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Phlm 23-24). (3) In beiden Briefen ist vom Dienst des Archippus die Rede (Kol 4,17; Phlm 2). (4) In beiden Briefen wird der Sklave Onesimus erwähnt (Kol 4, 9; Phlm 10).“ Auch der Gedankengang ist an verschiedenen Stellen in den beiden Briefen Kolosser und Philimon von gleicher Art.
2. Zeit und Ort der Abfassung
Paulus befand sich zur Zeit der Entstehung des Briefes in Gefangenschaft das geht aus (4, 18
b) hervor. Nach (4,18) wurde der Brief sehr wahrscheinlich von Paulus seinen Mitarbeitern diktiert, wo er noch einen Persönlichen Gruß mit seiner Hand hinzufügt. Wahrscheinlich entstand der Brief während der ersten Gefangenschaft in Rom, was aber aus dem Kolosserbrief selbst nicht zu e ntnehmen ist. Um das zu sehen muß man weitere Gefangenschaftsbriefe heranziehen. Ausdrücke wie in (4,18; Eph. 6,19-20; Phil 4,22) „die aus des Kaisers Haus grüßen euch“ usw. führen auf seinen Umstand zurück das Paulus sich am Hof des Kaisers an einen Soldaten gekettet befand. Entscheidend für seine römische Gefangenschaft ist das er die Freiheit hatte das Evangelium zu verkündigen. Es läßt sich vermuten das Paulus diesen Brief kurz nach seiner Ankunft in Rom geschrieben hat, dafür gibt es zwei Gründe: 1. Er sagt kein Wort über seinen Prozeß, während er im Philiperbrief schreibt das er Hofft das die Gerichtsverhandlungen bald zu einem gutem Abschluß kommen werden (Phil. 1,23-25). 2. Befinden sich Aristarchus und Lukas immer noch bei im (4,10.14), die in von Palestina nach Rom begleitet hatten (Apg. 27,1-2). Demnach liegt das Datum der Abfassung eher am Anfang der Gefangenschaft in Rom und das heißt gegen das Ende des Jahres 59 n. Chr. oder zum Anfang des Jahres 60 n. Chr.
3. Umstände des Verfassers
Während der Zeit der Abfassung des Briefes, befand Paulus sich in einer zweijährigen Gefangenschaft in Rom. Weil er sich ihm Philimonbrief 1,9 als „Gefangener Jesu Christi“ bezeichnet. Auch der Epheserbrief enthält hinweise darauf. Wie schon erwähnt war das seine erste Gefangenschaft wo er zwei Jahre bleiben mußte.
4. Empfänger
Empfänger wahr die Gemeinde in Kolossä das geht aus (1,2) eindeutig hervor. Kolossä lag im Lykustal das etwa 160 km östlich vom kleinasiatischen Ephesus war. Paulus hatte die Stadt
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nie Persönlich besucht da er die Leser nicht Persönlich kennt, denn er spricht davon das sie ihn „nicht von Angesicht gesehen haben“ (1,4). Die Gemeinde war wahrscheinlich während seines Aufenthaltes in Asien christianisert, wahrscheinlich durch den Aufent halt von Thimoteus und Epaphras die zu dieser Zeit umherreisten.
Über die „gläubige Brüder in Christo“ gibt uns die Stelle in (4,13.15-16) Aufschluß. Es geht dort um die Gemeinden in Laodizea und Hierpolis, die vorwiegend aus Heidenchristen bestanden (1,21. 27; 2,13) aber auch eine Minorität von Juden (2,14. 16) aufweisen.
5. Umstände / Anlaß des Briefes
Die Stadt Kolossä befand sich an einer Handelsroute aus dem Osten, wo orientalische Religionen und auch Waren nach Rom befördert wurden. Daher gab es Leute in der Stadt die sich ziemlich mit diesen Religionen vermischt hatten. Die Einwohner der Stadt waren phygische Heiden (1, 13. 25-27; 3,6-7), deren religiöse Voraussetzungen waren sehr Emotional und mystisch. Sie begeisterten sich schnell für eine neue Philosophie oder der Mystik. Es gab viele Lehrer die, die Neugier der Menschen ausnutzten um ihre Lehren zu verbreiten. Zu ihren Lehrsätzen gehörte freiwillige Demut, wahrscheinlich durch asketische Praxis, die Anbetung der Engel, die vielleicht als Mittler zwischen Gott und Menschen angesehen wurden. Einhaltung von bestimmten Speisen und Tagen (2,8.11.14.16). Es handelte sich um eine Art Zusatz Religion die auf das System der Askese aufgebaut war und sich mit dem Namen der Philosophie deckte (2,8).
Wahrscheinlich führten die Irrlehren die in der Stadt Kolossä aufgetaucht wahren Paulus dazu den Brief zu schreiben. Es scheinen hier die Anfänge der Gnosis zu sein der sich dann ihm 5 Jahrhundert stark ausbreitete. Die Gnosis leugnete die Gottheit Christi. Diese Irrlehre scheint in der Gemeinde eingedrungen zu sein. Das führte Paulus ein Bekenntnis der Gottheit Jesu zu schreiben.
6. Absicht des Verfassers (Ziel und Zweck des Briefes)
Paulus wollte die Gemeinde in Kolossä über seine Lage in Kenntnis setzen und empfahl sich ihrer Fürbitte. Durch den Brief wollte Paulus unter anderem die Gottheit Jesu klar herausstellen und sie gegen die Häresie in Kolossä verteidigen (1,18; 2,9). Seine Absicht war es die Erlösung durch Jesus Christus zu betonen. Bei den Kolossern stand nämlich die gleiche Frage wie bei den Galatern; Erlösung durch Werke oder durch Glauben. Deshalb wollte er die Gemeinde dort zu größere Geistlicher Reife führen (1,28; 2,6-7).
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Paulus schrieb den Brief dadurch das Epaphras zu Paulus gekommen war und im von seiner Arbeit und dem zustand der Gemeinde in Kolossä berichtet hatte. Er nutzte die Gelegenheit und gab den Brief Tychikus der nach Kolossä ging mit (4,7-8) um den Kolosser zu warnen und aufzuklären.
II. Einheit bzw. Entfaltung des Buches / Gliederung
Der Anlas des Briefes waren die zustände in Kolossä. Die Stadt war größten teils von phygische Heiden bewohnt die sich schnell von neuen Philosophien oder der Mystik beeinflussen ließen. Das führte Paulus dazu diesen Brief zu schreiben. Durch diesen Brief wollte er ein Bekenntnis der Gottheit Jesu betonen.
Paulus geht bewußt beim schreiben des Briefes, nach einem bestimmten Aufbau vor. Denn beim Lesen des Kolosserbriefes ist auffallend wie der Brief gegliedert ist.
In Kap. 1, 1-14 macht Paulus eine Einführung in das Thema des Briefes. In 1,1f. stellt Paulus sich kurz mit einem Satz vor und richtet eine Begrüßung an den Empfängern. Mit den folgenden Versen 1,3-8 dankt er für die Kolosser indem er ihre Liebe zum Herrn und zu den Geschwistern l obt. Weiter in 1,9-14 berichtet Paulus den Kolossern davon wie sie (die Mittarbeiter von Paulus und er selber) für sie beten. Er äußert innen auch was der Wunsch von ihm ist was sie in Christus erreichen sollen. Nämlich das sie gestärkt werden durch die Herrliche Macht, zur aller Geduld und Langmut.
Paulus kommt zum Thema des Briefes worauf er dann den Rest des Briefes aufbaut. Ihn einem Block in 1, 15-23 wird der Lobpreis des Sohnes Jesus Christus besprochen. In je drei Versen stellt der Verfasser die Herrschaft Jesu vor. 1. In 1, 15-17 betont Paulus die Herrschaft Jesu über die Kosmischen Mächte, über die unsichtbare Welt. 2. 1,18-20 Jesus als Herr über die Neuschöpfung und der Versöhnung, „alle Fühle wohnte in ihm“. v.19. 3. Und dann 1, 21-
23 das Ziel und die Wirkung der Versöhnung durch Jesus. Dann merken wir das Paulus nun
seinen Wunsch und sein Interesse an den Kolossern äußert 1, 24-2,7. Er sagt ihnen das er sich abmüht diesen Herrn zu verkündigen den er ihnen gerade vorgestellt hat. Er ermahnt sie das sie sich nicht auf fremden Lehren einlassen sollten den allein in Christus sind alle Erkenntnisse und Schätze der Weisheit verborgen 2, 3. Das sagte er ihnen weil sie nicht wo anders danach suchen sollten. Ihm weiteren Block 2, 8-23 führt er noch mehr zu diesem Thema hinzu, das Christus allein genügt und macht deutlich; es braucht nichts anderes mehr zu sein außer Jesus Christus. 1. 2,8-10 hier erwähnt Paulus noch einmal „die Fühle“ in v. 9
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wie zuvor in 1, 19. Er macht deutlich das die ganze „Fühle“ der Gottheit allein in Christus ist, es braucht keine menschliche Überlieferungen und Philosophien die zum heil notwendig sind.
2. 2, 11-15 weiter schreibt Paulus über die Erneuerung und dem Sieg in Christus. Was Jesus
getan hat nämlich den „Schuldbrief“ der gegen uns war vernichtet und „Jesus hat die Mächten öffentlich zur schau gestellt“ v. 15, sie besiegt. 3. Die Folge von seinem Sieg ist nun die Freiheit vom Gesetz und Askese denen sich die Kolosser hatten auferlegen lassen 2, 16-23. Ihm nächsten Abschnitt 3, 1-4,6 stellt Paulus dar, was es bedeutet als neuer Mensch in Christus zu leben. Wieder sehen wir ein Aufbau des Themas. In 3,1-17 beschreibt er wie man den „Alten Menschen“ ablegen soll und den „neuen in Christus“ anziehen soll. Hier kann man das Thema wie folgt gliedern: a) Die Verbundenheit mit Christus in seinem Tod und seinem Leben, die Grundlage für den Gehorsam 3,1-4. b) 3, 5 -9 was es bedeutet den „Alten Menschen zu töten“. c) und was das neue Leben in Christus bedeutet 3, 10-14. d) und dann die Schlußfolgerung des neuen Lebens in Christus sollte ein dankbares Herz Gott gegenüber sein. Das Wort soll reichlich unter uns wohnen. Alles was man tut, soll man ihm Namen des Herrn tun. 3, 15-17. In 3,18-4,6 gibt Paulus Anweisungen wie man als Christ leben soll. a) 3, 18- 4,1 wie man in Beziehungen zwischen Menschen sich verhalten soll, zwischen Mann und Frau, Eltern und Kinder und zwischen Sklaven und Herren. b) 4, 2-4 wie sie sich ihm Gebet verhalten sollen. Paulus bittet zugleich auch für in zu beten das Gott ihm eine Tür auftue, um das Wort Gottes frei verkündigen zu können. c) 4, 5 f. wie sie sich gegenüber von Nichtchristen verhalten sollten. In 4, 7-18 schließt der Brief mit Grüßen wo Paulus seine Mitarbeiter aufzählt die an den Kolossern genau so am Herzen liegen wie ihm. Mit einer kleinen Anweisung das sie den Brief auch den Laodizeaern zum lesen geben sollten und das sie dem Archippus ausrichteten das er auf sein Amt sehen sollte damit er es ausführe endet der Brief an die Kolosser wie auch alle seine Briefe mit dem Satz „Die Gnade sei mit euch“.
III. Der Kontext einer Einheit
1. Gedankengang
Paulus und seine Mitarbeiter danken Gott allezeit, also immer wenn sie für die Kolosser betten, da sie von ihrem Glauben und von der Liebe gehört haben (1,3-4).
Weil die Kolosser es wegen der Hoffnung im Himmel die schon bereit ist tun (1,5a). Von dieser Hoffnung hatten sie durch das Evangelium (das Wort der Wahrheit) schon davor gehört (1,5b). Paulus sagt dieses Wort bringt in aller Welt (Röm.) Früc hte. Wie auch bei innen, seit dem Zeitpunkt wo sie es gehört haben und die Gnade Gottes „erkannt“- verstanden haben. Sie
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Johann Grunau, 2000, Exegese zu Kolosser 1,3-8, München, GRIN Verlag GmbH
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