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Inhaltsverzeichnis
Seite
1.Die Neuerungen der Richtlinien. 3
2. Was ist erziehender Sportunterricht (Doppelauftrag) 4
3. Die „Pädagogischen Perspektiven“ 6
4. Die Inhaltsbereiche des Schulsports. 8
5. Literatur 12
5.1 Literatur aus dem Internet 12
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Die neuen Richtlinien im Fach Sport
1. Die Neuerungen der Richtlinien
15 Jahre nach Erscheinen der Richtlinien und Lehrpläne für den Schulsport in Nordrhein-Westfalen von 1980/81 beschloss die Landesregierung, eine Arbeitsgruppe, bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern des ehemaligen Ministeriums für Stadtentwicklung, Kultur und Sport, der Bezirksregierungen, der Schulämter und der verschiedenen Schulformen, der Hochschulen, des Landessportbundes und des Landesinstituts für Schule und Weiterbildung in Soest, damit zu beauftragen, eine Analyse dieser Richtlinien und Lehrpläne vorzunehmen. Ziel war eine "behutsame" Fortschreibung des Curriculums. Die positiven Elemente sollten erhalten und bestehende Defizite ausgeglichen werden. Die nun vorliegenden Lehrpläne Sport Sekundarstufe I & II für die verschiedenen Schulformen (vgl. Runderlass vom 19.06.2001) stellen allerdings entgegen der ursprünglichen Intention eine weitgehende Revision dar und lösen das schulform- und schulstufenübergreifende Lehrplanwerk von 1980/81 ab. Es lassen sich als charakteristisch für die neuen Rahmenvorgaben & Lehrpläne Sport vor allem Merkmale der Öffnung von Unterricht und Schule nennen: Der Schulsport öffnet sich in thematische Hinsicht für unterschiedlich didaktische Akzentuierungen und Subjektorientierter Sinndeutung.
Das Gegenstandsfeld wird dadurch ausgeweitet, dass ein für Entwicklungen offenes Spektrum von Bewegungsfeldern, Sportbereichen & sportartübergreifenden Ansätzen den Rahmen bestimmen. Innerhalb dieses Rahmens werden die Inhaltentscheidungen von der einzelnen Schule getroffen. Im Blick auf die Öffnung der Unterrichtsgestaltung geht es um die Mitwirkungsmöglichkeiten von Schülerinnen & Schülern im Sinne der entwicklungsadäquaten Verständigung über Ziele & Inhalte.
Schließlich werden Möglichkeiten einer institutionellen Öffnung aufgezeigt, die zur besonderen Profilbildung der beitragen können. Hierbei geht es um fächerübergreifenden & projektorientierte Unterrichtsformen einerseits & um die Kooperation mit außerschulischen Einrichtungen andererseits. Zusammenfassend lassen sich vier Schwerpunkte der Neuerungen der Richtlinien & Lehrpläne Sport zusammenfassen:
1. Anschluss an die schulpädagogische Diskussion (durch das Konzept des erziehenden Sportunterricht)
2. deutliche pädagogische Akzentuierung durch den Doppelauftrag konkretisiert durch die 6 pädagogische Perspektiven & die 5 Prinzipien eines erziehenden Unterrichts
3. Öffnung & Erweiterung des Inhaltsspektrums (in den neuen Richtlinien besteht die Möglichkeit mehr als nur die normierten Sportarten zu vermitteln. Dies geschieht durch die Kombination von pädagogischen Perspektiven & die Bewegungsfeldern) 4. Stärkere Verantwortung der einzelnen Schule (durch Projekte, AGs können sich Schulen ein Profil schaffen [ist es eine sportlichorientierte, musikalischorientiert oder naturwissenschaftlichorientierte Schule])
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Abb. 1: Die 4 Schwerpunkte der Neuerungen der Richtlinien
www.learnline.de
2. Was ist erziehender Sportunterricht (Doppelauftrag)
Welche pädagogische Leitidee prägt den Schulsport? (Doppelauftrag) Wir erinnern uns: In den 80er-Richtlinien wird davon ausgegangen, „dass der Schulsport auch dann schon einen wertvollen - und für viele Schüler notwendigenpädagogischen Beitrag leistet, wenn er hilft, in einigen Bereichen des Sports so handeln zu lernen, dass dadurch das Leben bereichert werden kann. Für diese allgemeine Zielvorstellung kann der Begriff „Handlungsfähigkeit im Sport stehen" (RL Sport, Bd. l, S. 8).
Die Rahmenvorgaben fassen den Auftrag des Schulsports konkreter. Sie sehen den Schulsport als umfassendes Erfahrungs- und Lernfeld, in dem Bewegung, Spiel und Sport als ein Mittel individueller Entwicklungsförderung eingesetzt werden und in dem die Bewegungs-, Spiel- und Sportkultur zu erschließen ist. Sie formulieren daher ausdrücklich als „pädagogische Leitidee" für den Schulsport den Doppelauftrag Entwicklungsförderung durch Bewegung, Spiel und Sport und Erschließung der Bewegungs-, Spiel- und Sportkultur. Die Sportlehrkräfte werden durch diesen Doppelauftrag verstärkt darin gefordert, sowohl den eigentlichen Fachauftrag als auch den Beitrag des Schulsports im Rahmen des allgemeinen Auftrags von Schule weiter zu fassen als bisher:
- Der grundsätzliche fachliche Anspruch an den Schulsport, die ganzheitliche Förderung der Schülerinnen und Schüler, wird durch den Doppelauftrag wie folgt konkretisiert:
Einerseits muss der Sport in der Schule von den individuellen Voraussetzungen der Schülerinnen und Schüler ausgehen (auch der geschlechtsspezifischen), diese verbreitern und optimieren. Andererseits muss er ihnen dazu verhelfen, dass sie den Sport als einen Teil der gesellschaftlichen Wirklichkeit um sie herum begreifen, erfahren, bewerten und gegebenenfalls verändern können.
- Auch der fachspezifische Beitrag des Schulsports zum allgemeinen schulischen Bildungs- und Erziehungsauftrag erhält durch den Doppelauftrag eine didaktische Konkretisierung:
Sport in der Schule muss einerseits helfen, dass Schülerinnen und Schüler ihre personale Identität und ihr Lebenskonzept in Verantwortlichkeit für sich, andere und die Umwelt entwickeln können (hier im Bereich von Bewegung, Spiel und Sport). Andererseits muss er dazu anleiten, die eigene Lebenswelt vor dem Hintergrund gesellschaftlich geprägter Aktivitäten und Handlungsmuster sinnvoll und verantwortungsbewusst zu gestalten (hier im Bereich von Bewegung, Spiel und Sport).
Arbeit zitieren:
Michael Daners, 2003, Die neuen Richtlinien im Fach Sport, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
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