Inhaltsverzeichnis
1. EINLEITUNG. 1
2. URSACHEN REGIONALER ENTWICKLUNGSUNTERSCHIEDE IN DEN
USA. 2
2.1. DIFFERENZIERUNG BETRACHTETER REGIONEN 2
2.2. NEUERE ENTWICKLUNGEN IN RURALEN US-COUNTIES 2
2.3. NEUERE ENTWICKLUNGEN IN US-STÄDTEN. 5
2.3.1. Bildungsstand der Bürger und Beständigkeit der Immobilien als
Einflu ßgrößen städtischer Entwicklung. 5
2.3.2. Bedürfnisse der Konsumenten als Einflußgröße städtischer Entwicklung 7
2.3.3. Entwicklungstrends der großen US-Städte während der letzten Dekade 9
2.3.4. Mögliche Folgen des 11. September 2001 für New York und US-Städte. 10
3. SCHLUßBEMERKUNG. 12
II
Abbildungsverzeichnis
Abb. 1: ERS 2002a , eigene Darstellung.
Abb. 2: McGranaham 1999 : 9, Figure 3.
Abb. 3: McGranaham 1999 : 16, Figure 8.
Abb. 4: Glaeser, Shapiro 2001b : 37, Figure 1.
Abb. 5: Glaeser, Kolko, Saiz 2000 : Data Appendix, Figure 1.
Abb 6: Glaeser, Shapiro 2001b : 38, Figure
Abkürzungen und Symbole
Abb. Abbildung
ALQ Arbeitslosenquote Anh. Anhang B Bestimmtheitsmaß r Korrelationskoeffizient
Im Modell unter 2.3.1. und in Anhang 9 & 10 verwendete Symbole
U Nutzenniveau der Umwelt W Löhne A „Amenities“: Anreize, in der Stadt zu wohnen CBD „Central Business District“: Zentrum für Arbeit und Konsum d Distanz zum CBD
R(d) Miete in Abhängigkeit von der Entfernung zum CBD R(0) Miete im CBD (d=0) T Transportkosten pro Entfernungseinheit C Kosten des Neubaus eines Hauses δ „Immobile Verfallquote“: Parameter, der die Anzahl der in der Periode verfallenen Häuser angibt r Zinssatz N Maß für die Umschreibung der Einwohnerzahl, der Anzahl der Häuser und der genutzten Fläche N/2 Stadtgrenze
1
1. EINLEITUNG
Die USA stellen auf ihrer Fläche von 9,36 Millionen Quadratkilometern einen in vielerlei Hinsicht äußerst heterogenen Staat dar. Dieser erstreckt sich in Ost-West-Richtung über den gesamten Nordamerikanischen Kontinent, etwa 4300 Kilometer weit, wodurch mit dem Pazifik im Westen und dem Atlantik im Osten jeweils eine lange Küstenlinie in Nord-Süd-Richtung gebildet wird. Es ergibt sich für die Einwohner die Möglichkeit, innerhalb ihres Staates in jedem klimatischen Umfeld, vom polaren Alaska bis zu den tropischen Florida Keys, zu leben. Doch wie sahen die Bevölkerungswanderungen innerhalb der USA in den vergangenen Jahren tatsächlich aus und wodurch könnten sie ausgelöst worden sein ? Gibt es ähnliche regionale Entwicklungen hinsichtlich Bevölkerungs- und Arbeitsplatzentwicklung ? Warum leben in 12 der 15 größten Städte der Vereinigten Staaten heute weniger Menschen als noch 1950 (Glaeser, Gyourko [2001]: 2) und woher kommt die zunehmende Armut in den amerikanischen Städten ? Diese und weitere Fragen sollen im Rahmen dieser Arbeit näher untersucht werden.
Im Jahre 2000 lebten 281 Millionen Menschen in den USA, wovon sich 80 % auf städtisch und 20 % auf ländlich geprägte Regionen verteilten (vgl. ERS [2002b] für die Definitionen städtisch (metro) / ländlich (nonmetro)). Zwischen 1980 und 1992 gewannen Städte mittlerer Größe (z.B. Suburbs) gegenüber kleinen und großen Städten an Bedeutung (vgl. Anh. 8).
130 Bevölkerungsindex (1980=100)
125 120 115 110 105 100 95
1980 Jahr
Die Arbeitslosenquote (ALQ) der USA betrug im Jahre 2000 4,0 %, wobei die städtische ALQ mit 3,9 % unwesentlich geringer ausfiel als die ländliche ALQ mit 4,4 % (ERS [2002a]). All diese hochaggregierten Zahlen repräsentieren die einzelnen Beiträge aller Regionen der USA, zeigen jedoch keine Unterschiede zwischen diesen auf. Vor allem geben sie aber keine Hinweise darauf, welche Einflußfaktoren sich positiv oder negativ auf die Entwicklung einer Region auswirken können.
Regionale Entwicklung besitzt als Ursache das Wirken des Menschen. In einer nicht besiedel- ten Region findet nur die natürliche Entwicklung statt. Lediglich Transport- und Versorgungs-
2
infrastruktur zwischen besiedelten Regionen stören dann dieses Bild. Menschen siedeln dort, wo sie eine umfassende Befriedigung ihrer Bedürfnisse erwarten. Diese Bedürfnisse variieren in großem Maße durch die Individualität der Menschen, weshalb Regionen verschieden starke Anziehungskraft auf den einen oder anderen ausüben. Das Streben nach steigender Bedürfnisbefriedigung stellt die Triebkraft menschlicher und damit auch regionaler Entwicklung dar. Ein möglichst hohes Einkommen (bzw. Kapitalrendite bei Unternehmen) dient als wichtige Basis der Bedürfnisbefriedigung, ist aber nicht die einzige Ursache menschlicher Siedlungsentscheidungen (vgl. Anh. 6). Im folgenden sollen Faktoren untersucht werden, die Einfluß auf die regionale Entwicklung der USA haben.
2. URSACHEN REGIONALER ENTWICKLUNGSUNTERSCHIEDE IN DEN USA
2.1. DIFFERENZIERUNG BETRACHTETER REGIONEN
In dieser Arbeit werden subnationale Regionen der Vereinigten Staaten von Amerika und damit Territorien einer Volkswirtschaft betrachtet. Diese Gebiete sind infolgedessen nicht durch formale Grenzen voneinander getrennt, so daß keine ökonomischen Barrieren wie etwa Zölle oder Währungsrisiken betrachtet werden müssen (Maier, Tödtling [1996]: 15f.). Die USA sind in 3.141 Counties untergliedert (SAS [1992] ), welche auch als Verwaltungsbezirke bezeichnet werden können und mit unseren Kreisen vergleichbar sind. Für diese Counties gibt es jeweils eigene statistische Erhebungen, so daß es zweckmäßig erscheint, sie als Basis zur Einteilung von Regionen heranzuziehen. Für urbane Betrachtungen wird neben den Städten selbst häufig auf die Metropolitan Statistical Areas (MSA) zurückgegriffen, welche lokale Arbeitsmärkte beschreiben, die aus mehreren Counties bestehen können (Glaeser, Shapiro [2001b]: 8).
2.2. NEUERE ENTWICKLUNGEN IN RURALEN US-COUNTIES
Für den Zeitraum von 1969 bis 1996 wurde vom Economic Research Service (ERS) der Einfluß der Natural Amenities, also der natürlich vorhandenen Annehmlichkeiten, auf die Entwicklung der ländlichen US-Counties untersucht, wobei die Bundesstaaten Alaska und Hawaii aufgrund fehlender Daten nicht einbezogen wurden. An die verwendeten Meßgrößen wurden die Anforderungen gestellt, daß sie über den Untersuchungszeitraum leicht abrufbar und nicht redundant sein sollen. Außerdem sollten sie von den meisten Menschen als relevant für die Wohnortentscheidung eingestuft werden. Auf dieser Basis wählte man die folgenden 6 Größen zur Bewertung der jeweiligen natürlichen Annehmlichkeiten aus: Durchschnittliche Temperatur im Januar: Die meisten Menschen präferieren warme Winter. Sonnentage im Januar: Graue Winter werden weniger präferiert als sonnige Winter.
Arbeit zitieren:
Arne Schierenbeck, 2002, Erklärung regionaler Entwicklungsunterschiede: Vereinigte Staaten, München, GRIN Verlag GmbH
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