Financial Futures
von: Ralf Friedsam
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung 1
2 Theoretische Grundlagen 2
2.1 Ursprung des Future 2
2.2 Funktionsweise des Future 3
2.3 Arten von Futures 4
2.4 Die bekanntesten Derivate – Börsen 5
3 Financial Futures 5
3.1 Grundpositionen von Futures 7
3.2 Margin 8
3.2.1 Initial Margin 9
3.2.2 Maintenance Margin 10
3.2.3 Overnight Margin 10
3.2.4 Variation Margin 10
3.2.5 Margin – Call 10
3.3 Preisbildung von Financial Futures 11
3.4 Gewinn- und Verlustprofil 13
3.5 Motive des Future – Handels 14
3.5.1 Spekulation 14
3.5.2 Hedging 14
3.5.3 Arbitrage 15
3.6 Roll – Over 16
4 Derivate im Vergleich – Futures, Optionen, Optionsscheine, Hebelzertifikate 16
4.1 Art und Funktionsweise 16
4.2 Strategien und Variationsmöglichkeiten 18
4.3 Preiseinflussfaktoren 18
4.4 Bid/Ask – Spread 20
4.5 Transaktionskosten 21
4.6 Ausführungsgeschwindigkeit 22
4.7 Handelspartner und Handelbarkeit 23
4.8 Liquidität und Grad der Standardisierung 24
4.9 Kapitaleinsatz und Risiken 24
4.10 Fazit 25
5 Future-Handel in der Praxis 26
5.1 Simple Moving Average (SMA) 26
5.2 SMA-Crossover-Strategie 27
5.3 Performance-Report 29
5.4 Kritik 30
Anhang 32
A Performance Nasdaq 100-E-Mini-Future 32
B Performance S&P 500-E-Mini-Future 35
C Performance Bund -Future 38
Glossar 40
Literaturverzeichnis 41
1 Einleitung
In weiten Teilen der Bevölkerung ist die Meinung vorherrschend, dass Futures, sofern diese überhaupt bekannt sind, das beste Mittel sind, möglichst schnell Haus und Hof zu verlieren. Der Future-Handel wird oft mit einem Besuch im Spiel-Casino verglichen. Wenn man bedenkt, wie viel Geld durch die Börsenbaisse seit dem Jahr 2000 mit der Wertpapierart Aktie vernichtet wurde, könnte man diese Aussage wohl ohne Bedenken auf Aktien übertragen. Unter aktiven Tradern besitzt der Future-Handel dagegen einen vollkommen anderen Stellenwert. Hier wird gerne von der Königsklasse des Tradings gesprochen. Im Future-Markt treffen die besten Händler aufeinander und treten gegeneinander an.
Natürlich darf nicht vergessen werden, dass den einzigartigen Gewinnmöglichkeiten auch entsprechende Risiken gegenüberstehen. Allerdings bieten Futures den Marktteilnehmern ein breites Spektrum an sinnvollen Einsatzmöglichkeiten. So sind Futures sowohl zur Spekulation geeignet als auch zur Risikoabsicherung und Arbitrage. In Kapitel zwei werden die theoretischen Grundlagen von Futures dargestellt. Ein Vergleich der Futures mit Optionen, Optionsscheinen und Hebelzertifikaten findet in Kapitel drei statt. Es werden jeweils Vor- und Nachteile gegenübergestellt. In Kapitel vier folgt die Darstellung einer Handelsstrategie, die auf vier verschiedene Index-Futures angewandt wird. Die Strategie wird über ein Jahr getestet. Motiv der Strategie ist die Spekulation mit dem Ziel der Gewinnmaximierung. Dieses Kapitel ist ein Versuch, das Vorurteil zu widerlegen, Engagements in Futures im Speziellen und Wertpapieren im Allgemeinen, seien pures Glücksspiel und Gewinne rein zufällig.
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Ursprung des Future
Die Ursprünge des Futures reichen bis ins 19. Jahrhundert zurück. In Chicago entwickelte sich ein Handelszentrum, wo unter anderem Weizen gehandelt wurde. Dabei hatten die Farmer das Problem, dass sie nie genau wussten, welchen Preis sie für ihre Ware von den Händlern erhalten würden. Daher begannen Farmer und Händler Vereinbarungen abzuschliessen. Der Farmer verpflichtete sich, zu einem bestimmten Termin in der Zukunft (englisch: future) eine festgelegte Menge Weizen zu liefern, während sich der Händler verpflichtete, für die Ware den vereinbarten Preis an diesem Termin zu bezahlen. Somit hatte der Verkäufer die Sicherheit des festgelegten Preises und der Käufer die Sicherheit der vereinbarten Lieferung. Damit wurde das Geschäft berechenbar und die Risiken wurden auf beiden Seiten minimiert.
Natürlich waren die Vereinbarungen zunächst individuell und in ihren Spezifikationen unterschiedlich. Solche nicht standardisierten Geschäfte nennt man noch heute Forwards. Doch bald wurden die ersten Börsen gegründet, die den Handel auf festgelegte Kontrakte ausrichteten. Diese Kontrakte waren in Bezug auf Menge, Qualität und Liefertermin standardisiert. Durch die Standardisierung wandelten sich die Forward-Geschäfte zu Futures. Nun handelten die Kontrakte nicht nur Käufer und Verkäufer von Weizen, sondern auch Spekulanten, die versuchten, Preisschwankungen auszunutzen und Profit zu erzielen.1
2.2 Funktionsweise des Future
[...]
1 Vgl. „http://www.stebo.de/01_einfuehrung/02_Die_Vergangenheit_Beginn_der_Futures.htm“
Arbeit zitieren:
Ralf Friedsam, 2003, Financial Futures, München, GRIN Verlag GmbH
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