Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 4
2. Was sind Rituale ? 5
2.1 Definitionsansätze. 5
2.2 Zeitstruktur von Ritualen 6
2.3 Inhaltliche Kontexte von Ritualen 6
3. Rituale in der Schulpädagogik 7
4. Rituale im Diskurs 8
4.1 Erste These. 9
4.1.1 Antithese. 9
4.2 Zweite These. 10
4.2.1 Antithese 10
4.3 Dritte These. 11
4.3.1 Antithese 11
4.4 Vierte These. 12
4.4.1 Antithese 12
4.5 Conclusio 13
5. Zusammenfassung 14
Literaturverzeichnis 16
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1. Einleitung
Rituale spielen von jeher eine große Rolle im menschlichen Zusammenleben. Es gibt wohl keine Gemeinschaft von Menschen, die man als völlig ritualfrei bezeichnen könnte.
Besonders in der heutigen Gesellschaft mit veränderten Familienstrukturen, wachsendem Umgang mit elektronischen Medien und einer reizstarken Umwelt verliert der Alltag von Kindern an Struktur und Zuverlässigkeit. Schulpädagogik versucht daher verstärkt, Rituale und feste Regeln einzuführen, um dem Schulalltag einen gleichmäßigen Rhythmus zu geben, durch welchen den Kindern Sicherheit und Geborgenheit vermittelt, ihr Wohlbefinden gestärkt und ihnen angstfreies Lernen ermöglicht werden soll. Darüber hinaus sollen sich Rituale, sind sie einmal fest instituiert, auf die Arbeit des Lehrers entlastend auswirken. Die Lehrkräfte können beruhigt auf die regelmäßig auftretenden, vertrauten Verhaltensregeln zurückgreifen und demzufolge frei für Erziehungsarbeit und Lernprozesse sein. In dieser Hausarbeit wird versucht, einen Einblick in die herrschende Schuldebatte um die Frage der Rituale, zu geben. Im 2. Kapitel wird nach der Begriffsdefinition vom Ritual gesucht, wie sie in der Pädagogik verstanden wird. Dabei geht man im zweiten und dritten Subkapitel näher auf die Zeitstruktur und inhaltliche Kontexte von Ritualen ein. Die Transformation des Ritualbegriffs in den Pädagogischen Kontext wird im 3. Kapitel angesprochen. Im 4. Hauptkapitel wird versucht, die Vor- und Nachteile des Einführens von Ritualen in die Schulpädagogik mittels vier Für- und Gegenthesen in einem Diskurs darzulegen. Im Conclusio (4.5) wird die Essenz des Diskurses herausgearbeitet und gewertet. Anschließend werden im 5. und abschließendem Kapitel wichtige Aspekte des Schulrituals zusammengefasst und in kurzer Form dargelegt.
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2. Was sind Rituale ?
2.1 Definitionsansätze
Beim Versuch, den Begriff „Ritual“ zu definieren, stößt man auf einige Schwierigkeiten, da sich die Auffassungen, was genau unter einem Ritual zu verstehen ist, im Laufe der Zeit gravierend verändert haben. Und auch zeitgenössische Interpretationsvorschläge bieten eine Vielzahl
unterschiedlichster Definitionen. Dies ist sicherlich zum einen auf die verschiedenen Forschungsschwerpunkte der Wissenschaftler
zurückzuführen, zum anderen liegt es bestimmt an den vielen kulturspezifischen Erscheinungsformen von Ritualen. Im pädagogischen Kontext gehen verschiedene Definitionen um, die jeweils verschiedene Ebenen fokussieren. So betont Piper bei R itualen die vereinheitliche Wirkung: „Rituale sind für alle Teilnehmenden gleichartige Handlungsformen, durch deren Mitvollzug sie ihre Zugehörigkeit darstellen. Das Ritual stiftet einen gemeinsamen Bezugspunkt, der die Teilnehmenden als Einheit zusammenfasst.“ (Piper 1996, S. 48) Meier betont demgegenüber den wiederholenden Charakter von Ritualen mit festgelegter Handlungsfolge: „Rituale sind wiederkehrende, gestaltete Handlungen, die in einer gewohnten Ausprägung und Reihenfolge der Bestandteile ablaufen. Unser Alltag ist in vielen Situationen von Handlungen geprägt, die Ritualen nahe kommen, wenn sie auch nicht den besonderen Charakter tragen, der von Ritualen erwartet wird.“ (Meier 1993, S. 28) Im Sinne dieser Definitionsrichtung führt Meier fort. „Das Ritual lebt von der Wirklichkeit, der Wiederholbarkeit und von Formen der Partizipation. Es muss sichtbar, hörbar, erfahrbar, also auch sinnlich sein. Es benötigt besondere Arrangements oder sogar eigene Räume (Schulkapelle)“ (Meier 1993, S. 28)
Im Rahmen d er Schulpädagogik werden diese Kernaspekte erkannt und verstärkt im Schulalltag eingesetzt.
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2.2 Zeitstruktur von Ritualen
Mittels der Rituale markiert man bestimmte Zeitabläufe und Zeitspannen im Leben. So zum Beispiel feiern traditionelle Gesellschaften, die ohnehin stark durch Rituale geregelt sind, im besonderen Masse das Reiferitual. In unserem Kulturraum sind solche Rituale, die die Übergänge im Laufe des individuellen Lebens markieren, kaum entwickelt. Dagegen aber haben andere Lebensereignisse, besonders die Geburt und der Tod eines Menschen, einen stark ritualisierten Handlungsrahmen. Rituale regeln aber auch den Jahresablauf, wie an Frühlingsfesten, Erntefeiern und anderen Formen zu belegen ist. Rituale haben, ebenfalls je nach Kultur unterschiedlich ausgeprägt, ihren Stellenwert im Tagesablauf. Zu den Beispielen zählen das Glockenleuten zur Feierabend, Verneigung gegenüber der aufstehenden Sonne. (vgl. Hüsten/ Gruber/ Winkler-Menzel 2000, S. 18) Viele dieser Rituale haben sich im Alltag integriert und verselbstständigt, wie zum Beispiel die Kuscheldecke zum Einschlafen oder Geburtstagsrituale oder Rituale bei der Kontaktaufnahme zwischen Männern und Frauen.
2.3 Inhaltliche Kontexte von Ritualen
Jackel (1999) versucht eine Begriffserklärung von Ritualen für sich zu erschließen, indem sie diese mit verwandten Begriffen in Verbindung setzt. Danach sieht sie das Ritual im Feld zwischen „... räumlich begrenzten Bereichen mit voraussehbaren Ablaufstrukturen, Spielen mit ihrem Wiederholungscharakter und Automatismen wegen der beruhigenden und befriedigenden Wirkung. ...“ (Jackel 1999, S. 13) Sie schreibt Ritualen den Schutz vor Überforderung zu und verbindet sie mit den religiösen und archetypischen Ursprüngen. (vgl. Jackel 1999, S. 14) Die Formen von Ritualen im schulischen Rahmen unterscheidet sie nach einem zweidimensionalen Schema. Einerseits nennt sie inhaltlich rituelle Unterrichtssequenzen, worunter sie vor allem Gruppenspiele zählt, andererseits unterscheidet sie organisatorisch rituelle pädagogische Mittel,
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Arbeit zitieren:
Elena Rauch, 2003, Rituale in der Schulpädagogik? Ein Diskurs, München, GRIN Verlag GmbH
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Kevin
Geborgenheit dürch Rituale.
Hallo Frau Rauch,
ich kann gut nachvolziehen wie sich durch Rituale grosgewordene Kinder fühlen. Den ich bin in meiner kindheit mit sehr vielen Ritualen größgeworden.
Da gab es z.b. jeden Abend ein kleines gutenacht Kusserl von meiner Mom.
Und jeden Morgen hat sie singend die Gardienen aufgerissen.
Dann habe ich beim Frühstück meine Schüssel mein Löffel und meine Kellogs jeden Tag gehabt.
Zuerst habe ich die Schüssel 3,5 mal nach rechts gedreht, danach den Löffel gründlich mit meinem kleinen Schnuffituch gereinigt und alles wieder ordendlich an seinem Platz gelegt.
Bei einschütten der Kornflaks habe ich immer darauf geachtet nur gleichförmige Flaks in meine Schüssel zu lassen, die Anderen habe ich dann mit meinem Blankgeputzem Löffel aussortiert.
Danach habe ich genau 57 Löffel Milch dazu gegeben, und konnte dann ganz endspannt meine Flaks essen.
Ja so ging das jeden Morgen, bis fa bis die Firma Kellogs meine Flaks auf dem Programm genommen hatte.
Meine Mom versuchte zwar noch restbestände zu ergattern, doch das klappte nicht lange.
Nun versuche ich einen ersatz für die Kellogs zu finden, doch irgendwie schmeckt alles nach Pape.
Ich habe nie wieder einen so köstlichen und leckeren Geschmack erlebt wie mit den Kellogs.
jetzt fragt du dich bestimmt wie diese Wunderbaren Kellog Kornflaks heissen...
Sie hatten den selben Namen wie du... ELENA!
Grüße Kevin R
am Monday, October 04, 2004-