syndrom, Frühkindlicher Autismus) eine schwere Form einer früh beginnenden „tiefgreifenden Entwicklungsstörung“, die kognitive, emotionale, interaktive, sprachliche und motorische Funktionsdefizite umfaßt. Verursacht wird die autistische Mehrfachbehinderung innerhalb der ersten drei Lebensjahre eines Kindes durch Störungen in der frühen Entwicklung des zentralen Nervensystems.
2.2. Entstehungsursachen für Autismus
Nach wie vor ungeklärt sind die Ursachen die zur Entstehung von Autismus führen können. Als relativ gesicherte Erkenntnis gilt jedoch, dass es sich beim frühkindlichen Autismus um eine hirnorganisch bedingte Entwicklungsstörung handelt. Autismus wird auch im Zusammenhang mit bestimmten körperlichen Störungen und angeborenen Erkrankungen genannt. Auch sind bei Autisten eine höhere Rate an Komplikationen während der
6
Arbeit zitieren:
René Brandt, 2002, Autismus - Skizzen einer Erkrankung, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Förderschwerpunkt Autismus: Symptome, Ursachen, Therapieansätze
Pädagogik - Heilpädagogik, Sonderpädagogik
Hausarbeit (Hauptseminar), 17 Seiten
Autismus - Die Symptomatik der autistischen Störungen - Pädagogische K...
Pädagogik - Pädagogische Psychologie
Hausarbeit, 34 Seiten
Elternarbeit in Vorarlberg bei stationär untergebrachten sozial- und g...
Pädagogik - Heilpädagogik, Sonderpädagogik
Diplomarbeit, 113 Seiten
TEACCH - ein Ansatz zur Förderung von Menschen mit Autismus
Pädagogik - Heilpädagogik, Sonderpädagogik
Hausarbeit (Hauptseminar), 38 Seiten
Storage Area Network - Grundlagen und Basistechnologie
Informatik - Technische Informatik
Hausarbeit, 27 Seiten
Propaganda Audiovisuell - Nationalsozialistische Propaganda in Film- u...
Geschichte Europa - Deutschland - Nationalsozialismus, II. Weltkrieg
Hausarbeit (Hauptseminar), 26 Seiten
Geschichtspropaganda im NS-Spielfilm
Geschichte Europa - Deutschland - Nationalsozialismus, II. Weltkrieg
Seminararbeit, 18 Seiten
Bodenmeliorationsverfahren - ein Überblick
Geowissenschaften / Geographie - Geologie, Mineralogie, Bodenkunde
Seminararbeit, 14 Seiten
Jugendarbeit mit gewaltbereiten Jugendlichen
Möglichkeiten zwischen sozialp...
Sozialpädagogik / Sozialarbeit
Studienarbeit, 53 Seiten
Fremdwahrnehmung und Selbstwahrnehmung einer autistischen Störung im K...
Pädagogik - Heilpädagogik, Sonderpädagogik
Vordiplomarbeit, 20 Seiten
Strategisches Wissensmanagement in Hotelbetrieben - Nutzen und Grenzen
Hausarbeit, 20 Seiten
Jugend und Migration im Sport - Analysen und Probleme
Zwischenprüfungsarbeit, 23 Seiten
Autismus und soziale Integration - soziale und therapeutische Hilfeans...
Sozialpädagogik / Sozialarbeit
Hausarbeit, 20 Seiten
Autismus - "Da können Kinder nicht sprechen, oder?"
Pädagogik - Pädagogische Psychologie
Skript, 18 Seiten
Autismus - Diagnose, Merkmale, Krankheitsverlauf
Pädagogik - Heilpädagogik, Sonderpädagogik
Seminararbeit, 29 Seiten
Frühkindlicher Autismus - Symptome, Ursachen und Therapien
Psychologie - Lernpsychologie, Intelligenzforschung
Hausarbeit (Hauptseminar), 24 Seiten
Was ist eigentlich ein Soziolekt? Der Einfluss sozialer Faktoren auf d...
Seminararbeit, 28 Seiten
Der frühkindliche Autismus - Schwerpunkt: Behandlungs- und Fördermetho...
Sozialpädagogik / Sozialarbeit
Vordiplomarbeit, 27 Seiten
René Brandt hat den Text Autismus - Skizzen einer Erkrankung veröffentlicht
René Brandt hat einen neuen Text hochgeladen
Egon Schiele. Erotisches Skizzen
Gustav Klimt. Erotisches Skizzen
Gruppenangebote zur Förderung ...
Anne Häußler, Christina Happel, Antje Tuckermann, Mareike Altgassen, Katja Adl-Amini
Kinder mit Autismus-Spektrum-Störungen (ASS)
Ein Praxishandbuch für Therape...
Vera Bernard-Opitz
KONTAKT - Frankfurter Kommunikations- und soziales Interaktions-Gruppe...
Fritz Poustka, Sven Bölte, Evelyn Herbrecht
Diagnose und Therapie von Autismus-Spektrum-Störungen
Grundlagen und Praxis
Simon Baron-Cohen, Sven Bölte, Christine Freitag, Herbert Roeyers, Tania Rothe, David Skuse, Ronnie Gundelfinger, Hans-Christoph Steinhausen
0 Kommentare