G L I E D E R U N G
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1. Abstract 2
2. Einleitung 3
3. Lerntransfer - Theorien, Konzepte und Techniken 5
3.1 Zugrundeliegende Theorien 5
3.1.1 Theorie der identischen Elemente 5
3.1.2 Transfer als Übertragung von Prinzipien 6
3.1.3 Konzept der Metakognition 6 3.2 Konzepte des Transfer 7
3.2.1 Transferbegriffe nach Mähler und Hasselhorn 7
3.2.2 Transferbegriffe nach Haskell 8 3.3 Transfertechniken 10
3.3.1 Psychologische Techniken nach Mähler und Hasselborn 10
3.3.2 Pädagogische Techniken nach Mietzel und Gruber et al. (1996 und 2000) 11
4 Schluss 16
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1. Abstract
In dieser Arbeit geben wir einen Überblick über die anfänglichen Theorien von Lerntransfer, anschließend über einige daraus entstandene Konzepte und deren begriffliche Bedeutung ausgehend von Mähler & Hasselhorn und Haskell. Letztlich versuchen wir in psychologische und pädagogische Transfertechniken - inklusive einiger erklärender Beispiele - einzuteilen.
Schlagworte: Transfer - Lerntransfer - Wissenstransfer - Problemlösen - Metakognition -Transfertechniken - Transfertechnologien - Transferbegriffe - situiertes Lernen -Entkontextualisierung
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2. Einleitung
Jeder Mensch wird ständig damit konfrontiert sein Wissen zu erweitern bzw. es neu anzuwenden. Damit dies möglich wird, ist es notwendig, dass ein Lerntransfer stattfindet, doch dieser erfolgt relativ selten. Gruber et al. sehen hier das Problem in einem „lack of transfer in learning“ (Gruber et al., 1996, S. 168), das sich im Problemlöseverhalten zeigt. Laut Zimbardo und Gerrig besteht ein Problem innerhalb der Informationsverarbeitung aus drei Teilen:
„• eine[m] Ausgangszustand: die unvollständige Information, mit der man anfängt bzw. der unbefriedigende Zustand in dem man sich befindet;
• eine[m] Zielzustand: die Information bzw. den Zustand der Dinge, den erreichen möchte; und
• eine[r] Reihe von Operationen: die Schritte, die vom Ausgangzustand zum Zielzustand führen“ (Newell & Simon, 1972 in Zimbardo & Gerrig, 1999, S. 296). Diese drei Punkte bilden gemeinsam den Problemraum.
Innerhalb eines Problems entsteht ein Löseprozess, der meistens in vier Teilen dargestellt wird (Gruber et al., 1996, S. 168f):
1. Konstruieren einer mentalen Repräsentation.
2. Ausgangsproblemlagen in Zielproblemstellungen einteilen.
3. Ausarbeiten von Vorgehensweisen, die die einzelnen Problemkomponenten analysieren.
4. Generalisieren der Vorgangsweise um Lösungen zu finden. Als kritische Phasen erkennen hier die Autoren
(a) wie relevante Ausgangsproblemlagen effizient gefunden werden können und (b) wie wicht ige Kennzeichen identifiziert werden um Vorgehensweisen auszulösen, die wiederum die Zielproblemstellung entwickeln.
Ein zentraler Punkt der vielen Transfertheorien - deren Darstellung ein Ziel dieser Arbeit sein soll - ist der pragmatische Aspekt. Gruber et al. sind der Meinung, dass eine enge Verbindung zwischen Transfer und situiertem Lernen besteht, die für die Schwierigkeiten des Übertrags verantwortlich ist.
Die genaue Analyse der Problemlöseprozesse und die Identifizierung der Bedingungen führen zu Erkenntnissen über den erfolgten Transfer. Da aber hauptsächlich die Konditionen unter denen Lernen stattfindet, verändert werden können, stellen viele
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Autoren, die sich damit beschäftigt haben, Konzepte zum Transfer als Designs von Lernumgebungen vor.
Wie schon ersichtlich wird, sind vor allem sowohl die Psychologie wie auch die Pädagogik in diesem Thema grundlegende Fachbereiche, die fließend ineinander übergehen. Es ist deshalb notwendig, kurz noch anzusprechen wie Transfer in diesen Disziplinen aufgefasst wird. In der Psychologie und in der Pädagogik wird damit eine besondere Form des Lernens bezeichnet. Aus traditioneller Sicht wird Wissen als abstrakte Entität in den Köpfen von Individuen angesehen. Transfer ist die Passung von diesen abstrakten Einheiten an unterschiedliche Situationen zum Lernkontext. Kritiker meinen jedoch (zum Beispiel die Theorie „situated cognition camp“), dass Wissen eben prinzipiell an Situationen gebunden ist (Gruber et al., 1996, S. 169f).
Wir wollen versuchen die psychologische und pädagogische Aspekte von Lerntransfer aus diesen beiden Perspektiven getrennt aufzuzeigen, da beiden eine große Wichtigkeit zukommt und so in der praktischen Umsetzung die ursächlichen Themenbereiche deutlicher hervortreten. Das bedeutet, dass wir die verschiedenen Theorien des Wissenstransfers vorstellen. Danach werden wir verschiedene Begrifflichkeiten, die in der Transferforschung von Wichtigkeit sind, klären. Im dritten Abschnitt des Hauptteils stellen wir außerdem noch ein paar pädagogische und psychologische Techniken des Transfers vor. Anhand einiger Beispiele wollen wir dazu die praktische Anwendung ein wenig verdeutlichen. Schlussendlich ziehen wir ein Fazit und führen eventuelle Kritik noch an.
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3. Lerntransfer - Theorien, Konzepte und Techniken
Zunächst ist es erforderlich, dass wir Lerntransfer (bzw. auch Wissenstransfer) genauer definieren. Transfer stammt ursprünglich aus dem Lateinischen (transferre). Es bedeutet soviel wie hinübertragen, übertragen. Transfer im weiteren Sinne bedeutet also die Anwendung von ehemals Gelerntem in neuen Situationen. Bezogen auf die Lernpsychologie, die sich mit der Problematik des Transfers befasst, ist Lerntransfer im engeren Sinne dann vorhanden, wenn eine Verhaltensänderung auf einem großen Anteil des vorher Gelernten zurückzuführen ist.
Der nächste Abschnitt soll einen Überblick über die Entwicklung des Lerntransfers darstellen und soll dem Leser einen kleinen Einblick über die gängigen Theorien und Anwendungssituationen geben. 3.1 Zugrundeliegende Theorien
Ungefähr seit Beginn des 20. Jahrhunderts wurden diverse Theorien zum Thema Lerntransfer entwickelt. Dieser Schub ging von einer Kontroverse zwischen didaktischem Materialismus und didaktischem Formalismus in der schulpädagogischen Literatur des 19. Jahrhunderts aus (Mähler & Hasselhorn, 2001, S. 723). Die dadurch entstandenen Theorien spiegeln also die verschiedenen Sichtweisen wieder. 3.1.1 Theorie der identischen Elemente
Edward Thorndike, Psychologe, stellte 1924 seine Theorie der identischen Elemente auf. Er richtete seine Aufmerksamkeit auf die Gegebenheiten außerhalb des Individuums. Die Untersuchung galt als psychologische Gegenposition zur Theorie der formalen Bildung. Die Untersuchungen zeigten, dass Schüler die sich gründlich mit Latein und/oder Mathematik beschäftigten nicht unbedingt besser in Intelligenztests bzw. bei Denkaufgaben abschnitten als Schüler, die andere Fächer stattdessen belegten. Der Spruch „das Lernen von Latein fördert das logisch-analytische Denken“ wurde also widerlegt. Seine Theorie der identischen Elemente legt demzufolge dar, dass Transfer von bestimmten Aufgabenmerkmalen abhängig ist. Das heißt, dass die Wahrscheinlichkeit für eine Lernerleichterung bei der Lösung der zweiten Aufgabe größer wird, je größer die Menge identischer Elemente zwischen der ersten (source) und der zweiten Aufgabe
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Arbeit zitieren:
Nicole Hoffmann, Anita Perz, 2003, Lerntransfer - ein Überblick aus psychologischer und pädagogischer Perspektive, München, GRIN Verlag GmbH
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