Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 3
2. Niklas Luhmann 4
Die Religionstheorie von Nik las Luhmann
3. Die Bezugsgröße Religion’
3.1. Religion als gesellschaftliches Subsystem 6
3.2. Funktion 8
3.3. Diakonie als Leistung des Religionssystems 10
3.4. Theologie als Selbstreflexion des
Religionssystems S. 13
4. Schlussbemerkung 16
5. Literaturverzeichnis 17
2
1. Einleitung
Seit Anfang der 70er Jahre hat sich Luhmann immer wieder mit dem Thema „Religion“ beschäftigt. Dabei ist zu beobachten, dass in einer ersten Phase (1979 -1978) Veröffentlichungen zur Funktion und Organisierbarkeit von Religion im Mittelpunkt des Interesses stehen, diese münden aus seinem Hauptwerk „Funktion der Religion“. Die Funktion der Religion ist nach diesen Arbeiten die Transformation unbestimmter in bestimmte Komplexität. 1 Neuere Veröffentlichungen in einer zweiten Phase (circa ab 1985) beschäftigen sich in erster Linie mit der Frage der Codierung im Religionssystem. Der Kommunikation mit Gott und der Paradoxieauflösung als Funktion der Religion.
Den ersten Kontakt mit diesem Thema habe ich im Proseminar Zivilreligion bekommen. Als wir zwei Texte zu Luhmann lesen sollten, habe ich mich sofort von der Religionstheorie, trotz des schwierigen Verständnis, herausgefordert gefühlt und habe weiterführend mich zu dieser Problematik belesen. Nun möchte ich in dieser Hausarbeit nach einer Bestimmung der Bezugsgröße Religion, den drei Orientierungsformen Funktion, Leistung und Reflexion des Religionssystems nachgehen.
1 Geisthardt, Günter: Skizze der Religionstheorie Niklas Luhmanns. S. 18. (Text vom Proseminar)
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2. Niklas Luhmann
1927 Niklas Luhmann wird am 8. Dezember als Sohn eines Brauereibesitzers in Lüneburg geboren. 1944 Mit siebzehn Jahren Luftwaffenhelfer. 1945 Kurze amerikanische Gefangenscha ft.
1946-49 Studium der Rechtswissenschaften in Freiburg und Referendarausbildung. 1952-53 Er beginnt mit dem Aufbau seiner berühmten Zettelkästen. 1954 Verwaltungsbeamter an Oberverwaltungsgericht in Lüneburg. 1955-62 Landtagsreferent im niedersächsischen Kultusministerium. 1960 Heirat mit Ursula von Walter.
1960-61 Beurlaubung zum Studium an der Harvard-Universität bei Talcott Parsons. 1962-65 Referent am Forschungsinstitut der Hochschule für Verwaltungswissenschaft in Speyer.
1964 Veröffentlichung seines ersten Buches: Funktionen und Folgen formaler Organisation.
1965 Luhmann wird von Helmut Schelsky als Abteilungsleiter an die Sozialforschungsstelle Dortmund geholt.
1966 Funktionen und Folgen formaler Organisation sowie Recht und Automation in der öffentlichen Verwaltung werden als Dissertation und Habilitation an der Universität Münster von Helmut Schelsky und Dieter Claessens angenommen. 1967 Unter dem Titel Soziologische Aufklärung hält Luhmann seine programmatische Antrittsvorlesung in Münster.
1968 Luhmann wird Professor für Soziologie der neugegründeten Reformuniversität Bielefeld.
1971 Habermas und Luhmann veröffentlichen gemeinsam ihren Kontroversen-Band Theorie der Gesellschaft oder Sozialtechnologie - Was leistet die Systemforschung? 1977 Tod seiner Frau Ursula. 1984 Soziale Systeme erscheint.
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1986 Der Band Ökologische Kommunikation dokumentiert seine Hinwendung zu aktuellen Lebens- und Überlebensproblemen.
1987 Zum 60. Geburtstag erscheint die Festschrift Theorie als Passion. 1988 Hegel-Preis der Stadt Stuttgart.
1993 Zum Ende des WS 92/93 wird Luhmann in Bielefeld emeritiert. Seine Abschlussvorlesung vom 9. Februar trägt den Titel: „Was ist der Fall“ und „Was steckt dahinter?“.
1995 Luhmann bereitet seine Studie Die Politik der Gesellschaft vor. 1998 Luhmann stirbt am 6. November in Oerlinghausen bei Bielefeld. 2
2 http://www.suhrkamp.de/autoren/luhmann/luhmann.htm
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Arbeit zitieren:
Kerstin Kaline, 2003, Zivilreligion - Die Religionstheorie von Niklas Luhmann, München, GRIN Verlag GmbH
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