Wohnen im Alter - Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis
Einleitung. 4
1 Derzeitige Wohnsituation 5
1.1 Wo wohnen ältere Menschen? 5
1.2 Zustand und Struktur der Wohnungen. 6
1.3 Alternativen 7
2 Beispiel: Alten-WG. 8
2.1 Begriffsklärung. 8
2.2 Zielgruppe und zielgruppenspezifische Eigenschaften. 8
2.3 Soziale Aspekte des gemeinschaftlichen Wohnens. 9
2.3.1 Vorteile. 9
2.3.2 Risiken 10
2.4 Alten-WG Göttingen. 11
3 Barrierefreies Bauen 12
3.1 Wohnbedürfnisse. 12
3.2 Diskussion baulicher Maßnahmen 12
Schluss 14
Literaturverzeichnis 15
Anhang. 16
Seminararbeit von Iris Hackermeier Seite 3 von 19
Alterssozialpolitik , WS 2002/2003
Einleitung
Menschen zwischen 65 und 69 Jahren verbrachten nach Angaben des statistischen Bundesamtes 1991/1992 ca. 20 Stunden pro Tag zu Hause. Damit gewinnt der Wohnraum des Menschen immens an Bedeutung.
Durch den demographischen Wandel, also steigender Lebenserwartung und sinkendem Renteneintrittsalter, entsteht zudem eine neue Lebensphase. Das Alter zwischen Familie/Beruf und dem eigentlichen „Altsein“. Dieses Alter bietet oftmals noch die Chance sich einen geeigneten Lebensraum zum „Altwerden“ zu schaffen. Dabei ist zu beachten, dass nach Angaben des BMFSFJ (vgl. 1998, S. 99) künftig primär zwei unterschiedliche Bedarfslagen für Wohnformen an Bedeutung gewinnen werden:
§ Wohnformen, die umfassende Hilfe gewährleisten, der Vereinsamung
§ Wohnformen, die weniger umfassende Hilfe anbieten, als vielmehr dem Bedarf
Diese Arbeit möchte im ersten Abschnitt die derzeit genutzten Wohnformen in Deutschland aufzeigen. Im weiteren Verlauf stelle ich eine neue Wohnform vor, die „Alten-WG“. Welche Vorteile eine Wohngemeinschaft für ältere Menschen bietet und welche Risiken das Konzept birgt. Der letzte Teil dieser Arbeit geht näher auf barrierefreies Bauen ein und wie damit Wohnungen altengerecht werden.
1 Derzeitige Wohnsituation
1.1 Wo wohnen ältere Menschen?
Dem zweiten Altenbericht des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ 1998, S. 94 f) zufolge leben etwa 93 % der Menschen im Alter 65 und mehr Jahren in normalen Wohnungen. Zahlenmäßig sind auch Wohnangebote der Altenhilfe von Bedeutung, die sich besonders auf Heimunterbringung (5,3 % von insgesamt 6,9 %) beziehen. Diese Angebote nehmen 17 % der Altersgruppe der über 80jährigen in Anspruch. Steigt die Zahl der Altenbevölkerung weiter, so werden bis 2040 etwa 64 % mehr Plätze in Wohnangeboten der Altenhilfe benötigt. Heimunterbringung untergliedert sich in die Wohnformen Altenwohnheim 1 , Altenheim 2 und Pflegeheim 3 .
Tabelle 1: Wo wohnen ältere Menschen? vgl. BMFSFJ 1998, S. 94
Tabelle 1 listet eine Wohnform nicht auf. Es ist paradoxerweise die der Wohnungslosigkeit. Denn ca. 35 000 Menschen (ohne Aussiedler) über 50 Jahre 4 leben in Deutschland auf der Straße. Dies entspricht der Größenordnung der Zahl derer, die in Angeboten des „Betreuten Wohnens“ leben und ist daher keine unerhebliche Menge (BMFSFJ 1998, S. 106 f).
Räumlich gesehen ist die Bevölkerung im ländlichen Raum derzeit noch jünger als in den Städten. Dennoch wird vermutet, dass sich dies in den nächsten Jahren stark verändern wird. Die Zahl der älteren Menschen in hochverdichteten Regionen wird zwar nicht abnehmen, aber langsamer ansteigen als in ländlichen Gebieten. Es wird mit einem Bevölkerungsanstieg alter Menschen von 17 % zwischen 1993 bis 2010 gerechnet. Dies würde dann einen Anstieg von 15 % des Anteils über 65-jähriger in Städten und in ländlich geprägten Regionen einen Anstieg von 19,9 % bedeuten (vgl. BMFSFJ 1998, S. 66).
1 Geschlossene kleine Wohnungen im Heim, eigenständige Haushaltsführung, vgl. BMFSFJ 1998, S. 124
2 Zimmer bzw. Kleinappartement in einem Heim, eigene Möbel z.B. mit Nasszelle, vgl. BMFSFJ 1998, S. 124
3 Einzel- oder Mehrbettzimmer, einzelne private Einrichtungsgegenstände, vgl. BMFSFJ 1998, S. 124 4 Dieses Alter wurde aufgrund der „Voralterung“ durch schlechte Lebensverhältnisse angesetzt
1.2 Zustand und Struktur der Wohnungen
Tabelle 2 5 : Zustand und Struktur der Wohnungen älterer Menschen (65 Jahre und älter) 1993, vgl. BMFSFJ
1998, S. 103
Tabelle 2 zeigt, dass immerhin etwa 70 % der Wohnungen älterer Menschen im Jahre 1993 als modern bezeichnet werden konnten, Tendenz steigend. Dieser Wert stiegt von 1987 bis 1993 von 64 % auf 72 %. Dennoch ist die Zahl von ca. 2,35 Mio. Menschen mit einer mangelhaften Wohnung nicht unerheblich.
5 Die Tabelle betrachtet hier Ost- und Westdeutschland getrennt, da die Erhebung deutliche Unterschiede zwischen beiden Teilen des Landes aufzeigt.
Arbeit zitieren:
Iris Hackermeier, 2003, Wohnen im Alter, München, GRIN Verlag GmbH
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