Inhaltsangabe:
1. Einleitung
2. Definition des Begriffes Aggression
3. Aggressionstheorien
3.1. Triebtheorie
3.1.1 Instinktmodell nach Lorenz
3.1.2 Dualistisches Triebmodell
3.2. Frustrationstheorie
3.3 Lerntheorie
3.3.1 Lernen am Erfolg
3.3.2 Lernen am Modell
3.4. Genetisch - Soziale Theorie
4. Tatort Schule
4.1 Aggressionsformen an der Schule
4.2 Bedingungsfaktoren für Gewalt an der Schule
4.2.1 Die Schulart
4.2.2 Die Leitung
4.2.3 Das Geschlecht
5. Prävention
6. Fazit
7. Literaturverzeichnis
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1. Einleitung
Aggression ist eine Alltagserscheinung, die in den unterschiedlichsten Situationen vorherrscht. Ein langer nicht besonders beachteter Ort, in der sie ebenfalls vorkommt, ist die Schule. Doch immer häufiger und immer brutaler, so scheint es, kommt aggressives Verhalten in der Schule vor. Aufsehen in der Öffentlichkeit sorgen vor allem große Ereignisse, wie das Blutbad an einer Erfurter Schule. Doch kommt zum Glück diese extreme Ausprägung von Gewalt an einer Schule sehr selten vor. Lehrer hingegen beklagen schon seit längerer Zeit immer häufiger Aggressionsverhalten von Seiten der Schüler, die weniger nach außen wirken, dafür innerhalb der Schule den Alltag mehr und mehr beeinflussen.
Ein Grund sich mit diesem Thema zu beschäftigen. Meine empirisch -analytisch angelegte Hausarbeit befasst sich deswegen mit dem Thema Aggression an Schulen, wobei sich der Schwerpunkt weniger mit der Frage beschäftigt, warum gerade jetzt Gewalt häufiger vorkommt oder welche Ausprägungen es gibt. Der Schwerpunkt meiner Hausarbeit lie gt auf den theoretischen Ansätzen, wie Aggression zu Stande kommt, welche Faktoren diese begünstigen und welche Präventionsmöglichkeiten es gibt.
2. Definition Schul- und Leistungsangst
Bevor ich mit den Theorien beginne, möchte ich erst einmal den Begriff „Aggression“ definieren. Dies ist deswegen nicht einfach, weil sich zwar jeder unter dem Begriff so etwa das selbe vorstellt und es dennoch Unterschiede gibt. Wo beginnt Aggression und wo hört sie auf? Wann wird aus Aggression Gewalt oder sind die Begriffe identisch?
,, Aggression kann allgemein als ein Verhalten definiert werden, das darauf ausgerichtet ist, jemand anderen direkt oder indirekt zu schädigen, wobei die Schädigungsabsicht auch auf verschiedene Objekte ausgedehnt werden kann. " (Petermann, 1992).
Aggressives Verhalten ist also auf jeden Fall zum Schaden einer anderen Person aus ist. Dies muss nicht unbedingt physische, sondern kann durchaus auch psychische Gewalt darstellen. Die Begriffe „Gewalt“ und „Aggression“ sind eng miteinander verbunden. Gewalt ohne Aggression gibt es nicht, weswegen in meiner Hausarbeit beide Begriffe gleichzusetzen sind.
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3. Aggressionstheorien
Dies ist der Hauptteil meiner Arbeit. Im Laufe der Zeit haben sich vier Theorien herausgebildet, die zwar immer wieder verändert wurden, aber trotzdem noch heute im Bezug auf Gewalt als die gängigen Theorien gelten.
Die vier Ansätze kommen aus den unterschiedlichsten Fachrichtungen. Die Triebtheorie aus der Biologie, die Frustrations- und die Lerntheorie aus der Psychologie und der Pädagogik und die genetisch-soziale Theorieansatz versucht beide Komponenten zu vereinen und ist so in allen Fachrichtungen beheimatet.
3.1. Die Triebtheorie
Die Hauptvertreter dieser Theorie sind Konrad Lorenz und Sigmund Freud. Sie führen aggressives Verhalten des Menschen auf einen spezifisch biologisch bedingten Trieb zurück.
3.1.1. Das Instinkt Modell
Lorenz ging in seiner Theorie davon aus, dass Aggression ein endogener, also im Menschen eigenständiger Antrieb ist und somit dem Instinkt eines Tieres gleichkommt. Da dieser Instinkt rein endogen ist, braucht es keinerlei zusätzlicher Umwelteinflüsse um ihn aktivieren. Der Antrieb führt zu einer steigenden Aggressionsbereitschaft und wird meistens durch ein Schlüsselereignis ausgelöst. Es kommt zu einer Reaktion, welche meist aus Gewalt besteht. Um so höher die Aggressionsbereitschaft, um so kleiner muss der Schlüsselreiz sein. Die Aggressionen können jedoch durch Umwelteinflüsse, wie zum Beispiel das Lernen oder die Erziehung vermindert oder auch verstärkt werden. Lorenz ging davon aus, dass dieser endogene Instinkt bei einem Tier zur Arterhaltung dient, beim Menschen jedoch mutierte er im Laufe der Evolution zu einem Trieb mit sehr negativen Fehlfunktionen. Durch die Annahme, dass Aggression ein endogener Antrieb ist, wird im Instinkt Modell der Menschen aus seiner Selbstverantwortung entlassen, d.h.: der Mensch kann für sein aggressives Verhalten nicht selbst zur Verantwortung gezogen werden. (vgl. Lorenz 1983)
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Arbeit zitieren:
Ulrich Ramp, 2003, Aggressionen in der Schule, München, GRIN Verlag GmbH
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