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Vorwort
Diese Arbeit versteht sich als ein biographischer Versuch, sich sowohl der Person als auch dem Wissenschaftler Walter Eucken in dessen jungen Jahren zu nähern und seinen diesbezüglichen Entwicklungsweg im Kontext seiner Zeit sowie ihrer politischen und geistigen Auseinandersetzungen genauer zu bestimmen. Dabei soll der Wissenschaftler, der später mit der Überwindung des Historismus, der Neubegründung der Theorie als auch der Neugestaltung der Wirtschaftsordnung in dreifacher Hinsicht die Grundlagen für einen Aufbruch im Dienste der Nationalökonomie in Deutschland legte, 1 im Zentrum dieser Untersuchung stehen. In chronologischer Folge sollen daher die in diesem Sinne wichtigen Stationen Walter Euckens aufgezeigt werden. Dazu ist es erforderlich, zunächst nach den wesentlichen Einflußfaktoren aus dem Elternhaus zu fragen. Es soll gezeigt werden, daß das geistig-kulturelle Milieu, in dem er aufwuchs, speziell aber die zeitkritische Philosophie seines Vaters, Rudolf Eucken, sowie deren erkenntnistheoretische Grundlagen, bereits den Anspruch des Studenten Walter Eucken an die nationalökonomische Wissenschaft wesentlich geprägt haben. Hierdurch ist seine kritische Haltung zur wirtschaftswissenschaftlichen Diskussion in Deutschland in der Zeit der Vorherrschaft der jüngeren historischen Schule schon damals besonders bestimmt gewesen, die ihn zu Lehrern führte, welche ihre wissenschaftliche Orientierung mit darüber hinaus gehenden bzw. anderen methodischen Konzeptionen verbanden. Gleichzeitig soll die Entwicklung der Persönlichkeit Walter Euckens genauer bestimmt werden, um den Anspruch, den er mit der Nationalökonomie verband, besser verständlich machen zu können. Diese Arbeit wird mit seiner ersten kritischen Schrift, den „Kritischen Betrachtungen zum deutschen Geldproblem“ aus dem Jahre 1923 abgeschlossen, in der sich Eucken erstmals konsequent von der bis dahin herrschenden historischen Methode absetzte und entschieden der theoretischen Arbeit zuwandte.
Im Rahmen der Erstellung dieser Arbeit wurde versucht, neben der Verwendung bisher zur Verfügung stehender Literatur zu diesem Thema, neue Quellen zu er-
1 Jöhr (1950), S. 259
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schließen. Dabei stand die Auswertung von Walter Euckens Briefen an seine Eltern und seine Großmutter, Frau Passow, soweit sie sich im Nachlaß seines Vaters befinden, im Mittelpunkt. Dieser Bestand umfaßt ca. 200 Briefe und Postkarten aus der Zeit zwischen 1908 und 1926 sowie 1934 und 1938, die in dieser Arbeit insoweit ausgewertet wurden, als sie für den behandelten Zeitraum relevant sind. Es kann nicht genau bestimmt werden, ob es sich dabei um die gesamte Korrespondenz dieser Zeiträume handelt. Genausowenig kann etwas über den Schriftverkehr der übrigen Jahre ausgesagt werden. Es ist aber zu vermuten, daß dieser die Aufbewahrung in einem feuchten Kohlenkeller des Euckenhauses bis zum Jahre 1963 nicht überstanden hat.
Eine zweite wichtige neue Quelle, die für diese Arbeit genutzt werden konnte, stellt ein Interview dar, welches ich mit Herrn Walter Oswalt, dem Enkel Walter Euckens, am 10. Juli 1995 führte. Die darin gemachten Aussagen beziehen sich, neben Walter Oswalts eigenen Forschungserkenntnissen, auf Überlieferungen von Walter Euckens Frau, Edith Eucken-Erdsiek, sowie auf eine vorherige Rücksprache mit dem Sohn Walter Euckens, Herrn Prof. Dr. Christoph Eucken. Walter Oswalt ist derzeit auch damit beschäftigt, den Nachlaß von Walter Eucken zu ordnen, um ihn für wissenschaftliche Forschungsarbeit nutzbar zu machen. Diese Arbeit wird nach Aussagen Walter Oswalts etwa die Zeit bis zum Spätsommer 1996 in Anspruch nehmen. An dieser Stelle möchte ich Herrn Oswalt für sein Engagement, welches er meiner Arbeit entgegenbrachte, sehr herzlich danken. Verschiedene weitere Quellen wurden an den einzelnen Stationen aufzufinden versucht, die Walter Eucken im hier behandelten Zeitraum durchlief. Das Ergebnis dieser Nachforschungen sowie weitere Vermutungen für entsprechendes Quellenmaterial sind im Text ausführlicher behandelt.
Jena, den 31. August 1995 Jan Hüfner
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Inhaltsverzeichnis
VORWORT 2
TEIL I - ELTERNHAUS UND STUDIUM 5
1. NÄHERUNGSVERSUCH AN EINE BILDUNGSBÜRGERLICHE „LEBENSWELT“ 5
2. UNIVERSALE BILDUNG UND KRITISCHES BEWUßTSEIN IM ELTERNHAUS 6
2.1. Geistig-kulturelles Milieu einer Kindheit 6
2.2. Rudolf Euckens „Philosophie des Geisteslebens“ 9
3. STUDIUM IN KIEL, BONN UND JENA 16
3.1. Die Situation der Nationalökonomie im damaligen Deutschland 16
3.2. Der Student für Geschichte und Staatswissenschaft 19
3.2.1. Studienzeit in Kiel 21
3.2.2. Studium in Bonn 23
3.2.2.1. Walter Euckens Lehrer 26
3.2.2.1.1. Hermann Schumacher 27
3.2.2.1.2. Heinrich Dietzel 31
3.2.2.2. Dissertationsschrift über „Die Verbandsbildung in der Seeschiffahrt“ 37
TEIL II - BEWEGTE ZEITEN 41
4. MILITÄRZEIT UND KRIEG 41
5. HEIMKEHR IN EINE UNGEWOLLTE REPUBLIK 43
5.1. Politische Umbrüche 43
5.2. Walter Eucken und der Sozialismus 47
6. RÜCKKEHR ZUR WISSENSCHAFT 49
6.1. Neue Wege der deutschen Nationalökonomie 49
6.2. Assistent und Redaktionssekretär von Schmollers Jahrbuch 51
6.3. Habilitationsschrift über „Die Stickstoffversorgung der Welt. Eine volkswirtschaftliche
Untersuchung “ 54
6.4. Der erfolgreiche Privatdozent 56
6.5. Abschied vom Lehrer oder: „Kritische Betrachtungen zum deutschen Geldproblem“ 58
6.5.1. Das Inflationsproblem und der Stand der geldtheoretischen Diskussion in Deutschland 58
6.5.2. Euckens theoretischer Ansatz 60
6.5.3. Währungspolitische Folgerungen 63
6.5.4. Persönliche Konsequenzen 64
7. SCHLUßBETRACHTUNG UND AUSBLICK 65
QUELLE -N UND LITERATURVERZEICHNIS 69
5
Teil I - Elternhaus und Studium
1. Näherungsversuch an eine bildungsbürgerliche „Lebenswelt“
Stellt man dem Deutschland zu Beginn des 19.Jahrhunderts jenes an dessen Ende entgegen, so wird man eine rasante Entwicklung in einem relativ kurzen Zeitabschnitt feststellen können, die letztlich den Übergang vom Agrar- zum Industriestaat markiert und nur in ihrer Ganzheit, in Verbindung mit wirtschaftlichen, sozialen, politischen und kulturellen Umwälzungen verstanden werden kann. Der wirtschaftlich vom sich entfaltenden Bürgertum getragene und um die Mitte des Jahr-hunderts verstärkt einsetzende Industrialisierungsprozeß ermöglicht einerseits bis zum Vorabend des Ersten Weltkriegs den Aufstieg Deutschlands zur nach Eng-land zweitgrößten Industriemacht der Welt. Andererseits verschärft dieser jedoch die sozialen Probleme, die erst durch allmähliche und nur ungenügende Integration der proletarisierten Bevölkerungsschichten gemildert werden können. In diesem Spannungsfeld ergibt sich auf politischem Gebiet ein weitgehend unmündig bleibendes Bürgertum, welches bald seinen Frieden mit den obrigkeitsstaatlichen, in „Blut und Eisen“ getränkten nationalen Institutionen besiegelt und anstatt eine Identifikationsmöglichkeit zu finden, darin ihr fortschrittliches Selbstbewußtsein preisgibt. Die daraus resultierende „Ambivalenz der Gefühle“ 2 , führt vor allem im bildungsbürgerlichen Milieu bald zu einem neuen „romantischen Aufbruch“ 3 , in welchem progressive und konservative Zeitkritik zum Teil „seltsam ineinander verschwimmen“. 4
Diese Entwicklung ist eingebettet in ein mit der Aufklärung verstärkt aufkommendes diesseitsbezogenes und historisches Lebensverständnis, welches sich besonders in der bürgerlichen Gesellschaftsschicht nachhaltig bemerkbar macht. Einerseits nimmt sie sich diesem Veräußerlichungsprozeß an und forciert mit verstärkten wirtschaftlichen Aktivitäten die bald registrierten Entfremdungserscheinungen gegenüber Gesellschaft und Natur. Selbst auf wissenschaftlichem Gebiet kann sie diese Entwicklung im Zeitalter des Realismus begleiten und ihre positiv
2 von Krockow (1992), S. 85
3 von Krockow (1992), S. 50
4 von Krockow (1992), S. 57 ff. u. Schnädelbach (1983), S. 25 ff. u. S.49 ff.
6
gewonnenen Erkenntnisse den Bedürfnissen einer zunehmend rationalistischen Lebensweise dienbar machen. Zugleich fordert sie damit aber auch Protest heraus, Widerstand gegen solche relativistische Sichtweise, die allein dem individuell-historischen Dasein Rechnung tragen kann: Ist Gott wirklich tot? Bleibt der Menschheit nichts, als sich der Zwangsläufigkeit solcher wechselhaften Geschichte zu unterwerfen? Sind jene zeitlosen Werte, die uns dieser entziehen könnten, dahin? Damit aber stellt sich auch die Frage nach dem Sinn und Wert des Lebens.
2. Universale Bildung und kritisches Bewußtsein im Elternhaus
2.1. Geistig-kulturelles Milieu einer Kindheit
Walter Eucken wird am 17. Januar 1891 als Sohn des Philosophen Rudolf Eucken und der Malerin Irene Eucken, geborene Passow, in Jena geboren. Auch seine Heimatstadt erfährt im Zeitalter der Industrialisierung eine rasche Entwicklung, von „der alten, verträumten Universitäts- und Weinbauernstadt“, von Goethes „liebem, närrischen Nest“, hin „zum pulsierenden Takt des industriellen Lebens“. 5 Technik und Wissenschaft finden durch das Entstehen der bald weltbekannten Firmen wie Zeiss und Schott zusammen und lassen die Stadt sich in ungewohnter Weise entfalten.
Sein Vater erlebt dieses Jena bei seiner ersten Begegnung noch „ohne Fabriken, alles war hier in den stillen Dienst geistigen Schaffens gestellt“ 6 . Bald aber engt „die wachsende Fabriktätigkeit das Leben ein“, vorbei die „ländliche Stille“ der etwas „hochgelegenen Villa“ der Euckens am Forstweg, die aber gegen den großen Vorzug eingetauscht wird, „daß unsere Kinder sich in voller Freiheit bewegen und doch zugleich die Güter der nahen Stadt genießen konnten“. 7 Aber „auch die Äußerungen eines regen Geisteslebens“ treten in dieser alten Universitätsstadt mit ihren freiheitlichen und fortschrittlichen Traditionen nicht zurück. Neben der Wissenschaft macht sich besonders seit der Jahrhundertwende ein aktiveres kunstverbundenes Engagement als Ausdruck bürgerlicher Emanzipati-
5 Wahl(1988), S. 7
6 Eucken, R. (1922), S. 46
7 Eucken, R. (1922), S. 73. Ab 1910 wohnen die Euckens in der Botzstraße 5, wo sich heu- te das Romanistische Institut der Friedrich-Schiller-Universität befindet. Jäger (1995)
7
onsbestrebungen auch in Jena bemerkbar. Verschiedene wissenschaftliche und schöngeistige Vereinigungen wirken gar über die Stadt hinaus. 8 Die Passows, verwandt mit dem Hause des ehemaligen Jenaer Universitäts-Kurators Seebeck, sind eine angesehene Bremer Familie, unter deren Vorfahren sich unter anderem der bekannte Archäologe Heinrich Nikolaus Ulrichs sowie der Bürgermeister von Bremen und Gründer von Bremerhaven, Smidt, finden. 9 Irene Eucken „gehörte nicht zu den gelehrten Frauen, aber sie war voll geistiger Interessen und von einer ausgeprägten künstlerischen Begabung“. 10 Als Malerin und darin als Vertreterin eines „gemäßigten Expressionismus“ 11 , gehört sie zu „einem kleinen Kreis von kunstinteressierten Menschen“, die den Ruf Jenas als Kunststadt seit dem beginnenden neuen Jahrhundert weitertragen. In Form von Kunstvereinen entsteht zu dieser Zeit in Jena „ein Beziehungsgefüge moderner Kunstförderung mit einer bemerkenswerten moralisch-pädagogischen öffentlichen Wirksamkeit“, die sich mit einem engagierten Eintreten für Avantgardekunst verbindet. Mit Ausstellungen der „Brücke“ aus Dresden, der „Neuen Sezession“ aus Berlin sowie weiteren Malern mit expressionistischer Orientierung, unter anderem aus der Künstlergruppe „Der blaue Reiter“ aus München (z.B. Wassily Kandinsky und August Macke), finden die interessierten Bevölkerungsteile der aufstrebenden Stadt Zugang zu einer neuen, zeitkritischen Kunstströmung. Diese Ausstellungen werden ergänzt durch Vorträge, Lesungen sowie Musik- und Theateraufführungen. 12
Irene Eucken ist zeitweise sogar im Vorstand der „Gesellschaft der Kunstfreunde von Jena und Weimar“ als Geschäftsführerin tätig. In diesem Rahmen entsteht auch das für das neue Jenaer Universitätsgebäude gestiftete bekannte Hodler-Bild „Auszug der Studenten in den Freiheitskrieg von 1813“, für das der junge Walter
8 Wahl (1988), S. 9
9 Genealogisch interessant erscheint eine Bemerkung Walter Euckens in einem Brief vom 05.01.1911 an Großmutter Passow, in dem er von einem Besuch von Frau Foerster Nietzsche im Hause Eucken anläßlich einer weihnachtlichen Matinee zu berichten wußte: „Frau Foerster Nietzsche erzählte dabei übrigens, daß ihre Familie mit Kotzebue`s, also auch mit uns verwandt sei.“
10 Eucken, R. (1922), S. 73
11 Nach Einschätzung von Walter Oswalt. Soweit in Bezug auf Walter Oswalt im folgenden keine Quelle angegeben wird, beziehen sich diese Aussagen auf das Interview, welches er dem Verfasser am 10.07.1995 gewährte.
12 Wahl (1988), S.9 ff.
8
Eucken als eine der Zentralfiguren bei Hodler Modell steht. 13 Wie später noch genauer gezeigt werden soll, hat der Einfluß der Mutter für Walter Eucken prägenden Charakter. Über sein starkes Interesse zur bildenden Kunst, das sich bald in engen Freundschaften z.B. mit Ernst Ludwig Kirchner 14 oder August Macke manifestieren sollte, ist er auch mit künstlerischen Ansätzen kulturkritischer Auseinandersetzung dieser Zeit verbunden.
Darüber hinaus findet er bei der Großmutter Passow, die als „eine sehr geistvolle und unermüdlich tätige Frau“ auch schriftstellerisch wirksam ist, 15 offensichtlich einen wichtigen Zugang zur Literatur. Bemerkenswert sind die schriftlichen Äußerungen des Oberprimaners gegenüber seiner Großmutter, die sich auf von ihr herausgegebene Bücher beziehen. Daß es ihm darüber hinaus keine Mühe bereitet, die Geschichte der verschiedenen Götzbearbeitungen Goethes, vom Ur-Götz bis zu Götz von Berlichingen anhand der Literatur schriftlich zu entwickeln, sei hier nur als Beispiel angemerkt. 16
In seinem Elternhaus begegnet Walter Eucken einer Vielzahl bedeutender Persönlichkeiten des künstlerischen und geistigen Lebens der damaligen Zeit. Unter bekannten Personen wie z.B. Stefan George, Hugo von Hofmannsthal oder Ricarda Huch 17 ist er „sowohl menschlich als auch künstlerisch am allerstärksten von Max Reger beeindruckt“. Hier dürfte ein Anhaltspunkt für sein starkes Interesse für die Musik zu finden sein. Walter Eucken „hat auch sehr schön gesungen“. 18
13 Wahl (1988), S. 111 ff., Zur Entstehungsgeschichte des Werkes vgl. auch Eucken, W. (1991)
14 Nach Angaben von Walter Oswalt
15 Eucken, R. (1922), S. 73
16 Brief an Großmutter Passow vom 09.02.1908
17 Ricarda Huch wird später die Schwiegermutter seines engen Freundes und Wegbegleiters Franz Böhm sein.
18 Nach Angaben von Walter Oswalt. Diese musikalische Tradition des Hauses Eucken spielte übrigens in seiner Freiburger Zeit eine Rolle. Walter Eucken hat hier gemeinsam mit seiner Frau, Edith Erdsiek, die in Smolensk geboren wurde und ihre Jugend in Rußland verbrachte, sowie einer anderen russischstämmigen Person, den „Russischen Chor Freiburg“ gegründet, der heute noch existieren soll. Gemeinsam vor allem mit Studenten der russischen Sprache haben sie in diesen Chor viel Zeit investiert. Es gab Konzerte in ganz Europa und sogar Schallplattenproduktionen.
Zu Max Reger wäre in dieser Hinsicht noch zu bemerken, daß er mit Walter Euckens Schwester Ida Konzerttourneen durchgeführt hat. Ida Eucken hat auch bei anderen Kon- zerten große Gesangserfolge erzielen können.
9
Die wichtigste Rolle bezüglich seiner Universalbildung spielt für den jungen Walter Eucken zweifellos der Vater. Schon die allmorgendlichen gemeinsamen Aristoteles-Übersetzungen, noch vor dem Frühstück, 19 deuten darauf hin, daß die Beziehung zu seinem Vater nicht nur in Bezug auf den von ihm vertretenen Idealismus wichtig ist, sondern auch mit einer intensiven Auseinandersetzung mit der Historie und nicht zuletzt mit der Geistesgeschichte verbunden sein muß. Die späteren Werke Walter Euckens lassen dieses umfassende Wissen deutlich erkennen. Nach Einschätzung von Walter Oswalt „ist letztlich nicht eine bestimmte Idee hinsichtlich der Philosophie seines Vaters für ihn entscheidend, sondern die umfassende Bildung, die er aus dem Elternhaus mitbekommt, die es ihm später ermöglicht, eine bessere Gesamtsicht auf die ihn beschäftigenden Probleme zu haben“. Dieser Einfluß gilt insbesondere für den aufgeklärt-weltbürgerlichen Charakter solcher Bildung, auch wenn er im Widerspruch zu den nationalistischen Äußerungen seines Vaters steht, wie dieser sie vor allem während der Phase des Ersten Weltkriegs tätigt. 20
2.2. Rudolf Euckens „Philosophie des Geisteslebens“
Auch wenn wir von der grundlegend wichtigen Rolle der elterlichen Universalbildung für die Entwicklung Walter Euckens ausgehen, ist es notwendig, die philosophische Position des Vaters genauer zu betrachten und zu fragen, inwieweit hier geistige Einflußfaktoren festgehalten werden können, die für seine menschliche und fachliche Entwicklung bedeutsam sein sollten.
Die öffentliche Wirkung Rudolf Euckens als Philosoph fällt fast ausschließlich mit seiner dritten Schaffensperiode seit dem letzten Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts zusammen, in der er sich in eher populärphilosophischer, die Schranken wissenschaftlicher Darstellungsform sprengender Weise, und hier aus kulturkritischer Sicht mit den geistigen Problemen seiner Zeit auseinandersetzt. Eucken ist zu dieser Zeit über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannt, wobei er zunächst im
19 Nach Angaben von Walter Oswalt.
20 Oswalt sieht dies vor allem aus seiner Perspektive auf die Zeit des reifen Eucken, für den noch vor der wichtigen Beziehung zu Husserl vor allem der Bezug auf das Kantsche System entscheidend sein wird, da es ihm letztlich nicht allein um methodologische Fragen geht, sondern um die Frage nach der Stellung des Individuums in der Gesellschaft.
10
Ausland größere Aufmerksamkeit erlangt, bevor er, vor allem nach der Verleihung des Nobelpreises im Jahre 1908, auch in Deutschland eine zunehmende Anhängerschaft findet.
Geistespolitisch stellt sich seine zeitkritische Auseinandersetzung in einem „durch die Erfahrungen der inneren Wandlungen der deutschen Verhältnisse in den Gründerjahren“ geprägten „antiliberalen Konservatismus“ dar, der auch als Versuch der philosophischen Intelligenz verstanden werden kann, die von ihr zunehmend verspürte eigene Überflüssigkeit in einer sich immer mehr veräußerlichenden bürgerlichen Gesellschaft zu kompensieren. 21 Der mit den damaligen politischen, wirtschaftlichen als auch sozialen und kulturellen Veränderungen verbundenen „starke(n) Veräußerlichung und Verflachung“ im Rahmen einer fortschrittsgläubigen „Daseinswelt“, einer „bloße(n) Arbeitskultur, die innerhalb ihrer Grenzen manches förderte und verbesserte, die aber bei ihren Erfolgen die Seele des Menschen vergaß“, 22 versucht er eine neoidealistisch inspirierte, an die „Epoche kultureller Blüte des deutschen Geistes und der deutschen Empfindung“ 23 anknüpfende „Tatwelt“-Kultur entgegenzusetzen. Diese sollte eine Festigung geistig-seelischer Innerlichkeit befördern, um der äußeren Entwicklung eine Orientierung, einen Sinn zu verleihen. Insofern meint „Tatwelt“ eine Lebenswelt, „die kulturell geprägt und gehalten ist durch eine neu gewonnene Sicherheit des Menschen in der Kunst zu unterscheiden, welche seiner Schöpfungen lebenssinndienlich sind und welche es nicht sind“. Damit findet Euckens „Idealismus einer humanen Kultur unter den Bedingungen einer entfremdungsträchtigen Zivilisation“ Eingang in die moderne Zivilisationskritik. 24 Als wichtigste Waffe in diesem Kampf sieht er die Religion, die aber, jenseits aller künstlichen Erhaltungsversuche, auf ihren inneren Wahrheitsgehalt hin geprüft werden soll, um durch die Trennung des Zeitlichen vom Ewigen ihren unverlierbaren Kern wiederzufinden. Auf dieser Basis kann sie auch die notwendigen Formen entwickeln, welche es ihr ermöglichen, auf die Gegenwart einzuwirken. 25
21 Fellmann (1983), S. 68 f.
22 Eucken, R. (1922), S. 65
23 Kornhass (1976), S. 95
24 Lübbe (1993), S. 135 f.
25 Wundt (1932), S. 442
11
Wie wichtig diese Weltsicht für das Leben von Walter Eucken ist, wie fundamental dies auch für den Nationalökonomen sein muß, der ja, so gesehen, bei der Frage nach der Überwindung dieser letztlich geistigen Krisis nicht allein auf wirtschaftliche Problemgehalte abstellen kann, wird nicht zuletzt aus seinem Vorwort ersichtlich, welches er als Herausgeber der „Lebensanschauungen der grossen Denker“, einem der wichtigsten Werke seines Vaters, 1950, also kurz vor seinem eigenen Tode, diesem voranstellt. Wenn er hier noch einmal nach einer „positiven Antwort“ gegenüber „der Gefährdung des Menschen“, gegenüber der „Gefährdung der modernen Welt“ fragt, in einem „Zeitalter der Standardisierung und der Hast“, welches „die Menschen wie Maschinenteile“ verbraucht, dann kann man hierin nur unschwer die enge Beziehung zu den Forderungen seines Vaters an das Leben erkennen, nämlich „im Wechsel der Zeit etwas Festes zu finden - Werte, die unerschüttert sind und einen Halt bieten“. 26 Und so verwundert es nicht, wenn er gerade in den schweren Zeiten die Nähe zu seinem Vater sucht. In einem Brief an seine Mutter anläßlich dessen 10. Todestages, im September 1936, schreibt er: „Ich habe mich gerade in den letzten Jahren oft gefragt, was Vater zu all` den Problemen gesagt haben würde, mit denen wir uns auseinanderzusetzen haben. Und so ist er auch mir ein Leitstern geblieben und wird es in Zukunft sein.“ 27 Doch geht es in Rudolf Euckens Philosophie um mehr als reine Zivilisationskritik, auch wenn diese der wichtigste Ausdruck seines öffentlichen Wirkens ist. Sein philosophisches System muß auch im Kontext der nachidealistischen Verselbständigung der Wissenschaften verstanden werden, als ein Versuch der Erneuerung der Philosophie, die wegen ihrer spekulativen Ausrichtung von den sich rasch entwickelnden positiven Fachwissenschaften nicht mehr als systematische Grundlage ihrer empirischen Forschung berücksichtigt wurde. Soweit man der Philosophie überhaupt noch eine Aufgabe zugestand, bestand diese in rein formalen, konstruktivistischen wissenschaftstheoretischen Erörterungen, die Sinnfragen über das Leben nicht mehr zu stellen vermochten.
Dieser Reduktion der Philosophie stellt Eucken sich entgegen. Er geht bei seinem philosophischen Ansatz vielmehr aus vom „Leben“ als einem einheitlichen Geis-
26 Eucken,W. (1950), S. V f.
27 Brief an seine Mutter vom 17.09.1936
12
tesleben. In der Geschichte allerdings manifestiert sich eine fundamentale Entzweiung: Zwei jeweils ganz einseitige geistige Strömungen stehen sich gegenüber, „die dahin zusammenwirken, den Charakter des Lebens zu schwächen und seine Kraft zu vermindern“ 28 . Eucken bezeichnet solche großen allgemeinen Lebensbewegungen, die sich durch die Geistesgeschichte ziehen und als solche auch „die beiden großen Mächte der Kulturentwicklung“ 29 darstellen, als „Syntagmen“. Solche „Syntagmen“ bestehen für ihn zunächst im „Intellektualismus“ und im „Naturalismus“. Sie sind sowohl im kulturphilosophischen als auch im erkenntnis-theoretischen Sinne relevant. Bezogen auf seine Gegenwart stellen sie sich einerseits als Rationalismus der Aufklärung (später auch als Formalismus der neukantianischen Wissenschaftsphilosophie) und andererseits als Positivismus bzw. His-torismus in den geisteswissenschaftlichen Fachdisziplinen dar: „Dort leidet das Leben an einer ungebührlichen Gleichsetzung von Denken und Geist, an der Überschätzung eines freischwebenden Erkennens, die eine Verflüchtigung des Lebens bewirkt, hier gewinnt die Geschichte ein starkes Übergewicht, das die Selbständigkeit des Lebens gefährdet sowie unerträgliche Bindungen auferlegt; nach beiden Seiten hin hat das schaffende Leben mit seiner Wesensbildung sein Recht und seine Überlegenheit energisch zu wahren.“ 30
Nun kann es aber nicht darum gehen, beide als einseitig charakterisierte „Lebensbewegungen“ einfach zu verwerfen, sondern es kommt darauf an, sie in einer bestimmten Weise zu vermitteln. Das Geistesleben kann weder reine Betrachtung der oberflächlichen Daseinswelt, noch rein verselbständigtes Denken als umfassendes Erkennen akzeptieren. Aufgabe der geschichtlichen Betrachtung ist es daher, „wesensbildend“ die reale Wirklichkeit mit ihrem Wirrwarr von Geschehnissen zu einer „echten Wirklichkeit“ im menschlichen Geistesleben zu verwandeln und damit als Bindeglied zwischen diesem Geistesleben einerseits und dem unmittelbaren Geschehen andererseits zu fungieren. Erst dann kann das Denken diese echte Wirklichkeit in seiner „Verkettung mit dem Ganzen des Geisteslebens“ erweitern und vertiefen und somit auf das Ganze zurückwirken, um gegebenen-
28 Eucken,R. (1925), S. 138
29 Wundt (1932), S. 438
30 Eucken, R. (1925), S. 138
13
falls Irrungen und Widersprüche aufzuzeigen bzw. neue Denkansätze zu entwickeln und damit Veränderungen anzuregen. 31
Wesensbildung als Aufgabe der Geschichte bedeutet, im rastlosen Strom „einen tieferen Grund, eine innere Ordnung der Dinge“ zu finden, „um Geistesgeschichte gegenüber einer Natur- und Menschengeschichte“ erfahrbar zu machen, um „als Erweisung eines wesenhaften Lebens“, als „Verwandlung der Dinge in Selbsterfahrung ..., zum Hauptmittel des Kampfes um eine geistige Wirklichkeit“ zu werden. Diese Art philosophischer Erschließung der Geschichte soll „Wandlungen im Wesen bewirken, die rechten Ziele und Wege ermitteln, neue Kräfte entbinden, eine Tatwelt gegenüber dem Dasein erringen“, um damit auch das innere Wesen des Menschen selbst fortzubilden. 32
Durch diese Anerkennung eines selbständigen Geisteslebens aber ist dem Menschen eine „Erhebung über die Zeit und ein Wirken aus zeitloser Ordnung“ möglich: „Durchgängig wird hier dem Streben die Richtung auf ein zeitlos Gültiges gegeben, alle Wirkung und Anerkennung auf dem Boden der Geschichte kann hier nie eine Wahrheit und ein Recht begründen, sondern die Wahrheit will hier unmittelbar von einem ursprünglichen Leben her dargetan sein. So kann in diesem Gebiete nie die Vergangenheit die Gegenwart ersetzen, und nie das Heute dem Gestern wie eine Frucht der Blüte entwachsen.“ 33 Ein Weg ist also nicht vorgegeben, allein der Kampf als geistiger Auseinandersetzung mit der Zeit versetzt uns nach Eucken in die Lage, „in das geschichtliche Dasein eine zeitüberlegene Art“, eine bestimmte zeitlose Idee, in Überwindung einer anderen, sinkenden Idee, einzuprägen und darin zu erhalten versuchen, ohne jedoch dieses Bleibende im Dasein preiszugeben. Damit hört Geschichte auf, als geradlinig zu erscheinen, sie entfaltet sich in Gegensätzen, über deren Richtung „keine Formel belehren“ kann. Nur die Tat, das Tatleben als letztes Weltprinzip, kann dem bloßen Nacheinander eine zeitlose Gegenwart entgegensetzen und somit „einen den Schwankungen unseres Daseins überlegenen Bestand und Wert“ sowie „irgendwelchen Fortschritt“ ermög-
31 Eucken,R. (1925), S. 139 ff. u. (1920a), S. 262 ff.
32 Eucken, R. (1925), S. 145
33 Eucken, R. (1920a), S. 271
14
lichen.
34
Aber es gilt, „dieses Zeitlose in seiner Kraft und Eigentümlichkeit zu ergreifen, dann kann es uns zur lebendigen Gegenwart werden, dann ist die Geschichte kein bloßes Nebeneinander und das Frühere keine bloße Vorbereitung eines Späteren, sondern dann hat jedes Große wie einen Selbstwert so eine unvergängliche Wahrheit“
35
. Damit wird es zur Aufgabe der Wissenschaft, „eine eigentümliche Behandlung geschichtlicher Erscheinungen (zu) entwickeln, die am Zeitlichen das Bleibende, am Einzelnen das Ganze sieht und sucht.“ Um solche Philosophie, die das „Leben“ zum letzten Prinzip macht, theoretisch fundieren zu können, bedarf es eines besonderen Erkenntnisverfahrens, welches sich von den bisherigen Methoden der zu überwindenden Ansätze unterscheidet. Wer die Frage der Erkenntnis mit der des Lebens verbinden will, benötigt eine qualitativ neue, „integrative Rationalität“, die über die rein deduktive hinausgeht und einen besonderen Bezug zur Wirklichkeit ermöglicht.
36
Rudolf Eucken gehört zu jenen Philosophen, die die „Einheit von Erkenntnisproblem und Lebensproblem postuliert und mit der Frage nach dem Sinn des Lebens kombiniert“ haben.
37
Der im „Leben“ selbst begründete, „wahre“ Rationalismus, der darauf zielt, den Gegensatz von empiristischer und konstruktivistischer Denkweise zu überwinden, führt zu einer neuen Verschmelzung von Wirklichkeit und Denken.
38
Zur Herausarbeitung der Syntagmen bedient sich Eucken einer von ihm selbst entwickelten „noologischen Methode“. „Sie soll der Vergegenwärtigung der großen geschichtlichen Tatbestände im Bewußtsein des Einzelnen dienen, eine Erkenntnis, die sich nicht in bloß formalen Begriffsbestimmungen bewegt, sondern durch ein verstehendes Einleben gewonnen wird.“
39
Damit wird „Erlebnissubjektivität“ zum theoretischen Problem. Eucken versucht, die positivistische Reduktionslehre idealistisch umzudeuten, indem er den vom deutschen Idealismus übernommenen Begriff des „Geistes“ in einen „bewußtseinstheoretischen Strukturbegriff“ umwandelt. Es geht darum, in den als unmittelbar evident anerkannten Bewußtseinsinhal-
34 Eucken,R. (1925), S. 150 ff.
35 Eucken, R. (1920a), S. 274
36 Fellmann (1983), S. 25
37 Fellmann (1983), S. 36
38 Fellmann (1983), S. 67 u. Fellmann (1989), S. 140 f.
39 Wundt (1932), S. 438
15
ten solche logischen Strukturen freizulegen, die als sinnhafter Zusammenhang des Gegebenen erfaßbar sind. 40 Eine besondere Art und Weise der „Innensicht“ als einer „selbständige(n) Form der Objektivierung des Subjektiven“ stellt daher, im Unterschied zu den Tatsachenaussagen von empirischem Bewußtsein als Ansatz der psychologischen Methode, auf zeitlose Bewußtseinsstrukturen überhaupt ab, aus denen idealtypische Gestalten entwickelbar sind. An die Stelle rein empiristischer Anschauung tritt eine Methode, die aus dem Einzelnen das Allgemeine „heraussieht“. 41 Insofern sind Euckens „Syntagmen“ als idealtypische Lebenssysteme von je besonderer Art zu verstehen.
Eine wichtige wissenschaftliche Anerkennung erfährt Rudolf Eucken 1916 durch Edmund Husserl, der dessen „Philosophie des Geisteslebens“ als einen seiner „Phänomenologie“ komplementären Weg erachtet, „um das ursprüngliche, alle Erfahrungswelt konstituierende Leben zu entdecken“ 42 . „Nimmt man den bei Eucken noch massiv präsenten Untergrund des deutschen Idealismus weg, so bleibt als gemeinsamer Kern der noologischen und der phänomenologischen Reduktion die ästhetisch definierte Form des schöpferischen, gestaltbildenden Blicks.“ 43 Husserl übernahm jedoch nicht die Euckensche Theorie, auch wenn mit Max Scheler ein gemeinsamer Schüler eine wichtige Vermittlerrolle spielte. Beide Ansätze sind vielmehr als ähnliche Reaktionen auf die Situation der Erkenntnistheorie - und allgemeiner, der Wissenschaft - am Ende des 19. Jahrhunderts zu verstehen. 44
Damit ist zugleich der Weg für Walter Eucken einigermaßen vorgegeben, wenn dieser später den wohl gelungensten Versuch unternimmt, die „große Antinomie“
40 Fellmann (1989), S. 142, Fellmann bezeichnet diese Methode dann auch als „noologische Phänomenologie des Geistes“, um den Bezug zu Hegel klarzustellen.
41 Fellmann (1989), S. 146 ff.
42 Husserl (1926), S. 10, Diese Würdigung, die bereits 1916, anläßlich des 70. Geburtstages von Rudolf Eucken, verfaßt wurde, ist hier anläßlich des Todestages von Rudolf Eucken veröffentlicht worden. Zu diesem Thema auch Herrmann-Pillath (1991), S. 18 ff.
43 Fellmann (1989), S. 150, Das Ästhetische wird bei Fellmann nicht im kunsttheoretischen Sinne gebraucht, sondern bezeichnet „spezifische Formen der Allgemeinheit, die nicht rein logisch und begrifflich konstruiert werden können“. (S. 17 f.) Zur Beziehung zwischen Husserl genauer, siehe Fellmann (1983) und (1989). Dabei ist auch zu berücksichtigen, daß Euckens System nicht mit dem von Husserl meßbar ist. Bei ihm wird weniger das Problem der Erkenntnis selbst, als vielmehr ein Programm zur Behandlung dieses Problems entwickelt. (1983, S. 70)
44 Fellmann (1989), S. 25 f.
Arbeit zitieren:
Jan Hüfner, 1995, Der junge Walter Eucken. Zur Bestimmung früher Einflussfaktoren auf sein Denken als Grundlage seines späteren Werks, München, GRIN Verlag GmbH
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