Inhaltsverzeichnis
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Inhaltverzeichnis 1
1.) Einleitung 2
2.) Migration und Bildung 3
2.1 Die Migrationssituation 3
2.2 Entwicklung der Migration 4
2.3 Bildungschancen der Kinder mit Migrationshintergrund 8
2.4 Ursachen der Ungleichheit 10
3.) Abschlussdiskussion 15
Literaturverzeichnis 17
1.) Einleitung
Wie der Titel schon nahe legt, werde ich mit dieser Arbeit der Frage nachgehen, wie sich die Partizipation von Kindern mit Migrationshintergrund am deutsche n Bildungssystem gestaltet.
Zunächst werde ich die Situation und Zusammensetzung der Migranten näher erläutern, da dies für das Verständnis des Themenkomplexes von besonderer Bedeutung ist. Auch werde ich einen kurzen Überblick über die Geschichte der Migration geben, da sich die Situation der Migranten in den letzten Jahren stark gewandelt hat.
Später werde ich dann die Situation der Migrantenkinder im deutschen Bildungssystem erläutern und aufzeigen das diese auch heute noch stark benachteiligt sind. Worin die Ursachen dieser Benachteiligung liegen werde ich im letzten Abschnitt des Hauptteiles beleuchten.
Den Schluss bildet nochmals ein kurzer Überblick und ein Ausblick auf mögliche Maßnahmen um die Situation der Migranten zu verbessern.
Die wichtigste Grundlage dieser Arbeit wird die internationale Vergleichsstudie PISA darstellen, da sie die neuste und umfangreichste Untersuchung in diesem Themenkomplex momentan ist.
Bei der Suche nach Informationen zu diesem Thema konnte wurde sehr schnell deutlich wie schnell sich die Migrationssituation gewandelt hat. Die ersten Untersuchungen stammen aus den 1970er und 80er Jahren. Die damalige Situation ist mit der heutigen nur noch in Teilen vergleichbar wie ich auch später aufzeigen werde. In den 90er Jahren lässt sich in der Fachliteratur zu diesem Komplex relativ wenig finden und erst mit der PISA- Studie ist die Fragestellung der sozialen Ungleichheit im Bildungswesen wieder erneut in den Fokus der Forschung gerückt worden.
Dennoch hoffe ich, in dieser Arbeit die Situation der Migranten für den Leser anschaulich und verständlich zu machen.
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2.) Migration und Bildung
2.1 Die Migrationssituation
Schaut man in einem Fremdwörterbuch unter Migration nach, so ist dort zu lesen dies sei die Wanderung von Individue n oder Gruppen im geographischen oder sozialen Raum.
Eine solche Beschreibung umfasst damit alle wandernden Bevölkerungsgruppen bzw. Personen. Somit ist eine Familie die innerhalb einer Stadt umzieht genauso unter diesen Begriff zu fassen wie ein Asylbewerber aus einem afrikanischen Land. Ja selbst die Auf- und Absteiger innerhalb von sozialen Gruppen würden mit dieser Definition erfasst. Da eine solche Definition nahezu jeden Menschen innerhalb der Bundesrepublik umfassen würde muss man den Begriff etwas einschränken. In den meisten Untersuchungen und auch im alltäglichen Sprachgebrauch beschränkt man sich daher auf die Immigranten, also diejenigen, die von außerhalb in die Bundesrepublik zugewandert sind. Und auch hier wird oftmals nochmals differenziert in EU Bürger und andere Ausländer.
Aber der Begriff der Migration ist nicht nur sehr weit gefasst, er schließt gleichzeitig auch diejenigen aus, die bereits vor Ort wohnen und eben keine Wanderung im Sinne dieser Definition unternehmen, aber durchaus z.B. noch als Ausländer gelten. In dieser Arbeit werde ich den Begriff des Migranten überwiegend in seiner umgangssprachlichen Form, also vor allem für Ausländer und andere Zugereiste, aber auch für hier lebende Menschen mit anderem kulturellen Hintergrund benut zen. Da es von Studie zu Studie aber unterschiedliche Definitionen bezüglich der Untersuchungsgruppe (Migranten, Ausländer, usw.) gibt, werde auch ich zwischen den Begriffen wechseln müssen.
Egal ob man nun den Begriff des Ausländers, des Gastarbeiters, des Zuwanderers oder des Migranten benutzt, jeder dieser Begriffe hat bestimmte Schwächen in seiner eigentlichen und streng gefassten Bedeutung und man sollte sich immer bewusst vor Augen führen von welcher dieser Gruppen nun momentan die Rede ist.
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2.2 Entwicklung der Migration
Die ersten Untersuchungen zur schulischen Integration von Migrantenkinder stammen, wie bereits erwähnt, aus den 1970er Jahren. Es ist allerdings sehr schwer die damalige mit der heutigen Situation zu vergleichen.
In Deutschland begann die Einwanderung in der Zeit des Wirtschaftswunders in den 1960er Jahren. Allerdings erreichte der Ausländeranteil 1967 gerade mal 3%. Auch ging man noch zu dieser Zeit davon aus, dass die Gastarbeiter das Land sehr schnell wieder verlassen würden, gleichzeitig war man aber froh über ihr kommen und begrüßte den Zuzug ausdrücklich. 1973 erließ die Bundesregierung unter dem Eindruck der Ölkrise und der steigenden Arbeitslosigkeit den bis zum Jahre 2000 gültigen Anwerbestopp. Dies führte zwar zu einer Verringerung der ausländischen Arbeitsnehmer, jedoch stieg die ausländische Wohnbevölkerung weiter an. Die deutsche Gesellschaft stand nun vor der neuen Herausforderung die Fremden in die Gesellschaft zu integrieren, da es sich zunehmend abzeichnete das ein nicht geringer Teil der Gastarbeiter dauerhaft in Deutschland bleiben wollte. Rainer Geißler bezeichnet dies als die „stille Metamorphose vom Gastarbeiter zum Einwanderer“ (Geißler 2002, 288). Der immer stärkere Zuzug von Flüchtlingen und Arbeitsemigranten und auch das Ausbleiben der erhofften Rückkehr der Gastarbeiter führte in der öffentlichen Diskussion zu einem Stimmungswechsel. Wurde 1972 noch die zweimillionste Gastarbeiterin freudig empfangen so kam es Ende der siebziger Jahre zu einem „Rennen nach einer Begrenzungspolitik“ (Meier-Braun 1995, 17 zit.n. Geißler 2002, 288), die politisch Verantwortlichen sollten Lösungen finden um die zunehmende Einwanderung einzugrenzen. Diese „Abwehrphase“ wandelte sich in den 1990er Jahren zu einer „Akzeptanzphase“ (Geißler 2002, 289). In der öffentlichen Diskussion wurde nun auch die Bundesrepublik als ein Einwanderungsland anerkannt und man sucht seither nach geeigneten Mitteln um langfristig die Zuwanderung zu steuern und mit ihren Folgen fertig zu werden.
Aber nicht nur die Einstellung gegenüber den Migranten hat sich im Laufe der Jahre geändert, sondern auch die Zusammensetzung und die Größe dieser Minderheit unterlag im Laufe der Zeit einer deutlichen Veränderung.
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Christoph Färber, 2004, Migration und Bildung, Munich, GRIN Publishing GmbH
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Forschungsbefunde
Rainer Geißler, Harald Bader, Kristina Enders, Patrick Fick, Sarah Hubrich, Parisa Javadian Namin, Horst Pöttker
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