I
Gliederung:
Gliederung : I
Literaturverzeichnis : III
A. Entstehung der Insolvenzsicherung 1
I. Einführung in das Problem der Unternehmensinsolvenz 1
II. Das Forschungsgutachten der Arbeitsgemeinschaft für betriebliche Altersversorgung
e.V. 1
III. Vorarbeiten der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), dem
Bundesverband der deutschen Industrie (BDI) und dem Verband der
Lebensversicherungsunternehmen 2
IV. Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Verbesserung der betrieblichen
Altersversorgung 2
B. Der Pensions-Sicherungs-Verein. 3
I. Die Gründung des Pensions-Sicherungs-Vereins 3
II. Rechtsform und Organisation des Pensions-Sicherungs-Vereins. 4
III. Die rechtliche Gestaltung der Insolvenzsicherung 5
1. Grundlagen 5
a. Der PSVaG als Träger der gesetzlichen Insolvenzsicherung 5
b. Melde- und Auskunftspflichten der Arbeitgeber. 5
c. Rechtliche Besonderheiten 6
aa. Ansprüche aus dem Gesetz 6
bb. Gerichtliche Zuständigkeiten. 6
2. Das System der Leistungsabwicklung 6
a. Die Durchführungswege der betrieblichen Altersversorgung 6
aa. Unmittelbare Versorgungszusage. 7
bb. Unterstützungskassen 7
cc. Unterstützungskasse mit Rückdeckung 8
dd. Pensionskassen. 8
ee. Direktversicherungen. 8
b. Die gesicherten Personengruppen. 9
aa. Versorgungsempfänger 9
bb. Versorgungsanwärter. 9
cc Ruhegeldzusagen für Gesellschafter-Geschäftsführer und Unternehmer 10
II
cc. Ruhegeldzusagen an Arbeitnehmer-Ehegatten 11
dd. Angestellte und Arbeitnehmer öffentlich-rechtlicher Arbeitgeber 11
c. Sicherungsfälle. 12
aa. Grundtatbestand : Die Insolvenz 12
bb. Abweisung des Konkursantrags mangels Masse 12
cc. Vollständige Beendigung der Betriebstätigkeit. 12
ee. Fakultative Sicherungsfälle. 13
aaa. Außergerichtlicher Vergleich 13
bbb. Wirtschaftliche Notlage des Arbeitgebers 14
d. Gesetzlicher Forderungsübergang 14
3. Umfang der Leistungen des PSVaG und Abwicklung der Zahlungen 15
a. Umfang der Leistungspflicht 15
b. Höhe der Leistungspflicht 15
aa. Laufenden Leistungen. 16
bb. Anwartschaften 16
c. Auszahlung der Leistungen 17
4. Finanzierungs- und Beitragsverfahren 17
a. Finanzierungsverfahren 17
b. Beitragsverfahren. 18
C. Wirtschaftliche Bedeutung der Insolvenzsicherung durch den PSVaG 19
I. Der Fall der Fälle: AEG. 19
II. Entwicklung der Insolvenzsicherung beim PSVaG seit 1975 21
1. Anzahl der beitragspflichtigen Unternehmen. 21
2. Beitragsentwicklung 22
3. Sicherungsfälle 22
D. Die künftige Entwicklung auf Grund aktueller Änderungen 22
I. Arbeitsmarktbedingte und wirtschaftliche Veränderungen 22
1. Ausgelagerte Finanzierung. 22
2. Arbeitszeitkonten und Wertguthaben 23
II. Änderung der Rechtlage. 24
1. Veränderung der Unverfallbarkeitsbedingungen. 24
2. Pensionsfonds 24
3. Beitragszusage mit Mindestleistung als neue Möglichkeit. 25
4. Entgeltumwandlung 26
III
D. Mögliche Änderungen für die Zukunft. 27
I. Änderungen der Beitragsgestaltung 27
1. Insolvenzprognosesystem beim PSVaG 28
2. Verwendung der Ergebnisse externer Ratings 28
3. Fazit. 28
II. Vergleich mit der Insolvenzsicherung im Ausland. 28
1. Insolvenzsicherung in den Niederlanden 29
2. Insolvenzsicherung in der Schweiz. 29
III. Fazit 30
E. Persönliche Stellungnahme. 30
Anlage 1 32
Anlage 2 33
Anlage 3 34
Literaturverzeichnis :
Arbeitsgemeinschaft für
betriebliche Altersversorgung e.V. Forschungsgutachten
Die Insolvenzsicherung von Ruhegeldansprüchen auf dem
Gebiet der betrieblichen Altersvorsorge
14.02.1974 Heidelberg
(zit.: ABA, Forschungsgutachten)
Arteaga , Marco S. Insolvenzschutz der betrieblichen Altersversorgung
mitarbeitender Gesellschafter
Dissertation
IV
in: Rechtsfragen der Wirtschaft, Heft 8
1995 Köln (zit.: Arteaga, Insolvenzschutz)
Zum Insolvenzschutz betrieblicher Versorgungsansprüche von Gesellschafter - Geschäftsführen DB 1980, S. 2323
(zit.: Beinert / Hennerkes / Binz / Rauser, DB 1980)
(zit.: Bearbeiter in HdV, S.)
Fehns, Gundula Versicherungsrechtliche Fragen zum Pensions-Sicherungs-Verein Dissertation 1995 Hamburg (zit.: Fehns, PSV)
Gutachten zur künftigen Funktionsfähigkeit der Insolvenzsicherung durch den Pensions-Sicherungs-Verein BetrAV 5 / 2002, S. 433 (zit.: Gerke / Heubeck, BertrAV)
2001 Berlin
(zit.: GDV, Rechnungslegung)
V
Grunewald, Barbara Gesellschaftsrecht 4. Auflage 2000 Tübingen
(zit.: Grunewald, Gesellschaftsrecht, Teil, Abschnitt, Rn.)
Heubeck, Klaus Die Finanzierung der Insolvenzsicherung BetrAV 2001, 119 (zit.: Heubeck, BetrAV 2001)
Hoppenrath, Martin PSVaG aktuell - Rekord beim Schadenvolumen 2002 Gutachten zur künftigen Insolvenzsicherung BetrAV 2002, S. 421 (zit.: Hoppenrath, BetrAV 2002)
ders. Pensionsfonds und Insolvenzsicherung BetrAV 2001, S. 114 (zit.: Hoppenrath, BetrAV 2001)
ders. Ansprüche aus unverfallbaren Anwartschaften bei der Insolvenzsicherung durch den PSVaG Auswirkungen der BAG-Urteile vom 22.09.1987 BetrAV 1988, S. 252 (zit.: Hoppenrath, BetrAV 1988)
ders. Ermittlung der Forderung des PSVaG im Konkurs BetrAV 1982, S. 7 (zit.: Hoppenrath, BetrAV 1982)
2002 Köln
(zit.: Hoppenrath / Wohlleben, Positionen)
Paulsdorff, Jürgen Kommentar zur Insolvenzsicherung der betrieblichen Altersversorgung
VI
2. Auflage
1996 Heidelberg (zit.: Paulsdorff, Insolvenzsicherung)
ders. Die Leistungsfähigkeit des Pensions-Sicherungs-Vereins bei Großschäden
- dargestellt am Fall der AEG - Telefunken AG -BetrAV 1983, 29 (zit.: Paulsdorff, BetrAV 1983)
ders. Die Beteiligung des PSVaG an der Sanierung von Unternehmen Voraussetzungen und Grenzen BetrAV 1982, 104 (zit.: Paulsdorff, BetrAV 1982)
ders. 10 Jahre Insolvenzsicherung BetrAV 1985, S. 91 (zit.: Paulsdorff, BetrAV 1985)
Paulsdorff, Jürgen / Staier, Peter Insolvenzsicherung für Pensionszusagen an Unternehmer BetrAV 1980, S. 256 (zit.: Paulsdorff / Staier, BetrAV 1980)
PSVaG (Hrsg.) 10 Jahre Insolvenzsicherung der betrieblichen Altersversorgung in Deutschland 1985 Köln
(zit.: PSVaG, 10 Jahre Insolvenzsicherung)
Schoden, Michael BetrAVG Betriebliche Altersvorsorgung Kommentar für die Praxis 2000 Frankfurt am Main (zit.: Schoden, BetrAVG)
VII
Zahlungsschwierigkeiten,
1963 - 1972 Stuttgart und Mainz (zit.: Statistisches Bundesamt, Fachserie I)
Die Insolvenzsicherung der betrieblichen
Sonderdruck für Pensions-Sicherungs-Verein aus Handbuch der betrieblichen Altersvorsorgung Teil I 1995 Heidelberg
(zit.: Windel / Hoppenrath, Insolvenzsicherung)
(zit.: GDV, Betriebliche Altersversorgung)
1
A. Entstehung der Insolvenzsicherung
I. Einführung in das Problem der Unternehmensinsolvenz
Die zentrale Frage, die 1971 durch einige Konkurse von Großunternehmen 1 zum ersten Mal in das Bewusstsein einer breiten Öffentlichkeit rückte, ist die der Sicherung von betrieblichen Versorgungsansprüchen vor den Folgen wirtschaftlicher Schwierigkeiten, insbesondere eines Konkurses des Arbeitgebers. Insolvenzen können grundsätzlich immer die Bezieher von Versorgungsleistungen (Rentner) oder die Arbeitnehmer (Versorgungsanwärter) treffen, mit der Folge, dass ihnen nur noch ein Anspruch aus der gesetzlichen Rentenversicherung zustehen würde, die aber keine volle Sicherung für das Alter bietet. Schon am 1. Juli 1968 verkündete die Bundesregierung auf eine kleine Anfrage der FDP-Bundestagsfraktion 2 hin, dass sie zur Zeit prüfe, wie die Zahlung der Pensionsansprüche sichergestellt werden könnte, wenn das zusagende Unternehmen in Zahlungsschwierigkeiten gerate. 3 Das bis zum Jahre 1971 erhobene und aus unterschiedlichen Quellen, wie Dissertationen und Fachaufsätzen, zusammengetragene Material war jedoch wenig aussagekräftig, insbesondere weil keine Einigkeit über den Insolvenzbegriff herrschte. 4 1971 gab es insgesamt 2.933 Insolvenzen gewerblicher Unternehmen, was im Vergleich zu 1961 einen Zuwachs um rund 40 % bedeutet. 5 Von denen waren 329 zu den Millionenkonkursen zu rechnen mit einer Forderungssumme von mehr als einer Million DM.
Ziel der in diesem Jahr verstärkt einsetzenden Überlegungen war es, die betrieblichen Versorgungsansprüche gegen die Insolvenz des Arbeitgebers zu schützen.
II. Das Forschungsgutachten der Arbeitsgemeinschaft für betriebliche Altersversorgung e.V.
Im Juli 1971 erteilte der Bundesminister für Arbeit und Sozialordnung, Walter Arendt, der Arbeitsgemeinschaft für betriebliche Altersvorsorgung den Auftrag ein Gutachten zu erstellen zu dem Thema „Insolvenzsicherung von Ruhegeld- 1 Z.B.:Borgward GmbH und Schliecker-Gruppe.
2 Paulsdorff, BetrAV 1985, 91.
3 Antwort des Bundesministers für Arbeit und Sozialordnung vom 01.07.1968 (BT-Drucks. V/3119).
4 ABA, Forschungsgutachten, S. 337 ff..
5 Statistisches Bundesamt, Fachserie 1.
2
ansprüchen auf dem Gebiet der betrieblichen Altersversorgung“, welches im Februar 1974 vorgelegt wurde. In diesem wurden insbesondere der derzeitige Rechtszustand und die bereits angewandten Möglichkeiten einer Insolvenzsicherung erörtert, sowie dargelegt, welche Probleme es bei den verschiedenen Formen der betrieblichen Altersversorgung gibt. Abgerundet wurde das insgesamt 450 Seiten starke Gutachten mit Vorschlägen für eine zukünftige Regelung der Insolvenzsicherung. Es blieben jedoch viele Fragen offen, was auch daran lag, dass zu dieser Zeit kaum aussagekräftige Statistiken vorhanden waren zu diesem Thema.
III. Vorarbeiten der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), dem Bundesverband der deutschen Industrie (BDI) und dem Verband der Lebensversicherungsunternehmen Der BDA befasste sich in Zusammenarbeit mit dem BDI und dem Verband der Lebensversicherungsunternehmen 6 schon seit 1972 mit der Lösung des Problems der Insolvenzsicherung der betrieblichen Altersvorsorgung. Im Dezember verkündete der neu gewählte BDA Präsident Dr. Hans Martin Schleyer, dass der Beschluss gefasst worden ist, eine Selbsthilfeeinrichtung der Wirtschaft ins Leben zu rufen. 7 Diese Einrichtung sollte in privatrechtlicher Form gegründet werden entsprechend der privatrechtlichen Form der betrieblichen Altersver-sorgung. Des weiteren dürfe die Versorgungsbereitschaft der Betriebe nicht beeinträchtigt werden durch die Insolvenzsicherung. Schleyer richtete außerdem eine ausdrückliche Bitte an die Bundesregierung und den Bundestag, diese Initiative der Wirtschaft nicht durch gesetzliche Reglementierungen zu behindern.
IV. Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Verbesserung der betrieblichen Altersversorgung
Nur einen Tag vor der Rede von Dr. Hans Martin Schleyer, am 06.12.1973, fand die erste Lesung eines Gesetzentwurfs zur Verbesserung der betrieblichen Altersversorgung 8 im Bundestag statt. Dieser enthielt zwar noch keine Regelungen über die Insolvenzsicherung der betrieblichen Altersvorsorgung, jedoch regte der Bundesrat die Einführung dieser Problematik in seiner Stellungnahme
6 Der Verband der Lebensversicherungsunternehmen ist aufgegangen im Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV).
7 Grundsatzrede auf der Mitgliederversammlung der BDA am 07.12.1973.
8 BT-Drucks. 7/1281.
Arbeit zitieren:
Sonja Heidel, 2002, Die Insolvenzsicherung der betrieblichen Altersvorsorge durch den Pensions-Sicherungs-Verein, München, GRIN Verlag GmbH
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