III
4. Segmentberichterstattung nach Handelsgesetzbuch (HGB) 14
4.1 Anwendungsbereich 14
4.2 Bestimmung der Segmente nach HGB. 15
4.3 Inhalte der Segmentberichte nach HGB. 15
4.4 Die Vorschriften des DRSC (DRS 3) 17
4.5 Segmentberichterstattung nach HGB am Beispiel. 17
des Einzelabschlusses der Siemens AG
5. Zusammenfassung und Fazit. 18
Literaturverzeichnis. 21
III
Abb. Abbildung Abs. Absatz AG Aktiengesellschaft APB Accounting Principles Board BörsZulV Börsenzulassungsverordnung bzgl. bezüglich bzw. beziehungsweise DB Der Betrieb (Zeitschrift) DBW Die Betriebswirtschaft, Zeitschrift DRS Deutscher Rechnungslegungs Standard DRSC Deutsches Rechnungslegungs Standards Committee DStR Deutsches Steuerrecht (Zeitschrift) EBIT Earnings before interest and taxes EBITA Earnings before interest and taxes and amortization EG Europäische Gemeinschaft et al. et alii etc. et cetera f folgende ff fortfolgende FASB Financial Accounting Standards Board GAAP Generally Accepted Accounting Principles GuV Gewinn- und Verlustrechung HGB Handelsgesetzbuch Hrsg. Herausgeber HTTP Hypertext Transfer Protocol i.d.R. in der Regel IAS International Accounting Standard IFRS International Financial Reporting Standards KapAEG Kapitalaufnahmeerleichterungsgesetz KonTraG Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich Mio. Millionen
IV
V
No. Number Nr. Nummer OECD Organisation for Economic Cooperation and Development Par. Paragraph SEC Securities and Exchange Commission SFAC Statement of Accounting Concepts SFAS Statement of Accounting Standards StuB Steuern und Bilanze n (Zeitschrift) u.a. unter anderem URL Unique Resource Locator US(A) United States (of America) vgl. vergleiche WWW World Wide Web
V
VI
ABBILDUNGSVERZEICHNIS
Abb. 1: Beispiel zur Segmentabgrenzung.
Abb. 2: Segmentangabepflichten nach SFAS No. 131.
Abb. 3: Anforderungen des HGB an die Segmentberichterstattung.
Abb. 4: potentielle Nachteile aus der Segmentberichterstattung.
VI
1. Einleitung
Börsennotierte Unternehmen sehen sich heute einem internationalen Anlegerpublikum gegenüber, das detaillierte Informationen über den Geschäftsverlauf und die Erfolgspotentiale des Unternehmens erwartet. Diese Informationen sollen nach einheitlichen Grundsätzen bereitgestellt werden, um eine ausreichende Information der Investoren zu gewährleisten. Gerade bei diversifizierten Unternehmen, die in unterschiedlichen Produktbereichen oder Regionen tätig sind, benötigt der Investor Informationen, die über einen aggregierten Jahresabschluss hinausgehen.
Aktuell existieren verschiedene Rechnungslegungssysteme - hier seien insbesondere die US-GAAP, IAS/IFRS, HGB und die Verlautbarungen des DRSC angeführt - deren Regelwerke die Informationsversorgung der Rechnungslegungsadressaten sicherstellen sollen. Alle drei Regelwerke sehen für diversifizierte Unternehmen eine Segmentberichterstattung vor, die dem Investor die Chancen und Risiken der einzelnen Unternehmensaktivitäten verdeutlichen und somit eine bessere Beurteilung des gesamten Unternehmens erlauben sollen. Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich im wesentlichen mit der Segmentberichterstattung nach US-GAAP und HGB, wobei auch kurz auf die Verlautbarungen des DRSC als privates Rechnungslegungsgremium nach § 342 HGB eingegangen wird. Die Vorschriften der IAS/IFRS werden in dieser Arbeit nicht behandelt. Die Anwendung der Vorschriften zur Segmentberichterstattung nach US-GAAP und HGB soll anhand des Be ispiels der Siemens AG verdeutlicht werden, die einen Einzelabschluss nach HGB sowie einen Konzernabschluss nach US-GAAP veröffentlicht.
2. Definition und Zielsetzung der Segmentberichterstattung
2.1 Definition der Segmentberichterstattung
Eine nach Bereichen differenzierte und strukturierte Veröffentlichung von quantitativen und meist auch qualitativen Informationen im Rahmen der Jahresabschlusspublizität von diversifizierten Unternehmen bzw. Konzernen wird als Segmentberichterstattung bezeichnet. Die zum Jahresabschluss aggregierten Daten werden hierbei auf die einzelnen Unternehmensbereiche aufgegliedert. 1 Als Segment gilt dabei jeder isolierbare Bereich innerhalb einer diversifizierten Wirtscha ftseinheit. Als Abgrenzungskriterien können verschiedene Merkmale in Frage kommen, wie z.B. Produkte und Produktgruppen,
1 vgl. Pejic, P. (1998), S. 3
1
Geschäftszweige, Regionen etc. 2 Häufig unterliegen die so abgegrenzten Segmente abweichenden Wachstumsaussichten, Gewinnspannen, rechtlichen Rahmenbedingungen, Markt- und Wettbewerbsverhältnissen, und weisen damit unterschiedliche Chancen und Risiken auf. 3
2.2 Ziele der Segmentberichterstattung
Gerade bei stark diversifizierten Konzernen führt eine aggregierte Berichterstattung über unterschiedliche unternehmerische Tätigkeiten auf unterschiedlichen geographischen Märkten zu Informationsverlusten und -verzerrungen auf Seiten der Abschlussadressaten. Die spezifischen wirtschaftlichen Gegebenheiten der einzelnen Segmente fließen in die Darstellung der Lage des Gesamtunternehmens ein, woraus für die Informationssituation der Adressaten ins besondere zwei nachteilige Effekte resultieren:
• Die getrennte Beurteilung der Lage der einzelnen Segmente sowie deren Beitrag zur Gesamtlage des Unternehmens ist nicht möglich. • Einzelne Segmente lassen sich mit ähnlichen Segmenten anderer Unternehmen nicht vergleichen. 4
Um die genannten Informationsnachteile zu vermeiden, ist eine Berichterstattung nach einzelnen Segmenten insbesondere auf Konzernebene unabdingbar. Durch die Aggregation verursacht der Konzern automatisch Informationsdefizite, die durch Segmentierung der Unternehmensdaten als Zusatzinformationen ausgeglichen werden können. 5 Gerade für international agierende Konzerne, "deren Geschäftstätigkeit in einem differenzierten Umfeld mit unterschiedlichen Währungs- und Wechselkursstruk turen, unterschiedlichen Wettbewerbsintensitäten und abweichenden Rechtsstrukturen abgewickelt wird" 6 , ist dies von großer Relevanz.
Grundsätzlich besteht das ze ntrale Ziel der Segmentberichterstattung darin, durch die veröffentlichten Segmentdaten die Abschlussadressaten in die Lage zu versetzen:
• die bisherige Ertragskraft des Unternehmens besser zu verstehen,
• die Risiken und Erträge des Unternehmens besser einschätzen und
2 vgl. Haase, K. D. (1998), S. 635
3 vgl. Fey G. / Mujkanovic R. (1999), S. 262
4 vgl. Haller A. (2000a), S. 757
5 vgl. Coenenberg A. (2000), S. 770
6 vgl. Wollmert P. (2000), S. 137
2
• das gesamte Unternehmen sachgerechter beurteilen zu können. 7
Die Segmentberichterstattung ist daher in den anlegerorientierten internationalen Rechnungslegungsvorschriften fester Bestandteil der zu publizierenden Abschlüsse. 8
3. Segmentberichterstattung nach US-GAAP
3.1 Die Rechnungslegung in den USA
In den USA stellen die GAAP (Generally Accepted Accounting Principles) die Gesamtheit der Rechnungslegungsnormen, -grundsätze und allgemein anerkannten
Rechnungslegungspraktiken, sprich das Rege lsystem der externen Rechnungslegung, dar. 9 Anders als in Deutschland werden die Rechnungslegungsgrundsätze in den USA von privatwirtschaftlichen Organisationen erlassen, die jedoch von der US-amerikanischen Börsenaufsichtsbehörde, der Securities and Excha nge Commission (SEC) überwacht und beeinflusst werden. Die derzeit mit dieser Aufgabe betraute Organisation ist das Financial Accounting Standards Board (FASB), das seit 1973 insgesamt 150 Statements on Financial Accounting Standards (SFAS) herausgegeben h at. 10 Diese SFAS sind ein wesentlicher Bestandteil der GAAP. Vor dem FASB war das Accounting Principles Board (APB) für die Erstellung von Rechnungslegungsgrundsätzen verantwortlich, die in Form von 31 sogenannten „Opinions“ veröffentlicht wurden und noch h eute als US-GAAP einen verbindlichen Charakter haben. 11 Ob auch die direkt von der SEC erlassenen Vorschriften zu den US-GAAP zu rechnen sind, ist in der Literatur strittig. Da die SEC aber genauso zur Aufstellung von Rechnungslegungsnormen befugt ist wie d ie von ihr überwachten Organisationen, könnte man ihre d irekten Verlautbarungen auch den US-GAAP zuordnen. 12
3.2 Die Adressaten der Berichterstattung nach US-GAAP
Die Berichterstattung nach US-GAAP richtet sich primär an externe Adressaten. Da diese keine n Zugang zu internen Daten der Unternehmung besitzen, sind sie weitestgehend auf die durch die Rechnungslegung übermittelten Informationen angewiesen. Auf Basis dieser
7 vgl. Peemöller, V. H. (2001), S. 382
8 vgl. IAS/IFRS 14 und SFAS 131
9 vgl. Haller, A. (1998), S. 21
10 vgl. URL: http://www.fasb.org/st , Stand: 01.12.2003
11 vgl. Alvarez, M. / Wotschofsky, S. (2000), S. 24f
12 vgl. Pellens, B. (1999), S. 120f
3
Arbeit zitieren:
Timo Keppler, 2003, Segmentberichterstattung nach US-GAAP und HGB, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Segmentberichterstattung nach IAS/IFRS
BWL - Rechnungswesen, Bilanzierung, Steuern
Seminararbeit, 31 Seiten
Segmentberichterstattung nach IAS 14
Hausarbeit (Hauptseminar), 30 Seiten
Auswirkungen der IFRS Rechnungslegung auf das Controlling und die Konv...
Diplomarbeit, 78 Seiten
Segmentberichterstattung nach IFRS: Eine Analyse der Anforderungen und...
BWL - Rechnungswesen, Bilanzierung, Steuern
Hausarbeit, 21 Seiten
Zur Problematik der Segmentberichterstattung im Rahmen der Konzernrech...
BWL - Rechnungswesen, Bilanzierung, Steuern
Diplomarbeit, 113 Seiten
Der Management Approach in der IFRS-Rechnungslegung
Anwendungsfälle und kritische ...
BWL - Rechnungswesen, Bilanzierung, Steuern
Seminararbeit, 21 Seiten
Das EVA-Konzept unter besonderer Berücksichtigung seiner Jahresabschlu...
BWL - Rechnungswesen, Bilanzierung, Steuern
Seminararbeit, 28 Seiten
Formatvorlage (Microsoft Word) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Ha...
Für MS Word 2003 - Update 2010
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Die Auswirkungen der IFRS-Rechnungslegung auf das Controlling
Diplomarbeit, 128 Seiten
Timo Keppler's Text Segmentberichterstattung nach US-GAAP und HGB ist nun auf dem Buchmarkt erhältlich
Timo Keppler hat den Text Segmentberichterstattung nach US-GAAP und HGB veröffentlicht
Timo Keppler hat einen neuen Text hochgeladen
Bilanzierung nach HGB, US-GAAP und IAS im Vergleich
Eine praxisorientierte Einführ...
Frank Eggloff
Immaterielle Güter in der Rechnungslegung nach HGB, IAS/IFRS und US-GA...
Aktuelle Rechtslage und neue W...
Sascha Dawo, Karlheinz Küting, Claus-Peter Weber
Rückstellungen nach § 249 HGB und ihre Entsprechungen in den US-GAAP u...
Systematischer Vergleich und A...
Daniel D. Rothoeft
Ulrich Wiehle, Michael Diegelmann, Hendyrk Deter, Peter Noel Schömig, Michael Rolf
0 Kommentare