Inhaltsangabe
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Einleitung 3
1. Die Entstehung der Neoklassik 3
1.1 Von der Klassik zur Neoklassik 3
1.2 Jean-Baptiste Say 5
1.2.1 Biographie 5
1.2.2 Hauptwerke 6
1.2.3 Zentrale Gedanken 6
1.3 Leon Walras 8
1.3.1 Biographie und Werke 9
1.3.2 Zentrale Gedanken 10
2. Der neoklassische Arbeitsmarkt 12
2.1 Arbeitsangebot der Haushalte 12
2.2 Die Arbeitsnachfrage der Unternehmen 13
2.2.1 Kurzfristige Arbeitsnachfrage 13
2.2.2 Langfristige Arbeitsnachfrage 14
2.3 Zusammenhang von Arbeitsangebot und nachfrage 15
2.4 Kritik der Arbeitslosigkeit 16
3. Das neoklassische Totalmodell 17
3.1 Produktionsfunktion 17
3.2 Arbeitsmarkt 18
3.3 Kapitalmarkt 18
3.4 Geldmarkt 19
3.5 Nominallohnbestimmung 19
4. Allgemeine wirtschaftspolitische Schlussfolgerungen 19
4.1 Praktische Anwendung: Migration 20
4.2 Praktische A nwendung: technischer Fortschritt 21
4.3 Praktische Anwendung: Studiengebühren 22
Literaturangabe 23
Einleitung
In dieser Hausarbeit wird der neoklassische Arbeitsmarkt als Teil des neoklassischen Totalmodells beschrieben. Zunächst erläutere ich die geschichtlichen Hintergründe in der Abgrenzung zur Klassik. Des weiteren werden Hauptvertreter der Neoklassik, sowie deren Grundgedanken ausführlich beschrieben, um dem Leser ein umfassendes Bild über den neoklassischen Arbeitsmarkt zu liefern. Es stellt sich die Frage, in wie weit ist dieser ökonomische Ansatz auch heute noch relevant? Aktuelle wirtschaftspolitische Themen werden anhand des Modells dargelegt, um so die wirtschaftspolitischen Schlussfolgerungen nach der neoklassischen Theorie zu erklären. Anmerkung: Bei meinen Ausführungen habe ich von mathematischen oder graphischen Darstellungen abgesehen.
1. Die Entstehung der Neoklassik
1.1 Von der Klassik zur Neoklassik
Der Umschwung vom klassischen zum neoklassischen Zeitalter fand um 1870 statt. Um die Entstehung der Neoklassik geschichtlich darzustellen, gehe ich in dieser Arbeit auf zwei prägende Ökonomen näher ein: Jean-Baptiste Say (Saysche Theorem), sowie Léon Walras (Walras’ Gesetz). Der Brite William Stanley Jevons (1835-1882), der Österreicher Carl Menger (1840-1921) und der Cambridger Professor Fred Marshall (1842-1924) zählen ebenfalls zu den wichtigsten Autoren der neoklassischen Periode.
Diese Ökonomen kamen unabhängig von einander zu ähnlichen Erkenntnissen: Der Wert eines G utes beruht nicht auf objektiven Maßstäben, er hängt von subjekt iven Nutzenvorstellungen – speziell vom Grenznutzen ab.
Man spricht von einer Marginalen Revolution. Marginal bedeutet „auf dem Rand stehend“. In der Neoklassik steht Marginalismus als
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Oberbegriff für die Grenzbetrachtungen, wie Grenzkosten und Grenznutzen. Grenznutzen bedeutet, der auf den Verbrauch einer letzten kleinen Gütereinheit entfallene Nutzten . Die frühen Neoklassiker gingen davon aus, dass der Preis, den die Nachfrager für ein bestimmtes Gut zu zahlen bereit seien (zugleich sein Marktpreis), durch den Grenznutzen dieses Gutes determiniert wird, während die Klassiker den Wert eines Gutes durch die Kosten seiner Produktion bestimmten. Es kam zu einem Paradigmenwechsel von der objektiv ern Wertlehre zur subjektiven Wertlehre.
Die Klassische Theorie war eher makroökonomisch angelegt, sie befasste sich mehr mit dem Verhalten ganzer Bevölkerungsgruppen (Kapitalisten, Grundeigentümer und Arbeiter), dagegen stellte die Neoklassik ein „universelles Individuum“ in den Mittelpunkt ihrer Analyse (keine Einteilung mehr nach Klassen). Der Wirtschaftsprozess wurde nun mikroökonomisch, also ausgehend vom individuellen Verhalten, beschrieben (maximierendes Verhalten von Nutzen, Gewinn). Betrachtete die Klassik das volkswirtschaftliche Geschehen im Zeitablauf, also die Gesetzmäßigkeiten des langfristigen Wachstums (dynamische Analyse), so griff die Neoklassik einen Zeitpunkt heraus und analysierte die Allokation in diesem Zeitpunkt (statische Analyse). Das Hauptinteresse verlagerte sich von der Wachstums- zur Preistheorie. Eine weitere geänderte Betrachtungsweise ist die sogenannte Gleichgewichtsbetrachtung, vom Haushaltsgleichgewicht im
Nutzenmaximum Gewinnmaximum zum Marktgleichgewicht für ein Gut bzw. einen Faktor bis zum allgemeinen Gleichgewicht für die gesamte Wirtschaft. Geschichtlich gesehen endet die Neoklassik mit dem Ausbruch des ersten Weltkrieges, spätestens um die Mitte der dreißiger Jahre. Doch ihre Gedanken, Ideen und Theorien sind bis heute relevant für wirtschaftstheoretische Betrachtungen. Die Neoklassische Analysetechnik ist bis heute dominierend in der Wirtschaftstheorie.
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1.2 Jean-Baptiste Say
Jean-Baptiste Say von Beruf Kaufmann und Wirtschaftswissenschaftler gilt mit seinen Gedanken als Vorläufer für die Neoklassik. Er selbst hat in der Zeit der Klassik (1767 - 1832) gelebt.
1.2.1 Biographie
Jean-Baptiste Say wurde als Sohn eines protestantischen Kaufmanns am 05.01.1767 in Lyon geboren. Seine erste Ausbildung geschah zugleich im Geiste der Aufklärung, als auch als Lehrling im elterlichen Geschäft. Eine weitere kaufmännische Ausbildung erhielt er in London, wo er die Anfänge der industriellen Entwicklung miterlebte. 1792, zurück in Frankreich, arbeitete er in verschiedenen kaufmännischen Bereichen, war Herausgeber einer Zeitschrift und begann mit eigenen wissenschaftlichen und publizistischen Tätigkeiten. Grundlage für seine wissenschaftlichen Arbeiten war das Werk von Adam Smith Wealth of Nation. 1799 verdiente er den Lebensunterhalt für seine Familie in der Wirtschaft als Mitunternehmer in der Baumvollspinnerei. Er lehnte ein ihm angebotenes Staatsamt unter der Herrschaft Napoleons ab. So wurden Says Werke durch Napoleons Zensur zunächst verhindert. Das Hauptwerk Says, Traité d’économie politique erschien 1803 und machte ihn in ganz Europa bekannt. 1815, nach Napoleons Sturz, begab sich Say im Namen der Regierung nach England und studierte das englische Wirtschaftssystem.
1819 erhielt er einen neugeschaffenen Lehrstuhl über „Economie industrielle“ am Conservatoire des Arts et Métiers. 1830 wurde er in das Collège de France berufen. Er starb am 15.11.1832 in Paris. 1
1.2.2 Hauptwerke 2
1 Vgl.: Starbatty: Jean-Baptiste Say. In: Klassiker des ökonomischen Denkens, Band 1, Verlag
C.H. Beck, München 1989, Seite 172-173
5
1803 Traité d’économie politique 1815 Catéchisme d’économie politique 1829 Cours complet d’économie politique practique 1820 Lettres à M. Malthus sur différents sujects d’économie politique
1.2.3 Zentrale Gedanken
Jean-Baptiste Say war einer der großen Ökonomen, dessen Grundgedanken auch für die heutige Wirtschaft noch relevant sind. Er stand in Enger Beratung mit anderen ökonomischen Vertretern der Klassik, wie David Ricardo (1772-1823), der ihn während seiner Studienreise in England empfing und Thomas R. Malthus (1766-1834), zu dem er während seiner Zeit am Collège starken Briefkontakt hegte. Seine Grundhaltung wird als liberal und humanistisch bezeichnet. Er steht sowohl dem Staat, als auch der Kirche mit ihren Dogmen eher ablehnend gegenüber (ähnlich wie Smith). Ihm wird vorgeworfen, dass er alles nur vom Standpunkt des Kaufmanns aus betrachtet. 3 Say gilt mit seinen Ideen als Vorläufer der Neoklassik. Am bekanntesten ist wohl das Saysche Theorem (Theorem = abgeleitetes Gesetz), einer der zentralen Lehrsätze Klassisch-Neoklassischer Ökonomie. „Jedes Angebot schafft sich selbst seine Nachfrage. Denn durch die Ausweitung der Produktion entstehen zusätzliche Faktoreinkommen, die von den Empfängern zur Güternachfrage verwendet werden.“ 4 Erklärung: niemand plant zu produzieren, der nicht gleichzeitig plant, das dadurch erzielte Einkommen irgendwie zu verwenden. Wegen der simultanen Planung von Angebot und Nachfrage können diese gesamtwirtschaftlichen Größen nicht voneinander abweichen. Say hat die Gedanken von Adam Smith aufgegriffen und weitergeführt. „Es ist nicht die Arbeit allein, die als Produktionsfaktor
2 Vgl.: Starbatty: Jean-Baptiste Say. In: Klassiker des ökonomischen Denkens, Band 1, Verlag C.H. Beck, München 1989, Seite 173 3 Vgl.: ebd., Seite 172 -176 4 Siehe: Felderer, Homurg: Das Saysche Theorem. In: Makroökonomik und neue Makroökonomik, 6. Auflage, Springer-Verlag, 1994, Seite 84
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Arbeit zitieren:
Nancy Hoeven, 2004, Neoklassischer Arbeitsmarkt, München, GRIN Verlag GmbH
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