Inhaltsverzeichnis
Vorwort 2
Content Management Systeme. 2
Grundlegendes. 2
Redaktionssystem 3
Dokumentenmanagement 3
Knowlegdemanagement 3
Entwicklungswerkzeuge. 3
Applikationsserver 4
Historie. 4
Der Aufbau eines CMS. 6
Assetmanagement 6
Workflowmanagement. 6
Das Content Repository - Die Speicherung des Contents. 7
Dateien und Verzeichnisse. 7
Datenbanken. 7
Vor- und Nachteile von daten- bzw. dateibasierten CMS 8
Content -Authoring - Möglichkeiten der Automatisierung 9
Link -Checking. 9
Benutzer - und Zugriffsverwaltung. 9
Import- und Exportschnittstellen für Content 10
Schnittstellen für funktionale Erweiterungen - APIs 10
Der Markt. 11
Beispiele von CMS am Markt 11
Vignette Storyserver 11
Gauss ’VIP 3.0 11
Network Productivity System 12
Übersicht Content Management Systeme 13
Glossar. 17
Quellenverzeichnis 19
Anhang A Quellcodes
Anhang B Prospektunterlagen CMS-System Anbieter
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Vorwort
Die Informationsflut auf großen Internetsites, wie auch vieler Intranets und Extranets, die sich heute im Einsatz befinden, entwickeln sich mit enormer Geschwindigkeit weiter und sind zunehmend schwieriger zu handhaben. Der Arbeits- und Kostenaufwand für die Erstellung und Pflege von Inhalten durch Programmierer und Redakteure entwickeln sich zu einem Problem, so entfallen beim klassischen Webpublishing alleine 90% der Kosten auf die Wartung und Pflege der Website und 10% auf Entwicklung und Realisation. Durch verschiedene Automatisierungselemente eines Content Management Systems (CMS) läßt sich der Aufwand für die Wartung und Pflege deutlich verringern. Nachdem allgemein erkannt wurde, daß das klassische Webpublishing bei großen Sites an seine Grenzen stößt, war die dynamische Erstellung von Internetseiten, z.B. mittels Datenbankanbindung, ein erster strategischer Ansatz Inhalte und Programmierung von HTML-Seiten innerhalb des Arbeitsprozesses zu entkoppeln.
Die unterschiedlichen Einsatzgebiete und Systeme eines CMS lassen sich anhand der jeweiligen Fragestellungen klären. Soll es zum Managen eines Intranets, eines Extranets oder eines Internet-Auftrittes dienen? Während z.B. für einen öffentlichen Internet-Auftritt Authentifizierungsmechanismen typischerweise eine untergeordnete Rolle spielen, ist dies in einem Extranet essentiell notwendig und in einem Intranet sinnvoll. Somit müssen vorerst die notwendigen Relevanzen für die jeweiligen Aufgabenstellungen bestimmt werden, um zu einer sinnvollen Lösung zu finden.
Content Management Tools beruhen auf diesem Prinzip der Trennung von Inhalt und Programmierung, so ermöglichen die erweiterten Fähigkeiten, von der Unterstützung des Ablaufs der Arbeitsschritte (Workflow) bis hin zur Personalisierung von Webinhalten, die Gestaltung und Verwaltung komplexer Sites. Der Markt bietet mittlerweile unterschiedlichste Lösungen für verschiedene Anwendungsbereiche, die Pflege sowie die Erstellung komplexer Websites, wobei diese zunehmend auf CMS basieren.
Im Abschnitt „Content Management Systeme“ folgt eine allgemeine Beschreibung des Aufbaus sowie der Funktionsweise von CMS. Der zweite Abschnitt - „Der Markt“ - bildet sich aus einer CMS-Marktrecherche und gibt eine Übersicht über die bestehenden Anbieter und Systeme mit ihren Referenzen (im Anhang finden sich Prospektunterlagen einiger Anbieter von CMS-Systemen). Abschließend wird im Abschnitt „Das Projekt - MySQL und PHP“ die Umsetzung unserer Projektidee zur Erstellung dynamischer HTML-Seiten beschrieben.
Anhand seiner Wortbestandteile ist zunächst der Begriff »Content Management System« zu definieren: Content ...
Als Content einer Website wird im Allgemeinen die Gesamtheit aller veröffentlichten digitalen Assets einer Website, wie Texte, Bilder, Grafiken, multimediale und publikationsgebundene Assets, transaktionelle Assets und Community-Assets, bezeichnet. Doch was wäre das besondere an einem CMS, wenn es diese Assets nur sammeln würde? Die einzelnen Assets müssen auch strukturiert und dargestellt werden. Text-Assets kann ein CMS z.B. so strukturieren, daß genau spezifiziert wird, was eine Überschrift ist, was die Einleitung und was der Textkörper. Das mag trivial klingen, doch schaut man sich Websites an die ohne CMS erstellt wurden, kann man leicht feststellen, daß hier der Inhalt durch seine Unstrukturiertheit nicht flexibel weiterverwendbar ist. Ein CMS jedoch bestimmtdie Darstellung der Inhalte über Vorlagen und somit können die strukturierten Dokumente auch leicht für andere Zielmedien aufbereitet werden (ein wichtiger Schritt in Richtung Cross Media Publishing). Einmal erstellte Inhalte können so z.B. auch außerhalb des Webs für
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Printpublikationen oder auf mobilen Endgeräten wie Handys oder Palm Pilots genutzt werden. ... Management ...
Der nächste Baustein zu unserem Begriff ist das Management. Damit wird die gesamte Verwaltung und Abbildung des Workflows rund um alle inhaltsbezogenen Operationen bezeichnet. Workflows definieren die einzelnen Arbeitsschritte und die Berechtigungskonzepte für die einzelnen Benutzer und Gruppen. ... System
CMS sind zu komplexen Anwendungen gewachsen, die in die Web-Infrastruktur und in die IT-Landschaft von Unternehmen integriert werden. Das System ist die Technologie, die das Management der Contents ermöglicht, wobei die Trennung von Inhalt und Layout dabei eine der wichtigsten konzeptionellen Grundlagen ist. Die Hauptaufgabe von CMS ist die Verwaltung und Strukturierung des Contents. CMS bestehen aus den Komponenten Asset-und Workflowmanagement, der Benutzer- und Zugriffsverwaltung, den Export- und Importschnittstellen sowie den Programmierschnittstellen, den sog. APIs.
Um ein notwendiges Grundwissen zum allgemeinen Verständnis von Content Management Systemen aufzubauen, werden weiterführend einige Grundbegriffe näher erläutert: Redaktionssystem
Der Begriff des Redaktionssystems wird immer wieder in Zusammenhang mit CMS benutzt oder als Synonym bzw. deutsche Entsprechung des Begriffes CMS gesehen. Redaktionssysteme sind jedoch eine Klasse von CMS, die eher publishingorientiert ausgerichtet sind und nur in begrenztem Maße einen technologisch integrierenden Charakter besitzen, wobei die Einführung eines CMS wohl eher als eine Infrastrukturmaßnahme für modernes Webpublishing in verteilten Umgebungen angesehen werden kann. Dokumentenmanagement
In Unternehmen entstehen verschiedenste Dokumente, die Informationen erfassen oder bestimmte Vorgänge dokumentieren. Systeme für das Dokumentenmanagement helfen bei der Verwaltung und dem kontrollierten Zugriff auf Contents, wobei die wesentlichen Features die Erfassung, Versionsvergabe oder Archivierung derselben sind. Verwendete Texte, Bilder und andere Bestandteile einer Website werden in einer Datenbank abgelegt, dort verwaltet und können mehrfach verwendet und in verschiedenen Versionen gespeichert werden. Knowlegdemanagement
Knowlegdemanagement versucht aus einmal erfassten Informationen Wissen zu generieren. Die Tatsache, daß diese Softwaresultate sehr heterogen sind mag seinen Grund darin haben, daß Knowledgemanagement nur zu 20% auf Technologie jedoch zu 80% auf dem Wissen der Nutzer basiert. Die Vielgestaltigkeit der Knowledgemanagement-Lösungen zeigt, daß es beim Versuch Wissen aus strukturierten Informationen zu gewinnen und zu aggregieren, die verschiedensten Ansätze gibt. Dabei geht es weniger um den Einsatz einer Technik, als vielmehr darum das Bewusstsein von Einzelnen oder Gruppen für diesen Prozeß zu schärfen. Ein Intranet mag wenig nutzen, wenn der Anteil der Nutzer im Verhältnis zur Mitarbeiterzahl gering ist. Software für Knowledgemanagement-Systeme spezialisieren sich somit auf Teilbereiche, wie das intelligente Auffinden von Informationen, den gruppenbasierten Wissensaustausch u. ä. Ein CMS kann z.B. eine Lösung, Knowledgemanagement in einem Unternehmen einzuführen, unterstützen. Entwicklungswerkzeuge
Publikationen im Internet müssen in HTML kodiert werden, wobei dies von diversen Skript-und Programmiersprachen unterstützt wird. Die dafür nötigen Entwicklungswerkzeuge und -umgebungen haben sich in den letzten Jahren umfassend weiterentwickelt. Neben einer WYSIWYG-Ansicht („What you see is what you get!“) ist meist sogar die Verwaltung ganzer Projekte möglich und mit Hilfe von Agenten wurde z.B. die Erstellung datenbankbasierter Webanwendungen bedeutend erleichtert. Doch selbst die zunehmende
Benutzerfreundlichkeit solcher Anwendungen kommt weiterhin ausschließlich technisch versierten Mitarbeitern zugute und auch wenn es zunehmend leichter wird mit diesen Tools zu arbeiten, sind sie keine adäquate Lösung, um eine Vielzahl von Mitarbeitern verteilt an einer Website arbeiten zu lassen.
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Applikationsserver
Im Gegensatz zu normalen Webservern kann ein Applikationsserver logische Zusammenhänge abbilden und bietet Möglichkeiten zur Erstellung individueller Webapplikationen. Die meist sehr gute Konnektivität von Applikationsservern zu Datenbanken ermöglicht darüber hinaus die Programmierung datenbankbasierter Websites. Im Gegensatz zu einem CMS besitzt ein Applikationsserver alle technischen Voraussetzungen, um eine individuelle Lösung zu erstellen. Ein CMS der heutigen Generation kann jedoch mit weitaus weniger Aufwand eingeführt und genutzt werden und bietet zusätzlich erweiterbare Standardfunktionalitäten. Derzeit zeichnet sich ein Trend ab CMS zu entwickeln, die auf Basis eines Applikationsservers laufen.
Historie
Seit dem Beginn der Nutzung des Internets als Informationsplattform wurden Wege gesucht, die ständig wachsenden Informationsmengen effektiv zu verwalten. In vielen Projekten entwickelten sich unterschiedlichste Tools und Systeme, um der entstehenden Informationsflut Herr zu werden. Dabei entstanden erste CMS als individuelle Projektlösungen, die später zur Produktreife geführt und am Markt angeboten wurden. Wie viele andere Softwareprodukte, entstanden CMS aus praktischen Bedürfnissen von Anwendern und wurden zur Anpassung an die Erfordernisse stetig weiterentwickelt. Nach und nach entwickelten sich CMS zu den heutigen komplexen Anwendungen, wobei die Entwicklung in drei Generationen unterschieden werden kann: Die erste Generation
Die erste Generation von CMS versuchte Ordnung ins Chaos zu bringen, indem Formalien zur Gestaltung der Inhalte geschaffen wurden. Der erste Ansatz gründete auf dem Einsatz von Datenbanken die mit Content gefüllt wurden, um daraus dynamisch HTML-Dokumente erstellen zu können. Eine andere Möglichkeit bestand darin, HTML-Dokumente über eine Art Dokumentenmanagement für Webseiten zu verwalten, woraus Websites entstanden deren Struktur auch von Nichtexperten zu bearbeiten war. Die Erstellung und Pflege der Inhalte fand jedoch weiterhin manuell statt und hatte keinen automatischen Workflow. Systeme dieser Generation waren meist in den damals üblichen serverseitigen Skriptsprachen wie Perl geschrieben und zusätzliche Informationen wie Name des Autors, Erstellungsdatum, Publikationszeitraum und Version - auch Metainformationen genannt - konnten noch nicht angegeben werden, ebenso suchte man Sicherheitsaspekte vergebens. Die zweite Generation
In der nächsten Entwicklungsstufe fand das Wort System zurecht Verwendung. Über die eingeführten Metainformationen konnten Webobjekte nicht nur mit zusätzlichen Attributen versehen, sondern darüber hinaus auch Publikationszeiträume und Navigationen automatisiert werden. Die zweite Generation von CMS brachte viel Automation in die Websites; Workflows waren zwar noch unflexibel und vordefiniert, konnten aber bereits den Publishingprozeß auf inhaltsreichen Websites überwachen und steuern. Der Content Life Cycle wurde mehr und mehr im System abgebildet, wobei zusätzliche Funktionen der Benutzer- und Zugriffsverwaltung sowie eine eigene Steuerung der Sicherheitsfunktionen hinzukamen. Die konsequente Trennung von Inhalt und Layout ermöglichte es auch technisch weniger versierten Autoren das Publizieren zu erlauben. Die Dynamisierung und Personalisierung von Content, in dieser Phase noch rudimentär gelöst, war Anspruch vieler Systeme. Die Suche in der mit CMS erstellten Website war von der klassischen Volltextsuche dominiert. Die dritte Generation
In der dritten, der aktuellen Generation der CMS, lösen sich die Systeme von ihrem Inseldasein und erweitern ihre Schnittstellen, um sich in bestehende IT-Umgebungen integrieren zu lassen. Damit wurden die CMS zu einem wichtigen Baustein in der technischen Infrastruktur der Unternehmen, so lassen sich CMS in andere Systeme mit Applikationsservern, CRM-Lösungen und Community-Tools integrieren. Die Kontrolle über den Content kann jetzt individuell erfolgen, so lassen viele Anbieter zu, ein Content-Repository als Quelle für individuelle Webapplikationen zu nutzen. Ebenso sind Workflows
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und Metainformationen jetzt zumeist frei definierbar. Hatte die zweite Generation noch die Grundfunktionalitäten eines CMS in starrer, vordefinierter Form geliefert, können diese in der dritten Generation jetzt individualisiert werden. Personalisierung ist im Bereich CMS ein wichtiges Schlagwort geworden. Ausblick
Wir sind noch lange nicht am Ende der Entwicklung von CMS angekommen, denn die Ansprüche an CMS steigen mit den Ansprüchen der Nutzer der Webseiten. CMS werden neuen Herausforderungen mit wachsender Intelligenz begegnen müssen; so droht die immer rascher ansteigende Informationsflut die Autoren in ihrem eigenen Content zu ertränken. Eine automatische Kategorisierung der Inhalte wird zunehmend wichtiger, so werden zukünftig neue Informationen durch ein CMS automatisch gesichtet und in relevante Kategorien zusammengefaßt.
Ziel eines CMS muß es sein, mit den Entwicklungen im E-Business Schritt zu halten und stets alle Inhalte verwalten zu können, die geschäftlich von Relevanz sind. Dabei müssen weiterhin auch Dokumente berücksichtigt werden, die nicht in webgerechter Form vorliegen, denn jede Bestellung über das Netz generiert z.B. zwangsläufig Unterlagen, die parallel zum Bestellvorgang gespeichert werden müssen. Diese Offlineinhalte können in Extranets zwischen Verkäufern und Lieferanten ausgetauscht werden, was zu einer Verschmelzung der Dokumentenmanagement-Systeme mit CMS führen wird. Es ist abzusehen, daß sich diese verwandten Softwaredomänen mittelfristig vereinen werden. Das CMS bringt dabei die Technologie ein das ständig an Bedeutung gewinnende Web nutzen zu können; die Technologien des Dokumentenmanagements werden die Prozesse der Offlineverwaltung und ihre Stärken in der Versionsverwaltung sowie der Archivierung von Dokumenten zu einem gemeinsamen Gelingen beitragen.
Die Entwicklungsschritte der drei Generationen im Überblick:
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Arbeit zitieren:
Karsten Knappe, 2003, Content Management Systeme - Ein Überblick zur Content Verwaltung sowie zum aktuellen Marktumfeld, München, GRIN Verlag GmbH
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