Der "Rational - Choice" Ansatz
von Nadine Wickert
Inhaltsverzeichnis
1. Allgemeine Einführung in die Theorie des "Rational - Choice" S. 3
2. Der "Rational - Choice" Ansatz nach Hartmut Esser S. 4
2.1 Vita und wichtigste Werke S. 4
2.2 Hartmut Esser und der "Rational - Choice" Ansatz S. 4
3. Der "Rational - Choice" Ansatz nach James Samuel Coleman S. 9
3.1 Vita und wichtigste Werke S. 9
3.2 James S. Coleman und der Rational - Choice" Ansatz;Ein Vergleich zu Hartmut Esser S. 9
4. Literaturverzeichnis S. 18
1. Allgemeine Einführung in die Theorie des "Rational - Choice"
"Unter diesem Etikett versammeln sich verschiedene Axiome der Mikroökonomie, der Spieltheorie und der Theorie öffentlicher Güter, mit deren Hilfe Ereignisse auf intentionale Handlungen individueller und kollektiver Akteure zurückgeführt werden."
Der "Rational - Choice" - Ansatz, auch Wahlhandlungstheorie genannt, entstand in den 80er Jahren, wobei man den Ansatz nicht auf einen Hauptvertreter festlegen, sondern als ein pluralistisch entstandenes Gebilde sehen sollte.
"Rational - Choice" baut sowohl auf den Utilitarismus, den Behaviorismus und die Lerntheorien, als auch auf die Grundlagen der Ökonomie auf. Es handelt sich also um eine individualistische Theorie, wobei Individualismus in der Soziologie nicht als ideologische oder politische Vorstellung, sondern als methodisches Prinzip verstanden wird. Ziel der Untersuchung ist das Verhalten von Individuen. Es wird davon ausgegangen, daß jeder Sachverhalt auf ein oder mehrere Individuen zurückgeht, so daß nun auch die Untersuchung des Mikrokosmos, und nicht länger nur die des Makrokosmos eine wichtige Rolle spielt.
Immer wiederkehrend im Individualismus ist der Begriff der Nutzenmaximierung: Jeder Mensch verhält sich so, daß er durch möglichst geringen Einsatz (auch "Kosten" genannt) einen möglichst großen Gewinn (auch "Nutzen" genannt) erhält. Das gesamte menschliche Verhalten ist durch diese Nutzenmaximierung und Kostenminimierung geprägt.
Im Vergleich zu den vorangegangenen individualistischen Theorien (wie z.B. Behaviorismus und Utilitarismus) leistet der "Rational -Choice" - Ansatz einige wesentliche Unterschiede. Der Mensch wird in der Theorie der rationalen Wahl "nicht nur zu einem ausschließlich reagierenden und rational abwägenden Wesen" gemacht. Auch seine "menschlichen Züge", seine Erwartungen, Entscheidungen und Einschätzungen werden Gegenstand der Untersuchung. Bislang weniger berücksichtigte Themen wie Solidarität, übereifriges und pflichtbewußtes Verhalten oder Handeln entgegen der objektiven Rationalität gewinnen an Bedeutung.
Allerdings wird der Mensch auch im "Rational - Choice" - Ansatz als zentral durch Nutzenmaximierung geprägt verstanden.
Im folgenden möchte ich die Wahlhandlungstheorie nach Gesichtspunkten der Vertreter Hartmut Esser und James Samuel Coleman untersuchen, wobei ich die Werke "Alltagshandeln und Verstehen" (Hartmut Esser 1991) und "Grundlagen der Sozialtheorie, Band 1" (James S. Coleman 1991/1992) zu Rate gezogen habe.
2. Der "Rational - Choice" - Ansatz nach Hartmut Esser
2.1 Vita
Esser wurde insbesondere durch René König beeinflußt und vertritt einen institutionellen Individualismus; eigene Forschung erbrachte er zur Eingliederung ausländischer Arbeitnehmer, soziale Voraussetzungen des technischen Fortschritts, Gemeindeesoziologie, usw.
[...]
Arbeit zitieren:
Nadine Wickert, 1998, Der Rational-Choice-Ansatz, München, GRIN Verlag GmbH
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