Site-Promotion für die Bertrandt Homepage
5. Ausblick in die Zukunft...............................................................................23 Literaturverzeic hnis........................................................................................25
Einleitung
„Stellen Sie sich vor, Sie sind im Internet und keiner nimmt es wahr.“
Obwohl die Anzahl der Internetnutzer mit atemberaubender Geschwindigkeit wächst, bedeutet dies nicht, daß ein Webangebot automatisch frequentiert wird. In den Anfangsjahren des Internet war es noch so, daß die Internetsurfer sehnsüchtig auf das Erscheinen neuer Seiten gewartet haben. Dies ist heutzutage nicht mehr der Fall und mit dem alleinigen Bereitstellen einer Homepage ist es schon lange nicht mehr getan. Aufgrund der Vielzahl an Angeboten muß inzwischen dafür gesorgt werden, daß die Seite bekannt gemacht und von den gewünschten Zielgruppen besucht wird. Man spricht hier auch von der Werbung für die Werbung auf dem Netz, der sogenannten Site-Promotion.
Gegenstand dieser Arbeit ist es, die verschiedenen Instrumente der Site-Promotion darzustellen und anhand der Ist-Situation bei Bertrandt ein Konzept zu entwickeln, wie sich die Zugriffszahlen auf die Bertrandt Homepage unter Berücksichtigung der verschiedenen Zielgruppen und der verschiedenen Maßnahmen erhöhen lassen.
Die theoretischen Grundlagen werfen zuerst einen Blick auf die Geschichte und Struktur des Internets sowie auf ausgewählte Zahlen zum Internet. Danach werden grob die klassischen Formen der Offline Site-Promotion aufgezeigt, bevor eine ausführliche Betrachtung der vielfältigen Methoden der Online Site-Promotion folgt. Anschließend werden die unterschiedlichen Arten der Erfolgskontrolle der Site-Promotion erläutert. Ein Ausblick in die Zukunft schließt den theoretischen Teil ab.
Der praktische Teil [hier wegen unternehmenssensitiven Daten NICHT enthalten] b eschäftigt sich zu Beginn m it der Firma Bertrandt und stellt diese kurz vor. Vor der Ist-Analyse der jetzigen Bertrandt Site-Promotion werden die verschiedenen Zielgruppen von Bertrandt genau erläutert. Sodann wird ein Site-Promotion Konzept für die Bertrandt Homepage erarbeitet, welches sowohl die Offline- als auch die Online-Promotion, die Erfolgskontrolle und eine kurze Kostenbetrachtung umfaßt. Die E rgebnisse des Konzeptes sind in einem Maßnahmenkatalog komprimiert.
Die Schlußbetrachtung faßt die Erkenntnisse dieser Arbeit noch einmal zusammen.
2
Site-Promotion für die Bertrandt Homepage
I. Theoretische Grundlagen
1. Daten und Fakten zum Internet
1.1. Geschichte und Struktur des Internet
Das Internet stellt eine technische Möglichkeit dar weltweit mit zahlreichen Partnern In-formationen und Daten auszutauschen. Die Vernetzung einer Vielzahl lokaler Netze bildet in seiner Gesamtheit das Internet. Millionen von Rechnern sind weltweit mit dem Internet verbunden. Diese sind in der Regel in lokale Netzwerke (LAN) eingebunden. Mehrere LANs sind zu regionalen Netzwerkverbunden zusammengeschlossen und besitzen mindestens einen überregionalen WAN-Anschluß. Durch diese Organisation der Teilnetze verfügt das Internet über ein weltweit einheitliches Erscheinungsbild. Entstanden ist das Internet in den 60er Jahren auf Initiative des amerikanischen Verteidigungsministeriums unter dem Namen ARPAnet. Es hatte zum Ziel, Wissenschaftlern und Forschern aus dem militärischen Bereich im Falle eines Atomkrieges einen raschen Daten- und Informationsaustausch zu ermöglichen. Durch seine dezentrale Struktur macht es eine gezielte Lahmlegung der Kommunikation unmöglich, da auch bei einem teilweisen Ausfall des Netzes ein flexibler Datentransfer gewährleistet ist. In den 80er Jahren wandelt sich das ehemals rein militärisch genutzte Netz zu einem wissenschaftlic hen Forschungsnetz, an das unter dem Namen USEnet zahlreiche Universitäten und Forschungseinrichtungen angeschlossen sind. 1
Zu Beginn der 90er beginnt eine zunehmende Kommerzialisierung: die Anzahl der angeschlossenen Rechner steigt kontinuierlich. Heute s ind im Internet fast 110 Millionen Hosts 2 (Internet-Rechner) miteinander verbunden. Im Laufe der Zeit wurden dabei verschiedene Dienste für das Internet entwickelt, die in folgender Abbildung dargestellt sind:
Abb.1: Dienste im Internet 3
1 vgl. Alpar, A. (1998), S. 13 f.; vgl. Berres, A. (1997), S. 7 f.; vgl. Resch, J. (1996), S. 13 f.;
2 www.isc.org (2001)
3 vgl. Lamprecht, S. (1996), S. 19 f.
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Site-Promotion für die Bertrandt Homepage
Der wohl bekannteste Dienst ist das World Wide Web (WWW) und wird deshalb fälschlicherweise oft schon als Synonym für das Internet verwendet, obwohl er nur ein Bestandteil eben dieses ist. Es hat mit seiner graphischen Benutzeroberfläche und der daraus verbundenen Benutzerfreundlichkeit den Grundstein für den Erfolg des Internet gelegt. Durch das sogenannte Hypertext -System (HTML) ermöglicht das WWW die logische Verknüpfung von Informationen und komplexen Inhalten auf interaktive und multimediale Weise. 1
Der am meisten genutzte Dienst des Internet ist E-Mail. Er ermöglicht das schnelle, kostengünstige und bequeme Versenden und Empfangen von elektronischer Post rund um die Welt. 2
Gopher erlaubt, in Menüform große Datenmengen zu durchforsten (Browsen). E s ist ein vielgenutzes Instrument zum Auffinden und Abrufen aller Arten von Dateien. Telnet bietet einen interaktiven Zugriff auf entfernte Rechner, die sich durch diesen Dienst sozusagen fernsteuern lassen, als ob man direkt mit diesem Rechner verbunden w äre. Dadurch können Programme, Dateien und Systeme des anderen Rechners genutzt werden. 3
FTP steht für „File Transfer Protocol“. Dieser Dienst ermöglicht den Austausch von Daten zwischen verschiedenen Rechnern via Internet. FTP ist zuständig für das Verschicken oder Herunterladen (Downloaden) von Dateien aller Art. Eine Newsgroup ist eine neue Art der Diskussion. Sie hat ein bestimmtes Thema und veröffentlicht dazu Beiträge und Meldungen. Diese können dann gelesen werden, man kann sie beantworten oder neue Fragen stellen. Dadurch können Newsgroups wertvolle Informationsquellen sein. 4
Internet Relay Chat ist besser bekannt als „Chatten“. Hierunter ist zu verstehen, daß man in sogenannten Chatrooms Unterhaltungen in Echtzeit führen kann. Die eigenen Tastatureingaben werden dabei für die Besucher des Chatrooms sofort sichtbar und umgekehrt. Im Gegensatz zu E -Mail oder Newsgroup kann man hier auf das Geschriebene des anderen unmittelbar reagieren. 5
1 vgl. Resch, J. (1996), S. 25 f.
2 vgl. Emery, V. (1996) S. 20 3 vgl. Oenicke, J. (1996), S. 31
4 vgl. Berres, A. (1997) S. 27 f.
5 vgl. Fritz, W. (2000), S. 41
4
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1.2. Nutzung und Nutzerstrukturen des Internets in Deutschland
Die Zahl der ans Internet angeschlossenen Rechner vervielfacht sich in immer kürzeren Zeitabständen und damit die Zahl der Internetnutzer. Nach einer Erhebung des GfK Online Monitor, die seit 1998 halbjährlich durchgeführt wird, nutzten im Februar 2001 in Deutschland inzwischen 24 Millionen Menschen das Internet. Das sind 46% der Bundesbürger zwischen 14 und 69 Jahren. In folgender Abbildung ist die Entwicklung der Internetnutzer in Deutschland seit Februar 1998 dargestellt.
25 20 15 10 5 0 Feb 98 Aug 98 Feb 99 Aug 99 Feb 00 Aug 00 Feb 01
Abb.2: Entwicklung der Internet Nutzer in Deutschland (in Mio.) 1
Die Alterspyramide der deutschen Internet-Nutzerschaft ist in den letzten Jahren flacher geworden und nähert sich immer mehr an die Bevölkerung an. Das heißt, in den jüngeren Nutzergruppen sind Abnahmen und in den älteren Nutzergruppen sind kontinuierlich Steigerungsraten zu verzeichnen. Die folgende Graphik soll dieses verdeutlichen.
25 20 15 10 5 0 14-19 20-29 30-39 40-49 50-59 60 und älter
Abb.3: Entwicklung der Nutzung nach Altersgruppen (in Mio.) 2
Die Anzahl der Internet nutzenden Frauen ist ständig angestiegen und beträgt inzwischen 42% im Vergleich zu 29% im Februar 1998. Nach wie vor wird das Internet von besser
1 www.gfk.de (2001)
2 www.gfk.de (2001)
5
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Gebildeten und Verdienenden frequentiert, allerdings läßt sich eine Zunahme der niedrigeren Bildungs- und Einkommensklassen erkennen. Auch in diesen Bereichen gleicht sich die Verteilung immer mehr an die soziodemographischen Strukturen der Gesamtbevölkerung an.
Die Nutzung des Internet hat sich als Informations-, Kommunikations- und Transakt ionsmedium bei der deutschen Bevölkerung etabliert und entwickelt sich immer mehr zu einem Bestandteil des täglichen Lebens. Das Internet wird inzwischen durchschnittlich 63 Minuten pro Tag und 4,6 Tage pro Woche genutzt. Die folgende Graphik zeigt die Entwicklung der Nutzungsintensität.
20
15
10
5
0
Nutzer pro Woche Nutzer pro Tag
Abb. 4: Nutzungsintensität des Internets (in Mio.) 1
Die im Internet verbrachte Zeit wird hauptsächlich zum Senden und Empfangen von E-Mails, zum Nutzen von Suchmaschinen, zum Informieren über CD’s und Musik, zum Onlinebanking sowie zum Abrufen von Nachrichten, Computer- und Wirtschaftsinformationen genutzt. 2
1.3. Begriffsklärung und Notwendigkeit für Site-Promotion
Site-Promotion ist ein Fachausdruck, der immer häufiger in der Online-Welt verwendet wird und zugleich für jede Website und deren Erfolgsziele an enormer Bedeutung g ewinnt. Unter diesem Begriff versteht man die Förderung und Bekanntmachung einer Internetpräsenz. Hiermit ist jede gezielte Maßnahme gemeint, die ein Webangebot bekannt macht. Das Ziel ist eine Steigerung an möglichst vielen, qualifizierten Besuchern. Man kann auch sagen „Site-Promotion sind alle Maßnahmen, die dem Zweck dienen, eine Website bekannt zu machen.“ 3 Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Zugriffszahlen einer Website zu erhöhen. Diese sollen in den folgenden Kapiteln dargestellt werden.
1 www.gfk.de (2001)
2 www.gfk.de (2001)
3 Fritz, W. (2000), S. 126
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Site-Promotion für die Bertrandt Homepage
Grund für die Notwendigkeit der Site-Promotion ist, daß die Anzahl der Seiten im Internet sehr viel stärker als die der Nutzer wächst. Folgende Abbildung soll dies unterstreichen.
4.000.000
3.000.000 2.000.000 1.000.000
Abb.5: Entwicklung der Anzahl der deutschen Domains 1
Im April 2001 waren bereits 4,3 Millionen d eutsche Domains registriert, und täglich kommen 4000 bis 8000 neue hinzu. 2 Statistisch gesehen nimmt die Anzahl der Nutzer pro Seite beständig ab und beträgt momentan nur noch fünf pro Seite. Außerdem konzentrieren sich immer mehr Nutzer auf immer weniger, großen Seiten. Daher muß mit den Mitteln der Site-Promotion um die Gunst der Internetnutzer gekämpft werden.
2. Offline Promotion
Unter Offline Promotion versteht man sämtliche Maßnahmen, die außerhalb des Internet darauf ausgerichtet sind, eine Seite bekannt zu machen. Die Hauptzielsetzung hierbei ist es, die Webadresse zu kommunizieren. „Nach Möglichkeit sollte auf das eigene Online-Engagement in der gesamten Palette der Unternehmenskommunikation hingewiesen werden.“ 3 Durch Hinweise auf die eigene Internet Präsenz über die klassischen Marketingkanäle werden auch Personenkreise angesprochen, die sich nicht in der digitalen Welt aufhalten oder durch reine Online Promotion nicht erreicht werden können.
2.1. Geschäfts- und Produktunterlagen
Auf allen Geschäftsunterlagen, die das Unternehmen verlassen, sollte gut sichtbar auf die eigene Webseite sowie die E -Mail Adresse hingewiesen werden. Beide Adressen sollten überall dort stehen, wo die normale Anschrift des Unternehmens bereits auftaucht: Auf Visitenkarten, Briefbögen, Rechnungen, Unternehmensbroschüren und Kundenzeitschriften. Letztere sind von besonderer Bedeutung, da sie sich an vorhandene Interessenten und Kunden richten. Des weiteren eignen sich auch Werbemittel wie Blöcke, Kugelschrei-
1 www.denic.de(2001)
2 www.denic.de (2001)
3 Oenicke, J. (1996), S. 136
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Arbeit zitieren:
Alexander Eckermann, 2001, Site-Promotion für eine Homepage, München, GRIN Verlag GmbH
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