Danksagung
DANKSAGUNG
An dieser Stelle möchte ich all denen danken, die mir bei der Anfertigung dieser Arbeit unterstützend zur Seite gestanden haben.
Mein Dank gilt Frau Dr. Ida Bagel und Herrn Christian Nötzel der PwC Deutsche Revision AG für ihre konstruktive Kritik.
Frau Doris Grabe der GegenbauerBosse GmbH & Co. KG, Herrn Robert Wahlen der Firma FMPRO Facility Management Professional und Herrn Prof. Dr. Dietrich Reiblich danke ich für ihr motivierendes Engagement und die Bereitstellung von Objektdaten.
Inhaltsverzeichnis
INHALTSVERZEICHNIS
DANKSAGUNG
INHALTSVERZEICHNIS
ABBILDUNGSVERZEICHNI S
TABELLENVERZEICHNIS
EINLEITUNG UND ABGRENZUNG. 7
1. BETRIEBSKOSTEN: PLANUNGSEINFLUSS UND ZUSAMMENSETZUNG 10
1.1. Beeinflußbarkeit. 10
1.2. Definition und Gliederung 11
1.2.1. Gebäudereinigung. 12
1.2.2. Wärme 13
1.2.3. Kälte. 13
1.2.4. Strom 13
1.3. Kostenbeeinflussung. 14
1.3.1. Planungsbedingte Gebäudeeigenschaften. 16
1.4. Fazit 16
2. ABHÄNGIGKEITEN DER BETRIEBSKOSTEN VON DER ARCHITEKTONISCHEN PLANUNG 17
2.1. Abgrenzung. 17
2.2. Gebäudereinigung 17
2.3. Raum- und Lüftungswärme 19
2.3.1. Heizwärmebedarf. 20
2.4. Raum- und Lüftungskälte 24
2.4.1. Kältebedarf 25
2.5. Strom für Beleuchtung 27
2.5.1. Kunstlichtbedarf 28
2.6. Fazit 30
Inhaltsverzeichnis
3. ARCHITEKTONISCHE PLANUNGSMASSNAHM EN UND QUALITATIVER EINFLUSS 31
3.1. Herleitung und Abgrenzung 31
3.2. Verbrauch an Gebäudereinigungsleistungen 31
3.2.1. Innenreinigung 32
3.2.2. Bodenreinigung. 33
3.2.3. Fensterreinigung 35
3.2.4. Fassadenreinigung. 37
3.3. Heizstoffverbrauch. 39
3.3.1. Wärmeverluste. 39
3.3.2. Interne und passiv-solare Wärmegewinne. 42
3.4. Betriebskosten für Raum- und Lüftungskälte. 43
3.4.1. Innere und äußere Kühllast. 44
3.5. Stromverbrauch für Beleuchtung. 47
3.5.1. Interne Beleuchtungsstärke durch Tageslicht 47
3.6. Fazit 49
4. VERGLEICH DER ARCHITEKTONI SCHEN PLANUNGSMASSNA HMEN. 50
4.1. Unterscheidung 50
4.2. Einfache Planungsmaßnahmen 50
4.3 Kompatible Planungsmaßnahmen 55
4.4. Konträre Planungsmaßnahmen 60
4.5. Fazit 64
5. FAZIT 65
QUELLENVERZEICHNIS
EIDESSTATTLICHE ERKLÄRUNG
Abbildungsverzeichnis
ABBILDUNGSVERZEICHNIS
Seite Abbildung 1 Phasenbezogene Beeinflußbarkeit der Baunutzungskosten ..................................10
2 Zusammensetzung und Gliederung der Betriebskosten ........................................11
3 Jährliche Betriebskosten des Ludwig-Erhard-Hauses in Berlin ..............................14
4 Abhängigkeiten der Betriebskosten für Gebäudereinigung,
Wärme, Kälte und Strom für Beleuchtung.............................................................16
5 Betriebskosten für Gebäudereinigung: Verbrauchsabhängigkeit
der Reinigungsleistung von der architektonischen Planung ...................................19
6 Betriebskosten für Raum- und Lüftungswärme: Abhängigkeit
des Heizstoffverbrauchs von der architektonischen Planung..................................24
7 Abhängigkeiten der Betriebskostenentstehung für Raum- und Lüftungskälte
von der architektonischen Planung ......................................................................27
8 Stromkosten für Beleuchtung: Abhängigkeit des Stromverbrauchs
von der architektonischen Planung ......................................................................29
Tabellenverzeichnis
TABELLENVERZEICHNIS
Seite Tabelle
1 Verbrauch an Innenreinigungsleistungen: Qualitative Beeinflussung
des Reinigungsbedarfs durch architektonische Planungsmaßnahmen ...................32
2 Verbrauch an Innenreinigungsleistungen: Qualitative Beeinflussung
der Reinigungseffektivität durch die Lage von Putzräumen....................................33
3 Verbrauch an Bodenreinigungsleistungen: Qualitative Beeinflussung
des Reinigungsbedarfs durch architektonische Planungsmaßnahmen ...................34
4 Verbrauch an Bodenreinigungsleistungen: Qualitative Beeinflussung
der Reinigungseffektivität durch architektonische Planungsmaßnahmen ................35
5 Verbrauch an Fensterreinigungsleistungen: Qualitative Beeinflussung
des Reinigungsbedarfs durch architektonische Planungsmaßnahmen ...................36
6 Verbrauch an Fensterreinigungsleistungen: Qualitative Beeinflussung
der Reinigungseffektivität durch architektonische Planungsmaßnahmen ................37
7 Verbrauch an Fassadenreinigungsleistungen: Qualitative Beeinflussung
des Reinigungsbedarfs durch architektonische Planungsmaßnahmen ...................38
8 Verbrauch an Fassadenreinigungsleistungen: Qualitative Beeinflussung
der Reinigungseffektivität durch architektonische Planungsmaßnahmen ................39
9 Heizwärmebedarf: Qualitative Beeinflussung der Wärmeverluste
durch architektonische Planungsmaßnahmen ......................................................41
10 Heizwärmebedarf: Qualitative Beeinflussung der Wärmegewinne
durch architektonische Planungsmaßnahmen ......................................................43
11 Kältebedarf: Qualitative Beeinflussung der inneren und äußeren Kühllast
durch architektonische Planungsmaßnahmen ......................................................46
12 Kunstlichtbedarf: Qualitative Beeinflussung der Beleuchtungsstärke
durch Tageslicht durch architektonische Planungsmaßnahmen .............................48
13 Einfache Planungsmaßnahmen...........................................................................54
14 Kompatible Planungsmaßnahmen .......................................................................59
15 Konträre Planungsmaßnahmen ...........................................................................63
Einleitung und Abgrenzung
EINLEITUNG UND ABGRENZUNG
Steigendes Kostenbewußtsein von Immobiliennutzern hat zur Folge, daß nicht der Erwerb oder die Errichtung eigener Büroflächen, sondern deren Anmietung zunehmend an Bedeutung gewinnt. Diese vermeidet hohe und langfristige Kapitalbindungen. Aus Gründen erhöhter Renditen ist es lohnenswerter, die Investitionssummen für 1 Zusätzlich schafft Anmietung höhere kerngeschäftsorientierte Zwecke zu verwenden. 2 Die Steigerung der Nachfrage hat zu erhöhten räumliche und örtliche Flexibilität.
Investionstätigkeiten bei gewerblichen Bauvorhaben geführt. Büromietobjekte stellen 3 inzwischen ein großes Marktsegment der Bau- und Immobilienwirtschaft dar.
Entscheidend für die Anmietung von Büroflächen ist die Gesamtmietbelastung, die sich 4 Die Höhe von Nettomiete und aus Nettomiete und Betriebskosten zusammensetzt. Umlage der Betriebskosten ist variabel, während die Betriebskosten selbst
5 Um marktunabhängig sind. Durch niedrige Betriebskosten erhöht sich somit der Ertrag. optimale Renditen zu erzielen, müssen Investoren zwei konträre ökonomische Ziele verfolgen: Die günstige Bauwerkserrichtung, um mit so geringen Kapitalkosten wie möglich belastet zu werden und geringe Betriebskosten, um einen möglichst hohen Mietertrag zu erzielen. Dies wiederum kann einen Mehraufwand für die 6 Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen Bauwerkserrichtung erforderlich machen.
berücksichtigen daher in zunehmendem Maße den gesamten Lebenszyklus von Gebäuden, d.h. von der Baurealisierung bis zum Bauabbruch. Im Zuge dieser langzeitigen Betrachtungsweise drängen verstärkt Generalunternehmer auf den Markt,
7 Dabei tritt die Komplettlösungen für Bau, Gebäudebetrieb und Finanzierung anbieten. künstlerisch motivierte Bauästhetik immer weiter in den Hintergrund und mit ihr das 8 Provokativ beschreibt Kyrein die Haltung von Architekten: Aufgabenfeld von Architekten.
„Architekten, die hohe ästhetische Ansprüche befriedigen, sind regelmäßig künstlerisch
1 Vgl. Falk (Hg.): Gewerbe-Immobilien, S. 41.
2 Vgl. Koopmann: Kostentransparenz und Kostenpolitik als Teil einer systematischen Immobilienpolitik, S. 297.
3 Vgl. Falk (Hg.): Gewerbe-Immobilien, S. 31 ff.
4 Vgl. Pierschke: Facilities Management, S. 284.
5 Vgl. Rösel: Baumanagement, S. 73.
6 Vgl. Müller: Planungsökonomie im Bauwesen, S. 34.
7 Vgl. VDI-Gesellschaft Technische Gebäudeausrüstung: Billiges Bauen ist teuer!, S. 69.
8 Vgl. Stadler: Architekturqualität und Generalübernehmer, S. 44 f. Vgl. auch Engel: Der Architekt steuert das
Projekt, S. 43.
Einleitung und Abgrenzung
9 Um der sensibel, aber an wirtschaftlichen [...] Fragen nur untergeordnet interessiert.“ Notwendigkeit des wirtschaftlichen Bauens gerecht zu werden und im steigenden Wettbewerb zu bestehen, sind Architekten daher gezwungen, sich über ihren künstlerischen Gestaltungsanspruch hinaus auch mit den Folgekosten ihrer Entwurfslösungen auseinander zu setzen. Da Architekten Bauobjekte in der Regel spätestens nach der Realisierungsphase verlassen, ist ihre Kenntnis über Folgekosten im
10 Dabei liegt gerade im architektonischen Planungsbereich eine hohe allgemeinen gering. 11 Folgekostenverantwortung.
Diese Arbeit untersucht den Zusammenhang von architektonischer Planung und Betriebskosten von Büromietobjekten.
Aus Gründen der Themenbegrenzung beschränkt sich diese Arbeit auf die Betriebskostengruppen Gebäudereinigung, Wärme, Kälte und Strom. Behandelt werden nur solche Teilbereiche, die im Rahmen der Büronutzung bedeutende Kostengrößen aufweisen. Wirtschaftswärme- und -kältekosten werden nicht berücksichtigt. Stromkosten werden auf Beleuchtungskosten beschränkt.
Bei der Behandlung der Betriebskosten für Raum- und Lüftungskälte wird eine innere 2 zugrundegelegt. In Verbindung mit einer relativen Wärmeabgabe von 30 bis 40 W/m
12 Durchlässigkeit der Außenfassade von 10% ist mechanische Kühlung nicht erforderlich. Die Behandlung der Kostenarten bezieht sich auf Strukturen und Begriffe der Norm DIN 18960-1: „Baunutzungskosten von Hochbauten“ vom April 1976, die im August 1999 durch die DIN 18960: „Nutzungskosten von Hochbauten“ ersetzt wurde. Da die einschlägige Fachliteratur nur die Inhalte der alten Norm DIN 18960-1 behandelt, begründet sich dieser Bezug durch den Materialzugang auf dem Markt. Außerdem basiert die neue Norm lediglich auf einer erweiterten Definition und abgeänderten Gliederung der Betriebskosten, so daß die Aussagen und Ergebnisse dieser Arbeit inhaltlich übertragbar bleiben und somit auch unter den Aspekten der neuen Norm Anwendung finden.
Ziel dieser Arbeit ist die Zusammenstellung von architektonischen Planungsmaßnahmen und die Erfassung des Einflusses auf die oben genannten Betriebskostenarten. 9 Kyrein: Immobilien: Projektmanagement, Projektentwicklung und -steuerung, S. 57.
10 Vgl. Friedrichs/Gauchel: Facility Management - eine Chance für den Architekten?!, S. 24 f.
11 Vgl. Kalusche: Gebäudeplanung und Betrieb, S. 37.
12 Gespräch vom 27.07.2001 mit Herrn Prof. Dr.-Ing. Klaus Fitzner, Hermann-Rietschel-Institut für Heizungs -
und Klimatechnik, TU Berlin.
Einleitung und Abgrenzung
Da die Planung und Ausführung von Bürogebäuden ein arbeitsteiliger Prozeß ist, wird die tatsächliche Höhe der Betriebskosten nicht allein von architektonischen Planungsentscheidungen bestimmt. Neben technischen Gebäudeeigenschaften sind externe Größen wie meteorologische und nutzungsbedingte Einflüsse zu berücksichtigen. Monetäre Aufwendungen an Versorgungs- und Dienstleistungsunternehmen sind wiederum von Tarif- und Vertragsbedingungen abhängig. Diese Zusammenhänge verdeutlichen, daß der Einfluß von architektonischen Planungsmaßnahmen quantitativ nur durch eine umfangreiche, weiterführende Untersuchung bewertet werden kann. In dieser Arbeit werden die Einflüsse der aufgestellten Planungsmaßnahmen qualitativ bewertet und auf theoretischer Grundlage verglichen.
Im ersten Kapitel wird die Zusammensetzung der behandelten Betriebskosten definiert und deren Beeinflussung durch die bauliche Gesamtplanung betrachtet. Auf Grundlage der im zweiten Kapitel hergeleiteten Abhängigkeiten der Betriebskosten von der architektonischen Planung, werden im drittem Kapitel die entsprechenden Planungsmaßnahmen aufgestellt. Im abschließenden vierten Kapitel werden die Planungsmaßnahmen in einer Gesamtbetrachtung der behandelten Abhängigkeiten miteinander verglichen.
Betriebskosten: Planungseinfluß und Zusammensetzung
1. BETRIEBSKOSTEN: PLANUNGSEINFLUSS UND ZUSAMMENSETZUNG
1.1. Beeinflußbarkeit
13 werden alle laufenden Kosten erfaßt, die als Folge der Von der Norm DIN 18960-1 14 entstehen. Da die Möglichkeit, die Bauwerksplanung und -realisierung nach DIN 276
Kosten im Hochbau nach DIN 276 zu beeinflussen, mit fortschreitendem Planungs- und Bauablauf abnimmt, nimmt auch die Einflußmöglichkeit auf deren Folgekosten, d.h. auf 15 die Baunutzungskosten nach DIN 18960-1, ab .
Abbildung 1 zeigt die phasenbezogene Beeinflußbarkeit dieser laufenden Kosten.
Abbildung 1: Phasenbezogene Beeinflußbarkeit der Baunutzungskosten
Quelle: Schub/Stark: Life cycle cost von Bauobjekten, S. 18
Als Teil der Baunutzungskosten sind auch Betriebskosten Folgekosten der Planungs -und Realisierungsphase. Ihre Beeinflußbarkeit ist damit in der Planungsphase am 16 Somit werden Betriebskosten höchsten, in der Nutzungsphase dagegen sehr gering. 17 maßgeblich in der Planungsphase bestimmt.
13 DIN 18960-1/04.76.
14 DIN 276/06.93.
15 Vgl. Falk: Immobilien-Handbuch, S. 378.
16 Vgl. Institut für Bauökonomie an der Universität Stuttgart (Hg.): Planen mit Baunutzungskosten, S. 6.
17 Vgl. Eggenberger: Energiebedarfsanalyse als Planungsgrundlage, S. 17.
Betriebskosten: Planungseinfluß und Zusammensetzung
1.2. Definition und Gliederung
Nach DIN 18960-1 sind unter Betriebskosten Aufwendungen zu verstehen, die im Rahmen der „Sicherung der Bedingungen für die vorgesehene Nutzung der Gebäude 18 regelmäßig anfallen. Um eine einheitliche Datenerfassung zu und Außenanlagen“
ermöglichen, werden diese laufend anfallenden Kosten in Gruppen untergliedert, die aus Abbildung 2 ersichtlich sind.
Abbildung 2: Zusammensetzung und Gliederung der Betriebskosten
Quelle: DIN 18960-1/04.76, Ziff. 5
Für alternative Planungsvergleiche sollen Betriebskosten gebäudeabhängige
19 Daher gehören betriebsspezifische oder produktionsbedingte Aufwendungen erfassen.
Personal- und Sachkosten wie Kosten, die durch Bedienung von Büromaschinen entstehen, nicht zu den laufenden Kosten nach DIN 18960-1: „Baunutzungskosten von
20 Unter der „Sicherung der Bedingungen für die vorgesehene Nutzung“ 21 ist Hochbauten“.
somit zu verstehen, „daß das Gebäude sauber gehalten wird, die für einen längeren Aufenthalt von Menschen notwendige hygienische Ver- und Entsorgung gewährleistet ist, ein dem Menschen zuträgliches Raumklima unterhalten wird, die für die Nutzung
18 DIN 18960-1/04.76, Ziff. 5.
19 Vgl. DIN 18960-1/04.76, Erläuterungen.
20 Vgl. Muser/Drings: Baunutzungskosten: DIN 18960, S. 25.
21 DIN 18960-1/04.76, Ziff. 5.
Betriebskosten: Planungseinfluß und Zusammensetzung
erforderliche Beleuchtung gegeben ist [und] die innerhalb eines Gebäudes [...] 22 notwendigen Verkehrsbeziehungen geboten werden“.
Aus Gründen der Themenbegrenzung werden in dieser Arbeit die Betriebskostengruppen Gebäudereinigung, Wärme, Kälte und Strom behandelt und in den folgenden Abschnitten näher betrachtet.
1.2.1. Gebäudereinigung
Nach Winkler und Fröhlich setzt sich Gebäudereinigung aus Innen-, Fenster- und Fassadenreinigung zusammen. Säuberungen von Außenanlage und Grundstück sowie mit Wartung und Inspektion verbundene Reinigungen betriebstechnischer Anlagen
23 Ferner sind Kosten des Strom- und werden von dieser Kostengruppe nicht erfaßt. 24 Wasserverbrauchs nicht eingeschlossen.
Da während der Nutzungszeit Böden am stärksten beansprucht werden und daher zu den wichtigsten Reinigungsflächen zählen, ist es sinnvoll die Bodenreinigung gesondert 25 Die Innenreinigung umfaßt die Säuberung von von der Innenreinigung zu behandeln. 26 Wänden, Türen, Einrichtungen und Vorhängen.
„Die Fensterreinigung schließt neben der Glasreinigung die Reinigung der 27 Damit ist die Reinigung Fensterrahmen und der Sonnenschutzeinrichtungen ein.“
innerer und äußerer Fassadenverglasungen, -rahmen und Sonnenschutzvorrichtungen
28 gemeint.
Die Fassadenreinigung umfaßt die Säuberung äußerer Gebäudehüllflächen abzüglich der 29 Flächen, die zur Fensterreinigung gehören.
22 Muser/Drings: Baunutzungskosten: DIN 18960, S. 25.
23 Vgl. Winkler/Fröhlich: Hochbaukosten, Flächen, Rauminhalte, S. 196.
24 Vgl. Dyllik-Brenzinger: Betriebskosten von Büro- und Verwaltungsgebäuden, S. 47.
25 Vgl. Jeppener: Das reinigungsfreundliche Gebäude, S. 8.
26 Vgl. Dyllik-Brenzinger: Betriebskosten von Büro- und Verwaltungsgebäuden, S. 46.
27 Dyllik-Brenzinger: Betriebskosten von Büro- und Verwaltungsgebäuden, S. 46.
28 Simons/Sager: Berechnungsmethoden für Baunutzungskosten, S. 20.
29 Vgl. Dyllik-Brenzinger: Betriebskosten von Büro- und Verwaltungsgebäuden, S. 47.
Betriebskosten: Planungseinfluß und Zusammensetzung
1.2.2. Wärme
Entsprechend dem Gliederungsvorschlag nach DIN 18960-1 werden die in einer Gruppe zusammengefaßten Kostenarten Wärme und Kälte hier getrennt voneinander 30 behandelt.
Die Kostengruppe Wärme setzt sich aus den Teilbereichen Raum-, Lüftungs - und 31 Unter Raum- und Lüftungswärme ist Wärme zu Wirtschaftswärme zusammen.
verstehen, die für behagliches Raumklima sorgt. Der Begriff Wirtschaftswärme beschreibt Wärme, die für wirtschaftliche Zwecke, d.h. für den Betrieb von Maschinen und Geräten 32 wie Wasch-, Küchen-, Desinfektions- oder Sterilisationsanlagen, benötigt wird. Erhebliche Kosten für Wirtschaftswärme entstehen daher primär in Industriebetrieben und fallen bei Büroimmobilien nur dann an, wenn sich in den Gebäuden Anlagen wie Wäschereien oder Küchen befinden. Der daraus resultierende Anteil an den 33 Gesamtwärmekosten ist aufgrund der bürospezifischen Gebäudefunktion jedoch gering. Daher wird der Teilbereich Wirtschaftswärme in dieser Arbeit nicht behandelt.
1.2.3. Kälte
Wie Wärmebetriebskosten setzt sich die Kostengruppe Kälte aus den Bereichen Raum-,
34 Auch hier können die im Rahmen der Lüftungs- und Wirtschaftskälte zusammen.
Büronutzung gegebenenfalls auftretenden Kosten für Wirtschaftskälte vernachlässigt 35 werden.
1.2.4. Strom
Diese Betriebskostengruppe umfaßt alle Stromkosten, außer denjenigen, die zu den Bereichen Wärme und Kälte gehören, wie beispielsweise Stromkosten für
36 Da nach DIN 18960-1 nur gebäudeabhängige Umwälzpumpen oder Ventilatoren.
30 Vgl. DIN 18960-1/04.76, Ziff. 5.3.
31 Vgl. ebd.
32 Vgl. VDI 2067, Bl. 5/12.82, Ziff. 1.
33 Vgl. Dyllik-Brenzinger: Betriebskosten von Büro- und Verwaltungsgebäuden, S. 76
34 Vgl. DIN 18960-1/04.76, Ziff. 5.3.
35 Vgl. Dyllik-Brenzinger: Betriebskosten von Büro- und Verwaltungsgebäuden, S. 76
36 Vgl. Winkler/Fröhlich: Hochbaukosten, Flächen, Rauminhalte, S. 197.
Betriebskosten: Planungseinfluß und Zusammensetzung
37 Kosten zu erfassen sind , gehören produktionsbedingte Stromkosten nicht zu den
Betriebskosten. Bei Bürogebäuden sind darunter solche Kosten zu verstehen, die infolge bürospezifischer Tätigkeiten, d.h. durch Betreiben von Computern, Faxgeräten, Kopierern etc., anfallen. Einzubeziehen sind nur solche Stromkosten, die in Verbindung mit der Aufrechterhaltung von Aufenthaltsbedingungen und der Sicherstellung von 38 Gebäudenutzung entstehen.
Da Stromkosten für Beleuchtungszwecke in der Regel den höchsten Anteil an den 39 Gesamtstromkosten bilden , werden in dieser Arbeit nur die Stromkosten für Beleuchtung behandelt.
1.3. Kostenbeeinflussung
Die oben genannten Betriebskosten setzen sich aus dem Verbrauch an Gütern und Leistungen, wie beispielsweise für Gas, Strom oder Reinigung, zusammen. Die aus dieser Verbrauchsabhängigkeit resultierenden Kosten sind anhand des Ludwig-Erhard-Hauses in Abbildung 3 dargestellt.
TDM
Abbildung 3: Jährliche Betriebskosten des Ludwig-Erhard-Hauses in Berlin
37 Vgl. DIN 18960-1/04.76, Erläuterungen.
38 Vgl. Muser/Drings: Baunutzungskosten: DIN 18960, S. 25.
39 Vgl. ebd., S.148. Vgl. auch Simons/Sager: Berechnungsmethoden für Baunutzungskosten, S. 28.
Arbeit zitieren:
Tonia Helen Schultz, 2001, Büromietobjekte: Beeinflussung der Betriebskosten Gebäudereinigung, Wärme, Kälte und Strom durch die architektonische Planung, München, GRIN Verlag GmbH
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