Inhaltsverzeichnis:
1. Einleitung 3
2. Definitionen: 3
Wörter 3
Morpheme 4
Silben 4
Phoneme 4
Konsonanten 4
Vokale 5
Phonologische Bewusstheit (verschiedene Definitionen) 5
3. Was also ist phonologische Bewusstheit Welche Bedeutung hat die
phonologische Bewusstheit 6
4. Hören lauschen lernen (Würzburger Trainingsprogramm) 8
5. Erfahrungen 11
6. Literaturverzeichnis 16
1. Einleitung
Im folgenden Text möchte ich erst verschiedene Definitionen zum Thema angeben, dann auf die Frage „was ist Phonologische Bewusstheit“ eingehen und im weiteren Bezug nehmen auf ein Trainingsprogramm zur „Phonologischen Bewusstheit“ und seine Durchführung anhand eines konkreten Beispieles aufzeigen. In der kommunalen Kindertagesstätte Im Herrnweiher (Jakob-Stefan-Platz 6, 55276 Oppenheim) wird - wie in den meisten Kindergärten im Landkreis Mainz- Bingen dieses Kindergartenjahrin der Gruppe der Vorschulkinder mit dem Würzburger Trainingsprogramm zur Vorbereitung auf den Erwerb der Schriftsprache ( Hören, lauschen, lernen - Sprachspiele für Kinder im Vorschulalter) gearbeitet. Ich habe einige Arbeitseinheiten lang in einer der Vorschulgruppen hospitiert und möchte diese, aber auch die Erfahr ungen der Erzieherinnen mit berücksichtigen. Am Ende meiner Arbeit werde ich einige Kritikpunkte aus einem Artikel einer Kindertagesstättenzeitschrift aufgreifen. Da die Kindertagesstätte dieses Jahr erstmalig mit dem Würzburger Förderprogramm arbeitet, konnte ich leider keine Lehrerin der Grundschule über ihre Erfahrungen mit Kindern, die mit diesem Programm gefördert wurden befragen.
2. Definitionen
Unsere Sprache lässt sich in verschieden große bzw. kleine Einheiten unterteilen. Eine Unterteilung von größeren zu kleineren Einheiten könnte z.B. folgendermaßen aussehen:
(Satz) ? (Phrase) ? Wort ? Morphem ? (Silbe) ? Phonem
Begriff des Wortes
Wörter sind typischerweise komplexe sprachliche Zeichen, die aus kleineren Einheiten (den Morphemen) aufgebaut sind und die ihrerseits Bestandteile
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noch größerer Zeichenkomplexe (z. B. Sätze, Phrasen) sein können (vgl. Grewendorf u.a. (1989)).
Klassischer Morphembegriff
Morpheme sind einfache («kleinste») sprachliche Zeichen, die nicht mehr weiter in kleinere Einheiten mit bestimmter Lautung und bestimmter Bedeutung zerlegt werden können. In Abgrenzung zu der Definition des Phonems wird das Morphem oft als kleinste bedeutungstragende Einheit definiert (vgl. Grewendorf u.a. (1989)).
Silbe
Als Silbe wird die kleinste abtrennbare Lautgruppe bzw. Sprecheinheit eines Wortes bezeichnet. Man unterscheidet offene Silben, die auf einen Vokal auslauten (z.B. in Belustigung die Silben Be- und -sti-) und geschlossene Silben, die auf einen Konsonanten auslauten (-gung). Für die Worttrennung z.B. am Zeilenende werden außerdem noch Sprech- und Sprachsilben unterschieden. Unter Sprachsilbe versteht man eine Silbe im Hinblick auf die Wortbildung: Be-lust-ig-ung (-lust- ist die Stammsilbe, die übrigen sind Ableitungssilben); unter Sprechsilbe versteht man eine Silbe im Hinblick auf die flüssige Aussprache des Wortes (entsprechend wird abgetrennt): Belus-ti-gung (vgl. Bertelsmann, Die deutsche Rechtschreibung (1999)).
Klassischer Phonembegriff
Phoneme (Laute) sind die kleinsten bedeutungsunterscheidenden Einheiten (vgl. Grewendorf u.a. (1989)). Die schriftliche Repräsentation der Lautsegmente erfolgt in Schriftzeichen, den Graphemen.
Phoneme können weiter unterschieden werden in:
- Konsonanten
- Vokale.
Konsonanten sind die Laute, bei denen die ausströmende Atemluft durch Lippen, Zähne und oder Zunge gehemmt wird. Die Konsonanten werden mit Hilfe von Vokalen ausgesprochen ( l = el, b = bee, t = tee, usw.).
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Des weiteren können diese Laute noch nach verschiedenen Kriterien weiter eingeteilt werden:
- nach dem Zustand der Stimmbänder (stimmhaft, stimmlos)
- nach dem Weg des Luftstroms, also danach, ob der Luftstrom durch den Mund oder die Nase entweicht (orale Laute, nasale Laute)
- nach der Artikulationsstelle bzw. dem artikulierenden Organ (Bilabiale, Labiodentale, Interdentale, Alveolare, Palatoalveolare, Palatale, Velare, Uvulare, Pharyngale, Laryngale)
- nach der Artikulationsart (Verschlusslaute = Plosive; Frikative = Spiranten, Reibelaute, Engelaute; Affrikaten; Liquide; Gleitlaute = Halbvokale).
Dagegen sind Vokale die Laute, bei deren Bildung die Atemluft frei ausströmen kann, sie werden ohne Zuhilfenahme anderer Laute ausgesprochen (a, e, i, o, u).
Klassifiziert werden Vokale nach folgenden Kriterien:
- nach der Art der Lippenrundung
- nach der Höhenbewegung der Zunge (hoch – mittel – tief)
- Nach der Zungenlage (vorn, hinten)
- nach der Länge (Mitte und Miete, Beet und Bett)
- nach der Gespanntheit ( gespannt: stehlen ungespannt: stellen )
- nach der Zentralisierung (Stellung im Vokalviereck) (vgl. Grewendorf u.a. (1989)).
Phonologische Bewusstheit
In der Fachliteratur finden sich von dem Begriff der Phonologischen Bewusstheit unterschiedliche Definitionen mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Von diesen möchte ich hier einige anführen (vgl. Küspert, P. 1998: 68):
- Treimann (1991) unterscheidet je nach Größe der zu behandelnden sprachlichen Einheiten entweder von phonologischer Bewusstheit als heterogenem Konstrukt oder von phonemischer Bewusstheit bei der Bearbeitung von Einzellauten als kleinster sprachlicher Einheit.
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Quote paper:
Sandra Hundert, 2003, Phonologische Bewusstheit, Munich, GRIN Publishing GmbH
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