Zero-Base-Budgeting
von: Danilo Jahnke
Inhaltsverzeichnis
2. Vorwort 2
3. Überblick Budgetierung 3
4. Historische Entwicklung Zero-Base-Budgeting 5
5. Überblick Zero-Base-Budgeting 7
6. Gemeinkosten 8
6. 1. Gründe steigender Gemeinkosten 10
6. 2. Gemeinkostenplanung und -analyse 13
6. 3. Gemeinkostenwertanalyse 13
6. 4. Kosten-Nutzen-Analyse 14
7. Rahmenbedingungen Zero-Base-Budgeting 16
7. 1. Ablaufschritte Zero-Base-Budgeting 18
7. 2. Durchführung Zero-Base-Budgeting 18
8. Anwendungsbeispiel 24
8. 1. Problemstellung 24
8. 2. Problemlösung in 9 Schritten 25
9. Bedeutung des Zero-Base-Budgeting in mittelständischen Unternehmen 39
10. Vor- und Nachteile des Zero-Base-Budgeting 40
11. Nachwort 41
12. Literatur- und Quellenverzeichnis 42
13. Prüfungsvermerk 43
2. Vorwort
Die derzeitige Wettbewerbssituation, mit denen sich die Unternehmen auseinandersetzen, ist durch zunehmende Globalisierung der Wirtschaftsräume und Internationalisierung der Märkte, geringes Wirtschaftswachstum bzw. -stagnation und starken Preiswettbewerb gekennzeichnet. Mittelständische Unternehmen haben durch diese Einflüsse erhöhte Schwierigkeiten sich auf die veränderte Situation einzustellen, um dem starken Druck der Konkurrenz standzuhalten. Das Controlling wird in der Praxis meist in mittelständischen Unternehmen vernachlässigt. Doch auch in diesen Unternehmensbereichen ist es als Entscheidungsvorbereitung und als Unterstützung sehr wichtig, um tägliche Geschäftsprozesse zu vereinfachen und zukunftsorientiert planen zu können.
In der vorliegenden Hausarbeit wird der Themenkreis des Zero-Base-Budgeting aus dem Bereich des Controllings vertieft und an einem Praxisbeispiel erläutert. Nach einer Grundlage nschaffung über das allgemeine Budgeting und über die Gemeinkosten, führen diese Erkenntnisse zum Zero-Base-Budgeting. Weiterhin wird untersucht, ob eine Anwendung dieser speziellen Budgetierungsart in mittelständischen Unternehmen von Bedeutung ist.
3. Überblick - Budgetierung
Budgetierung ist ein zentrales Instrument in dem Bereich des operativen Controllings. Einer organisatorischen Einheit wird ein bestimmtes Volumen an finanziellen Mitteln zur Verfügung gestellt, um übertragene Aufgaben zu erfüllen. Die Budgetierung bezieht sich auf das nächste Wirtschaftsjahr. 1 Für das zu untersuchende Wirtschaftsjahr wird eine Planvorstellung entwickelt, um Entsche idungsprozesse für die Unternehmensführung zu erleichtern. Konzipierte Ziele helfen dem Unternehmen seine Aktivitäten so auszurichten, dass die Kapazitäten effektiv eingesetzt werden können, um die zuvor erarbeiteten Ziele zu erreichen. Einen wichtigen Aspekt dieser planerischen Aktivitäten stellt die Budgetierung dar. Sie gilt als Vorausschau künftiger Unternehmensentwicklungen in Form von Zahlen. 2 Budgetierung wird auch als Vermittlungsinstanz zwischen Absatzplan und Planbilanz bezeichnet. Sie schafft Voraussetzungen, um marktorientierte und finanzwirtschaftliche Ziele zu erreichen. Eine individuelle Gestaltung für jedes Unternehmen ist unabdingbar. 3 Budgetierungsinstrumente sind die folgenden:
- Absatzplan
- Planbilanz
- Planerfolgsrechung
- Finanzplan
- Zahlungsbereitschaftsbudget
Das Ergebnis der Budgetierung ist das Budget.
Das Budget ist gekennzeichnet durch nachstehende Merkmale:
- Orientierungsfunktion für das Management
- bietet Rahmen für Entscheidungsspielräume und -aufträge für das Management
- Motivationsfunktion zur Budgeterfüllung
- Leitlinie zur Leistungsbewertung und -messung
- regelt finanzielle Kompetenzen einzelner Instanzen
- Mittel zur Erreichung der Unternehmensziele 4
Das Budget ist eine Entscheidungseinheit für eine bestimmte Zeitperiode mit einem bestimmten Verbindlichkeitsgrad. Durch die Vorgabefunktion des Budgets kann der Erfolgsbeitrag eines jeden Bereichs kenntlich gemacht werden. 5 In diesem traditionellen Budgetierungsverfahren wird die Wirtschaftlichkeit der einzelnen Aktivitäten nicht erfasst. Weiterhin werden meist keine laufenden Tätigkeiten reduziert, um Platz für neue zu schaffen. 6
In der traditionellen Budgetierung liegt die Dominanz somit in alten Aufgaben. Zero-Base- Budgeting ist eine Weiterentwicklung der konventionellen Budgetierung. Es durchleuchtet alle Unternehmenstätigkeiten nach Nutzen- und Kostenaspekten und kann infolgedessen auch nicht fortlaufend, wie die herkömmliche Budgetierung, sondern nur in unregelmäßigen Zeitabständen angewandt werden. 7 Durch den kurzfristigen Charakter kann die traditionelle Budgetierung nicht als Zielvorgabe verwendet werden. Weiterhin wird eine zu hohe Budgetsumme „aus dem üblichen etatmäßigen Denken heraus“ auch verbraucht.
4. Historische Entwicklung Zero-Base-Budgeting
[...]
1 vgl. Graumann 2003, S. 328
2 vgl. Holl 1984, S. 1 Teil 6, Kapitel 3.5
3 vgl. Preißner 2003, S. 141
4 vgl. Holl 1984, S. 1 Teil 6, Kapitel 3.5
5 vgl. Horváth und Reichmann 1993, S. 87
6 vgl. Bramsemann 1990, S. 332
7 vgl. Graumann 2003, S. 330
Arbeit zitieren:
Danilo Jahnke, Mandy Assmann, Claudia Holm, Diana Braun, Jana Nehmzow, 2004, Zero-Base-Budgeting, München, GRIN Verlag GmbH
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