Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung 4
1.1 Fragestellung 4
1.2 Vorgehensweise 5
1.3 Aufbau 7
2 Lektüreempfehlungen für Mädchen im 18. Jahrhundert 7
2.1 Entwicklung bis 1780 8
2.2 Entwicklung ab 1780. 9
3 Erste Mädchenbücher im 19. Jahrhundert 11
3.1 Weiblicher Alltag im 19. Jahrhundert 11
3.2 Die Situation der höheren Töchter 13
3.3 Pubertätslektüre für Mädchen. 15
3.4 Emmy van Rhoden: Der Trotzkopf. 18
3.5 Johanna Spyri: Heidi. 24
4 Mädchenlektüre zwischen Jahrhundertwende und Erstem
Weltkrieg 28
4.1 Die Ausbildung der Mädchen. 28
4.2 Zeitgenössische Mädchenliteratur 30
4.3 Else Ury: Nesthäkchen 31
5 Mädchenbücher im Ersten Weltkrieg 36
5.1 Die gesellschaftliche Situation der Frauen. 37
5.2 Mädchenkriegsliteratur. 38
5.3 Else Ury: Nesthäkchen und der Weltkrieg 39
6 Die Entwicklung der Mädchenbücher bis 1945 41
6.1 Die Zeit der Weimarer Republik. 41
6.2 Der Nationalsozialismus 43
6.3 Zeitgenössische Mädchenliteratur 44
6.4 Magda Trott: Pucki. 44
7 Die 1950er und 1960er Jahre -Mädchenliteratur in der
Wirtschaftswunderzeit 48
7.1 Die Situation der Frauen und Kinder. 48
7.2 Der Wiederaufbau. 49
7.3 Der literarische Neuanfang 51
7.4 Überarbeitungen der gängigen Mädchenbücher. 51
7.5 Enid Blyton: Dolly. 53
7.6 Astrid Lindgren: Pippi Langstrumpf. 58
8 Die Kulturrevolution von 1968 und ihre Auswirkungen in den
1970er und 1980er Jahren 61
8.1 Die Situation der Mädchen 63
8.2 Zeitgenössische Mädchenlektüre 64
8.2.1 Diskussion und Kritik der gängigen Literatur für Mädchen 64
8.2.2 Die neue Mädchenliteratur 67
8.3 Christine Nöstlinger: Gretchen Sackmeier 68
9 Die Situation zur Jahrtausendwende 74
9.1 Mädchenliteratur heute 76
9.2 Cornelia Funke: Die wilden Hühner 77
10 Abschließende Betrachtung 82
Abbildungsverzeichnis 88
Literaturverzeichnis 89
Der Wandel der Frauenbilder im Spiegel der Mädchenlektüre
1 Einleitung
Literatur, die für weibliche Leser im Alter zwischen 10 und 18 Jahren konzipiert ist, erfreut sich seit Mitte des 18. Jahrhunderts großer Beliebtheit. Bis heute prägen Mädchenbücher, die um 1900 entstanden sind und immer wieder neu aufgelegt werden, das Angebot des Marktes. Hinzu kommen diverse Neuerscheinungen aus verschiedenen Jahrgängen des 20. Jahr-hunderts. Nur wenige Untersuchungen haben sich mit diesem Genre beschäftigt. Gemeinhin gilt das Mädchenbuch als kitschige und triviale Literatur, die nicht ernst zu nehmen sei.
Dabei geben Mädchenbücher - da sie immer aus dem jeweiligen historischen und gesellschaftlichen Kontext heraus entstehen- zeitgenössische Vorstellungen von der Erziehung und der gesellschaftlichen Rolle der Mädchen wieder. Zugleich helfen sie dabei, dieses gesellschaftliche Idealbild zu prägen, zu fördern und zu vertiefen. In Kombination mit anderen Medien machen Mädchenbücher daher -ungeachtet ihres schlechten Rufs- bis heute einen wichtigen Bestandteil der weiblichen Sozialisation aus. Dieser Grund und die Tatsache, dass seit den letzten Untersuchungen von neuerschienenen Mädchenbüchern mittlerweile fast zwanzig Jahre vergangen sind, sind Motivationen für die vorliegende Arbeit.
1.1 Fragestellung
Die gesellschaftliche Situation der Frau hat sich im Verlauf des 20. Jahr-hunderts ebenso drastisch verändert wie die Vorstellung von Erziehung. Insbesondere in den letzten dreißig Jahren wurde die Erziehung von Mädchen im emanzipatorischen Sinn diskutiert und gefordert. Die vorliegende Arbeit geht den Fragen nach, inwiefern sich die Mädchenbücher den jeweiligen gesellschaftlichen Veränderungen der Frauen angepasst haben; wie zeitgemäß und emanzipatorisch sich die dargestellte weibliche Erziehung vollzieht, und wie aktuell das jeweilige Idealbild des Mädchens in Bezug auf
Der Wandel der Frauenbilder im Spiegel der Mädchenlektüre
das Erscheinungsjahr ist. Weiterhin wird untersucht, ob es sich bei den Neuerscheinungen lediglich um aktuellere Variationen der Motive der ersten Mädchenbücher handelt. Mädchenbuchserien werden zudem im Hinblick auf eine mögliche Persönlichkeitsentwicklung der Protagonisten bzw. auf eine mit dem Alter zunehmenden Mündigkeit hin untersucht.
1.2 Vorgehensweise
Da sich erst Mitte der 1970er Jahre wenige Wissenschaftler mit dem Genre Mädchenbuch beschäftigt haben, stammen die Definitionen dieser Gattung alle aus der jüngeren Vergangenheit und sind stark beeinflusst von den Ideen und Forderungen der Neuen Frauenbewegung der 1968er Generation. Eine neutrale Angabe darüber, was das Mädchenbuch ausmacht und was es vom Kinderbuch abgrenzt, existiert nicht, denn auch Lexika und andere Nachschlagewerke nehmen Bezug auf diese wertenden Aussagen, die Definition und Kritik zugleich beinhalten. (Eine genauere Betrachtung dieser Aussagen findet sich in Kapitel 8.4 der vorliegenden Arbeit.) Der Untersuchungsgegenstand der vorliegenden Arbeit sind einzelne Mädchenbücher, die zwischen 1880 und 2003 in Deutschland erschienen sind. In Ermangelung einer sachlichen Definition werden hier Werke ausgewählt, die folgende Kriterien 1 aufweisen: Die Hauptperson ist weiblich.
Thema der Geschichte ist ihr Leben oder ein Teilausschnitt desselben.
1 U.a. finden sich diese Kriterien auch in den Definitionen der 1970er und 1980er Jahre bei Dahren-
dorf, Grenz und Wilkending wieder.
Der Wandel der Frauenbilder im Spiegel der Mädchenlektüre
Bereits der Titel, bzw. die Gestaltung des Einbands weisen auf diese Umstände hin, so dass die potentielle Leserin über die Andeutung enthaltener Identifikationsmöglichkeiten zum Kauf des Buches animiert wird.
Der Fokus der Untersuchung wird auf Epochen gelegt, die sich durch nachhaltige Veränderungen in der Erziehungs- oder Emanzipationsdiskussion auszeichnen, wobei das letzte Drittel des 20. Jahrhunderts eine Betrachtung in engeren Zeitintervallen bedarf, da sich hier - als Folgeerscheinung der 1968er Debatten- eine wesentlich raschere Veränderung der weiblichen Situation vollzogen hat. Als Auswahlkriterium für die untersuchten Werke dienen ihre Auflagenstärke auf dem deutschen Büchermarkt und ihre anhaltende Popularität bis heute. Deshalb befinden sich auch Bücher ausländischer Autoren unter der vorgestellten Mädchenlektüre. Da sich die gesellschaftliche Rolle der Frau in der DDR in vielen Punkten von der der BRD unterschied 2 , und hier zudem viele andersartige Faktoren auf die Erziehung von Mädchen Einfluss nahmen, beschränkt sich die Betrachtung von 1945 bis 1989 auf die Entwicklung der Mädchenbücher in Westdeutschland.
Vielfältige Faktoren wirken an der Sozialisation junger Menschen mit. Damit die in den vorliegenden Werken stattfindende Sozialisation der jeweiligen Protagonistinnen verglichen werden kann, wird diese im Hinblick auf konkrete Erziehungssituationen innerhalb und außerhalb der Familie, die dargestellte Familienstruktur, das soziale Umfeld sowie der Charakterisierung der Hauptpersonen betrachtet. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Be- 2 ImZuge der sozialistischen Ideologie wirken beide Geschlechter gleichermaßen am Aufbau der
DDR mit. Die Förderung von Frauen in Beruf und Gesellschaft wurde von Beginn an als staatliche
Aufgabe betrachtet. Durch die generelle Verdammung westlicher Erzeugnisse entsteht in der DDR
ein eigener Literaturmarkt, der von der sozialistischen Idee beeinflusst ist. Zudem unterliegt der
Buchmarkt nicht dem kapitalistischen Gesetz von Angebot und Nachfrage.
Der Wandel der Frauenbilder im Spiegel der Mädchenlektüre
trachtung von Serien, da diese eine Entwicklung der Protagonisten über mehrere Jahre hinweg darstellen. Eventuelle Auswirkungen der Erziehung und Entwicklungen der Charaktere sind hier im Werk selbst ablesbar. Um die Mädchenbücher in ihren jeweiligen historischen Kontext zu stellen und die zeitgenössischen Annahmen über Erziehung von Mädchen, ihr Wesen und ihre Rolle in der Gesellschaft zum Vergleich heranziehen zu können, dient ein kurzer Überblick über die gesellschaftliche Situation der Frau in der jeweiligen Epoche als Anhaltspunkt. Zeitgenössische Ratgeberliteratur wird zur exakteren Bestimmung des Zeitgeistes herangezogen.
1.3 Aufbau
Die Arbeit gliedert sich in Kapitel, die in chronologischer Ordnung die Entwicklung der Mädchenlektüre wiedergeben. In den einzelnen Kapiteln wird zunächst der historische Kontext der Epoche kurz erläutert, wobei das Hauptaugenmerk auf der Situation der Frauen und Mädchen ruht. Danach werden entsprechende Werke vorgestellt, auf die dargestellte Sozialisation hin untersucht und vor dem zeitgenössischen Hintergrund bewertet. Abschließend erfolgt eine Auswertung im Hinblick auf die oben aufgeführten zentralen Fragen.
2 Lektüreempfehlungen für Mädchen im 18. Jahrhundert
Die ersten Mädchenbücher, die sich gezielt an unverheiratete junge Leserinnen wenden, entstehen erst um die Jahrhundertwende. Lektüre, die sich mit der Frage, was Mädchen lesen sollten, befasst, existiert dagegen bereits im 18. Jahrhundert.
Der Wandel der Frauenbilder im Spiegel der Mädchenlektüre
2.1 Entwicklung bis 1780
Bereits zu Beginn des 18. Jahrhunderts beginnt man, die Frau als potenzielle Käuferin von Zeitschriften zu entdecken - wenn auch zunächst nur, um über sie das Interesse ihres Mannes an dieser Lektüre zu wecken. Die moralischen Wochenzeitschriften -kleine Zeitschriften, die den Erbauungsheften aus England ähneln- erfreuen sich großer Beliebtheit. Sie enthalten kleine Alltagsgeschichten im Stil persönlicher Gespräche, die unterhalten und zugleich belehren. Sie stehen in der Tradition der Frühaufklärung und treten somit ein für eine Bildung des Geistes, für die Gleichberechtigung der Geschlechter und gegen das zu jener Zeit noch stark verbreitete Analphabetentum. Das Lesen gilt als »höchst vernünftige Beschäftigung und ist ein höchst angenehmer Zeitvertreib« ,sowie »eine von den größten Türen zur Kenntnis und Wissenschaft und eine von den kräftigsten Methoden, Unwissenheit, Vorurteil und Irrtum zu verbannen« (Unbekannter Autor 1767 zitiert n. Grenz 1997, S. 15 ).
Es herrscht im Rahmen der allgemeinen Vernunfterziehung eine grundsätzlich positive Einstellung zur weiblichen Gelehrsamkeit vor. Die verschiedenen, meist aus dem Englischen oder Französischen übersetzten Ratgeber, scheiden sich dabei an der Frage, was die »richtige« Literatur für Mädchen ist: die Realienwissen vermittelnde oder die schöngeistige Literatur (Romane). Da Mädchen erst an das Lesen herangeführt werden müssen und auf-grund ihrer Fixierung auf den häuslichen Bereich eher lesen, sind sie besonders gefährdet durch »schlechte« und »falsche« Literatur. Es existiert ein breites Spektrum unterschiedlicher Positionen und Postulate zu diesem Thema (vgl. Grenz, 1997, S.16). Dabei reicht das Angebot der Empfehlungen in Ermangelung explizit für Mädchen verfasster Lektüre von den moralischen Wochenzeitschriften, dem Studium der Geschichte, Fabeln, Reisebe- schreibungen und Schauspielen von Shakespeare bis hin zu Poesie. Alles,
Der Wandel der Frauenbilder im Spiegel der Mädchenlektüre
»wo Religion, Tugend und Natur mit aller Schönheit einer keuschen und doch erhabenen Einbildungskraft geschildert und verschönert werden« (Fordyce 1767 zitiert n. Grenz 1997, S. 18). Der Roman stößt, von einigen Ausnahmen abgesehen, auf Ablehnung, da er den Schwerpunkt auf die Handlung statt auf die Tugendlehre legt. »Leset also keine Romane, sie sind nur deswegen geschrieben, dass sie das Herz rühren, unsere Leidenschaften rege machen und unsere Neigungen und Begierden schmeicheln sollen« (Du Puy 1771 zitiert n. Grenz 1997, S. 17). Gefühle und Empfindsamkeit werden grundsätzlich als wider der Vernunft und damit schädlich betrachtet. Mit der Lektüre von Romanen aber werden diese angesprochen und »böse Lüste« geweckt, für die besonders Mädchen aufgrund ihrer angeborenen Geschlechtseigenschaften anfällig sind. Das Ideal der tugendhaften und keuschen Frau und die Hochschätzung der bürgerlichen Ehe werden durch sie bedroht (vgl. Grenz 1997, S. 23 ff.).
2.2 Entwicklung ab 1780
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts zeichnet sich eine Wende in der Lesediskussion ab. Die Verbreitungsmöglichkeit von Schriften hat sich durch den technischen Fortschritt enorm verbessert, so dass dem Leser Zugang zu vielen Neuerscheinungen möglich ist. 1774 erscheint Goethes Die Leiden des jungen Werther und zieht viele junge Menschen in seinen Bann, von welchen nicht wenige dem Helden in den Freitod folgen. Klagen über die Lesewut der jungen Leute und über die grassierende Seuche der Empfindsamkeit häufen sich (vgl. Grenz 1997, S. 16). Lesen wird nun nicht länger als Merkmal des tugendhaften Menschen betrachtet. Vielmehr lenkt es von sinnvollen Tätigkeiten ab und wird gleichgesetzt mit Müßiggang und Nichtstun (vgl. Grenz 1997, S.23 ff.). Auch das Interesse an weiblicher Gelehrsamkeit weicht der Angst, die Frauen könn-
Der Wandel der Frauenbilder im Spiegel der Mädchenlektüre
ten die sich in der Auflösung befindlichen bürgerlichen Großfamilien zugunsten interessanterer Lebenswege verlassen.
1789 erscheint Campes Elternratratgeber Väterlicher Rat für meine Tochter, der große öffentliche Beachtung findet und zum Vorbild vieler nachfolgender Werke wird. Er spricht sich deutlich gegen eine weibliche Bildung aus und greift dabei auch auf Rousseaus 1762 in Emile oder über die Erziehung ausgesprochenen Warnung vor Mädchenlektüre zurück. Campe sieht einen direkten Zusammenhang zwischen dem Lesen und der Empfindsamkeit, die junge Menschen für das Alltagsleben untauglich macht und den jungen Mädchen die Unschuld nimmt. Die erwähnte Angst vor einer Abwendung der Frau von Heim und Familie klingt dabei deutlich an: »Oder glaubst du, dass ein Frauenzimmer, welches von dem, eurem Geschlechte verbotenem Baume der gelehrten Erkenntniß einmahl gekostet hat, nicht gegen jede einfache Nahrung des Geistes und des Herzens, welche von der Natur und der menschlichen Gesellschaft euch recht eigentlich angewiesen wurde, einen geheimen Ekel und Widerwillen empfinden werde?« (Campe 1830 zitiert n. Grenz 1997, S. 17) Das propagierte Ideal ist nunmehr die tugendhafte Hausfrau, deren Realienwissen höher bewertet wird als ihre literarische Bildung. »Ein Pfund weibliche Haushaltswissenschaft ist mehr werth als ein Zentner weiblicher schöner Wissenschaften« (Germershausen 1767 zitiert n. Grenz 1997, S. 15). Auf dieser Grundlage entsteht eine philanthropisch geprägte Mädchenlektüre.
Zur gleichen Zeit bevorzugt eine neuhumanistisch- klassisch geprägte Strömung eine schöngeistige Lektüre für Mädchen gegenüber ihrem auszubildenden Realienwissen (z.B. 1794 Niemeyer: Vermächtnisse an Helene von ihrem Vater). Diese soll im Sinne der allgemeinen Menschenbildung allen Lesern edle Freude spenden und dabei helfen, die Einsamkeit zur Veredelung des Herzens zu nutzen, denn nur der tugendhafte Mensch kann glücklich werden. »Du kannst aber, mein Kind, auf keine Art und Weise dei-
Der Wandel der Frauenbilder im Spiegel der Mädchenlektüre
ne Zeit mit größerem Gewinn zubringen, als wenn Du ein gutes und kluges Buch liesest« (Grenz 1997, S. 15).
Nicht zu empfehlen ist dagegen Lektüre, die keine moralische Würde besitzt und lediglich der Befriedigung der Neugier dient. Besonders die unrealistischen Liebesgeschichten gelten als ungeeignete Lektüre für Mädchen, da sie die Frau unzufrieden über die Realität machen und somit ihre zugedachte Rolle in der Gesellschaft erschweren. Obgleich der rege Geist hoch geschätzt wird, dient die weibliche literarische Bildung in erster Linie dazu, dem späteren Gatten eine anregende Gesprächspartnerin zu sein und bleibt somit der weiblichen Bestimmung untergeordnet (Vgl. Ewald 1798 bei Grenz 1997, S. 30). Der Anspruch an die weibliche Lektüre sinkt. 1808 vermengt Glatz in Rosaliens Vermächtniß an ihre Tochter Amanda sowohl den philanthropischen als auch den neuhumanistisch geprägten Ansatz mit romantischen Ideen. Das Ideal der schönen Weiblichkeit, der man grundlegende Bildung zuspricht, wandelt er zum Ideal der frommen Seele. Die Frau soll engelsgleich die Menschheit mit Frieden und Anmut beglücken. Eigenschaften wie Aufopferungsbereitschaft, Triebentsagung und Selbstlosigkeit werden idealisiert. Das resultierende Mädchenbild von der im häuslichen Bereich aufgehenden Hausfrau und Mutter beeinflusst die nachfolgende Mädchenliteratur in entscheidender Weise.
3 Erste Mädchenbücher im 19. Jahrhundert
Im 19. Jahrhundert resultieren aus der Lesediskussion des vorigen Jahr-hunderts die ersten Werke, die sich gezielt an Leserinnen im heiratsfähigen Alter wenden.
Der Wandel der Frauenbilder im Spiegel der Mädchenlektüre
3.1 Weiblicher Alltag im 19. Jahrhundert
Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts gehört der Großhaushalt, der neben engsten Familienmitgliedern mehrerer Generationen auch entferntere Ver-wandten und, je nach Einkommen, diverse Dienstboten oder untergemietete Pensionäre beherbergt, zum alltäglichen Bild in der Stadt und auf dem Land. Neben dem sozialen Leben spielt sich hier auch das geschäftliche ab. Sämtliche Konsumgüter und Lebensmittel müssen noch im Haus selber hergestellt oder zumindest weiterverarbeitet werden. In den bürgerlichen Familien steht hierzu Personal zur Verfügung, das von der Hausfrau organisiert und angeleitet werden muss. Die bürgerlichen Kinder werden von entsprechenden Lehrern und Gouvernanten zuhause erzogen und unterrichtet, bis sie heiraten und einen eigenen Hausstand gründen. Auf diese Weise bleibt der Hausfrau die Zeit, sowohl am Geschäftsleben des Mannes als auch an gesellschaftlichen Veranstaltungen teilzunehmen. Die fortschreitende Industrialisierung verändert die familiären Strukturen nachhaltig. Viele Konsumgüter können nun gebrauchfertig, aber teurer eingekauft werden, so dass die aufwendigen Herstellungsverfahren im Haushalt wegfallen. Somit wird ein Großteil der zum Haushalt gehörenden Personen überflüssig. Viele Dienstboten ziehen jetzt die vergleichsweise besser bezahlte und mehr Freiheit bietende Arbeit in einer Fabrik vor, in welchen sich zudem ein neues Berufsfeld für weibliche Arbeitskräfte entwickelt. Geschäfte werden vermehrt außerhalb der Haushalte getätigt oder ganz in größere Unternehmen integriert. In den unter zehn Prozent der bürgerlichen Haushalte, die finanziell abgesichert sind, ergibt sich so ein Zuwachs an Freizeit für die Hausfrau, die diese für persönliche Weiterbildung und gesellschaftliche Veranstaltungen nutzt (vgl. Zahn 1983, S. 248). In den meisten Familien jedoch übernimmt nun die Hausfrau die Pflichten des mittler- weile abgewanderten Personals. Um den gesteigerten Konsum und den
Der Wandel der Frauenbilder im Spiegel der Mädchenlektüre
gesellschaftlich erwarteten Lebensstandard finanziell aufrecht halten zu können, übernimmt sie zudem die Wirtschaftsführung des Haushaltes, Ausbesserungen und Eigenproduktionen, sowie die Erziehung der Kinder. Daneben ist es ihre Aufgabe, den Ehemann zu entlasten und ihm ein Heim zu schaffen, in dem er sich von seinen beruflichen Anstrengungen erholen kann. Die bürgerliche Wohnung avanciert zur gesellschaftlichen Repräsentation, in der sich außerdem alle Familienmitglieder wohl fühlen sollen. Daher wird diese zeitgemäß mit Bildern, Spiegeln, Souvenirs, Deckchen, Teppichen, Vorhängen und allerlei Zierrat ausgestattet, dessen Anordnung und Reinigung wiederum eines enormen Zeitaufwands bedarf. Die Frau der Großbourgeoise, des Bildungs- und Kleinbürgertums verbringt ihr Leben im Haus, während die der Arbeiter- und Bauernfamilie außerdem noch die gleiche Arbeit wie ihr Mann erbringen muss (vgl. Zahn 1983, S. 250 ff.).
3.2 Die Situation der höheren Töchter
Die Töchter gehen dabei nach wie vor den Müttern im Haushalt zur Hand, bis sich ein geeigneter Ehemann findet. Die wenigen für Mädchen verfassten Bücher geben Ratschläge für die Hauswirtschaft und bereiten die Mädchen auf ihre spätere Rolle vor -zum Beispiel Elise Polkos Unsere Pilgerfahrt von der Kinderstube bis zum eigenen Heerd von 1865 oder Henriette Davidis Beruf der Jungfrau von 1864.
Die Ausbildung der Söhne aus bürgerlichen Familien nimmt nun zunehmend mehr Zeit in Anspruch. Dadurch verlängert sich ihre finanzielle Abhängigkeit von den Eltern und der Zeitpunkt, an dem sie selber einen Haushalt ernähren können, rückt in die Ferne. Zudem sinkt die Heiratswilligkeit der jungen wohlhabenden Männer, weil sie sich auch ohne Ehefrau ein bequemes Leben finanzieren können. Aufgrund der steigenden Not und Ar- beitslosigkeit des Mittelstandes haben wenig vermögende Töchter kaum
Der Wandel der Frauenbilder im Spiegel der Mädchenlektüre
Chancen auf dem Heiratsmarkt. Die Auswanderungswelle, die viele Hei-ratskandidaten in die USA verschlägt, sorgt zudem für einen Frauenüberschuss, so dass sich die Wartezeit bis zur Eheschließung für viele bürgerliche Töchter verlängert. Eine Liebesheirat ist in den seltensten Fällen Realität. »Das Ideal der bürgerlichen Ehe war die „vernünftige“ Liebe: Mann und Frau sollten einander schätzen und achten, und die Frau sollte nicht geradezu Widerwillen beim Gedanken an die physische Vereinigung empfinden (...). Damit waren die Wahlmöglichkeiten schon erheblich eingeschränkt« (Schenk 1987, S.61).
Im Gegensatz zu den Töchtern der Arbeiter und Bauern haben diese Mädchen nichts gelernt, das ihnen finanzielle Unabhängigkeit von der Familie sichern könnte. Fabrikarbeit schickt sich nicht für höhere Töchter, die nun als Belastung für die Familie ein sinnentleertes Dasein im Haus fristen, und Weiterbildungsmöglichkeiten existieren kaum.
Solange die Töchter im Haus verweilen, haben sie bestimmte Pflichten »im Namen der Liebe« zu erfüllen, die sie weiterhin und aller Unwahrscheinlichkeit zum Trotz auf die Aufgabe als Hausfrau und Mutter vorbereiten sollen (vgl. Zahn 1983, S.255 ff.): »Die Töchter sind mitverantwortlich für das häusliche Glück. (...) Den Vater zu erfreuen, die Mutter zu unterstützen und den Geschwistern ein lichtes Vorbild zu sein« gehört zu ihren Aufgaben. »Die Tochter des Hauses muss Rechenschaft zu geben wissen über die Sachen, die sie den Nachlässigen nachgeräumt hat« und »das alles muss sie verstehen und fröhlich ausüben, weil sie ja alle mit Liebe umfasst, alle die theuren Ihrigen, vom alten sorgenvollen Vater bis hinab zu dem kleinen Steckenpferdreiter, der in ihr die zweite Mutter gefunden hat« (Burow ~1870 zitiert n. Zahn 1983, S. 257). Ihre Hauptaufgabe besteht also in der Ästhetisierung des Wohnraums. Daneben soll sie selbst dieses Prinzip für sich verinnerlichen, denn Schönheit ist das wichtigste Attribut um einen Ehemann zu finden.
Der Wandel der Frauenbilder im Spiegel der Mädchenlektüre
Weitverbreitete Versorgungsschwierigkeiten innerhalb der Familien geben vielen bis dahin unproduktiven bürgerlichen Töchtern den Anstoß zur Suche nach geeigneten Betätigungsfeldern. Lehrerinnenseminare, eine der wenigen akzeptierten Ausbildungen für Mädchen neben Erzieherin und Gesellschafterin, füllen sich. Ihre Qualität genügt jedoch lediglich den Ansprüchen einer Mädchenerziehung. »Ich kann die positivste Versicherung geben, daß (…) mein Wissen das Maß gewöhnlicher Elementarkenntnisse kaum überstieg und schwerlich den Bildungsstand eines Quartaners (…) erreichte. Trotzdem war auf meinem Zeugnis zu lesen, daß ich zum Unterricht wohl befähigt sei« (Dohm 1979). Einige Töchter beginnen für Mädchen zu schreiben- meist unter Pseudonym aus Rücksicht auf die Familie, da sich eine solche Tätigkeit für sie nicht schickt.
Mit der zunehmenden Selbstständigkeit wächst vielerorts auch der Wunsch nach besseren Ausbildungsmöglichkeiten für Mädchen, die tatsächlich bis zum Ende des 19. Jahrhunderts ausgedehnt werden - freilich zunächst nur für höhere Töchter. In den unteren Schichten werden dagegen selten die vorgeschriebenen acht Schuljahre absolviert, da die Mädchen früher zum Familienverdienst beitragen müssen.
Im Gegensatz zu den öffentlichen Gymnasien für Jungen sind die Lyzeen für Mädchen wesentlich schlechter ausgestattet und verfügen kaum über qualifiziertes Personal. Bevorzugt besuchen bürgerliche Töchter daher im Anschluss an privat geführte Schulen, deren Unterrichtsschwerpunkte auf Hauswirtschaft, Religion, Handarbeit, Französisch und Deutsch liegen, Pensionate. Diese, nach französischem Vorbild geführten Lehranstalten, sollen den Mädchen gutes Benehmen beibringen. Hier sind die höheren Töchter unter ihresgleichen, behütet und bewacht. Rücksichtnahme, Hilfsbereitschaft und erste Selbstständigkeit sollen geübt werden, nachdem sie im Elternhaus oft verwöhnt worden sind. Dieses Erziehungsziel steht der
Der Wandel der Frauenbilder im Spiegel der Mädchenlektüre
Bildung der Schülerinnen voran. Bis 1870 bleibt das Mädchenpensionat das bevorzugte Schulsystem für höhere Töchter.
3.3 Pubertätslektüre für Mädchen
Um 1870 herum entsteht eine Pubertätslektüre für Mädchen, die im Gegensatz zu den bislang üblichen Ratgebern und Sittenbüchlein in erster Linie unterhaltsam ist. Sie wendet sich an die sogenannten Backfische 3 - die Mädchen, die sich mit 15 oder 16 Jahren am Ende ihrer Schullaufbahn befinden und, an das Haus gebunden, auf einen Ehemann warten. Durch körperliche Veränderungen und wachsende Ansprüche der Umwelt verunsichert und zum passiven Warten verdammt, wissen die Backfische nicht, wer sie sind und wohin sie gehören. Das bislang autonome kindliche Individuum muss nun Entsagung und Selbstaufgabe lernen, um der gesellschaftlichen Vorstellung einer Dame gerecht zu werden und somit Chancen auf einen Freier zu erhalten. Gleichzeitig wird ihm aber noch ein »gewisser Schonraum zugestanden, in dem es sich noch nicht tugendhaft verhalten muss« (Daubert 1994, S.40). Da die Autorinnen aus bürgerlichen Schichten stammen, berichten sie über eben jene und sprechen somit ihresgleichen an, was die Geschichten glaubwürdig und für Mädchen attraktiver gestaltet. Die Lektüre bietet ihnen Zeitvertreib und Unterhaltung, ist aber zugleich auch Anstandsliteratur, von der die Leserin erfährt, was von einer jungen Dame erwartet wird. Zudem kann sie emotional kanalisierend wirken in einer Zeit, in der der Übergang vom Mädchen- ins Frauendasein durch zunehmende gesellschaftliche Widersprüche immer schwieriger wird.
3 Eine Bezeichnung für junge Mädchen, die wahrscheinlich vom noch nicht ausgewachsenen Fang
herrührt. Diese Fische werden in die Back (hinterer Teil) des Schiffes geworfen bis man entscheidet,
ob sie verkauft oder noch einmal zurück ins Meer geworfen werden. (vgl. Zahn, 1983, S.277)
Der Wandel der Frauenbilder im Spiegel der Mädchenlektüre
Die zentralen Themen der Backfischbücher 4 sind neben Pensionatsgeschichten über Streiche und Freundschaften und die erste Trennung von den Eltern auch Beschäftigung mit dem eigenen Aussehen und der damit verbundenen Sehnsucht nach Anerkennung durch das andere Geschlecht. 5 Diese winkt am Ende der Geschichten als Belohnung für eine folgsame Anpassung. Dabei orientieren sich die dargestellten Anforderungen am zeitgenössischen Frauenideal. Ein Beruf darf daher nicht die Tätigkeit als Hausfrau, Gattin und Mutter ersetzen. Wenn ihm mehr Gewichtung beigemessen wird, zieht dies böse Folgen nach sich. 6
Es geht in den Backfischbüchern nicht um eine Identitätsfindung der Protagonistinnen. Statt herauszufinden, was sie wollen und wer sie sind, geht es um die Verinnerlichung der gesellschaftlichen Normen und Anpassung an die erwartete Rolle (vgl. Daubert 1994, S.41). Grundlage für die Entstehung der Backfischbücher ist ein neues Verständnis einer Mädchenzeit und die Akzeptanz einer weiblichen Pubertät (vgl. Grenz 2000, S.337). Sexualität findet in den Backfischbüchern generell keine Erwähnung, obwohl gerade Mädchen dieses Alters zum ersten Mal mit ihr konfrontiert werden und sicherlich Interesse an der Thematik haben. Neben der zeitgenössischen Annahme, dass man Kindern und besonders Mädchen auf Fragen nach sexuellen Zusammenhängen ausweichend und beschönigend antwor-
4 DasBackfischbuch ist eine Umkehr- oder Wandlungsgeschichte und wird vom späteren Begriff
»Mädchenbuch« abgegrenzt. (siehe u.a. Grenz 2000, Dahrendorf 1974)
5 Ein weiteres Beispiel ist Clementine Helms »Backfischchens Leiden und Freuden. Eine Erzählung
für junge Mädchen« von 1863.
6 Daneben existieren auch Backfischbücher, die stark von der wachsenden Frauenbewegung beein-
flusst sind. Diese fordern Selbstbewusstsein als neues Ziel der Mädchenerziehung, um die Situation,
in der der Familie zur Last zu gefallen wird, zu verbessern. Man ist bemüht, alternative Lebenswege
für die vielen Mädchen aufzuzeigen, die sich wenig Hoffnung auf eine Vermählung machen können.
Daher enden einige Bücher statt mit einer Heirat mit dem Eintritt der Heldin in einen Beruf- selten in
einen technischen, häufig in einen der klassischen Frauenberufe.
Der Wandel der Frauenbilder im Spiegel der Mädchenlektüre
ten soll (vgl. Eschenbroich 1977, S.133 ff.), ist ein Grund für diese Aussparung sicher auch der für bürgerliche Frauen heikle Umgang mit der sexuellen Doppelmoral ihrer Männer. Deren Wunsch nach einer sittlichen Gattin und einer sexuell aktiven und verführerische Liebhaberin zugleich wird nicht selten außerhäuslich verwirklicht, was eine strikte Trennung zwischen Prostituierter oder braver Hausfrau bedingt. Eine Auseinandersetzung der Mädchen mit dieser Problematik würde sich verheerend auf ihre Gesundheit und Entwicklung auswirken (vgl. Wilkending 1990, S.222). Nichtsdestotrotz nennt die zeitgenössische Kritik die Backfischbücher schlüpfrig, frivol und zum Eigensinn anstachelnd (vgl. Wilkending 1997, S. 123). Sie gelten besonders in Kombination mit Lesewut und Onanie als ge-sundheitsschädlich und werden unter anderem für die unter Mädchen häufige Bleichsucht verantwortlich gemacht (vgl. Grenz 1997, S. 27).
3.4 Emmy van Rhoden: Der Trotzkopf
1885 erscheint Emmy van Rhodens Trotzkopf. Eine Pensionsgeschichte für erwachsene Mädchen 7 . Die erste Auflage ist bereits nach einem Jahr vergriffen; bis heute geht sie in die Millionenhöhe. Rhodens Tochter Else Wildhagen und drei weitere Autorinnen verfassen unabhängig voneinander zwischen 1892 und 1930 noch weitere mehr oder weniger bekannten Fortsetzungen des Themas, um an den Erfolg des ersten Bands anzuknüpfen 8 : Trotzkopfs Brautzeit (1892), Aus Trotzkopfs Ehe (1895) von Else Wildhagen, Frau Ilse (1895) von Doris Mix, Trotzkopf als Großmutter (1905) von
7 Der Verlag ändert den Titel recht bald in »eine Erzählung für junge Mädchen« um. Wahrscheinlich
ging man davon aus, mit diesem Titel eine größere Leserschaft anzusprechen.
8 Die Ausweitung eines Backfischbuchs zur Serie erfolgt später von Beginn an geplant. Die jungen
Leserinnen im Alter von 6 bis 10 Jahren wachsen dann mit den Protagonisten zusammen auf. Dem
jeweiligen Verlag garantieren erfolgreiche Serien Umsatz über mehrere Jahre hinweg.
Der Wandel der Frauenbilder im Spiegel der Mädchenlektüre
Suze La Chapelle Roobol, Trotzkopfs Erlebnisse im Weltkrieg (1916), Trotzkopf heiratet (1919) von Marie von Felseneck, und Trotzkopfs Nachkommen. Ein neues Geschlecht (1930) von Else Wildhagen. Das Werk wurde in 10 Sprachen übersetzt. 1983 verfilmte das Bayrische Fernsehen die Geschichte in 8 Folgen. Untersucht wird hier der erste Band, da er bereits einen kompletten Entwicklungszyklus darstellt, während die Fortsetzungen lediglich Variationen des Themas sind. Es existieren verschiedene Buchumschläge diverser Verlage. Der Großteil zeigt ein Mädchen im Vor-dergrund, das im Stil der Jahrhundertwende gekleidet ist und den Betrachter fröhlich bis verschmitzt anblickt (Abb.3).
Abbildung 1: (v. links) Aktuell erhältliches Cover im Arena Verlag und Sammelband von 1983. Der erste Band handelt von der 14jährigen Ilse Macket, Gutsbesitzertochter aus Pommern, deren Mutter früh verstorben ist. Sie wächst wie ein Junge auf und wird von ihrem Vater verwöhnt, den sie abgöttisch liebt und dem ihre wilde natürliche Art gefällt. Nur mit der Stiefmutter kann Ilse sich nicht
Arbeit zitieren:
Silke Diehring, 2003, Der Wandel der Frauenbilder im Spiegel der Mädchenlektüre vom ausgehenden 19. Jahrhundert bis heute, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Fortschreibung und Wandel des Mädchen- und Frauenbildes in der Mädchen...
Examensarbeit, 145 Seiten
Funktion des Krieges im Mädchenbuch des Ersten Weltkriegs, am Beispiel...
Germanistik - Komparatistik, Vergleichende Literaturwissenschaft
Hausarbeit (Hauptseminar), 40 Seiten
Das Lehrbuch im Englischunterricht
Englisch - Pädagogik, Didaktik, Sprachwissenschaft
Hausarbeit (Hauptseminar), 25 Seiten
Lehrwerksanalyse am Beispiel des Englischbuches "Learning English...
Englisch - Pädagogik, Didaktik, Sprachwissenschaft
Seminararbeit, 11 Seiten
Märchen der neuen Kindheit: E.T.A. Hoffmann "Das fremde Kind"...
Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
Hausarbeit, 18 Seiten
Die Kindsmordproblematik und die Strafrechtsreform im 18. Jhd. im Kont...
Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
Referat (Ausarbeitung), 14 Seiten
Astrid Lindgrens fantastische Figuren im Hinblick auf die Erneuerung ...
Hausarbeit, 17 Seiten
Die Darstellung von Kindheit in neueren Kinderbüchern, unter besondere...
Deutsch - Pädagogik, Didaktik, Sprachwissenschaft
Examensarbeit, 129 Seiten
Darstellung des Ersten Weltkrieges in der Deutsch-jüdischen Mädchenlit...
Germanistik - Komparatistik, Vergleichende Literaturwissenschaft
Hausarbeit (Hauptseminar), 22 Seiten
Das freie Kind in Edith Nesbits realistischer Kinderliteratur
Seminararbeit, 15 Seiten
Die Großstadt als Handlungsraum städtischer Kinderbanden in der Kinder...
Deutsch - Pädagogik, Didaktik, Sprachwissenschaft
Bachelorarbeit, 57 Seiten
Die Darstellung des Kindsmords im deutschen Drama H.L. Wagners "D...
Germanistik - Literaturgeschichte, Epochen
Bachelorarbeit, 33 Seiten
Gedächtnisbildung von Individuen und Gruppen
Das kollektive Gedächtnis
Medien / Kommunikation - Theorien, Modelle, Begriffe
Hausarbeit, 18 Seiten
Lehrwerkanalyse und -vergleich - Spanische Lehrwerke im modernen Fremd...
Romanistik - Spanische Sprache, Literatur, Landeskunde
Hausarbeit (Hauptseminar), 24 Seiten
Diktate - Probleme und Herausforderungen im Rechtschreibunterricht
Deutsch - Pädagogik, Didaktik, Sprachwissenschaft
Hausarbeit, 18 Seiten
"Uns kommt nur noch die Komödie bei" - Eine Untersuchung zu ...
Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
Magisterarbeit, 86 Seiten
Problematik der Leistungsbeurteilung im Fach Englisch
Englisch - Pädagogik, Didaktik, Sprachwissenschaft
Hausarbeit (Hauptseminar), 24 Seiten
Pädagogik - Allgemein: Der Wandel der Frauenbilder im Spiegel der Mädchenlektüre vom ausgehenden 19. Jahrhundert bis heute ist nun auf dem Buchmarkt erhältlich
Silke Diehring hat den Text Der Wandel der Frauenbilder im Spiegel der Mädchenlektüre vom ausgehenden 19. Jahrhundert bis heute veröffentlicht
Silke Diehring hat einen neuen Text hochgeladen
Das Klassenzimmer vom Ende des 19. Jahrhunderts bis heute / The classr...
Das Katalogbuch zum VS-Schulmu...
Thomas Müller, Romana Schneider
Wissenschaftsforschung zur Genese der Psychologie in Deutschland vom a...
Susanne Guski-Leinwand
Die Philosophie des ausgehenden 19. und des 20. Jahrhunderts 3
Lebensphilosophie und Existenz...
Rainer Thurnher, Wolfgang Röd, Heinrich Schmidinger
Die Philosophie des ausgehenden 19. und des 20. Jahrhunderts 2
Neukantianismus, Idealismus, R...
Helmut Holzhey, Wolfgang Röd
Die Antike im 19. Jahrhundert in Italien und Deutschland /L'Antichita ...
Karl Christ, Arnaldo Momigliano
Von Francis Bacon bis Jean-Jacques Rousseau
Vorlesungen zur Geschichte der...
Helmut Seidel, Jutta Seidel
Geschichte Lateinamerikas vom 19. bis zum 21. Jahrhundert
Quellenband
Stefan Rinke, Georg Fischer, Frederik Schulze
0 Kommentare