2 Die Einarbeitung eines Mitarbeiters
Wenn ein Mitarbeiter neu beginnt so kann ihm das Einzelcoaching helfen, schneller mit der neuen Rolle und den damit verbundenen Aufgaben zurecht zu kommen. Er wird seine Persönlichkeit dahingehend explorieren, wie er sich in seinem neuen Aufgabenfeld einsetzen kann.
3 Die Zusammenstellung eines neuen Teams
Ein neues Team steht vor neuen Aufgaben. Das Coaching kann helfen die Teamidentität auszubilden und Ziele festzulegen. Somit kann das Team effektiver arbeiten und Zeit und Geld wird gespart, sowie Qualität gewahrt.
Zusammenfassend kann man sagen, dass Coaching grundsätzlich angezeigt ist, wenn es zu eine m Wandel im Arbeitsfeld kommt. Darüber hinaus ist es ein Instrument um konkret auftretende Schwierigkeiten zu bearbeiten, z.B. zwischenmenschliche Problematiken in einem Team, welche dazu führen dass die Aufgabe nicht mehr erfüllt wird.
4 5. Voraussetzungen für ein gutes Coaching
• Die wichtigste Voraussetzung für ein gelungenes Coaching ist ein kompetenter Coach. Wodurch zeichnet sich also die Kompetenz eines Coach aus. Folgende Fähigkeiten sollte ein Coach haben:
• Gute Wahrnehmungsfähigkeit für nonverbales Verhalten und Teamprozesse. „Jeder erfolgreiche Teamcoach lebt davon, daß er die nicht- verbalen Wahrnehmungen nutzen kann. Der Teamcoach orientiert sich zu 80 Prozent an den nicht-verbalen Informationen,“ 2
• Empathie (also das Hineinversetzen in Andere und Nachempfinden ihres Befindens), Wertschätzung (den Anderen anzunehmen und nicht als Person zu Kritisieren) und Echtheit ( das Wissen um das eigene Befinden und dieses auch an den Tag zu legen).
• Die Fähigkeit zur Selbstmotivation, um ein gutes Vorbild abzugeben
• Kenntnisse über Kommunikationsmodelle
2 Buchner S.24
2
• gewisse Erfahrungswerte, jedoch muss er nicht besser in einem Fachgebiet sein als der Coachee
• Systemische Sicht von Prozessen, sowie Prozesswissen
Der Coach ist auch immer eine Person. Für den Coachingprozess ist es hilfreich, wenn diese Person vertrauenserweckend ist und eine gewisse Selbstsicherheit ausstrahlt.
Eine weitere Voraussetzung ist die Freiwilligkeit. Es geht nicht einen anderen zum Coaching zu zwingen.
Bei Coachinggesprächen ist darauf zu achten, dass das Gespräch an einem geeigneten Ort durchgeführt wird, genügend Zeit vorhanden ist und diese auch definiert ist und das Störungen vermieden werden.
5 8. Teamcoaching am Beispiel der „Zielorientierten Team- Ressourcen-Programmierung
TRP“
1.) Das Team:
• ist ein Bündnis für einen bestimmten Zweck, dem es in erster Linie dient
• ist leistungsorientiert
• ist formal (z.B. durch Satzungen, betriebsinterne Regelungen, Organigramme) oder informell (durch Gewohnheiten, Abläufe) strukturiert
• kombiniert Ressourcen, Fähigkeiten und Expertisen
• besteht aus unterschiedlichen Persönlichkeiten, deren Gefühle und Befinden auch für den Teamerfolg eine Rolle spielen
• ist System, in welchem die einzelnen Teilhaber miteinander interagieren und welches nach außen abgrenzbar ist
Man muss darauf achten, um was für ein Team es sich handelt. Es gibt Teams, welche nur für kurze Dauer zusammen arbeiten, es gibt interdisziplinäre Teams und einheitliche Teams, es gibt Spezialteams usw..
3
6 Der Ist – Zustand/ die Bestandsaufnahme:
Man kann unterscheiden je nachdem, ob das Team gut funktioniert oder nicht. Wenn es gut funktioniert strebt es von sich aus nach Leistungsverbesserung. Wenn es aber nicht gut funktioniert, so strebt es oft nach einer Lösung der Probleme. Im zweiten Fall ist häufig eine Problemfokussierung vorhanden. Diese gilt es im Coaching nicht zu übernehmen. Coaching ist zielorientiert. Die Probleme zum Inhalt des Coaching zu machen kann höchstens ein Teilziel des gesamten Prozess sein.
Der Ist-Zustand kann über die klassische invasive Teamdiagnose-Techniken definiert werden. Diese Techniken beziehen das Team in den Diagnoseprozess mit ein. Dazu gehören Selbsteinschätzungen, offene Feedbacks, Teamprofile, Interaktionsspiele zur Bewusstmachung und andere.
Eine andere und für das Coaching interessantere Variante ist die zielorientierte Diagnose des Ist-Zustand. Voraussetzung dazu ist die Spannungskurve, die sich bei jedem einzelnen aufbaut, wenn ein Unterschied zwischen Ist-Zustand und Ziel besteht. Die Energie dieser Spannungskurve is t zunächst positiv. Kann es dann über eine Lösungssuche zu angebrachten Umsetzungen kommen, welche die Zielerreichung ermöglichen, so tritt am Ende eine Entspannung ein.
Jedes Teammitglied besitzt eine solche Spannungskurve. Diese ist jedoch nicht bei allen gleich, denn sie hängt von der Wahrnehmung der einzelnen ab. Der erste wichtige Schritt hin zu einer erfolgreichen Zielformulierung ist es diese Spannungskurven zu synchronisieren. Dies kann beispielsweise über einen Austausch der Wahrnehmungen im Team und eine kompromisshafte Annäherung aneinander geschehen.
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Simon Finus, 2003, Coaching, Munich, GRIN Publishing GmbH
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