Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 1
2. Biographische Angaben 1
3. Über das DWB 2
4. Artikel Verstand 2
4.1. Inhalt und Einteilung des Artikels 2
4.2. Vergleich mit aktuelleren Wörterbüchern 5
4.3. Überprüfung der verwendeten Zitate und Literatur 9
5. Schlussbetrachtung 13
Literaturverzeichnis
1
1. Einleitung
Das Deutsche Wörterbuch der Brüder Grimm ist ein umfassendes sprachgeschichtliches Werk. 32 Bände sind bis heute erschienen, die jedoch nicht nur von den Brüdern Grimm verfasst wurden.
Bereits zu Grimms Zeiten stellte man sich die Frage, ob die gewählten Zitate aus dem Wörterbuch ihre Richtigkeit haben und nicht aus dem Kontext gerissen sind. Damit ergibt sich der zu untersuchende Gegenstand: Ist der Inhalt des Artikels richtig? Welche Bedeutungen beinhaltet der Artikel? Welche Bedeutungen sind heute noch aktuell? Fehlen Bedeutungen? Und im Zusammenhang mit den Zitaten stellt sich die Frage: Sind die Zitate richtig gewählt? Sind sie aus dem Kontext gerissen? Diese Fragen sollen in dieser Arbeit an dem Beispiel des Artikels „Verstand“ geklärt werden.
Vorweg ist es jedoch hilfreich, die Biographie der Brüder Grimm näher zu betrachten, da sie die Begründer dieses Werkes sind. Weiterhin sollen einige Angaben zum Deutschen Wörterbuch und der Entstehung genannt werden, bis dann der Inhalt zusammenfassend dargestellt wird. Den Inhalt möchte ich an der Stelle erst tabellarisch darstellen und danach etwas näher auf ihn eingehen. Es folgt eine kritische Auseinandersetzung mit dem Artikel, in dem der Inhalt näher betrachtet und mit neueren Wörterbüchern verglichen wird. Dabei soll auch die Einteilung nicht vernachlässigt werden.
Den abschließenden Teil stellt die Auseinandersetzung mit den Zitaten dar. Hier wurden exemplarisch einige Zitate ausgewählt. Die Auswahl der Zitate erfolgte zufällig und richtete sich dabei auch nach dem Grad der Auffindbarkeit, da nicht alle Zitate auffindbar waren. Weiterhin wurden nur einige Zitate gewählt, da die Recherche zu diesen Zitaten sehr zeitintensiv und Nerven raubend war: Dabei musste der Vorname des Autors bestimmt werden, das entsprechende Werk aufgefunden werden. Diese Werk musste in der Bibliothek gesucht werden, um dann das entsprechende Zitat zu suchen, welches nicht immer korrekt angegeben war, da es sich teilweise um neuere Auflagen handelte, die mir vorlagen. Diese Faktoren schränken also den Teil der Zitate ein. Trotzdem liegen einige vor, welche genügen sollten, um die Genauigkeit und Richtigkeit zu überprüfen.
2. Biographische Angaben
Jakob Grimm wurde am 4.1.1785 in Hanau geboren. 1 Er war der Sohn eines Amtmannes und besuchte 1798 das Lyzeum in Kassel. 1802 begann er ein Studium der Rechte bei Savigny in Marburg und war 1804 dessen Mitarbeiter in Paris. Nachdem er Bibliothekar beim westfälischen König war, wurde er zweiter Bibliothekar in Kassel und Professor für Altertumswissenschaften in Göttingen. 1837 gehörte er, ebenso wie sein Bruder Wilhelm, zu den „Göttinger Sieben“, einer Gemeinschaft, die gegen den Verfassungsbruch des Hannoverschen Königs protestierte, an. Daraufhin wurden diese aus ihrem Amt entsetzt. 1841 wurde er Professor und Mitglied der Akademie der Wissenschaften in Berlin und 1848 schließlich Abgeordneter im Frankfurter Parlament, bevor er am 20.9.1863 in Berlin starb.
1 Albrecht, Günther u.a.: Lexikon deutschsprachiger Schriftsteller von den Anfängen bis zur Gegenwart. Bd. 1 (A-K). Leipzig: VEB Bibliographisches Institut 1967. S. 464.
2
Wilhelm Grimm wurde am 24.2.1786 ebenfalls in Hanau geboren. 1803 begann er ein Jurastudium in Marburg. 1814 wurde er Bibliothekssekretär in Kassel und unterhielt gemeinsam mit seinem Bruder eine Wohnung. Auch er ging nach Göttingen und wurde Bibliothekar und Professor. 1838, nachdem er seines Amtes enthoben wurde, kehrte er nach Kassel zurück. 1841 wurde er ebenso wie sein Bruder Mitglied der Akademie für Wissenschaften zu Berlin. Am 16.12.1859 starb Wilhelm dann in Berlin.
Jakob Grimm wird als „Begründer der Germanistik als Literatur- und Sprachwissenschaft“ 2 angesehen Zusammen mit seinem Bruder sammelte er „Kinder- und Hausmärchen“ und brachte ein Buch über „Deutsche Sagen“ heraus. Aber auch die „Deutsche Grammatik“ und die „Geschichte des Reims“ wurden von den Brüdern behandelt, bis sie sich zu ihrem Tod mit dem Monumentalwerk des Deutschen Wörterbuches beschäftigten.
3. Über das DWB
Bis zum 19. Jahrhundert arbeiteten verschiedene staatliche Instanzen und Sprachwissenschaftler mit dem Schriftsystem (z.B. Adelung). Das Interesse an einer einheitlichen Rechtschreibung verstärkte sich, so dass Jacob Grimm sich mit der Adelungschen Orthographie auseinandersetzte. Für ihn war jedoch die Etymologie am Wichtigsten, die Wörter sollten überregional gelten und einfach sein. 1838 konnten der Philologe Moritz Haupt und der Verleger Karl Reimer die beiden Brüder Grimm für die Idee eines neuhochdeutschen Wörterbuches gewinnen. Diese Gelegenheit ergriffen sie aber nicht nur aus Interesse. Zu dieser Zeit lebten die Βrüder ohne feste Tätigkeit und ohne Einkünfte. Damit begann die Arbeit am Deutschen Wörterbuch (DWB), eines etymologischen Wörterbuchs der deutschen Sprache. 1854 erschien der erste Band des DWB und 1961 der 32. 3 Hieran erkennt man, dass das deutsche Wörterbuch nicht nur von den Brüdern Grimm geschrieben, sondern von anderen weitergeführt wurde. Dadurch wird das Werk sehr heterogen: unterschiedliche Bearbeiter haben unterschiedliche Vorlieben und der Forschungsstand nimmt mit der Zeit zu. Außerdem gab es für die Bände keine Wörterbuchkonzeption, so dass auch hier keine einheitliche Einteilung zu finden ist. Auf der Homepage vom Deutschen Wörterbuch bezeichnen die Autoren dieses nicht nur als Grundlagenwert der deutschen Sprache, „sondern auch zu einem unvergleichlichen Zeugnis wissenschaftlicher Theorien, Verfahren und Methoden des 19. und 20. Jahrhunderts.“ 4
4. Artikel Verstand
4.1. Inhalt und Einteilung des Artikels
Der Artikel „Verstand“ im Deutschen Wörterbuch beginnt mit einer grammatikalischen Einordnung des Begriffs. Dabei wird der Verstand als Verbalsubstantiv bezeichnet, welches in seiner Bedeutung an dem Wort „verstehen“ angelehnt ist.
2 Ebd., S.464.
3 Radler, Rudolf (Hrsg.): Kindlers Neues Literaturlexikon. Bd. 6. München: Kindler 1989. S. 910.
4 Uni Trier (Hrsg.): Das DWB im Netz. URL: http://germa83.uni-trier.de/DWB/ (28.11.02).
Arbeit zitieren:
Frank Fraundorf, Julia Puchter, 2003, Der Artikel 'Verstand' im Deutschen Wörterbuch der Brüder Grimm, München, GRIN Verlag GmbH
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