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Hausarbeit Betriebswirtschaftslehre Patrick Clausius
Inhalt :
1 GRÜNDE FÜR DIE AUSGABE NEUER AKTIEN. 4
1.1 KAPITALBESCHAFFUNG DURCH KREDITAUFNAHME 4
1.2 KAPITALERHÖHUNG DURCH AUSGABE NEUER AKTIEN 5
2 VORZUGSAKTIEN 6
2.1 VORZÜGE. 8
2.1.1 Limitierte Vorzugsdividende 8
2.1.2 Prioritätischer Dividendenanspruch
in Verbindung mit einer Gleichverteilungsregel 9
2.1.3 Prioritätischer Dividendenanspruch
in Verbindung mit einer generellen Überdividende 10
2.1.4 Stimmrechtsvorzugsaktien 10
2.2 AUSFALL VON DIVIDENDENZAHLUNGEN 11
3 FAZIT UND AUSBLICK. 12
4 LITERATURHINWEISE. 15
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Gründe für die Ausgabe neuer Aktien 1
Aufgrund von Investitionen zur Erweiterung oder Aufrechterhaltung der Leistungsbereitschaft oder aus Gründen mangelnder Liquidität, um zum Beispiel Gläubiger zu befriedigen, benötigen Unternehmungen Kapital. Investitionen und Kreditrückzahlungen sind mit Auszahlungen verbunden. Sind nicht genügend Kapitalreserven vorhanden so muss neues Kapital aufgenommen werden.
Unternehmungen haben grundsätzlich drei Möglichkeiten neues Kapital aufzunehmen. Sie können das Eigenkapital durch die Aufstockung der Gesellschafteranteile oder durch die Aufnahme von neuen Gesellschaftern erhöhen. Weiterhin haben sie die Möglichkeit Fremdkapital in Form von Krediten aufzunehmen. Haben die Gesellschafter jedoch nicht ausreichende finanzielle Mittel zur Erhöhung ihrer Einlagen zur Verfügung, bleibt ihnen neben der Neuverschuldung nur noch die Suche nach neuen Investoren.
Diese verfolgen die unterschiedlichsten Ziele bei der Mehrung ihres Kapitals und legen entsprechende Schwerpunkte. Diese können hohe Renditen, Wertsteigerungen der Anteile oder Kontroll- und Einflussmöglichkeiten sein 1 . Um Investoren zu animieren Geld in das eigene Unternehmen zu investieren, muß das Finanzmanagement den Erwartungen der Geldgeber entgegenkommen.
Inwieweit dies jedoch sein muss, hängt natürlich von den Anlageinteressenten und auch von alternativen Anlagemöglichkeiten ab.
1.1 Kapitalbeschaffung durch Kreditaufnahme
Die Kapitalbeschaffung durch die Aufnahme neuer Krediten ist eine relativ einfache Methode, neues Geld der Unternehmung zufließen zu lassen. Kredite
sind jedoch mit einer zwingenden Zins- und Tilgungszahlung verbunden. Diese müssen auch dann geleistet werden, wenn ein Verlust erwirtschaftet wird. Weiterhin vergeben Banken oftmals nur zusätzliche Kredite, wenn die Hauptaktionäre ebenfalls das Stammkapital, und damit die Haftungsmasse erhöhen. Haben diese jedoch nicht die nötigen Mittel zur Verfügung bleibt nur die Aufnahme neuer Gesellschafter um diese Forderung zu erfüllen.
Ein klarer Vorteil des Bankkredites im Gegensatz zur Ausgabe von neuen Aktien ist jedoch die steuerliche Abzugsfähigkeit der Zinsen. Zinszahlungen stellen Aufwände dar und belasten den Gewinn vor Steuern, während Dividenden vom versteuerten Gewinn gezahlt werden.
1.2 Kapitalerhöhung durch Ausgabe neuer Aktien
Unternehmen haben neben der Aufnahme von Fremdkapital die Möglichkeit, das Eigenkapital durch die Aufnahme neuer Gesellschafter zu erhöhen. Emissionsfähige Unternehmen, also Aktiengesellschaften, erreichen dies durch die Ausgabe junger Aktien. Dies können Stamm- und oder Vorzugsaktien sein.
Als ein Problem könnte sich hier jedoch der Börsenkurs erweisen. Liegt der Kurs der Aktie, zum Beispiel aufgrund der wirtschaftlichen Lage des Unternehmens, unterhalb des Nennwertes so ist eine Ausgabe von neuen Aktien nicht möglich. Denn neue Aktien zu einem Preis über dem aktuellen Kurswert finden keine Abnehmer und eine Ausgabe unterhalb des Nennwertes lässt das Aktiengesetz nicht zu.
Ein weiteres Problem können die Stimmrechte der neuen Aktionäre in der Hauptversammlung darstellen. Sie könnten mit ihrem Stimmrecht Unternehmensentscheidungen beeinflussen.
Insbesondere Familienunternehmen schätzen die Trennung von Kapital und Stimmrecht aus Furcht vor dem Zusammenschluss externer Investoren, welcher zur Schwächung des Familieneinflusses führen könnte 2 .
Will die Geschäftsleitung den Kurs der Unternehmung traditionsgemäß weiterführen, ohne von dem Willen neuer Gesellschafter abhängig zu sein, ist dies mit der Ausgabe von stimmfähigen Stammaktien nicht möglich.
Eine Lösung für beide Probleme kann die Ausgabe von Vorzugsaktien sein. Ausgestattet mit, für den Investor, attraktiven Vorzüge n könnten sie auf dem Markt einen Kurs oberhalb des Nennwerts erzielen. Weiterhin ist bei Vorzugsaktien durch die Ausstattung mit Vorzügen ein Entzug des Stimmrechts in der Hauptversammlung möglich. Dadurch ist eine Einflussnahme in Unternehmensentscheidungen von Seiten der neuen Aktionäre nicht möglich.
Hier soll im weiteren die Möglichkeit der Kapitalerhöhung durch Ausgabe von stimmrechtslosen Vorzugsaktien dargestellt werden.
Vorzugsaktien 2
Neben den Stammaktien lässt das Aktiengesetz auch Vorzugsaktien zu. Vorzugsaktien sind mit Vorzügen gegenüber den Stammaktien, in der Regel im Bezug auf die Gewinnbeteiligung und oder dem Anspruch auf den Liquidationserlös bei einer Liquidation einer Unternehmung, ausgestattet.
Letzterer Vorzug ist jedoch nur von geringer Bedeutung, da er nur gegenüber den Stammaktionären gilt. Inhaber von Vorzugsaktien sind wie auch alle anderen Aktieninhaber Gesellschafter, also Miteigentümer der Unternehmung, damit sind ihre Forderungen gegenüber der Gesellschaft denen der Gläubiger nachrangig. Der Wert dieses Vorzugs ist empirisch nicht nachgewiesen. Interessanter sind für
Arbeit zitieren:
Patrick Clausius, 2003, Die Ausgabe von Vorzugsaktien aus Sicht des Finanzmanagements einer deutschen Aktiengesellschaft, München, GRIN Verlag GmbH
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