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Inhaltsverzeichnis
Glossar. 3
1 Einleitung 4
2 Caral 5
2.1 Zeitliche Einordnung. 5
2.2 Geographische Einordnung. 6
2.3 Was ist eine Hochkultur 7
2.4 Architektur 7
2.5 Artefakte. 9
2.6 Leben in Caral 11
2.7 Das Ende Carals 12
3 Archäologische Betrachtungen. 14
3.1 Archäologische Bedeutung Carals 14
3.2 Archäologische Probleme in Peru. 15
4 Schlusswort 17
Literatur. 18
Anhang Abbildungen 20
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Glossar
Atrium Ein Atrium ist ein nach oben geöffneter, zentraler Raum antiker Wohnhäuser. Alte Welt Die Erdteile Asien, Afrika, Europa. El Niño El Niño (spanisch: das Christkind) ist eine Klimaanomalie, die alle
Geoglyph Ein Geoglyph ist ein Erdbild, welches in seiner Gesamtheit nur von einem hoher gelegenen Standpunkt erkannt werden kann. La Niña La Niña tritt meistens im Anschluss an El Niño auf. Dabei passiert
Neue Welt Der Erdteil Amerika. PaläoSETI-Die Abkürzung SETI steht für Search for Extra-Terrestrial Forschung Intelligence, also die Suche nach außerirdischer Intelligenz. Die an
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1 Einleitung
Mehr als Hunderttausend Jahre lang gab es weder Herrscher noch Städte. Die Menschheit zog entweder in kleinen Familienverbänden umher oder lebte in winzigen Dörfern. Es gab kaum Planung, wenig Führung und so gut wie keine Zukunft. Es ging nur ums blanke Überleben.
Vor ungefähr sechstausend Jahren fingen die Leute an ihre Dörfer zu verlassen und sich in Städten zu organisieren. Das passierte in sechs verschiedenen Plätzen auf der Welt, in Ägypten, Mesopotamien, China, Indien, Zentralamerika und Peru. Was die treibende Kraft für diesen Schritt war, ist eine der Hauptfragen der Archäologie. Über den Ursprung der Zivilisation gibt es gegenwärtig nur Vermutungen. Jahrelang verbrachten Archäologen damit die Welt nach Beweisen für ihre jeweilige Theorie abzusuchen. Sie fahndeten nach einer sogenannten Mutterstadt. Aber sie stießen immer auf das selbe Hindernis: Zivilisation baut immer auf sich selber auf. Das bedeutet, dass die frühesten Phasen dieser Kulturen immer ausgelöscht sind. Menschen restaurieren Gebäude und recyceln Materialien. Es ist somit nicht einfach die Funde zu den jeweiligen Stadien der Zivilisation zuzuordnen. Nachdem lange Zeit in der „Alten Welt“ geforscht wurde, fand man wenig. Man konzentrierte sich daraufhin auf die „Neue Welt“, insbesondere auf die Geburtsstätte der Inkas, genauer gesagt Peru.
Man wurde auch schnell fündig im heutigen Casma Tal. Man bestimmte die dort lebende Hochkultur auf 3500 Jahre und Casma war bis dato die älteste in Amerika gefundene Stadt. Die wichtigen Fragen der Archäologie schienen mit diesen Fund zu beantworten zu sein. Aber gerade als all dies zu größter Berühmtheit aufstieg, fand die peruanische Archäologin Ruth Shady nur 190 Kilometer südlich des Casma Tales eine Hochkultur, die vieles revolutionieren sollte - die Caralkultur.
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2 Caral
2.1 Zeitliche Einordnung
Ruth Shady begann mit den Ausgrabungen 1994. Die erste Aufgabe, die zu bewältigen war, war die Bestimmung des Alters der gefundenen Stadt. Zuerst suchte man nach Töpferwaren, da man durch die Art der Töpferei die Kultur zeitlich einordnen kann. Aber nach wochenlangen Suchen fand man nichts dergleichen. Also suchte man nach anderen Sachen, die in einer Zivilisation vermutet werden, wie zum Beispiel Metallwerkzeuge. Aber das Einzige, was man in dieser Richtung fand, war aus Stein gefertigt. Es gab dafür nur eine Lösung: man hatte es mit einer Kultur zu tun, die sich in einer außergewöhnlich frühen Phase entwickelte.
Aber wie alt war Caral wirklich? Da man nichts fand, was zur Altersbestimmung angebracht war, entschied man sich in den dort entdeckten Pyramiden zu buddeln. Dies war eine nicht ganz einfache Angelegenheit. Es mussten Tausende von Tonne von Sand, Schutt und Steinen zur Seite geschafft werden, die sich in den Jahrtausenden angesammelt hatten. Alles ging langsam voran, damit die originalen Strukturen nicht zerstört würden. Letztendlich fand man Schilf, der aus den Mauern hervorguckte. Dieser hatte den Vorteil, dass er lediglich ein Jahr überdauert und somit eine exakte Altersbestimmung daran vorgenommen werden konnte. Der Schilf war zu Shicra-Taschen (Abb. 1) verwoben, mit welchen Arbeiter Steine an die Baustellen transportierten. Das ist eine Technik, die nur bei ältesten Gebäuden in Peru festgestellt wurde. Diese Beutel wurden dann gleich mit in die Mauern verbaut. Somit kann man sich auch sicher sein, dass das gefundene Schilf im Alter mit den erbauten Pyramiden übereinstimmt.
Da es der peruanischen Archäologin Shady aber an den notwendigen Einrichtungen zur Altersbestimmung fehlte, holte sie sich Hilfe von den US-Amerikanern Jonathan Haas und Winifred Creamer. Im April letzten Jahre sammelten sie 12 Schilfproben von der Fundstätte, um an ihnen die notwendigen Radiokarbondatierungen vorzunehmen. Das Ergebnis übertraf alle Vermutungen. Die Shicra-Taschen wurden auf 4600 Jahre datiert. Dies machte Caral ganze Tausend Jahre älter als Casma und läuft ihr somit den Rang der ältesten Stadt Amerikas ab. Sie ist sogar so alt wie die Pyramiden von Giseh im
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antiken Ägypten. Die „Neue Welt“ ist ebenso lange zivilisiert wie die „Alte Welt“ (Abb. 2). Mit großer Sicherheit ist die Stadt auch noch um einiges älter, da die Schilfproben nicht aus den ältesten Teil der Ausgrabungen stammen.
2.2 Geographische Einordnung
Um zu verstehen, in welcher Umgebung sich die Caralkultur entwickelte, müssen die geographischen und klimatischen Gegebenheiten betrachtet werden. Die Caralkultur befand sich 200 km nördlich von Lima im Tal des Supe Flusses. Die Stadt Caral, welche nach einer kleinen Siedlung in der Nähe des Fundortes genannt wurde, liegt in Perus Landesinneren circa 20 km von der Küste entfernt (Abb. 3). Perus Küste ist ein relativ enger Streifen, der höchstens 100 km breit ist, bevor man zu den stark ansteigenden Hängen der Anden kommt (Abb. 4). Die Küstenebene steht unter dem Einfluss des kalten, nordwärts fließenden Humboldtstromes. Dieser kühlt die Seewinde ab und ihre Feuchtigkeit kondensiert zu Nebel, welcher, am Land angekommen, erwärmt wird und die Feuchtigkeit wegsaugt. Es fallen somit gerade mal 25 mm Niederschlag pro Jahr, welches der Landschaft eine mondähnliche Erscheinung gibt. Es ist möglich in dieser Region 50 km zu wandern ohne eine einzige Pflanze oder ein Tier zu sehen (Abb. 5). Diese Wüste ist ein mäßig warmes Gebiet mit Jahresmitteltemperaturen um 20°C, weil Nebel und auflandiger Wind die Lufttemperaturen senken. Die einzige Lebensquelle ist durch die vielen Flüsse gegeben die diese Gebirgswüste durchziehen.
In dieser lebensfeindlichen Zone entstanden vor ca. 5000 Jahren, vor allen durch landwirtschaftliche Errungenschaften, 18 pyramidal erbaute Siedlungen in den Seitentälern des Supe Beckens. Zu einen dieser Siedlungen gehört Caral. Die Bewohner lebten jenseits der Moskitogrenze auf einem höheren Niveau von Schwemmterrassen und Felsschuttkegeln und mussten nur zur Feldarbeit in die Flussniederung.
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2.3 Was ist eine Hochkultur
Ob es sich bei Caral wirklich um eine Hochkultur handelt, sollte des weiteren geklärt werden. Dazu sollte man betrachten, was solch eine Zivilisation überhaupt ausmacht. Eine Zivilisation (lateinisch civilis: den Staatsbürger betreffend; bürgerlich) ist eine Bezeichnung für bürgerliche Tugenden, kulturelle Errungenschaften, die Ausbildung von Umgangs- und Lebensformen sowie Ergebnisse des wissenschaftlich-technischen Fortschritts.
Der wichtigste Hinweis auf eine Zivilisation ist Monumentale Architektur. Sie ist ein wichtiges Zeichen dafür, das Menschen unter Herrschern für ein gemeinsames Ziel zusammengekommen sind. Um große Strukturen, wie vor allen Pyramiden, zu bauen, braucht man Führer und Anhänger, man benötigt Spezialisten sowie Leute, die die Verantwortung tragen und Anweisungen geben. Ein solches hierarchisches Sozialgefüge sowie räumliche Planung sind kennzeichnend für Hochkulturen. In den folgenden Abschnitten zur Architektur, den Funden und dem Leben in Caral werden die zivilisatorischen Errungenschaften und Merkmale genauer betrachtet und belegt.
2.4 Architektur
Die Stadt Caral nimmt eine Fläche von 65 ha ein und liegt 30 m über den Flusstal auf einer Schwemmterrasse. Sie ist oval angelegt und besteht aus einer sakral bebauten und überwiegend privat bewohnten Oberstadt Caral und einer Unterstadt Chupacigarro, welche für sozialen Belange angelegt wurde (Abb. 6).
In dem Stadtgebiet sind sechs größere pyramidale Strukturen, auch Mounds genannt, zu finden. Der kleinste dieser sechs Mounds besitzt Abmaße von 60 m x 45 m und ist 10 m hoch. Der Größte ist die „Piramide Mayor“ (Abb. 7, 8) mit einen Grundriss von 160 m x 150 m und einer Höhe von 18 m. An der stadtzugewandten Seite der Pyramide findet man einen versenkten Rundplatz mit einen Innendurchmesser von 20 m. Von dem aus geht es über eine neun Meter breite Freitreppe über drei Terrassenstufen hinauf zur obersten Tempelplattform mit Grundrissmaßen von 65 m x 35 m. Diese Plattform ist
Arbeit zitieren:
Anne-Kathrin Uthe, 2002, Caral: Ursprung der Gesellschaft?, München, GRIN Verlag GmbH
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